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Kategorie: Unterwegs

Eins, zwei Polizei

Ich glaube das ich einer der ersten sein werde, der in Deutschland ein Bußgeld zahlen darf, weil er keine Rettungsgasse gebildet hat.

Das ich nicht weiter nach rechts konnte und zum Vordermann gute zweihundert Meter Abstand gelassen habe, eben damit Pkw diese Lücke nutzen können – geschenkt.

Auch ein 12-Tonner, der neben mir auf der linken Spur stand, hat laut Polizei nichts verkehrt gemacht. Na ja, ich warte bis Post kommt und dann sehe ich weiter. Werde wohl Einspruch einlegen.

Aso. Eh ich es vergesse. Das war auf der B 50 zwischen Rheinböllen und Simmern. Einen Standstreifen gibt es da nicht.

Polizei Strafe zahlen

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Danke Egon

Was ein Wetter. Sturm und Schnee zusammen sind keine gute Konstellation.
Auf der B 50 bei Rheinböllen geht gerade gar nichts mehr – Unfall mit mehreren Pkw. Na ja, warte ich halt. Jetzt gibts erstmal Kaffee.

Stau wegen Schnee

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Eine stürmische Neuerung

So. Feierabend. Diese Nacht und morgen soll es stürmisch und weiß werden. Hier am Hockenheimring, wo ich stehe, macht mir das nix aus.
Nur ab Mittag quer durch den Hunsrück, und dann noch leer…

Na ja, ich lass mich mal überraschen.

Seit drei Wochen habe ich eine echt coole Neuerung im Lkw. Die Daten aus dem Fahrtenschreiber und von meiner Fahrerkarte brauche ich nicht mehr händisch runterladen.
Jetzt drücke ich während der Fahrt einfach einen Knopf und schon passiert das automatisch. Fragt mich nicht wie, aber es funktioniert. Erklärt hat mir es keiner. Wichtig ist, dass die Zündung eingeschaltet bleibt. Deshalb auch während der Fahrt.

Daten automatisch laden

Gut. Dann warte ich mal auf den Wintereinbruch. Geruht Euch gut.

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Rückwärts zurück

So, Feierabend. Der Auflieger ist leer, hat also alles wunderbar geklappt.

An der ersten Firma heute früh bei Villach, frage ich den Pförtner nach der Warenannahme. Der sagt „Fahr immer den Schildern nach. Da kommst Du automatisch hin.
Hab ich so gemacht. Kam auch gut dort an. Nur hat man vor einiger Zeit das Werk erweitert und die Warenannahme auch gleich mit in den Neubau verlegt. Drehen konnte ich dort nicht, also musste ich rückwärts durch den halben Betrieb zurück. Na ja, ein Pförtner kann auch nicht alles wissen.

Morgen habe ich zwei Ladestellen. Beide sind oberhalb von Padova. Wenn es einigermassen normal läuft, bin ich noch vor Mittag fertig.
Das Zeug kutschiere ich in den Hunsrück – überhaupt nicht meine Richtung zum Freitag.

Na ja, bis dahin ist noch viel Zeit. Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Geruht Euch gut.

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Kalte Füße

So, Feierabend. Eigentlich wollte ich noch ne Stunde oder so fahren. Ehrlich. Aber hier in Südbayern ist es so schön. Ausserdem liegt hier voll der Schnee.
Also nehme ich die letzten 220 Kilometer bis zum ersten Kunden morgen in Angriff.

Der Rasthof hier heißt „Hochfelln“. So richtige Stellflächen gibts hier gar nicht. Nur ein Streifen entlang der Autobahn.
Natürlich war der Winterdienst so clever, nur den halben Parkstreifen frei zu räumen und ich war so schlau, meine festen Schuhe im Staukasten zu deponieren. Zum Abend bekomme ich auch noch kalte und nasse Füße.

Na ja, egal. Jetzt werde ich die Dusche begutachten und dann wars das für heute. Geruht Euch gut.

Schlappen im Winter

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Parken nur rückwärts

Einen Parkplatz, auf dem rückwärts eingeparkt werden muss, habe ich in Deutschland auch noch nicht gesehen. Zumindest nicht an Autobahnen.

Abends oder nachts ist es sicher schon blöd, hier einzuparken. Besonders auf der Seite, wo ich stehe. Über den rechten Spiegel sieht man weniger und der Winkel verzehrt sich etwas.

Parkplatz A 5

Kann aber auch sein, dass der Platz irgendwann weiter ausgebaut wird und sich das hier eh wieder ändert.

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Abgelenkte Sklaven und kaputte Brücken

Zwei durchaus gute Berichte und eine interessante Diskussionsrunde im öffentlich-rechtlichen TV in dieser Woche. Ich hab ja schon am Montag kurz darauf hingewiesen. Der Beitrag von plusminus zeigt die Realität, unter der viele osteuropäische Fahrer leiden.
Viele Wochen unterwegs, getrennt von Familie und Freunden. Soziale Kontakte brechen ein und finden kaum noch statt.

Miese Bezahlung, ein Leben in der Fahrerkabine und verdreckte Raststätten: So sieht der Alltag von Fernfahrern heute oft aus. Immer mehr deutsche Speditionen melden ihre Flotten in Osteuropa an, um Kosten weiter zu senken.

In Frankreich und Belgien wird bereits kontrolliert, ob die Wochenruhezeit wirklich ausserhalb des Fahrerhauses verbracht wird. Dadurch will man versuchen, die im Beitrag gezeigten Auswüchse einigermaßen wirksam einzudämmen. Auch in Deutschland ist solch ein Gesetz in Vorbereitung.
Das der Herr Schmidt vom BGL diese geplante Regelung als „Placebo“ bezeichnet, sollte einem nicht wirklich wundern. Denn die bringt einen Teil seiner Mitglieder in arge Bedrängnis.

Einen Abend zuvor berichtete das NDR Fernsehen über Lkw-Fahrer, die sich durch diverse Dinge ablenken lassen und dabei eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen.
Gleich mal zu Anfang: Kein Fahrer guckt drei, vier Stunden konzentriert nach vorne. Das geht gar nicht. Auch ich esse und trinke zwischendurch, spiele am Radio herum, schaue im Display auf diverse Anzeigen.

Was ich aber noch nie gemacht habe, ist während der Fahrt einen Film zu schauen. Geht bei mir auch nicht, da ich im jetzigen Lkw keine Mittelablage eingebaut habe. Oder ein Buch oder die Zeitung zu lesen. Auf solche Ideen käme ich gar nicht.

Was mich aber an diesen Beitrag stört, ist folgende Aussage:

Dabei hat eine Erhebung des Landes Niedersachsen ergeben: Bei 56 Prozent der tödlichen Unfälle sind LKW die Verursacher, häufig weil sie ein Stauende übersehen und auf andere Fahrzeuge auffahren.

Dabei entsteht der Eindruck, Lkw würden grundsätzlich 56 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle verursachen. Das ist nicht richtig. Diese 56 Prozent beziehen sich auf Unfälle mit Lkw Beteiligung.

Dann gab es noch diese Diskussionsrunde im WDR: Kaputte Brücken, marode Straßen, Dauerstau – Was muss sich ändern?

Dazu eine kleine Berichtigung: In der Ankündigung vom Montag behauptete ich, dass als Gäste der Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und Thomas Kutschaty, Justizminister NRW, anwesend sind. Das stand so in der eMail, die mir die Redaktion von „Ihre Meinung“ geschickt hat und ich habe es einfach ohne nachzudenken übernommen. Markus war da aufmerksamer. Danke.
Das stimmte so nicht. Als Experten anwesend waren Oliver Wittke, ehemaliger Verkehrsminister von NRW und Jürgen Resch, Chef der dt. Umwelthilfe.

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