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Intime Geständnisse

20 Mrz 2019

Wenn ich unterwegs bin, also oft, habe ich Probleme damit, Türklinken oder ähnliches anzufassen. Das finde ich schon eklig. Keine Ahnung, ob das eine Störung oder Neurose bei mir ist. Aber ich habe immer das Bedürfnis, mir danach die Hände waschen zu müssen.
Nutze ich z.B. öffentliche Toiletten, versuche ich immer, die Türklinke mit dem Ellenbogen zu öffnen oder die Ärmel meines Pullover soweit über die Hände zu ziehen, um so die Tür zu öffnen, anstatt die mit der bloßen Hand zu berühren.

Gibt es da noch Papierhandtücher , nehme ich die. Affig? Mir egal. Denn wenn ich mich früh in solch einer Örtlichkeit wasche, sehe ich es immer wieder. Da kommen Leute rein, die erledigen Ihren Morgenkack oder urinieren und haben dabei logischerweise den Pimmel in der Hand und gehen danach, ohne Ihre Pfoten unter den Wasserstrahl zu halten.

Dann warte ich auch mal, bis der nächste rein kommt und schlüpfe dann durch die halb geöffnete Tür. Hauptsache nix anfassen. Dann diese Handtrockner. Ich habe mal gelesen, in der warmen Luft die diese Geräte erzeugen, fühlen sich Bakterien sprichwörtlich pudelwohl. Nutze ich nicht. Bin doch nicht lebensmüde. Also. Großen Bogen auch darum.

Anderes Beispiel. Tanken tue ich meist in Österreich. Die Einheimischen nennen das Tanktourismus. Ich nenne es ökonomisches denken. Denn wenn ich für die Firma, für die ich fahre, Geld sparen kann, mache ich das natürlich. Zumal ich eh an der Tankstelle dran vorbei fahre.
Aber zurück zum Thema. Das ist eine Automatentankstelle. Dieses Bedienfeld, auf dem ich die PIN der Tankkarte und den Kilometerstand des Lkw eingeben muss, ist oft so verschmiert und verkeimt, keine Ahnung was da so alles drauf hängt. Eigentlich will ich es auch nicht wissen.

Bevor ich darauf rum tippe, wische ich mit einem Feuchttuch drüber.
Davon habe ich mal ein Foto gemacht. Das ist so eklig, danach faulen einem die Fingerkuppen ab.

Bedienfeld einer Tankstelle

Jetzt mal ernsthaft. Das kann oder will ich nicht anfassen. Das kleben meine Finger drauf fest.

Aber vielleicht bin ich auch nur überempfindlich. Keine Ahnung. Mit meiner Vorsicht habe ich es aber geschafft, fast fünfzig Jahre alt zu werden. Nee, dass klingt Gülle.

Also nochmal. Mit meiner Vorsicht habe ich es geschafft, 49 Jahre alt zu werden. Da kann ich also nicht allzusehr viel falsch gemacht haben.

10 Tonnen geladen zu “Intime Geständnisse”

  1. 1
    Al meint:

    Na dann einen ganz herzlichen Glückwunsch zum Burzeltag!!! 🙂

    Und weiterhin alles Gute, vor allem Gesundheit!

    — Al

    P.S. ich halte es an öffentlichen Örtlichkeiten genau wie Du. Mir tun immer die parkenden Trucker leid, die nunmal drauf angewiesen sind…

  2. 2
    Daniel meint:

    Noch einer mit dem Bedürfnis, keine Klinken oder sowas anfassen zu wollen. Wir sollten uns verbrüdern 🙂

  3. 3
    Hajo meint:

    Lieber Maik, das Ganze muss man einfach nur ausblenden. Wenn es zum Automatismus wird, sich immer wieder dir Hände zu waschen, gibt’s auch voraussichtlich keine Probleme.
    Übrigens: auch auf Einkaufswagen lauern diese lieben „Tierchen“.
    Liebe Grüsse und weiterhin gute Fahrt.
    Hajo

  4. 4
    Claudia meint:

    Das ist nicht total unnormal. Händereinigungstücher (z. B. wie man sie für Kleinkinder mitnimmt, weil die sich immer wieder bekleckern), Händedesinfektion (ob als Tuch oder Gel) wären doch etwas… damit mit den Türklinken mache ich aber auch oft so – mit Ärmel oder Ellenbogen, eher nicht mit der Hand dran.
    Handydisplays sind auch ziemlich verkeimt, aber ich hab lieber meine eigenen Keime an mir als die Keime fremder Leute. Aber am besten nicht drüber nachdenken und sich sagen: Immunsystem, du machst das schon.

  5. 5
    Rudi meint:

    Dass Handtrockner Bakterienschleudern sind ist ein Mythos. Im Gegenteil, Handtrockner erzeugen im inneren so eine hohe Temperatur, dass kein Bakterium das überlebt.
    Außerdem wachsen Bakterien bevorzugt in feuchter Umgebung. Ich gehe mal davon aus, dass der Trockner innen trocken ist.

  6. 6
    Hajo meint:

    Stimmt nur zum Teil, es gibt auch Kaltlufttrockner und die Aussage von Dyson, dass Filter eingebaut seien, ist zwar richtig, nur, wer wartet die Teine? Meist bedeutet doch Wartung: herumsitzen und warten, bis etwas kaputt geht

  7. 7
    maik meint:

    @Al: Danke für die Wünsche. Auch wenn mein Geburtstag schon fast drei Monate her ist. Macht aber nix 😉

    @Daniel: Bitte nicht gleich verbrüdern.

    @Hajo: Der Automatismus des regelmäßigen Händewaschens sollte eigentlich anerzogen sein. Nur irgendwie versagt der bei einigen im Lauf der Zeit.

    @Claudia: Feuchttücher habe ich immer dabei. Zumindest liegen die im Lkw. Meist bleiben die da aber auch liegen, weil ich vergesse, die mitzunehmen.
    Und ja, zu viel Hygiene soll tatsächlich schädlich sein 🙂

    @Rudi: Es gibt wohl Unterschiede zwischen Warmlufttrockner und diesen neuartigen Jet-Trocknern. Letztere verteilen die Luft mehr seitwärts, so das auch umstehende Leute ein erhöhtes Risiko für eine Infektion bekommen.

    https://www1.wdr.de/wissen/technik/warmluft-trockner-unhygienisch-100.html

  8. 8
    Hajo meint:

    Ach, lieber Maik, wenn es den Konjunktiv nicht gäbe, müsste man ihn glatt erfinden

  9. 9
    Pu meint:

    Unnormal ist dieses Ekel-Empfinden keineswegs.
    Die Türklinken auf Autobahn-Toiletten handhabe ich ebenso, Hand im Ärmel oder notfalls mit nem Papiertaschentuch dazwischen. Für die Toilettenbrille selbst und für die anschließende Händereinigung habe ich so Desinfektionstücher dabei, für die allerschlimmsten Fälle sogar Einweghandschuhe. Wobei ich da manchmal schon überlege, doch lieber in die Pampa zu strullen, als so ne versiffte Klohütte zu benutzen. Oft sind diese Buden auch einfach sehr verdreckt, da müssen noch nicht mal Exkrementreste sichtbar sein. Ekelhaft ist es allemal.
    Im eigenen Haushalt benutze ich Desinfektionsmittel nur im Notfall, was selten vorkommt.
    Übertreiben muss man es sicherlich nicht, aber eine gewisse Vorsicht ist schon angebracht. Das abgebildete Display hätte ich so auch nicht angefasst.
    Off topic: Was mir aber in Sachen Hygiene so richtig Angst macht, sind Krankenhäuser! Ich war und bin wegen einer chronischen Krankheit oft Gast in diesen Etablissements und konnte das Reinigungspersonal ausgiebig bei seinem Treiben beobachten. Und da kann einem wirklich das (meist ohnehin nicht besonders schmackhafte) Mittagessen wieder hochkommen.

  10. 10
    maik meint:

    @Pu: Ich durfte mal eine Reinigungskraft von SaniFair beobachten. Mit einem Lappen durch die Urinale, danach über die Toilettenschüssel und anschließend wurden die Wascharmaturen abgewischt. Kurz unter kaltes Wasser gehalten und weiter ging es über den Waschtisch. Kein Scherz.

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