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395 Ergebnisse für "unterwegs"

WmDedgT 5.5.25

Es ist mal wieder der fünfte eines Monats. Und an diesem fragt „Gut gebrüllt“, wie denn von anderer Leute Blogger der Tag so war. Das nennt sich dann „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„.?
Oder eben in Kurzform „WmDedgT„. Hier ist, zum neunten Mal – joa mei, wie die Zeit vergeht – meine Ausgabe:

00.01 Uhr, seit zwei Stunden bin ich unterwegs. Das in der Nacht fahren ist angenehm, besonders jetzt nach den Feiertagen. Auch weil um diese Zeit kaum Kurzurlauber oder Wochendausflügler unterwegs sind.
Und für mich viel angenehmer, wie in aller früh gegen drei oder vier losfahren zu müssen. Müde werde ich erst, wenn ich irgendwann um kurz vor zwei Feierabend mache.

01.34 Uhr, Feierabend an der A9 zwischen Nürnberg und Ingolstadt. Es lief top. Jetzt noch ne schnelle Wäsche am Kanister, fix Zähne putzen und ab in die Koje. Den Wecker im Handy stelle ich auf halb zehn.

Kurz vor neun, ein menschliches Bedürfnis quält. Ich krabbel aus der Koje, zieh mich an und eile zum Parkplatzklo. Da drin stinkt es wie Ulle, fürs pieseln reicht es aber.
Danach wieder Kanisterwäsche am Lkw und noch ein wenig mit einem Kollegen quatschen.

10.35 Uhr, neun Stunden Pause sind rum. Ich stelle den Tacho auf Arbeitszeit, lass den Motor an, und mach ne kurze Abfahrtskontrolle.

10.42 Uhr, Abfahrt. Die Autobahn ist ziemlich leer. Zwanzig Minuten später höre ich im Verkehrsfunk wieso. Irgendwo hinter mir ist eine Vollsperrung.
Tja nun, fährt mir wenigstens keiner vor den Füßen rum. Zumal, ab Ingolstadt ist Dauerregen.

12.58 Uhr, mein Pflichtstop am Irschenberg. Denn ohne ein Brötchen mit Leberkäs geht gar nix. Und für später noch ne Butterbrezel. Außerdem reicht es immer für fünfzehn Minuten Pause.

13.14 Uhr, weiter geht’s.

13.48 Uhr, Tankstopp in Kufstein. Beide Behälter für knapp tausend Euro gefüllt. Hilft ja nüscht.

15.09 Uhr, Brenner. Es wird Zeit für die halbe Stunde Pause. Die nutze ich zum duschen.

15.41 Uhr, weiter geht’s. Drei Minuten später bin ich in Südtirol.

19.34 Uhr, Feierabend im Industriegebiet eines Ortes östlich von Mantova. Bis zu meinem ersten Entladekunden sind es keine dreihundert Meter. Passt, kann ich bis kurz vor acht morgen früh Pause machen.
Jetzt noch eine Kleinigkeit essen, anschließend Kanisterwäsche, diesen Beitrag schreiben und ab in die Koje…

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Brandbrief an die Bundesregierung…

…im Namen derer, die Europa Tag für Tag am Laufen halten.

Von Udo Skoppeck

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Udo Skoppeck. Ich fahre seit 1980 Lkw, habe die Branche durchlebt, getragen, gelitten – und seit vielen Jahren versuche ich aufzuklären, zu verbinden und zu kämpfen.
Für bessere Bedingungen, für Gerechtigkeit, für Würde. Nicht für mich – sondern für all jene, die täglich unterwegs sind und ohne die unser aller Alltag schlicht nicht funktionieren würde.

Am Donnerstag vor Ostern 2025 fand eine Aktion von Faire Mobilität Stuttgart statt, gemeinsam mit der katholischen Betriebsseelsorge und dem Dekanat – an den Rastplätzen Wunnenstein und Sindelfinger Wald.

Dort sprachen sie mit rund sechzig Fahrern aus Europa und Asien: Deutschland, der Slowakei, den Niederlanden, Belgien, Polen, Rumänien, Litauen, Ungarn, Usbekistan, Tadschikistan, Spanien, Serbien, Weißrussland, Bosnien-Herzegowina sowie Portugal.

Was die Fahrer zu erzählen haben ist erschütternd. Was sie sagen, ist nicht neu. Es ist das, was ich seit Jahrzehnten beobachte und gleichermaßen anprangere.
Was jeder weiß. Was trotzdem kaum jemand ändern will.

Ein deutscher Fahrer sagte: „Ich fahre nur noch nachts. Tagsüber ist es Chaos. Kein Überholverbot wird mehr beachtet, kein Respekt – und viel zu viel Raserei.“

Ein anderer berichtete von Belgien, wo Arbeitgeber längst wissen: Wer betrügt, wird kontrolliert. Wer trickst, wird sanktioniert. Da finden echte Kontrollen statt. In Deutschland? Fehlanzeige.

Ein Weißrusse, unterwegs im polnischen Lkw, ist fünf Monate am Stück auf Tour. Rumänen schlafen seit Wochen in ihren Kabinen, verdienen zwischen 70 und 85 Euro am Tag – brutto, versteht sich.
Einer sagte: „Meine Firma hat in Frankreich eine Strafe kassiert – aber sie hat es geschafft, drumherum zu kommen.“
So läuft das. Jeden Tag.

lkw aus rumänien stehen auf einem parkplatz
Zwei Lkw einer rumänischen Spedition stehen auf einem Rasthof

Ein Fahrer aus Bosnien nennt das Beratungsangebot eine „Fata Morgana“ – weil er längst nicht mehr glaubt, dass sich noch irgendwer ernsthaft für ihn interessiert. Und er hat recht.
Er sagte auch: „Wenn ich nicht fahre, verdiene ich nichts.
Kein Urlaubsgeld, keine Lohnfortzahlung, keine Absicherung – und jetzt kommen Fahrer aus Nepal nach Slowenien, die noch weniger bekommen. Das ist der Wettbewerb in Europa. Auf dem Rücken der Menschen.

Ich frage Sie: Wie viele Beweise brauchen Sie noch?
Wie viele Anhörungen im Verkehrsausschuss, Gespräche, Reportagen, Studien, Petitionen?
Wie lange schauen Sie noch weg?

Sie wissen, dass diese Branche seit Jahren ausgehöhlt wird – von Dumping, von Subunternehmerketten, von gesetzlichem Stillstand.
Sie wissen, dass Sozialdumping auf Europas Autobahnen längst ein System ist.
Sie wissen, dass Menschenwürde nicht nur im Grundgesetz steht, sondern auch auf Rastplätzen gelten muss.

Und Sie wissen, dass all das nicht erst seit gestern passiert.
Die Bundesregierung kann nicht mehr sagen: „Das war uns nicht bekannt.“

Ich fordere Sie auf, Verantwortung zu übernehmen. Die Gesetze dazu sind längst geschaffen. Nicht irgendwann. Nicht auf EU-Ebene. Nicht, wenn es ihnen passt. Sondern jetzt.

Handeln Sie: Setzen Sie effektive und unangekündigte Kontrollen auf deutschen Straßen durch – bei Auftraggebern, bei Firmen, bei Subunternehmen.

Schaffen Sie gesetzliche Mindeststandards für Arbeitszeit, Unterkunft und Bezahlung – durchsetzbar und flächendeckend.

Sorgen Sie für faire Löhne und soziale Absicherung – unabhängig vom Herkunftsland.

Verhindern Sie, dass Menschen wie Verschleißteile behandelt werden.

Ich schreibe diesen Brief nicht, weil ich naiv bin. Ich schreibe ihn, weil ich wütend bin. Weil ich das Elend seit Jahrzehnten sehe. Und weil ich weiß, dass politischer Wille genau das ist, was fehlt.

Reden Sie nicht länger von Verkehrswende, wenn die, die sie täglich stemmen, ignoriert und ausgebeutet werden.
Reden Sie nicht von Gerechtigkeit, wenn der Transport von Billigstanbietern den Vorrang bekommt – auf Kosten von Mensch und Moral.

Sie haben die Macht, das zu ändern. Und wenn Sie das nicht tun – dann sind Sie mitverantwortlich.

In diesem Sinne:
Im Namen derer, die keine Stimme haben –
und im Auftrag meines Gewissens,

Udo Skoppeck
Berufskraftfahrer seit 1980
Initiator, Aktivist, Vorsitzender von AidT e. V.
und einer von vielen, die nicht mehr schweigen.

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Warum regelmäßiges Auffüllen der Kühlflüssigkeit bei Lkw und Mercedes W204 wichtig ist

Eine gut funktionierende Kühlung ist für den Motor eines Lastwagens oder eines Mercedes
W204 von zentraler Bedeutung.
Besonders im täglichen Einsatz bei wechselnden Wetterbedingungen und hohen Belastungen kommt es darauf an, dass die Temperatur des Motors konstant bleibt. …

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Warum wir den Niedergang der Arbeitswelt zulassen

Von Udo Skoppeck

Ostern steht vor der Tür. Während wir im Kreis unserer Familie sitzen, Geschenke austauschen und den Tisch mit Leckereien füllen, vergessen wir allzu leicht, wie diese Dinge zu uns gelangen.

Es ist ein Ritual, das sich Jahr für Jahr wiederholt – doch der unsichtbare Taktgeber hinter unserer Bequemlichkeit gerät seit Jahren immer mehr unter Druck.
Die Logistikbranche, einst das Rückgrat der modernen Wirtschaft, wird durch einen unaufhaltsamen Strudel aus Kostendruck, Regulierungswut und Sozialdumping ausgehöhlt.

Die Nachricht, dass der Stahlriese ArcelorMittal von seinen Transportdienstleistern eine Preissenkung von zehn Prozent fordert, mag für den Laien wie eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit klingen.

Ein perfides System

Doch hinter dieser nüchternen Zahl verbirgt sich ein perfides System. Unternehmen, die bereits mit engsten Margen wirtschaften, sollen noch weiter gedrückt werden – mit Konsequenzen, die bis zu uns allen reichen.

Denn was passiert, wenn Transportunternehmen gezwungen sind, an der letzten Stellschraube zu drehen? Dann leidet zuerst der Fahrer.

Wir haben es längst normalisiert, dass Waren immer billiger werden müssen. Der Onlinehandel boomt, Rabatte und Versandkostenfreiheit sind Standard. Doch der wahre Preis wird von jenen bezahlt, die die Waren auf die Straße bringen.

Es ist eine Branche, die sich in einer tödlichen Abwärtsspirale befindet: Wer nicht billig genug ist, verschwindet vom Markt. Wer bleibt, hält durch – zu jedem Preis.

Das klingt nach Darwinismus, ist aber nichts anderes als organisierter Raubbau an der Arbeitskraft.

Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Beruf des Lkw-Fahrers einer mit Perspektive. Heute gleicht er einem Überlebenskampf. Die Fahrer sind zum Spielball eines europäischen Marktes geworden, in dem das West-Ost-Lohngefälle skrupellos ausgenutzt wird.

Osteuropäische Fahrer, die für unsere Verhältnisse kaum existenzsichernde Löhne erhalten, werden als Billigalternative eingesetzt.
Doch nicht aus Gier, sondern weil es für sie oft die einzige Möglichkeit ist, ihre Familien zu ernähren. Und genau hier liegt das perfide Prinzip: Die Wirtschaft nutzt die Not der einen, um die anderen auszubooten.

Währenddessen schaut die Politik weg. Oder besser gesagt: Sie schaut dorthin, wo es für sie am wenigsten unbequem ist.

Die Politik schaut weg

Wer sich für bessere Bedingungen einsetzt, wird nach einer Wahl schnell aus dem Amt gejagt, während alte Hasen in den Ruhestand gehen.

lkw actros fährt für einen lebensmittelgroßhandel
Ohne Lkw keine Versorgung

Die Jungen, die nachkommen, kennen es nicht anders. Es fehlt nicht an Lösungen – es fehlt an Willen.

Es wäre leicht, die Schuld nur bei den Konzernen oder der Politik zu suchen. Doch wir alle sind Teil dieses Systems. Jedes Mal, wenn wir auf den billigsten Preis klicken, tragen wir dazu bei, dass irgendwo ein Fahrer noch ein paar Cent weniger bekommt.
Jedes Mal, wenn wir uns über einen Lkw ärgern, der auf der Autobahn überholt, vergessen wir, dass dieser Fahrer genau in unserem Auftrag unterwegs ist.

Kollabiert das System?

Die Frage ist nicht, ob dieses System kollabiert – es wird sich immer jemand finden, der für noch weniger Geld fährt, bis auch er nicht mehr kann.

Die Frage ist, wann wir als Gesellschaft endlich den Mut aufbringen, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Vielleicht sollten wir damit anfangen, die Menschen, die unseren Alltag überhaupt erst ermöglichen, nicht nur zu Ostern ins Bewusstsein zu rufen. Sondern jeden einzelnen Tag.

Denn wenn die letzten Fahrer gegangen sind, werden wir feststellen, dass Wohlstand auf Rädern fußt – und wir ihn leichtfertig aufs Spiel gesetzt haben.

Jobs werden wegrationalisiert

Erst wenn auch der letzte Handwerker, Fabrikarbeiter, Lkw-Fahrer, Landwirt, Medizin/Pflegeberuf und Bauarbeiter wegrationalisiert und kaputt reglementiert wurde, werden Politiker, YouTuber, Influencer, Börsenspekulanten feststellen,  dass sie nichts lebensnotwendiges oder lebenserhaltenes  erschaffen können.

Deshalb, macht diese Berufe endlich wieder attraktiv und bildet ordentlich aus, von der Schule beginnend bis hin zum Facharbeiter und bezahlt die Menschen für ihre Leistung für die Gesellschaft und am Bruttosozialprodukt.

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Einen großen Kaffee bitte

Ab und an hole ich mir auch hier in Deutschland schon mal einen Kaffee unterwegs. Und was bekomme ich in grad in Bäckereien immer öfter? Einen Becher, der nur zu zwei Drittel oder drei Viertel gefüllt ist. Wann hat das eigentlich angefangen?
Denn es ist ja nun nicht so, dass die Brühe immens billig ist. Eher im Gegenteil…

ein halb voller becher mit kaffee
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Standhafter Becher

Am Dienstagmorgen hab ich in Italien nicht nur das Brioche gekauft, sondern auch einen Kaffee, nen großen Americano.
Zurück am Lkw stelle ich den Becher auf den Batteriekasten hinter dem Führerhaus, um die Schlüssel aus der Jackentasche zu holen.

Ich steige ein, leg das Kuchenstück auf den Mitteltisch, fahre los. Nach vielleicht 150, 160 Kilometer komme ich beim Kunden an.
Dort steige ich aus, steht der Becher noch immer da. Die Brühe natürlich eiskalt, konnte ich weg kippen.

Wieso ich das eigentlich erwähne? Keine Ahnung. Ich finde es halt enorm oder von mir aus auch beachtlich, dass der stehen geblieben ist. Selbst mehrere Kreisverkehre konnten dem nichts anhaben.
Wäre der unterwegs runter gefallen, ich hätte mich null daran erinnert, den Kaffee überhaupt gekauft zu haben. Bis heute nicht.

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Polizisten in Minnesota setzen KI-Technologie ein, um abgelenkte Fahrer zu erwischen

Das South Lake Minnetonka Police Department (SLMPD) hat ein KI-gestütztes Kameraüberwachungssystem eingeführt, um das Schreiben von Textnachrichten am Steuer und andere Arten der Ablenkung am Steuer einzudämmen.

SLMPD gab kürzlich bekannt, dass KI-Kameratechnologie des australischen Unternehmens Acusensus  entlang des Highway 7 westlich der Twin Cities in Minnesota eingesetzt wurde.
Das System besteht aus leuchtend orangefarbenen Balken, an denen mehrere Kameras befestigt sind, die so ausgerichtet sind, dass sie Bilder vom Innenraum vorbeifahrender Fahrzeuge aufnehmen.

Das „Heads Up“-Kamerasystem von Acusensus verwendet KI-Technologie, um festzustellen, wann Personen mit dem Mobiltelefon unterwegs sind oder ihren Sicherheitsgurt nicht angelegt haben.
Anschließend sendet es eine Nachricht an einen Polizisten, der in einiger Entfernung an der Straße wartet, um sich das anzusehen, festzustellen, ob ein Verstoß vorliegt, und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Laut SLMPD wurde die Technologie eingesetzt, um die Zahl der Verkehrsunfälle und tödlichen Unfälle zu senken.

Um die neue Technologie bekannt zu machen, haben sich das SLMPD, das Minnetonka Police Department und das Deephaven Police Department Anfang des Monats zu einer gemeinsamen Aktion zusammengeschlossen, um entlang des Highway 7 eine spezielle Streife gegen abgelenkte Fahrer einzurichten.

Unsere neue KI-Technologie unterstützte die Beamten bei einem Einsatz gegen abgelenktes Fahren auf dem Highway 7. Der heutige Tag war für die Fahrer, mit denen unsere Beamten zu tun hatten, sehr lehrreich. Den Fahrern zeigen zu können, was die Technologie auf der Kamera aufnahm, war eine kleine Offenbarung, sogar für die, die im Einsatz arbeiteten.“, sagte die Polizei.

Eine ähnliche KI-Technologie von Acusensus wird auch in North Carolina speziell für die Überwachung von Nutzfahrzeugen eingesetzt.

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