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TruckOnline.de Posts

Geflickte Schnitte

auflieger Plane geflickt
So sieht eine geflickte Plane aus

Samstagnachmittag waren alle fünf Schnitte geflickt, heute früh den Auflieger in der Sattlerei geholt. Gute Arbeit von den Mitarbeitern dort, kann man nix sagen. Besser geht es nicht.

Ein Problem war, dass an zwei Stellen die Verstärkungen der Plane mit durchgeschnitten wurden. Die mussten auch mit erneuert werden.
Die alten werden rausgezogen und neue eingesetzt. Ist wohl ziemlich zeitaufwendig, wie mir der Chef bei einer Tasse Kaffee erklärte.

Trotzdem ärgerlich. Da sieht man sich vor, wäscht das Teil regelmäßig, brüllt weißt Staplerfahrer an darauf hin, bitte Abstand zu den lackierten Palettenkästen zu halten, passt auf die Alulatten auf, dass die nicht krumm oder kaputt gedrückt werden und dann kommen nachts irgendwelche Deppen.
Aber egal, ist passiert. Hoffentlich ist jetzt Ruhe für lange Zeit.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

10% müssten die Transportkosten steigen, damit jede LKW-Fahrerin und jeder LKW-Fahrer zu fairen Löhnen und fairen Arbeitsbedingungen in der Speditionsbranche arbeiten könnten. Da die Transportkosten nur 2% des Warenpreises ausmachen, würden die Verbraucher*innen die Verteuerung um 0,2 % kaum spüren.

Ismail Ertug, Mitglied des Europäischen Parlaments

Wer sich nur die erste Minute dieses SWR-Beitrages anschaut wird merken, dass die Speditionsbranche von fairen Bedingungen, egal ob es um Lohn oder Arbeit geht, weit entfernt ist. Ich behaupte jetzt einfach mal, steigen Transportkosten, die Kohle landet überall, nur nicht beim Fahrer.
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Auch der Zustand vieler einiger Lkw ist fragwürdig.
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Die Lkw müssen rollen. Immer.
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Macht Corona fresssüchtig? Oder warum muss auch am siebten Tag der Woche irgendwelcher Kram transportiert werden?
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Schlaue Zitate

Mir platzt immer der Arsch, wenn ich in den Medien höre oder lese, die Supermarkt-Verkäuferin an der Ecke, der Pfleger, der LKW-Fahrer, das sind die Leute, die den Laden momentan zusammenhalten. Und da denke ick, nee, dit sind die Leute, die seit Jahrzehnten den gesamten Scheißladen zusammenhalten.

Kurt Krömer (Schauspieler, Komiker, Moderator) im RBB Talk „und nu?“ am 2. April 2020
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Nächtlicher Besuch

Es wäre an dieser Stelle gar nicht mal so unpassend, ein Schimpfwort einzufügen. Aber auf manch dumme Dreistigkeit fällt mir irgendwie kein passendes ein. Tja gut.

Gestern Abend noch bis zum letzten Kunden gefahren, einer Spedition in der Nähe von Mailand. War die Nummer drei von drei.
Bei denen lade ich öfter ab. Meist bekommen die Kunststoffrohre. Auch gestern. Ist also eine eher unspektakuläre Ware und für potenzielle Diebe eher weniger interessant.

Das Einfahrtstor am Ende einer Sackgasse, alles hell beleuchtet. Etwas abseits davon kann man gut parken. Dort habe ich schon öfter gestanden, immer ohne Probleme.

Ich gehe nochmal eine Runde um den Lkw, schaue auch nach der Ladung. Danach lass ich sogar noch eine Tür offen und hänge die ein. Habe am Morgen ja keine zehn Meter, bis ich in der Firma bin.
Heute früh trotzdem fünf Schnitte in der Plane. Drei links, zwei rechts. Nein, nicht diese kleinen, die verschmerzbar sind. Nö, richtig große.

nächtlicher Besuch. Plane Lkw zerschnitten
Das Werk von Deppen

Es ist zum kotzen. Statt einfach in den Auflieger zu leuchten, eine Tür war ja offen, wird die Pläne zerschnitten. Diese Idioten.
Wieso? Keine Ahnung. Entweder zu blöd, eine offene Tür zu erkennen oder aus Frust, weil es nix passendes zu klauen gab.

Anzeige bei den Carabinieri habe ich erstattet. Wird aber eh nichts bringen. Schade um die Zeit, die ich dadurch vermuffelt habe.

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Schlaue Zitate

Der Verbrennungsmotor ist einfach zu ineffizient, auch und gerade für aufwändig produzierte erneuerbare Kraftstoffe. Die werden eher für den Flug- oder Frachtverkehr gebraucht, in Bereichen, wo Elektrifizierung auch 2050 keine technische Option ist.

Martin Unfried (Dozent am Europäischen Institut für Öffentliche Verwaltung in Maastricht)
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Na, erinnert sich noch jemand? Mehrere Jahre versuchte das BKA eine Serie von Schüssen auf Autotransporter aufzuklären. Begonnen hat es im Juli 2008. Am Ende wurde ein Lkw-Fahrer überführt, der mehr als 700-mal auf Autotransporter, andere Fahrzeuge und Gebäude geschossen haben soll.

Am Donnerstag wurde wieder ein Lkw-Fahrer beschossen.Tatort war die A 7 bei Fulda. Der Mann wurde schwer verletzt.
Gute Besserung dem Kollegen. Ich hoffe, die Polizei findet den oder die Bekloppten. Irgendwie drehen mittlerweile viele am Rad.
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Mittwoch: In Frankreich waren Raststätten geschlossen. Fahrergewerkschaften drohten mit Streiks.

Freitag: Proteste und die Androhung von Streiks haben in Frankreich Wirkung gezeigt: Seit heute sind 250 Raststätten wieder für die Fernfahrer geöffnet.

Schon irgendwie irre, welchen Einfluss Gewerkschaften haben können.
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Keine Ahnung, wie da jemand den Überblick behalten kann. Aber der Journalist Jan Bergrath zählt mit. Laut ihm war es der 43. Lkw-Fahrer, der dieses Jahr an einem Stauende zerschellt verstorben ist.
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Deutschland: Abgedrängt, ausgebremst, beleidigt, Geschwindigkeitsverstöße >>> 300 Euro Sicherheitsleistung.

Italien: Fehlender Stempel auf einem Frachtbrief >>> 2 000 Euro. Und keine Diskussionen.
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Zur Einführung der fahrleistungsabhängigen Lkw-Maut 2005 auf deutschen Autobahnen wurde hoch und heilig versprochen, dass System nicht zur Überwachung einzusetzen und das die gesammelten Daten ausschließlich für die Mautabrechnung verwendet werden. Jetzt will der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) individuelle Lkw-Mautdaten zu Kontrollzwecken nutzen.

Klar gibt es dafür auch einen Grund. Nämlich die Einhaltung der europäischen Sozial- und Marktvorschriften im Straßengüterverkehr besser kontrollieren zu können. Konkret geht es dem BGL um die Missachtung der Kabotage speziell durch ost- und südosteuropäische Transportunternehmen.

Leute. Befinden wir uns nicht im Zeitalter der Digitalisierung? Sollte es da nicht längst bessere Verfahren geben?
Gibt es. Nennt sich digitaler Frachtbrief. Spart nicht nur Papier, sondern auch Geld. Der niederländische Frachtführerverband TLN nennt sogar Zahlen. 180 Millionen Euro jährlich könnte der Logistiksektor durch den e-CMR einsparen. Das entspricht einer Summe von ungefähr 4 Euro pro Frachtbrief.

Aber nicht nur das, Dieses System beinhaltet heute schon Standorte und Bewegungen. Also Absender und Empfänger, Fahrer, Fahrzeug, Transportunternehmen. All diese Infos sind auch in einem digitalen CMR verpflichtend.
Na, merkt Ihr was? Der digitale Frachtbrief könnte also auch die Kontrolle von Kabotagefahrten und die Ahndung illegaler Kabotage durch das Bundesamt für Güterverkehr erleichtern. Und das ohne die Mautdaten aufzuweichen.
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Noch eine Aufweichung: Während die IHK Niedersachsen noch fordert, dürfen in NRW bis Mitte Januar Lkw auch sonntags fahren.

Was ein Dummfang. Es gibt keinen Mangel an irgendwas. Reichen knapp sechs Tage nicht aus, um Ware zu transportieren? Muss jetzt wieder der Sonntag her? Oder zählt nur die Gier nach noch billigeren Frachtraum? Denn kleine Transporteure profitieren von dieser Ausnahme wohl kaum.
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Vom festgefahrenen Lkw auf dem Feld bei Eisfeld gibt es auch eine Polizeimeldung. Die gute Nachricht. Ein Navi hat dieses mal keine Schuld. Die schlechte? Bei 2, 47 Promille scheint es keinen Unterschied zwischen einem abgeernteten Kartoffelfeld und einer südthüringischen Bundesstraße zu geben. Also besser nicht ausprobieren.
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Florian schickte mir dieses Bild:

lkw auf einem feld festgefahren
Lkw auf Abwegen

Was der Fahrer auf dem Acker wollte, war ihm schleierhaft. Zwischen den Leitplanken nur eine Durchfahrt, damit der Bauer sein Feld befahren kann. Dahinter fünf Meter asphaltierte Fläche, danach unbefestigte Flora. Wie es oft zu sehen ist.

Ob der Fahrer drehen wollte? Auch unwahrscheinlich. Denn jeweils drei,- vierhundert Meter in jede Richtung gibt es einen Kreisverkehr. Wäre also ganz easy gewesen. Eigentlich.

Aber vielleicht ist es manchmal besser, nicht nach dem „warum?“ zu fragen.

Kleines Update. Florian schreibt, da ist nichts asphaltiert. Nicht mal ein kleines Stück, geschweige denn fünf Meter. Hab ich wohl falsch gelesen.

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