Rasen, prügeln und schießen. Die schönsten Szenen aus dem wilden Osten: spon.de
6 KommentareKategorie: Unterwegs
„Wir haben am Montag die Ziellinie erreicht“, strahlte Ramsi Ramsauer. Grund seiner Freude war die endgültig beschlossene Einführung der Lkw-Maut auf vierspurigen Bundesstraßen.
Die Mauterei soll nach langer Verzögerung nun am 1. August beginnen. Auch der Betreiber der Mauterhebung, Toll Collect, habe diesen Termin zugesagt.
Der Bund erwarte durch die Maut zusätzliche Einnahmen von 100 Millionen Euro brutto pro Jahr.
Die Lkw-Maut auf rund 1.000 Kilometern Bundesstraßen sollte ursprünglich 2011 beginnen. Doch hatten sich die Verhandlungen zwischen dem Ministerium und Toll Collect etwas länger hingezogen.
8 KommentareMehrere Jahre lang durften Lkw – Fahrer mit Ziel Italien, Tirol nicht auf der Strasse durchqueren. Zumindest dann, wenn sie bestimmte Güter geladen hatten. Dazu zählten u.a. Steine, Rundholz und Kork, aber auch Kraftfahrzeuge, Marmor, Fliesen und Stahl. Mit dieser Maßnahme sollte eine teilweise Verlagerung des schweren Güterverkehrs auf die Schiene erfolgen. So wurden Lkw gezwungen, die Strecke zwischen Wörgl und Brenner per Zug zurück zu legen.
Transporte mit Ursprung oder Ziel Tirol unterlagen dem Transportverbot jedoch nicht.
Letzten Dezember urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg, dass dieses Fahrverbot mit dem freien Warenverkehr nicht vereinbar sei.
Schon einmal, nämlich 2005, hatte es dieses sektorale Fahrverbot als illegal erklärt. Dieses hätte im August 2003 auf einem Teilbereich der Inntalautobahn in Kraft treten sollen, wurde jedoch durch eine einstweilige Verfügung der EU – Kommision bis zum Urteil des EuGH ausgesetzt.
Daraufhin hatten die österreichischen Behörden eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h verhängt, später aber durch ein variables Tempolimit ersetzt. Weil die Umweltbelastung im Inntal zwischen Österreich und Italien nach wie vor hoch blieb, erließen die Behörden dieses beschränkte Fahrverbot de facto erneut.
Auch diesmal entschieden die EU – Richter, dass es sich bei dem sektoralen Fahrverbot zweifellos um eine Beschränkung des freien Warenverkehrs handelt. Dieses kann zwar gerechtfertigt sein, wenn sie nötig ist, um ein Ziel wie das des Umweltschutzes zu erreichen. Jedoch kam der EuGH bei der Prüfung, ob es sich bei dem Verbot um eine geeignete Maßnahme handele, zu einem negativen Ergebnis. Denn Österreich habe nicht alle anderen Möglichkeiten zur Senkung der Schadstoffbelastung ausgeschöpft.
Desweiteren waren die Argumente Österreichs, wonach die sektorale Fahrverbotsverordnung zum Schutz des Grundrechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens und aus zwingenden Gründen des Umweltschutzes erforderlich sei, nicht überzeugend.
Als Folge dieses Urteils werden die Behörden in Tirol die Kontrollen an den LKW – Kontrollstellen Brenner, Radfeld und Kundl verstärken. Somit ist davon auszugehen, dass die Schikanen wieder zunehmen. Wenn aber in den Sommermonaten zehntausende Pkw Richtung Gardasee oder Adria rollen, spielt Umweltbelastung keine Rolle. Dann wird auf das Immissionsschutzgesetz-Luft verwiesen. Im Stau macht das natürlich viel Sinn.
5 KommentareSie zählen zu den schwersten Unfallarten: Lkw, die ungebremst in ein Stau-Ende fahren. Abhilfe könnten „Notbremsassistenten“ bringen, die für alle neuen Lkw zwar zur Vorschrift werden, aber die technischen Möglichkeiten gar nicht ausschöpfen. Zu welchen fatalen Folgen ein Auffahrunfall aus 70 km/h führt, zeigt der ADAC Test:
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19 KommentareLKW fährt Fußgänger an. Fußgänger haut ab. Polizei sucht Fußgänger wegen Unfallflucht: Newsclick.de
1 KommentarAus einer Presseerklärung des Baden – Württembergischen Landtagsabgeordneten Dr. Dietrich Birk:
Nach Auffassung von Dietrich Birk müsse ebenso gewährleistet sein, dass ein Nachtfahrverbot für den Schwerlastverkehr über 12 Tonnen auf der Bundesstraße 297 konsequent von der Polizei überprüft werde, um auswärtigen Mautprellern das Handwerk zu legen.
Ich war mir erst nicht sicher, welche Art von Verbrecher der Mann Doktor meint. Vielleicht Taschendiebe? Oder Bauernfänger? Aber nein, auswärtige Lkw – Fahrer sind der Grund seines Ärgers.
Dabei vergisst er jedoch, dass man zum Preller nur werden kann, wenn man eine kostenpflichtige Leistung nach Inanspruchnahme nicht bezahlt. Kostenpflichtig ist bisher allein die Benutzung der Autobahnen. Ein Lkw – Fahrer also, der auf Bundes- oder Landesstraßen ausweicht, ist kein Mautpreller.
Nicht jede Buchstabenzusammenstellung ergibt also einen Sinn. Genauso wenig benutzen viele Lkw Bundesstrassen, um Maut zu sparen. Im Gegenteil: Die Mautersparnis wird vom Zeitfaktor wieder zunichte gemacht. Zeit ist schlieslich Geld. Auch im Transportsektor.
Dazu kommt der erhöhte Fahrzeugverschleiß und Mehrkosten beim Sprit. Oftmaliges Bremsen und Anfahren kommt halt dem Dieselverbrauch wenig entgegen.
Übrigens fahren auch „auswärtige“ Lkw Firmen an, die an Bundes- oder Landesstrassen Ihren Sitz haben. Mir ist keine Firma bekannt, die über eine eigene Autobahnabfahrt zu erreichen ist. Aber das ist dem Herrn Dr. Birk sicher alles bekannt. Er hat halt ein großes Herz für seine Wähler. Da kann man ein paar Wortspielereien durchaus verzeihen.
4 KommentareKurz nach drei weckt mich mein Handy. Um diese Zeit aufstehen zu müssen, grenzt an Körperverletzung. Ich hasse das. Ausserdem läuft die Standheizung nicht. Keine Ahnung warum. Es ist kalt. Im dunklen suche ich nach dem Knopf und stelle das Teil an. Kaum nochmal auf die andere Seite gedreht, bin ich wieder eingschlafen.
Zehn Minuten später quäkt das Telefon wieder. Ich erschrecke mich regelrecht. Immerhin bläst die Heizung warme Luft in die Kabine. Leichter wird das Aufstehen dadurch aber auch nicht. Aus der Koje krabbeln und Klamotten suchen, passiert im Halbschlaf. Nebenbei überlege ich, wo ich eigentlich stehe. Der Name Trento kommt mir in den Sinn.
Der erste Blick nach draussen, lässt mich fluchen. Vor mir ein Rumäne und ein Pole, dahinter ein Italiener. Wegfahren ist also unmöglich. Andere Fahrer zu wecken, ist doof. Das artet in der Regel zu sinnlosen Diskussionen aus. Da habe ich schon an normalen Zeiten keinen Bock drauf. Früh um halb vier dagegen, ist das Stress pur.
Zaghaft bearbeite ich das Blech des hinteren Lkw. Nichts tut sich. Nun klopfe ich etwas stärker. Die Kabine wackelt kurz, dann ist wieder Ruhe. Nach einem erneuten, diesmal kräftigen Schlag, habe ich mein Ziel erreicht. Der Vorhang bewegt sich und zwei müde Augen glotzen mich an. Da mir die Lust zu reden fehlt, belasse ich es bei einem Fingerzeig auf meine nicht vorhandene Armbanduhr und eine Bewegung, die anzeigen soll, dass er Platz machen muß. Als Antwort kommt eine obzöne Geste. Du Wichser, denke ich. Wieder im Lkw, starte ich den Motor. Und warte.
Fünf Minuten später ist der Weg endlich frei. Mein Arbeitstag kann beginnen.
Die Brennerautobahn ist um diese Zeit gut zu befahren. Eigentlich sind nur Lkw unterwegs. Der erste Pkw überholt mich erst eine gute dreiviertel Stunde später. Das leidige Überholverbot fängt um sechs an. Bis Bozen kommt man also prima vorwärts. Dann beginnt eine dreißig Kilometer lange 60er Zone und durchgehendes Überholverbot. Am Tag halte ich mich daran. Schneller als 65 ist nicht.
In der Frühe jedoch, fahre ich auch mal achtzig. Zumindest so lang keiner vor mir fährt.
Der Sinn dieser Beschränkung war mir lange Zeit ein Rätsel. Bis irgendwann in der RoLa die Auflösung kam: Die langen Brücken will man vor den Stößen der Kraftfahrzeuge schützen. Deshalb Tempo 60 für Lkw und Tempo 80 für Busse. Und da sage einer, im Zug wird nur dummes Zeug geredet.
Kurz hinter Bozen sehe ich die Rücklichter eines anderen Lasters vor mir. Dann hänge ich auch schon dahinter. Demnach gibt es auch mitten in der Nacht gesetzestreue Kollegen. Oder anders ausgedrückt – nicht jedem sind frühs um vier Südtiroler Brücken egal. Der Mann von Fluckinger hat aber ein Einsehen. Er blinkt rechts, fährt durch eine freie Nothaltebucht und läßt mich vorbei. Solche Aktionen sind selten.
Apropo Nothaltebucht. Alle paar Kilometer überspannen große Infotafeln die Brennerautobahn. Auf diesen wird vor möglichen Gefahren gewarnt. Des Nachts jedoch erscheint zwischen Trento und dem Brennerpass ein Hinweis, dass in diesen Buchten das Parken verboten ist. Anfangs hielten sich die meisten daran. Mittlerweile jedoch, ist ein Großteil dieser Plätze wieder belegt. Keine Ahnung, ob das nicht kontrolliert wird.
Kurz nach fünf bin ich am Brenner. Über die obligatorische Lkw – Zwangswiegespur geht es hinein nach Österreich. Seit einigen Monaten gibt es dort einen Rasthof. Nur eben keine Lkw – Parkplätze. Ein Besuch dieser Örtlichkeit wird mir also für immer verwehrt bleiben. Auch auf der italienischen Seite baut man eine neue Raststätte. Nur irgendwie wird das Ding bei denen nicht fertig.
Kaum die Grenze überfahren, fängt die österreichische GoBox wie wild an zu piepsen. Das deutsche Mautgerät stimmt mit ein. Jetzt bin ich also einer von 30 000 anderen, die einen Mautkasten weniger brauchen. Ein erster kleiner Schritt. Auch wenn mir das kleine graue Ding vorne an der Scheibe irgendwie fehlt.
Ab Nößlach, einige Kilometer unterhalb vom Brenner, ist Tempo 40 angesagt. Also für Lkw. In früheren Zeiten war das vielleicht verständlich. Jetzt denke ich aber, 60 km/h wären auch ok. Zumal Busse mit hundert Sachen ins Tal brausen. Aber was sollts.
An der Mautstation in Schönberg muß ich halten. Hier wird die GoBox einkassiert und eine Kurzanleitung zur Nutzung der Toll Collect OBU (TC OBU) für die Mautentrichtung in Österreich ausgehändigt.
Fünf vor sechs bin ich bei Innsbruck. Hier wird der Verkehr zum ersten mal an diesem Tag etwas dichter. Aber auch das ist bald wieder vorbei. Ab Hall ist wieder Ruhe auf der Strasse. Das ist ein Vorteil, wenn man früh unterwegs ist. Vielleicht der einzige.
Vor Kufstein fängt es an zu regnen. Das Thermometer zeigt minus ein Grad. Blöd sowas. Schneit es, weiss man, dass es glatt ist. Regnet es jedoch bei diesen Temperaturen, ist man unsicher. Zwanzig Kilometer weiter am Inntaldreieck, ist die Strasse aber wieder trocken.
Ich bin immer froh, wenn es auf die A 8 geht. Endlich haben viele hundert Kilometer Überholverbot ein Ende. Für Pkw – Fahrer mag das ein Traum sein. Für mich jedoch ist es einfach nur nervig.
Bei Bad Aibling, kaum zehn Kilometer weiter, beginnt es aber erneut. Wenn es dumm läuft, bis weit hinter München. Da werden ADAC – Wünsche wahr.
Am Irschenberg mache ich wie so oft Pause. Diesmal fahre ich zur OMV – Tanke, die unterhalb vom eigentlichen Rasthof liegt. Dort kann man sich in Ruhe waschen und Zähne putzen. Zeit wird es ja. Auch das Frühstücksangebot ist da in Ordnung. Und auch preiswert.
Ich lasse mir etwas Zeit. Nach einer Stunde geht es weiter.
Bei München der erste kurze Stau. Berufsverkehr halt. Trotzdem verliere ich kaum Zeit. Es läuft ziemlich flüssig. Wenn ich dagegen manchmal die Meldungen aus NRW höre. Aber da bin ich selten. Zum Glück.
Der Rest des Tages verläuft angenehm. Wenig Verkehr, selbst die A 3 bei Würzburg macht so langsam wieder Spass.
Seit dem Nachmittag stehe ich auf einem Rasthof bei Limburg. Einmal duschen kostet drei Euro, dafür ist der Raum geräumig. Wenn auch nicht so ganz sauber und mehr als zwei Haken an der Wand wären auch nicht schlecht. Aber an einem Tag ohne Kundschaft, bin ich milde gestimmt. Und das ist doch schon mal was.
…auf der A3 bei Frankfurt. Diesmal völlig unspektakulär. Eigentlich wollte ich nur mal eine andere (OnBoard-)Kamera testen.
Der Ton der GoBandit ist – vorsichtig ausgedrückt – nicht ganz so toll und auch die GPS – Daten stimmen nicht hundertprozentig.
Diese werden mithilfe eines GPS-Empfängers beim Filmen aufgezeichnet. Bei der Nachbearbeitung am Computer lassen sich daraus die Geschwindigkeit und Höhe auslesen und in das Bild einblenden.
Leicht ist nicht nur die Kamera selbst, sondern auch deren Handhabung. Logisch, die Cam wurde ja auch für den ultimativen Sporteinsatz entwickelt. Das Teil besitzt zwei Knöpfe nebst einem kleinen Display auf der Rückseite. Auf der Oberseite thront ein großer Schieber. Letzterer startet und stoppt die Aufnahme. Somit einfach und ohne hinzugucken bedienbar.
Ein weiterer Grund, warum ich mich für diese Kamera entschieden habe: Der Akku soll bei 720p-Aufnahme bis zu drei Stunden durchhalten und in zweieinhalb Stunden via USB wieder aufgeladen sein. Somit entfällt das ständige mitschleppen diverser Ladekabel. Auch ein Ausseneinsatz dürfte kein Problem sein – denn Wasserdicht ist sie zumindest laut Hersteller auch und soll eine maximale Wassertiefe von einem Meter bis zu 30 Minuten schadlos überstehen können.
Achso. Von der (teilweise) selbstgebauten Halterung für die Frontscheibe mache ich nächste Woche mal ein Foto.
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