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Kategorie: Unterwegs

Premium parken

Ein toller Premiumparkplatz heute Nacht. Genau am Tor zum Wareneingang, die Einfahrt komplett von mir blockiert, dazu gefühlte acht Prozent Gefälle.

Dabei habe ich am Nachmittag noch mit einem Mitarbeiter aus dem Lager telefoniert und auch gefragt, ob da Platz zum übernachten ist.
Seine Antwort? Klar, überhaupt kein Problem. Da stehst Du gut.

Na ja, dass werde ich morgen früh merken. Denn hinter dem Tor ist ein Mitarbeiterparkplatz. Mal sehen, wenn die ersten ungeduldig hupen und ich voller Hektik Platz machen muss.

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Von Oliver kommt dieser Hinweis zum Thema Ladungssicherung. Vielen Dank:

Hi Maik,
dass hab ich gerade gesehen. Stichwort: Ladungssicherung. Zum Glück scheint der Fahrer glimpflich davon gekommen zu sein.

https://www.msn.com/en-gb/video/viral/trucks-emergency-brake-causes-steel-plate-to-slice-vehicles-cabin-open-in-china/vp-BB1bYn3M


Schöne Feiertage Oliver

Andere Länder, andere Sitten. Was aber überall gleich zu sein scheint, dass der Spruch „Mehr Glück als Verstand“ in jedem Winkel der Welt gilt. Denn laut dem verlinkten Bericht wurde der Fahrer wirklich nur leicht verletzt.

Ähnliches sehe ich auch noch ab und an in Italien. Zwar nicht mit Stahlplatten, dafür mit Granitblöcken. Auch die liegen mittig auf einem Auflieger und sind, wenn überhaupt, nur mit einer Kette gesichert. Bei einer Vollbremsung will ich nicht in der Nähe stehen.

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Europa außer Kontrolle

Vorhin in einer heutigen Pressemitteilung der EU-Kommission gelesen:

In diesem Jahr hat die Kommission eine wichtige Rolle dabei gespielt, sowohl den freien Personen- als auch den freien Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union zu gewährleisten.

So hat sie eine Reihe von Leitlinien zu „Green Lanes1“ angenommen, unter anderem ihre Mitteilung vom Oktober, in der das Konzept der „Green Lanes“ so weiterentwickelt wurde, dass es nicht nur den Straßengüterverkehr, sondern auch den Schienen-, Wasser- und Luftfrachtverkehr abdeckt. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass wichtige Lieferketten weiterhin funktionieren und jegliche Unterbrechung von Frachtverkehr und Logistik in der EU während der zweiten Welle der Pandemie vermieden wird.

Das beeindruckende an dieser Mitteilung ist, wie gut wichtige Lieferketten wirklich funktionieren. Sieht man ja derzeit zwischen England und Frankreich2. Da stehen tausende Lkw samt Fahrer auf Autobahnen vor Dover und Folkestone im Stau oder werden gleich auf das Flugfeld des stillgelegten Airports Manston zwischengeparkt. Das sieht so aus:

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Weitere Informationen
Quelle: YouTube.com (Nik Mitchell)

Mittlerweile dürften es einige hundert Lkw mehr sein, die dort parken müssen. Schon ein Wahnsinn der da abgeht.
Ich selbst war ja letzte Woche noch in England und bin am Donnerstagnachmittag mit dem Euroshuttle von Folkestone nach Calais gefahren. Da gab es noch keine Einschränkungen oder Sperrungen, trotzdem dauerte das ganze Prozedere wie „im Stau stehen„, die Abfertigung und das „auf den Zug warten“ fast sieben Stunden. Aber scheiß drauf, da wußte ich, dass es, wenn auch langsam, vorwärts geht und ich irgendwann am späten Nachmittag oder Abend in Frankreich bin.

Motorway M 1 England
M 1 Richtung Norden

Das passiert den Kollegen dort jetzt aber nicht. Die stehen da wie blöd, ohne wirklich zu wissen, wann es weiter geht. Dazu noch kurz vor Weihnachten, Tage die die weitaus meisten zu Hause verbringen möchten. Eigentlich ganz normal. Anders wie die Situation dort. Die ist einfach nur abnormal.

Stand jetzt, Dienstagabend, weiß niemand, was genau passiert. Vielleicht fahren die Fähren und Züge ab Mittwochmorgen wieder, allerdings ist wohl ein negativer Coronatest nötig, um rüber aufs Festland zu kommen. Bedeutet, ohne diesen geht es trotzdem nicht weiter. Bis alle Fahrer durchgetestet sind, dürfte es eh Tage dauern.

Noch im Frühjahr hingen an mehreren Autobahnbrücken Schilder oder Banner, an und durch denen irgendwelche Menschen ihre Dankbarkeit gegenüber Lkw-Fahrern ausdrücken wollten. Schön. Nur doof, dass ein Teil von diesen Fahrern die damals beklatscht wurden, jetzt südöstlich von Londern steht und nicht mehr wie eine Nummer oder Spielball der Franzosen sind.
Echt guter Job von Emmanuel. Der zeigt Europa schon jetzt, was ab Januar auf der Insel westlich von Frankreich abgehen könnte. Und zwar regelmäßig. Nämlich dann, wenn ab übernächste Woche der „No-Deal-Brexit“ droht. Danach schaut es ja momentan aus.

Der Stillstand vor dem Ärmelkanal traf die Fahrer völlig unvorbereitet. Mehr noch, die sind zu Geiseln geworden, um die Brexit-Verhandlungen im Sinne Frankreichs und der EU voranzubringen. Denn die Grenzen zu England komplett zu schließen, ist nicht verhältnismäßig.
Eine Pandemie zu missbrauchen, um zu zeigen wer der Stärkere ist. Das ist das peinlichste was Europa machen kann. Wie im Kindergarten. Denn wenn mit Gesundheitsargumenten Politik gemacht wird, untergräbt das jede Glaubwürdigkeit.

Was bleibt, ist Weihnachten auf einem Flugfeld. Mir tun die Lkw-Fahrer leid, die den ganzen Scheiß ausbaden müssen. Schande über Europa.

Anmerkungen:
1Es gibt Leitlinien der EU-Kommission, um den freien Warenverkehr in der gesamten EU trotz der aktuellen Pandemie zu gewährleisten. Damit soll sichergestellt werden, dass die EU-weiten Lieferketten weiterhin funktionieren. Die Übergangsstellen zwischen EU-Ländern werden als „Green Lane“-Übergangsstellen bezeichnet.
Diese „Green Lane“-Übergangsstellen sollen für alle Frachtfahrzeuge offen sein – unabhängig von den transportierten Waren. Zudem sollte der Grenzübertritt einschließlich aller Überprüfungen und Gesundheitskontrollen nicht länger als 15 Minuten dauern
2Dieser Satz ist ironisch gemeint.

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Warten in England

Fünf Stunden Warterei vor dem Eurotunnel. Na ja, hatte damit aber gerechnet. Ist halt momentan so. Die Briten wollen vor Januar noch so viel Zeug wie möglich rein und raus schaffen.

Stau vor dem Eurotunnel
Chillen auf der Autobahn

Aber das ärgste ist geschafft. Nicht mehr lange, dann bin ich im Abfertigungsbereich. Von da an hat es letzte Woche zweieinhalb Stunden gedauert, bis der Lkw auf dem Zug stand. Mal schauen, wie es heute läuft.

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SaniFair rüstet auf

Sieht ein wenig aus wie der Eingang zu einem Spacemobil, sind aber nur die neuen Bezahlschranken vor den Autobahntoiletten von SaniFair.

neue bezahlschranke bei sanifair
Neues von SaniFair

Statt nur mit Münzgeld kann man jetzt auch mit einem fünf Euro Schein bezahlen. Revolutionär. Oder sogar kontaktlos. Also mit Kreditkarte, Apple- oder Google Pay. Noch revolutionärer.
Mit Smartphone irgendetwas zahlen mache ich aber nicht, Kreditkarte funktionierte nicht. Also doch wieder das gute alte Münzgeld genutzt.

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Gern geschehen

Ich für meinen Teil weiß wie es ist, irgendwohin geschickt zu werden, ohne wirklich Ahnung von den jeweils örtlichen Begebenheiten und Vorschriften zu haben. Das erste mal nach England. Oder nach Frankreich. Beides Anfang 1994.
Keiner hat mir was nützliches erzählt. Fahr erstmal nach Calais, von da geht eine Fähre nach Dover, hieß es. Wichtig ist, dass Du in anderthalb Tagen in Norfolk bist. Die warten da auf unsere Ladung.

Oder fahr nach Auxerre. Aber nur Nationalstraße. Autobahn kostet Geld. Das wollen wir ja nicht unnötig ausgeben. Den kürzesten Weg wirst Du Dir schon raus suchen. Wie wäre es mal mit einer Tour in die Schweiz? Oh, da gibt es ja noch den Zoll. Na ja, musst dich halt durchfragen. Du machst das schon.

Ein Jahr später Polen. Auch hier erst Zoll an der Grenze, später noch zum Zoll im Binnenland. Meine kleinen Kenntnisse im Schulrussisch halfen mir nicht wirklich weiter. Aber letztlich wurde immer alles gut. Denn es fanden sich jederzeit Leute, die mir weiter halfen.

ein zollhof in polen czestochowa
Zoll in Czestochowa

Vielleicht bin ich deshalb bis heute so nett oder von mir aus auch zuvorkommend, wenn mich jemand nach Dinge fragt, wo er nicht durchblickt oder die ihm keiner erklärt hat. Also nicht so richtig.
Wie dem Fahrer einer litauischen Firma, der mich an der unteren Tankstelle am Irschenberg ansprach. Kurze Erklärung. An der Abfahrt Irschenberg gibt es zwei Tankstellen. Erstmal die übliche Raststätte mit Tanke und Rasthaus. Und dann eben noch eine Tankstelle, etwas unterhalb vom Rasthof.

Genau da mache ich öfter eine halbe oder dreiviertel Stunde Pause. Reicht für die schnelle Morgenwäsche, einen Kaffee und ne Butterbrezel.
Oder auch für eine Auskunft. Der Fahrer des litauischen Lkw sah ziemlich hilflos aus. Keine Ahnung, aus welchen Land er eigentlich kam. Russland, Ukraine, Belorussland? Spielt auch keine Rolle.

Seine erste Frage? Wie funktioniert Maut in Österreich. Natürlich in einem Mix aus russisch, englisch und deutsch. Ich zeigte auf die Box vorn bei mir an der Scheibe, sagte das er die oben am Rasthof an der Autobahn bekommt und dort auch richtig eingestellt wird.
Erste Frage beantwortet. Die zweite kam von mir. Nämlich ob er auch eine Umweltplakette hat. Nein, natürlich nicht. Woher auch. Ihm war nicht einmal bekannt, dass diese in Teilen Österreichs Pflicht ist.

Aber alles gut. Auch das habe ich ihm erzählt und Adressen aufgeschrieben, wo er diesen Aufkleber bekommt. Denn man hilft ja wo man kann. Auch wenn aus fünfundvierzig Minuten Pause eine Stunde wird.

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Florian schickte mir dieses Bild:

lkw auf einem feld festgefahren
Lkw auf Abwegen

Was der Fahrer auf dem Acker wollte, war ihm schleierhaft. Zwischen den Leitplanken nur eine Durchfahrt, damit der Bauer sein Feld befahren kann. Dahinter fünf Meter asphaltierte Fläche, danach unbefestigte Flora. Wie es oft zu sehen ist.

Ob der Fahrer drehen wollte? Auch unwahrscheinlich. Denn jeweils drei,- vierhundert Meter in jede Richtung gibt es einen Kreisverkehr. Wäre also ganz easy gewesen. Eigentlich.

Aber vielleicht ist es manchmal besser, nicht nach dem „warum?“ zu fragen.

Kleines Update. Florian schreibt, da ist nichts asphaltiert. Nicht mal ein kleines Stück, geschweige denn fünf Meter. Hab ich wohl falsch gelesen.

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Leise rieselt der Schnee

Der erste Schnee ist da. Und das gar nicht mal so weit oben, wie hier unterhalb vom Brenner. Der Pass hat ja nur etwas mehr als 1 300 Meter Seehöhe.

leise rieselt der Schnee
Leise rieselt der Schnee

Ich fand es schön. Auch weil es gefühlt schon weißer war, wie im gesamten letzten Winterhalbjahr.

es liegt Schnee
Passend zum Oktober
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