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Kategorie: Unterwegs

Fundstücke Teil CXL

Das Bild sagt eigentlich schon alles:

Möglichkeit zum Trinkwasser zapfen auf einem Parkplatz in Österreich

Unterwegs Wasser zu zapfen, also nicht nur wie hier zum trinken, sondern auch um meinen Kanister aufzufüllen, wird echt immer schwieriger. Ich kenne Tankstellen wo es bisher möglich war, da wurden die Hähne entfernt.
Frage ich die Angestellten nach dem wieso, kommt meist, der Chef wollte es so. Tja, muss ich akzeptieren.

Umso cooler finde ich so einen Brunnen, wie hier auf einem Parkplatz an der Brennerautobahn. Die Fläche wurde vor einigen Monaten umgebaut, dabei wurde dieser Geilomat Wasserquelle installiert.
Ich finde es schön, dass an sowas gedacht wurde.

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Dem Navi hörig?

Am Brenner in Richtung Norden gibt es eine Lkw-Kontrollstelle. Die ist aber seit dem 1. Januar 2025 vorübergehend geschlossen. Der Grund ist die einspurige Verkehrsführung auf der Luegbrücke.

Nur Lkw, die mit der Rollenden Landstraße (RoLa) fahren, müssen weiterhin über diese nach rechts abgehende Spur rollen. Für alle anderen Laster gilt es, geradeaus auf der Brennerautobahn zu bleiben.

Das ist auch mit Hinweisen gut ausgeschildert. Auf denen steht „RoLa Only“. Mehr Ausdrücke wie „Tylko“ oder „Tilʹky“ oder von mir aus auch auf suahelisch „Pekee“ passen halt nicht drauf.
Den Sinn dürfte aber trotzdem jeder verstehen. Nämlich das über die Spur rechts nur Lkw tuckern müssen, die mit der Eisenbahn bis Wörgl fahren.

lkw kontrollstelle am brenner gesperrt. dieses wird durch schilder angezeigt

Nur begreifen diese Information nicht alle. Zwei die letzten Mittwoch vor mir fuhren, einer von Hop-Trans und irgendein neutraler mit polnischen Kennzeichen, Blinker rechts und zack, über die Spur. Und nee, die gehen mit Sicherheit nicht auf den Zug.

Kann man machen, ist aber Gülle. Weil die sich weiter vorn wieder einordnen müssen. Der erste auf der Hauptspur fährt langsamer, um die auffahren zu lassen.
Der zweite bremst etwas, der dritte schon stärker, der vierte, fünfte, sechste… steht. Zack, Stau. Und das ist Scheiße.

Wieso die über die gesperrte Spur donnern? Keine Ahnung. Vielleicht aus Gewohnheit. Obwohl? Nee. Ich glaube eher, dass liegt an Ihren Navigationsgeräten.
Denn die, die einigermaßen auf dem neusten Stand sind, zeigen an, dass Lkw über die Kontrollstelle fahren müssen. Und was das Navi sagt, wird gemacht und nie hinterfragt. Denn das Teil hat immer recht.

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WmDedgT 5.02.25

Es ist mal wieder der fünfte eines Monats. Und an diesem fragt „Gut gebrüllt“, wie denn von anderer Leute Blogger der Tag so war. Das nennt sich dann „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„.? Oder eben in Kurzform „WmDedgT„.
Hier ist, zum siebten Mal – joa mei, wie die Zeit vergeht – meine Ausgabe:

3.24 Uhr, mir ist kalt, ich werde munter. Toll. Im dunklen such ich den Schalter für die Standheizung. Eine geile Erfindung.
Der erste Lkw den ich fahren musste, damals vor dreiunddreißig Jahren, hatte sowas nicht. Keine Ahnung, wie ich da zurecht kam. Na ja, ich war jung und zäh. Und ein bissel naiv.

Kurzer Blick aufs Handy. Oh, ich kann noch zwei Stunden pennen.

5.15 Uhr, die Weckfunktion vom Handy reißt mich aus dem Schlaf. Waren das echt zwei Stunden? Ich überlege kurz, wo ich eigentlich stehe. Ah, irgendwo bei Sirmione.
Dann die übliche Routine. Aus der Koje krabbeln, anziehen, Vorhänge auf, Motor starten, Tacho auf Arbeitszeit stellen.

Die kleine Tankstelle auf dessen Gelände ich stehe, hat noch geschlossen. Also pieseln ins Gras und Kanisterwäsche. Die finde ich nie angenehm, bei zwei Grad.
Während ich Zähne putze, mach ich nen Rundgang um den Lkw. Beleuchtung funktioniert, kein Reifen platt, Tanks geschlossen, Plane nicht zerschnitten, an der Sattelkupplung hat sich auch niemand zu schaffen gemacht. 

5.34 Uhr, los geht’s. Ist ein purer Fahrtag heute. Brauch also keinen Kunden anfahren. Die einzigen die mir und denen ich auf die Nerven gehe, sind Auto- und Lkw-Fahrer um mich herum.

5.56 Uhr, erster kurzer Stopp an einer Tankstelle kurz vor Affi. Ich hole mir nen Kaffee Americano und ein Brioche. Mit Pistaziencreme. Und weil die grad aus dem Ofen kommen, gleich noch eines. Gefüllt mit Marmelade.
Und wieder stelle ich mir die Frage, wieso bekommt man sowas nicht in Deutschland hin? Preiswerter Kaffee, der auch noch toll schmeckt und was leckeres süßes dazu.

Aber ich darf nicht zu lange überlegen, muss weiter. Immerhin hat es für ne Viertelstunde Pause gereicht.

7.50 Uhr, die Leuchtschilder über der Brennerautobahn zeigen Stau zwischen Bozen-Süd und Bozen-Nord an. Da hab ich wenig Lust drauf. Also fahr ich ab und quer durch die Stadt.
Trotz Berufsverkehr läuft das gut. Denke mal, ich hab zumindest keine Zeit verloren.

Kurz vor neun, irgendwo hinter Innsbruck. Halbe Stunde Pause. Eigentlich nehme ich mir vor, in dieser Zeit mal ein bissel draußen rumlaufen.
Aber meist bleibt es beim Vorsatz. Viel öfter stell ich den Wecker und döse die dreißig Minuten.

Später bei Kufstein noch tanken. Seitdem sich die Spritpreise in Tirol und Bayern kaum noch unterscheiden, gibt es da nur noch selten Wartezeiten. Vor einiger Zeit war das mal ganz anders.

12.03 Uhr, nochmal ne Pause. Dieses Mal am Irschenberg. Da fix duschen und ein Brötchen mit Leberkäs. Beides ist Pflicht.

16.34 Uhr, Feierabend. Oder fertsch wie der Sachse sagt. Stehe auf nen Rasthof zwischen Nürnberg und Würzburg.
Könnte zwar noch ne knappe Stunde fahren, aber das passt so. Morgen früh noch dreieinhalb Stunden bis zur ersten Abladestelle, von daher alles gut.

Jetzt noch fix diesen Beitrag tippen, nebenbei was Essen und ein Bierchen schlabbern. Dann Zähne putzen und ab in die Koje.

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Kein Fahrverbot für Lkw am 6. Januar

Ob an regional begrenzten Feiertagen ein Lkw-Fahrverbot gilt oder vielleicht auch nicht, kann manchmal schon echt verwirrend sein.
Denn normalerweise gilt ja an Feiertagen die gleiche Regelung wie an Sonntagen: Also das Lastwagen (über 7,5 Tonnen) auf allen Straßen von 00:00 bis 22:00 Uhr nicht fahren dürfen.

Beschränkung an regionalen Feiertagen

Bei regional begrenzten Feiertagen (wie Fronleichnam oder Reformationstag), beschränkt sich das Fahrverbot auf die Bundesländer, in denen der Tag gefeiert wird.
Für zwei regionale Feiertage gibt es jedoch Ausnahmen. Neben dem Dreikönigstag, also dem 6. Januar, haben schwere Lkw auch an Mariä Himmelfahrt (15. August), dass nur in Bayern und im Saarland Feiertag ist, in ganz Deutschland freie Fahrt.

kein lkw fahrverbot am 6. januar dem dreikönigstag
Kein Lkw-Fahrverbot am 6. Januar

Stichwort Reformationstag: Der ist in Niedersachsen am 31. Oktober ein Feiertag, in Nordrhein-Westfalen dagegen Allerheiligen am 1. November. Also einen Tag später.

Um zu vermeiden, dass Lkw-Fahrer auf ihrem Weg durch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen an beiden Tagen von Feiertagsfahrverboten betroffen sind, werden die Fahrverbotszeiten an beiden Feiertagen auf die Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr beschränkt.

Niedersachsen und NRW haben sich abgestimmt

Zudem gewähren beide Länder in diesem Zeitraum an dem in ihrem Gebiet jeweils geltenden Feiertag Durchfahrtsrechte auf den wichtigsten Transitverbindungen A1, A 2, A 30, A 31 und A 33.

Damit haben Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ihre unterschiedlichen Lkw-Fahrverbote am Reformationstag (31.Oktober) und an Allerheiligen (01.November) bis zum Jahr 2025 aufeinander abgestimmt.

Die Fahrverbotszeiten werden jeweils auf die Zeit von 6-22 Uhr beschränkt. Zudem gelten zusätzlich ganztägige Durchfahrtsrechte auf wichtigen Transitstrecken.

Anders in Österreich und Italien: In diesen Ländern besteht am Dreikönigstag ein generelles Lkw-Fahrverbot. Dort hat sich also nix geändert.

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Unterwegs…

…auf dem neuen Teilstück der A44 zwischen Waldkappel und Eschwege:

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Weitere Informationen

Ein neues Teilstück der A44 Kassel – Erfurt ist befahrbar. Am 9. Dezember wurde die Strecke zwischen Waldkappel und Sontra für den Verkehr geöffnet.

Die A44 soll irgendwann in ferner Zukunft die Lücke zwischen der A7 bei Kassel und der A4 bei Herleshausen schließen. Dieser Lückenschluss gilt als eines der teuersten Straßenbauprojekte Deutschlands.
Für die rund 70 Kilometer lange Strecke werden rund 2,7 Milliarden Euro veranschlagt. Allein der jetzt eröffnete Abschnitt kostete ungefähr 257 Millionen Euro.

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Abgehoben

Da werden in Italien über Nacht zwei Kilometer Fahrbahn ausgebessert, fix sind die ja. Alles gut, alles schön.
Nur dann lässt man zum alten Stück Straße einen Absatz, da donnert man drüber und hebt fast ab. Danach kann man erstmal den Lkw neu einräumen.

Ich glaube ja, die meist verkauften Ersatzteile für Autos in Italien sind Stoßdämpfer, Federbeine und Radaufhängungen. Ja, schlimm mittlerweile die Straßen.

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WmDedgT 5.12.24

Es ist mal wieder der fünfte eines Monats. Und an diesem fragt „Gut gebrüllt“ , wie denn von anderer Leute Blogger der Tag so war. Das nennt sich dann „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„.?
Hier ist, zum fünften Mal, meine Ausgabe:

7.00 Uhr, der Wecker bimmelt. Ziemlich spät heute. Aber wegen dieses Vorkommnisses hat sich alles um einen Tag nach hinten verschoben.
Denn eigentlich wollte ich jetzt schon im tiefsten Franken sein, irgendwo zwischen Nürnberg und Würzburg. So aber hab ich noch eine Ladestelle bei Brescia. Der Kunde fängt um acht an, Italien eben. Ich mag das.

Was ich nicht mag, ist die Kälte. Also erstmal Standheizung einschalten. Und noch fünf Minuten dösen.

7.12 Uhr, ich krabbel aus der Koje. Anziehen, Vorhänge auf, Motor starten, Tacho auf Arbeitszeit stellen. Jeden früh das gleiche Prozedere.
Nebenbei kurzer Blick aufs Handy, Nachrichten checken. Der Russe steht noch nicht vor Berlin, an den nordfriesischen Inseln wurden Drogen angespült. Na ja, spart den Transport nach Sylt.

7.26 Uhr, ich schnappe mein Waschzeug. Wird Zeit, meine Blase drückt. Die Firma wo ich laden muss, bei der bin ich regelmäßig. Mit den Leuten da, sowohl im Büro, als auch im Lager, komme ich gut zurecht.
Deshalb darf ich deren Toilette nutzen. Die ist sauber und ich erspare mir Pieseln in der Wildnis und eine Kanisterwäsche.

7.39 Uhr, fertsch. Aus dem Büro ruft mir einer zu, ich könnte schon an Rampe eins, Rampa Uno, fahren. Es könnte aber noch zwanzig Minuten dauern.
Aber kein Ding. Die Woche ist eh gelaufen.

7.46 Uhr, der Lkw steht an Rampe eins.

8.04 Uhr, die Rampe wird aufgesetzt, ich gehe ins Lager. Kurze Begrüßung mit dem Staplerfahrer. Die Paletten, elf Stück, stehen schon parat.
Sollte die ja Dienstagnachmittag oder Mittwochvormittag schon bekommen. Aber manchmal kommt es eben anders. Immerhin dauert das Laden keine zehn Minuten.

8.17 Uhr, Papiere unterschrieben.

8.20 Uhr, Abfahrt.

9.10 Uhr, Autoparco Brescia Est. Der Autohof, ich glaube neben Sterzing der einzige dieser Art in Italien, hat seine besten Zeiten auch schon länger hinter sich. Immerhin ist eine Stunde Parken kostenlos. Das reicht für ne Dusche. Die kostet übrigens drei Euro.
Hab mal ein Video von den Kabinen gemacht. Das verlinke ich hier mal >>>

9.38 Uhr, weiter geht’s.

10.20 Uhr, fahre bei Affi auf die Brennerautobahn. Im Spiegel sehe ich ne Kolonne Lkw. Vollgas das ich vor denen bleibe. Als Belohnung freie Fahrt bis hinter Trento.
Erst dann hab ich wieder Osteuropäer vor mir. Aber läuft trotzdem so mit 83, 84 km/h dahin. Da darf man nicht meckern.

Kurz nach halb eins, der Tacho sagt, eine Pause ist bald fällig. Und was der Tacho sagt, ist Gesetz. Ich muss eh mal pieseln. Kostet in Österreich fünfzig Cent.
Den Gutschein investiere ich in einen Schokoriegel. Ist aber eine schlechte Investition, zahle noch ein Euro achtzig drauf.

Später bei Kufstein noch tanken. Seitdem sich die Spritpreise in Tirol und Bayern kaum noch unterscheiden, gibt es da nur noch selten Wartezeiten. Vor einiger Zeit war das mal ganz anders.

16.50 Uhr, Feierabend. Stehe wie so manches Mal am Irschenberg. Ich könnte zwar noch fahren, hab aber keinen Bock auf die elende Parkplatzsuche später.
Dafür endet meine Nacht schon um zwei. Bis zum ersten Kunden brauch ich noch sieben, eher acht Stunden. Und wie es halt so ist, Mittags ist da Wochenende.

Deshalb noch fix diesen Beitrag hin kritzeln tippen, nebenbei was Essen und ein Bier schlabbern. Dann Zähne putzen und ab in die Koje.

Tja. Raus aus der Koje, rein in die Koje. Der Tag endet ähnlich, wie er begonnen hat.

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Die Verkehrssituation am Brenner ist schon arg harte Kacke und wird sich in den nächsten Jahren auch nicht zum flüssigen Ausfluss ändern.
Auf einen Artikel darüber, hat mich Blogleser Otto aufmerksam gemacht. Vielen Dank dafür 😉

Hallo Maik,

hat die Baustelle am Brenner eigentlich Auswirkungen für dich (ich bin durch den unten aufgeführten Artikel darauf gekommen.

Grüße

waz.de/panorama/bruecke-marode…

Moin, nicht nur die Baustelle direkt am Brenner. Von Innsbruck bis Bozen ist die Autobahn eigentlich nur noch Baustelle. Ist ein Stück fertig, werden anderswo neue Abschnitte aufgebaggert. Aber so ist das nun mal.

Die Luegbrücke, um die geht es ja in dem Artikel, war in den letzten Wochen meist schon nur einspurig. Zumindest dann, wenn ich da lang gefahren bin. Also von wegen erst ab 1. Januar.
Es lief aber gut, gab keinen Stau. Vielleicht auch deshalb, weil derzeit wenig Urlauber unterwegs sind. Der November ist halt keine Reisesaison.

Das macht mir ein bissel Hoffnung für nächstes Jahr. Das es eben doch nicht so übel wird, wie einige Spezialisten vorhersagen. Zumal an verkehrsreichen Tagen zwei Spuren je Richtung geöffnet werden sollen.
Denn auf so einen güllemäßigen Megastau wie bei der Heimfahrt aus dem Urlaub, hab ich wenig keine Lust.

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