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Neues Jahr, neue Tarife

Seit vorgestern gelten neue Tarife für die Lkw-Maut. So wird der Mautsatz jetzt auch nach der Gewichtsklasse bestimmt. Auch Lärmbelastungskosten spielen erstmals eine Rolle.

Lärmbelästigung jetzt Kriterium

Nützlich zu wissen ist, dass sich der Mautsatz je Kilometer aus drei Mautteilsätzen zusammensetzt. So beinhaltet der erste Mautteilsatz die Infrastrukturkosten. Diese sind abhängig von der Gewichtsklasse, der das mautpflichtige Fahrzeug oder die Fahrzeugkombination angehört. Den zweiten Mautteilsatz bilden die verursachten Kosten für die Luftverschmutzung. Natürlich sind diese abhängig von der Schadstoffklasse des Fahrzeugs. Die verursachten Lärmbelastungskosten sind der dritte Mautteilsatz. Deren Höhe beträgt zwei Cent pro Kilometer.

Wie sich der neue Mautsatz zusammensetzt, seht Ihr übersichtlich in dieser Grafik: Klick hier >>>

Kurzer Fakt am Rand: Elektro-Lkw sind von der Maut befreit, erdgasbetriebene Lkw ebenfalls bis 2020.

Neue Mitwirkungspflicht für Lkw-Fahrer

Wichtig für uns Fahrer ist dabei, dass sich eine neue Mitwirkungspflicht ergibt. So müssen wir unbedingt vor jeder Fahrt das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs oder der Fahrzeugkombination auf der OBU einstellen. Das kann sich ändern, wenn beispielsweise ein Anhänger an- oder abgekoppelt wird. Oder man mit einer Sattelzugmaschine ins Nachbardorf fährt, um dort einen Auflieger zu holen.

Überwachung der Maut auf der B  247 bei mühlhusen

Um das zulässige Gesamtgewicht von Fahrzeugkombinationen zu ermitteln, werden die zulässigen Gesamtgewichte der Einzelfahrzeuge addiert. Dieses steht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1. Stütz- und Aufliegelasten werden dabei nicht berücksichtigt.

Wichtig: Gewichtsklasse einstellen

Die Gewichtsklassen werden vom Gesetzgeber so vorgegeben: größer/gleich 7,5 – 11,99 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, größer/gleich 12 Tonnen bis 18 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht und größer 18 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht.
Für die letzt genannte Gewichtsklasse, also über 18 Tonnen, wird zusätzlich nach Achsen unterschieden: bis zu 3 Achsen und vier und mehr Achsen. Die Anzahl müssen wir Fahrer im Gerät angeben. Bei Fahrzeugen oder Fahrzeugkombinationen bis zu 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ist eine Einstellung der Achszahl auch möglich, aber nicht verpflichtend.

Wie die OBU bedient wird, erklärt Toll Collect in dieser Online-Anleitung >>> auf der klassischen Toll Collect-Seite. Da findet man alle Informationen rund um die Lkw-Maut.
Dann gibt es den Facebook-Account. Wenn jemand Fragen oder Anregungen hat, kann sie oder er über diesen Weg am schnellsten Kontakt zu Mitarbeitern von Toll Collect aufnehmen. Bildlich wird es auf YouTube. Dort bietet Toll Collect kurze Filme zum Thema Maut oder auch zur Bedienung der OBU an.

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Weitere Informationen

YouTube-Originallink >>>

Dann gibt es noch den Unternehmensblog mit vielen Informationen und Hintergrundgeschichten. Ausserdem erhält man einen kleinen Einblick in die Welt von Toll Collect.

Aber noch einmal zurück zu den Gewichtsklassen. In der OBU ist das zulässige Gesamtgewicht dauerhaft gespeichert, welches der Halter bei der Registrierung angegeben hat. Wird ein Anhänger an- oder abgekoppelt, ist das Gewicht auf der OBU vor Antritt einer Fahrt anzupassen. Dies gilt mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis einschließlich 18 Tonnen. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 18 Tonnen muss nicht die Gewichtsklasse, aber die Achszahl geändert werden.
Ist ein Fahrer mit einem Fahrzeug unterwegs, dessen zulässiges Gesamtgewicht unter 7,5 Tonnen beträgt, muss die Gewichtsklasse „< 7,5 t“ gewählt werden. Fährt er mit Hänger und ist mit 7,5 Tonnen zGG oder mehr unterwegs, dann wählt er “≥ 7,5 t“ und ist mautpflichtig.

Deklaration in Schritten von 1,5 Tonnen

Ab 7,5 Tonnen wird das Gewicht der Kraftfahrzeuge in Auswahlschritten von 1,5 Tonnen deklariert. Beachtet dabei, dass keine Gewichtsklasse eingestellt werden kann, die kleiner ist, als das auf dem Fahrzeuggerät gespeicherte Gewicht. Ändert der Fahrer vor Beginn einer neuen Fahrt die Einstellungen an der OBU nicht, werden die Einstellungen der letzten Fahrt verwendet.

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Sie haben Post

Lieber Maik,

bestimmt liest Du diese Frage dieser Tage öfters mal. Noch gibt’s keinen Blog-Eintrag von Dir dazu, deshalb frag ich selbst mal nach. Folgender Artikel steht seit gestern in den Nachrichten:

http://www.tagesschau.de/ausland/eu-lkw-101.html

Was meinst Du, gehen die mit dem absoluten Kabinenschlafverbot da zu weit oder ist das eine Unumgänglichkeit, da sonst Kabinenschlafen durch die Hintertür wieder erzwingbar wäre? Weiterhin heißt das ja für alle Fahrer, dass nun der Kampf um die Hotels inklusive passender Parkmöglichkeiten beginnt, die viel zu rar sind. Dauert pro Tag bestimmt auch seine Zeit…
Mit der Forderung nach gleichem Lohn treffen sie aber endlich mal ins Schwarze, oder?

Beste Grüße und gute Fahrt!
Seb

Hallo,

zuerst mal: Das mit dem absoluten Kabinenschlafverbot stimmt nicht. Da hat die „Tagesschau“ zwar den österreichischen Verkehrsminister Hofer zitiert, die Klarstellung seiner Sprecherin aber unterschlagen. Auf „NTV“ wurde es extra erwähnt:

Eine Sprecherin stellte jedoch klar, dass dies nur für die wöchentliche Ruhezeit gelte, nicht für die Übernachtung nach einer regulären Schicht.

Ich darf also weiter im Lkw schlafen. Das mit der Wochenruhezeit schaut momentan so aus. Jeder darf so lange unterwegs sein, wie er es möchte. Oder eben sein Chef es von ihm verlangt. Schlafen darf er aber nur zwei Wochen im Lkw. Nämlich mit einer verkürzten Ruhezeit. Dann muss der Fahrer in einer geeigneten Unterkunft untergebracht werden. So lustige Argumente wie „Zelt neben Lkw“ oder „Hängematte auf dem Auflieger“ sollte man also bitte nicht ernst nehmen.

Das ändert sich aber wohl. In Zukunft soll es so ablaufen: Ein Fahrer muss nach vier Wochen Richtung Heimat disponiert werden. Die Wochenruhezeiten müssen dabei ausserhalb vom Fahrzeug verbracht werden.
Allerdings können zwei Wochenruhezeiten verkürzt werden. Dann muss der Fahrer aber bereits nach drei Wochen wieder zuhause sein.

Aber das ist erstmal eine Einigung zwischen den Verkehrsministern. Jetzt muss das Europäische Parlament darüber und einige andere beschlossene Dinge beraten. Dazu gehören Fragen zur Kabotage, zur Entsendung, einheitlicher Lohn und weitere Fragen zu Ruhezeiten. Es ist also noch ein langer Weg.

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Kein Empfang

Meinem bisherigen Mobilfunkanbieter war ich mehr als zwanzig Jahre treu. Wechseln wollte ich den schon seit längeren. Aber wie es so ist. Es wird immer wieder verschoben. Mal kommt dieses dazwischen, mal jenes. So vergeht Woche für Woche, Monat um Monat. Und schwubs, schon sind zwei Jahrzehnte rum.
Vor drei Wochen, während meines Urlaubs, habe ich mir aber mal ne Viertelstunde Zeit genommen. Kurz die Tarife der Konkurrenz verglichen, schnell entschieden, dem alten Anbieter die Kündigung geschrieben, ausgedruckt, eingebrieft und schon war alles erledigt.

Meine alte Rufnummer behalte ich. Zwar kostet die Mitnahme zum neuen Anbieter einige Euro, aber die sind es mir wert. Die Umstellung selber sollte am letzten Mittwoch erfolgen. Klappte wohl auch, ging aber an mir vorüber. Klar, logisch wenn die neue Sim-Karte zuhause liegt und ich unterwegs bin. Habe doch glatt vergessen, die mitzunehmen.
Drei Tage keine persönlichen Anrufe, kein WhatsApp, kein Social-Media Gedöns. War auch mal ganz schön. So wie früher.
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Für einige Freunde aber nicht. Die haben sich echt Sorgen gemacht, weil ich einige Tage nicht erreichbar war. War nicht nett. Tschuldigung.

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Urlaub vorbei

So. Der erste Tag nach meinem Urlaub wäre auch geschafft. Auflieger war vorgeladen, nur die Ladung musste ich noch sichern. Ging diesmal aber auch gut, die Kollegen aus dem Lager haben sich echt angestrengt.
Prima lief es auch unterwegs. Relativ wenig Verkehr, nur ein kurzer Stau vor München. Aber das passte.

Morgen früh halb fünf geht’s weiter. Nicht so ganz meine Zeit, aber hilft ja nix. Will gegen acht bei meiner ersten Abladestelle in Bozen sein.

Ach ja. Mit dem DAF bin ich bisher zufrieden. Der fährt sich wesentlich weicher, holpert nicht so wie der Scania über Querrinnen.
Klar hat der DAF auch Schwächen, aber dazu später vielleicht mal mehr. Jetzt ist erstmal Nachtruhe angesagt.

Daf lkw

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Auf der diesjährigen IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover gab es mehrere Podiumsdiskussionen. Auf einer, veranstaltet von Traton, war ich als Talk-Gast eingeladen: TRATON-Talk zur Zukunft des Lkw-Fahrers. Eine riesige Herausforderung.

traton talk iaa hannover
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Wenn die Langeweile siegt, wird gesoffen: Trinkgelage unter Lkw-Fahrern eskaliert. Mann (32) wegen versuchten Mordes in U-Haft
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Nach Angaben des DGB-Projektes „Faire Mobilität“ wollen zehn tschechische Fahrer, die hauptsächlich in Deutschland unterwegs sind, nun die gleiche Bezahlung mit ihren deutschen Kollegen einklagen.
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Die Zulassungen von zehntausenden osteuropäischen Lkw-Fahrern werden kaum überprüft und ihre Bezahlung ist schäbig. Wie die EU zehntausenden Lkw-Fahrern aus Osteuropa ihre Rechte verweigert.
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Kontroverse Aussage eines Spediteurs: Kraftfahrer haben neue LKW zur Verfügung und moderne Verkehrswege. Sie verdienen auch sehr gut.
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Auf der Nutzfahrzeugmesse in Hannover stellte Daimler ein digitales Rückspiegelsystem für Actros vor (so nennt Daimler seine schwere LKW-Baureihe): die Mirror Cam.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Vor mehr als drei Tagen stürzte ein Brückenteil des Viadotto Polcevera in Genua ein. Schlimmes Unglück, ging ja durch viele Medien und ist ja den meisten mittlerweile bekannt. Wie oft ich über diese Brücke gefahren bin? Hmm, etliche Male. Um es mal vorsichtig auszudrücken. Deshalb war ich auch geschockt, als ich davon am Dienstagnachmittag in den Nachrichten hörte. Nicht weil ich dachte „Boah, gut das ich da heute nicht war“ oder so, sondern weil ich diesen Ort, diese Brücke kenne. In gewisser Weise fühlte ich mich auch persönlich betroffen.

Immer wenn ich die A7 von Mailand runter kam, kurz vor deren Ende nach rechts schaute, sah ich sie. War ein imposantes Bauwerk. Aber mir war auch immer etwas mulmig. Ehrlich, keine Übertreibung. Und ich war froh, wenn ich dieses Bauwerk hinter mir hatte.
Aber das geht oder ging mir nicht nur mit dieser Brücke so. Auch der Gotthardtunnel ist z.B. so ein Konstrukt, welches ich gerne umfahren würde.

Die Kritik an den privaten Betreibergesellschaften in Italien, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Wer das staatlich betriebene Straßennetz da unten kennt, weiß was ich meine. Strecken abseits der Autobahnen sind so marode, kaputt, Orthopäden dürften in Italien gemachte Leute sein.
Oder der Neubau des Autobahnstücks der A1 zwischen Bologna und Florenz. Da wurde quasi eine komplett neue Autobahnstrecke durchs Gebirge gebaut. So etwas funktioniert in Italien nur unter privater Hand. Zumindest in angemessener Zeit. Ein negatives Beispiel ist die A2 (früher A3) von Salerno nach Reggio Calabria. Der Bau der Autobahn begann 1962. Zwölf Jahre später wurden große Abschnitte der Autobahn für den Verkehr freigegeben. Doch bereits nach einigen Jahren war der Zustand so desolat, dass ständig Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden mussten.

Ab 1997 war eine Generalüberholung oder gar ein teilweiser Neubau erforderlich. Neue Tunnels und neue Brücken mussten gebaut werden, enge Kurven wurden durch einen größeren Radius entschärft. Ich erinnere mich an eine Tour nach Sizilien. Das war 2007 oder 2008. Da gab es noch Abschnitte mit Baustellen von dreißig Kilometer Länge. Die Geschwindigkeit wurde teilweise auf 40 km/h begrenzt.
Wie weit diese Autobahn heute fertig ist, weiß ich nicht. Bin schon seit längerer Zeit nicht mehr darunter gefahren. Aber sollte auch nur als Beispiel dienen.
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Überschrift in der „Welt“: So soll das „Appen“ hinter dem Steuer unterbunden werden. Sind aber alles nur Mutmaßungen. Denn laut dem Bundesverkehrsministerium gibt es derzeit nicht die Absicht, an den Strafen oder Regeln für das Handy im Güterverkehr etwas zu ändern. Zumal die Ablenkungsquote durch das Smartphone laut der Fachzeitschrift „Trans Aktuell“ nur sieben Prozent beträgt. Steht zumindest so im Text.
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Mehr als 3 Promille intus und ohne gültigen Führerschein unterwegs. Polnischer Lkw-Fahrer touchiert beim überholen andere Laster.
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Und nochmal Hannover: Tod eines Elfjährigen: Ein Jahr Bewährungsstrafe für Lkw-Fahrer.
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Und nochmal Alkohol: Am Sonntagabend führte die Autobahnpolizei Gau-Bickelheim wieder eine der regelmäßig stattfindenden Abfahrtskontrollen bei LKW-Fahrern durch.

Von fünfzehn kontrollierten Fahrern standen sechs unter Alkoholeinfluss, einer davon unter 0,5, einer unter 1,1 und vier über 1,1 Promille Atemalkohol. Der „Spitzenreiter“ wurde bei der Tank- und Rastanlage Wonnegau West kontrolliert, er erreichte einen Wert von 3,26 Promille!

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Die Polizei im holländischen Hardenberg sucht Zeugen, die einen Lkw-Fahrer bei einem waghalsigen Überholvorgang beobachtet haben:

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Die Polizei in Nordhessen sucht einen Brandstifter. Er soll auf einem Parkplatz an der A44 zwei Lastwagen angezündet haben, in denen die Fahrer schliefen.
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In der Schweiz sucht man tausende Chauffeure. Diese kommen jetzt aus dem Ausland – viele als unechte Grenzgänger.
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Der Digital-Experte der „SZ“ Simon Hurtz kann sich ein Leben ohne RSS nicht vorstellen. Die Technik ermöglicht es, unzählige Nachrichtenquellen gleichzeitig zu verfolgen.
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Zum Schluß noch einmal Genua: Warum stürzte die Brücke ein? Ein Professor stellt erste Hypothese auf.

Der Einsturz der Autobahnbrücke in Genua mit mindestens 38 Toten wurde möglicherweise durch den Riss eines Tragseils verursacht.

Bei der „BILD“ ist man natürlich noch schlauer:

BILD

Bild Zeitung

Da bin ich mal gespannt.

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Vier Wochen Maut auf Bundesstraßen. Ein erstes Fazit.

Seit vier Wochen ist die Bundesstraßenmaut nun aktiv. Seitdem gilt sie auf rund 52 000 Straßenkilometern in Deutschland. Die Bezahlstrecken haben sich damit verdreifacht.

Die meisten Autofahrer werden es aber kaum mit bekommen haben. Das einzige Indiz dafür sind die blauen Kontrollsäulen, die momentan an über 600 Stellen bundesweit errichtet werden.
Noch immer werden diese Kamerasäulen von vielen für eine neue Art von Geschwindigkeitskontrollen gehalten. Das ist aber nicht so. Diese hohen blauen Kontrollgeräte kontrollieren die Maut auf Bundesstraßen. So wollen die Behörden die sogenannten Mautpreller erwischen, die keine Gebühr für die Straßenbenutzung entrichtet haben. Ihnen droht ein Bußgeld zwischen 120 Euro und 480 Euro.

Funktion und Kontrolle

Was genau deren Aufgabe ist und wie diese funktionieren, wird in einem Beitrag im Blog von Toll Collect wunderbar erklärt. So sind diese Säulen nur ein Bestandteil von mehreren Kontrollarten, auch Kontrollmix genannt. Neben der automatischen Kontrolle über Säulen auf den Bundesstraßen und Kontrollbrücken auf den Autobahnen, besteht dieser auch aus der stationären und mobilen Kontrolle sowie der Betriebskontrolle durch die Mitarbeiter des Bundesamtes für Güterverkehr.

Also keine Angst vor blau. Diese Farbe soll ja entspannend und beruhigend wirken und steht für Frieden, Harmonie, Zufriedenheit – und ist dazu noch Lieblingsfarbe der meisten Menschen.

Es gibt aber auch Kritik. So warnen Spediteure vor einer zusätzlichen Belastung durch die Maut. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband warnt vor einem „erheblichen Kostenschub“ in Milliardenhöhe. Ob und in welchem Umfang die Mehrkosten an Hersteller, Händler und Kunden weitergegeben werden, wird jeder Betrieb selbst durchrechnen müssen. Dagegen geht die Bundesregierung nicht von höheren Preisen für Verbraucher aus.

Was sich für uns Fahrer ändert

Für uns Fahrer änderte sich vor allem die Anzeige in den OBU`s. Das bisher übliche akustische Signal bei Durchfahrt eines Streckenabschnittes und die Anzeige des Mautbetrages entfiel ja bereits bei der Aktuallisierung der Software über Mobilfunk. Der Grund ist, dass sich die Streckenführung auf Bundesstraßen häufiger und öfter ändert, als auf Autobahnen. So z.B. durch neue Durchfahrtsverbote, Straßensperrungen oder Baustellen. Die Daten für die Mauterhebung ändern sich dadurch viel kurzfristiger als bisher.
Heißt also: Die OBU errechnet nicht mehr den Mautbetrag. Die Berechnung findet stattdessen im Rechenzentrum statt. Die anfängliche Skepsis ist bei den meisten mittlerweile verflogen.

Durch die Ausweitung der Lkw-Maut werden nach Schätzungen rund 140 000 Fahrzeuge zusätzlich mautpflichtig. Wie viele sich letztlich eine OBU einbauen lassen, wird sich im Laufe der Zeit zeigen.
Fahrzeuge von Straßenreinigung und Winterdienst bleiben generell mautfrei – nicht aber Müllwagen und Fahrzeuge für die öffentliche Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Diese sind vor allem in ländlichen Gebieten oft auf Bundesstraßen angewiesen. Generell haben sich viele vorbereitet, einige werden aber von der Ausweitung der LKW-Maut überrascht werden und empfindlich betroffen sein.

Über die Maut-App werden vor allem Betriebe buchen, die bisher nicht davon betroffen waren. Also Baufirmen, Gärtner oder Handwerksbetriebe, die im ländlichen Raum arbeiten und gelegentlich mit einem 7,5-Tonner unterwegs sind.

Mautflucht. Ja oder Nein?

Eine „Mautflucht“ auf Landes- oder gar Kreisstraßen, befürchte ich nicht. Denn Zeit ist Geld, besonders im Transportsektor. Wer auf solchen Straßen Maut einspart, zahlt dies mit einem Mehrverbrauch an Diesel, einem erhöhten Fahrzeugverschleiß und eben Zeitverlust.

So. Nun bin ich am Ende der fünfteiligen Artikelserie über die Mauteinführung auf deutschen Bundesstraßen angekommen. Bedanken möchte ich mich auch bei den Mitarbeitern von Toll Collect, die sich bei Fragen meinerseits immer Zeit nahmen, mir diese zu beantworten. Mir hat die bisherige Zusammenarbeit gefallen. Also vielleicht auf ein nächstes Mal.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Und dann sage noch einer, Lkw-Fahrer wären zu nichts zu gebrauchen: Rasender Laster fährt Blitzer zu Schrott
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Wenn’s s’pressiert wie’d Sau: Autobahnpolizei stoppt rasenden Lkw (FacebookLink)
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Einer der großen europäischen Nutzfahrzeug-Hersteller kommt mit einem „dieselfreien“ Stand zur diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge nach Hannover.
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Der ADAC hat in einer Stichprobe an den Autobahnen A 1 bis A 9 insgesamt 50 unbewirtschaftete Rastplätze untersucht. Diese Anlagen haben Toiletten, aber keine Servicebetriebe wie Restaurants oder Tankstellen. Acht von ihnen waren „mangelhaft“, vier sogar „sehr mangelhaft“: An diesen Rastplätzen lieber weiterfahren.
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Nach tödlichem Unfall: Wer gibt Hinweise auf verlorenen Autositz? Kennzeichenfragment „RE-JK ?“ gesucht.
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Immer häufiger zeigen Überwachungskameras in China, wie Autofahrer mehrfach über Personen fahren, bis diese tot sind. Wieso? Die Antwort erschreckt: Für Tote müssen sie schlicht weniger zahlen als für Verletzte: Wieso in China Unfallopfer nochmal überfahren werden
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Wie lässt sich die Todesgefahr durch abbiegende Lastwagen eindämmen? Elektronische Abbiegeassistenten für Laster könnten Fußgängern und Radfahrern Leben retten. Doch eine politische Entscheidung darüber zieht sich wie Kaugummi.
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Bundesminister Andreas Scheuer hat die „Aktion Abbiegeassistent“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, alle nationalen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Einführung zu beschleunigen.

Und jeder Fahrer, der mit einem Lkw mit Abbiegeassistent unterwegs ist, bekommt das neue Trucker-Abzeichen #IchHabDenAssi. Das können die Frauen und Männer am Steuer mit Stolz auf ihren Lkws anbringen.

Wie be(SCHEUER)t ist diese Aktion mit dem Aufkleber? Kaum ein Fahrer wird sich solch einen Sticker freiwillig an sein Führerhaus kleben. Zumal der ein Freibrief für Radfahrer ist, noch weniger aufzupassen, da der Assistent den Fahrer ja warnen wird.

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