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Nö, nur eine „Dienstreise“! Aber endlich mal wieder eine in für mich extrem seltene Gefilde – nach Sardinien. Dafür nehme ich auch ein Wochenende fern der Heimat in Kauf.
Gut, dass ganze beginnt eigentlich noch auf dem Festland, in Livorno. Ankunft Donnerstagvormittag im dortigen Fährhafen, Abfahrt der Fähre Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr. Im Hafen selber gibt es zwar eine Pizzeria. Deren Öffnungszeiten sind jedoch jenseits von gut und böse und das Angebot ist auch nicht besser. Der Begriff „aufgewärmte Tiefkühlpizza“ trifft das ganze noch am besten.
Die Fähre selber? Nun ja, ein Touristenkahn halt. Von aussen toll, von innen na ja. Das Essen überteuert und grottenschlecht, die Innenkabine mit vier Mann voll belegt. Aber die Überfahrt nach Olbia dauert ja auch nur knapp 10 Stunden, von daher ist das auszuhalten.

Freitagfrüh, 4.30 Uhr, der Weckruf ertönt. Zum Glück auch auf deutsch, ansonsten hätte ich den Schrank mit den Schwimmwesten gekapert. Bis zur Ankunft in Olbia sind es schließlich noch gut 2 Stunden.
Frühstück ersparte ich mir, stattdessen wartete ich darauf, dass der Dampfer endlich anlegt.
Um kurz nach sieben befuhr ich sardisches Hoheitsgebiet. Die Strassen sind leer, ich komme flott voran.
Meine Abladestelle befand sich ca. 30 Kilometer nordwestlich von Cagliari, mitten in den Bergen. Auf den Ladepapieren stand nur der Name einer Baustelle und der dazugehörige Ort.
Nach weit mehr als einer Stunde hatte ich die Baustelle endlich gefunden, gut 20 Kilometer von diesem Dorf entfernt. Das ich zwischendurch zehn Leute nach den Weg gefragt habe, verschweige ich besser.
Freitagnachmittag stand ich im Hafen von Cagliari. Meine Fähre nach Neapel ging erst Montagabend um 20.30 Uhr – Zeit für ein langes Wochenende.

Bereits von Deutschland aus habe ich einen Mietwagen geordert. Das Büro der Vertretung liegt günstig, keine 250 Meter vom Hafen entfernt, dazu noch in unmittelbarer Nähe eines McDonalds. Boah, war ich stolz auf mich.
Am Wochenende düste ich im Leihwagen über die Insel – Samstag Richtung Südwesten, immer an der Küste entlang und Sonntag Richtung Norden in die Berge.


Meine grobe Planung sah vor, Montagnachmittag das bereits vorbestellte Ticket für die Fähre nach Neapel zu holen. Der für mich zuständige Fahrkartenverkäufer erklärte mir jedoch, dass eben dieser Dampfer gecanselt wurde, angeblich wegen schlechten Wetters. Ich könnte aber auf Civitavecchia umbuchen lassen.
Nach einigen Gesprächen mit meiner Disposition wurde diesem Wunsch entsprochen. So gondelte ich halt nicht auf Neapel, sondern mit Tirrenia nach Civitavecchia – Abfahrt Montagabend gegen 18.30 Uhr, Ankunft Dienstag um kurz vor 12.00 Uhr.
Immerhin hatte ich eine Außenkabine, so kam ich mir nicht so vor wie in einem Sarg. Das war aber das einzig positive. Der Rest, nun ja – kein Unterschied zum Dampfer der Moby – Line.
Ganz anders dagegen Sardinien – herrliche Küsten, türkisgrünes Meer und ein einsames bizarres Hochland mit schroffen Bergen.



Ey, Ihr da von der „Süddeutschen Zeitung„. Selbst im Ausland zahle ich für Euer Blatt gerne mal knapp drei Euro, um mal was vernünftiges zu lesen.
Wenn ich jedoch Artikel wie diesen lesen muß…
…die irgendein Redaktionspraktikant hingerotzt hat, kann ich mir die Kohle auch sparen und BILD lesen. Die kostet selbst im Ausland kaum mehr als einen Euro.
4 Kommentare…ich bin momentan auf Sardinien. Einige Bilder und Anmerkungen zu den Kommentaren gibt es, wenn ich wieder in heimischen Gefilden bin.
4 KommentareDie Leute wollen kein billiges Auto. Sie wollen einen teuren Wagen, der nicht viel kostet
Prof. Dr. Lothar Schmidt (dt. Politologe, Aphoristiker u. Schriftsteller)
Kommentare geschlossenEin Erlebnisbericht von Thomas Gaigals. Danke 😉 !
Ich bin mit meinem Vater im Lkw mitgefahren, als wir auf einmal in einen Stau gerieten der in einer Kurve endete. Als wir standen, ist uns eine A-Klasse Mercedes voll in die Seite reingefahren!! Weil sie das Stauende übersehen hatte und zu schnell dran war. Mit Glück hat Sie das ganze Überlebt!! Das Auto und Lkw waren Schrott!
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