Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Kategorie: Technik

Wenn Druck fehlt

Auf den Weg von oder nach Italien tanke ich nach Möglichkeit in Österreich. Nicht etwa, weil ich dem deutschen Staat keine Steuereinnahmen gönne, sondern weil der Diesel etwas preiswerter ist. Und bei vielen hundert Liter machen sich einige Cent Unterschied durchaus bemerkbar. Denn was für meinen Arbeitgeber gut ist, kann für mich nicht schlecht sein.
Aber genug geschleimt.

Worauf ich eigentlich hinaus will: An der Station in Kufstein, die ich zu meiner Stammtanke ausgewählt habe, gibt es eine Prüfstation. Beim langsamen durchfahren kann man auf einer Anzeige den Reifendruck und das Gesamtgewicht ablesen. Gut, letzteres funktioniert nicht immer. Aber das mit dem Reifendruck finde ich eine tolle Sache.
Grün bedeutet, dass alles gut ist. Leuchtet aber irgendwo was rot, wird es Zeit für die Luftpumpe.

Luftdruck prüfen

9 Kommentare

Kühlproblem

Irgendwie verstehe ich den Sinn der Kühlbox im Scania nicht. Wird über einen Zeitraum von 24 Stunden der Motor nicht gestartet, schaltet die sich automatisch aus. Das ist blöd, denn so muss ich jeden Freitag die Box komplett leer räumen.
Ein Unterspannungsschutz würde die Batterien bestimmt genauso schonen.

Kuehlbox

13 Kommentare

Keine Überraschung

Es ist keine große Überraschung, dass sich bereits zahlreiche Lastwagen im Besitz von Speditionen befinden, die der Euro-6 Norm entsprechen. Schließlich ist die Abgasnorm bereits seit 2014 verpflichtend. Dies bedeutet wiederum, dass bereits viele Spediteure Erfahrungen gesammelt haben. Die Fuhrparks etlicher Betriebe umfassen daher eine gewisse Anzahl entsprechender Fahrzeuge.

Mittlerweile zeigen sich die Spediteure aufgeschlossen. Auch die anfängliche Zurückhaltung vieler Speditionen gegen die Modelle mit Erfüllung der Euro-6 Norm gehört der Vergangenheit an. Hierfür zeigen sich gleich mehrere Gründe verantwortlich, insbesondere die Tatsache, dass der erhoffte Finanzvorteil bei der LKW-Maut nun existiert.

Natürlich sind die Mehrkosten nicht zu unterschätzen, belaufen sie sich doch auf einen größeren vierstelligen Betrag. In diesem Zusammenhang ist auf den Kraftstoffverbrauch zu verweisen. Die Euro-6 Norm versprach gegenüber der Euro-5 Norm keine allzu große Ersparnis. Die Vorteile liegen vielmehr bei der Abgasbehandlung. Zunehmend mehr Ingenieure sind sich darüber einig, dass die Motoren nicht mehr viel sparsamer werden können. Künftige Verbesserungen beim Kraftstoffverbrauch werden eher auf Einsparungen beim Fahrzeuggewicht sowie Verbesserungen bei der Aerodynamik zurückzuführen sein.

Anfangs waren Spediteure auch verunsichert, weil womöglich in absehbarer Zeit die Euro-7 Norm folgen könnte. Ob es tatsächlich dazu kommt, bleibt jedoch abzuwarten. Gerade weil sich im Bereich der Motoren viel getan hat und weitere Verbesserungen nur noch bedingt zu erzielen sind, könnte es noch eine ganze Weile dauern, bis die nächste Norm kommt.

Für Euro6-Lkw spricht außerdem die Tatsache, dass es Vorteile bei der Besteuerung gibt. Immer mehr Transportunternehmen erneuern ihre Lkw-Flotten und stellen auf schadstoffarme Fahrzeuge um. Investitionen, die sich schon mittelfristig amortisieren: Denn mit emissionsarmen Nutzfahrzeugen lassen sich die Betriebskosten – etwa bei der Lkw-Maut – erheblich senken und zugleich steigende gesetzliche Anforderungen erfüllen.

Immerhin sind die Vorteile bei der Abgasbehandlung nicht zu übersehen. Gegenüber Fahrzeugen mit Euro-5 Standard verspricht Euro-6 eine Verringerung des Ausstoßes an Stickoxiden von bis zu 80 Prozent. Zumal auch die Anzahl an ausgestoßenen Rußpartikeln um bis zu zwei Drittel zurückgeht.

Daimler Lkw

Mittlerweile ist auch am Gebrauchtmarkt eine größere Anzahl an Zugmaschinen erhältlich, die den Euro-6 Standard erfüllen. Ein Blick in ein Portal für gebrauchte Zugmaschinen, wie z.B. unter anderem das von Mobile.de, gibt schnell Aufschluss über die Verfügbarkeit von gebrauchten Trucks, die der Euro-6 Norm entsprechen. Derzeit ist das Angebot an entsprechenden Lastwagen noch sehr überschaubar, doch da wird sich noch viel tun. So haben dann auch Unternehmen, die bei ihren Nutzfahrzeugen vorzugsweise auf gebrauchte Maschinen setzen, ebenfalls die Möglichkeit, Vorzüge der Euro-6 Norm auszukosten.

Kommentare geschlossen

Meine Meinung dazu

Ich muss Euch mal kurz entführen – und zwar zu einen der besten Autoblogs, die es auf deutsch zu Lesen gibt. Betrieben wird der von Jens Stratmann. Ja, und genau der hat mir einige Fragen gestellt.
Dabei ging es ein wenig um das „damals und heute“, aber auch um neue Assistenzsysteme und meine Meinung dazu.

rad-ab.com screen

Wer Lust und Laune und ein wenig Zeit hat, darf gerne mal rüber klicken: LKW-Fahrer damals und heute – Was hat sich verändert?

3 Kommentare

Scania Service wunderbar

Der Hinweis „Batterie wechseln“ leuchtete schon vor drei oder vier Wochen im Display des Obu-Mautkasten. Zwischendurch war der Lkw zur Inspektion in einer Scania-Werkstatt.
Dort sollte die mit gewechselt werden. Dem Werkstattmeister habe ich das gesagt. Da erinnere ich mich genau dran.

Heute früh, nach vier Tagen Standzeit, kam als erstes diese Meldung:

Obu Mautgerät

Jetzt warte ich bis zum TÜV, der ist im Mai oder Juni fällig und wird in der gleichen Werkstatt gemacht. Da steh ich daneben und kann zuschauen, wie die Batterie ausgetauscht wird.

4 Kommentare

TomTom Trucker 6000 Test und Verlosung

Seit Juni letzten Jahres ist das TomTom Trucker 6000 auf dem Markt. Es ist ein Navigationsgerät mit einem 6 Zoll Touchscreen. Im Preis von rund 350 Euro sind lebenslange Kartenupdates, ein 16 GB interner Speicher sowie ein SD-Kartensteckfach für eine Micro-SD enthalten.

Ich hatte die Möglichkeit, dieses Gerät über einen Zeitraum von vier Wochen zu testen. Da es – wie der Name schon sagt – ein Navi speziell für Lkw- oder Busfahrer ist, verfügt es über diverse Eingabemöglichkeiten für zusätzliche Fahrzeugdaten.
Eingeben kann man den Fahrzeugtyp (bei mir also Lkw), die Abmessungen (Länge, Breite, Höhe), dass Gewicht (Brutto und Achslasten), die Höchstgeschwindigkeit und ob Gefahrgut transportiert wird. Die jeweilige Einstellung wird gespeichert und vor jeder neuen Routenplanung eingeblendet. Hat sich also im Vergleich zur letzten Fahrt nichts geändert, drückt man auf den blauen Pfeil und die neue Route wird auf Basis dieser Angaben berechnet.

TomTom Navi

Und schon bin ich beim größten Schwachpunkt dieses Gerätes. Bei der Berechnung einer neuen Route sollte der Nutzer Geduld haben. Für den Test im Video habe ich zwar eine etwas längere, aber nicht ungewöhnliche Strecke gewählt (Mühlhausen/Thüringen – Sanluri/Sardinien).
Dafür brauchte das Gerät fast dreieinhalb Minuten. Auch bei kürzeren Wegstrecken sollte man dem Gerät etwas Zeit geben.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

YouTube-Originallink >>>

Die Eingabe der jeweiligen Zieladresse ist dagegen gut gelöst. In das Hauptmenu kommt man, indem man auf einen Button links unten auf dem Bildschirm drückt. Danach erscheinen mehrere Suchtasten.

Suchtasten TomTom Navi

Die jeweilige Bedeutung dürfte klar sein. Bei der Suche nach einer neuen Adresse entfällt das Einstellen des Ziellandes. Man beginnt also gleich mit der Eingabe des Ortsnamen und die Software des Navis durchsucht alle möglichen Orte, egal in welchen Land. Danach reicht es, Fragmente einer Straße einzugeben und schon wird die gesuchte Adresse angezeigt. Das geht ziemlich flott.
Sollte es doch zu Doppelungen zwischen zwei oder mehr Adressen kommen, hat man die Möglichkeit über einen Button oben rechts das richtige Ziel zu finden. Ich finde diese Direkteingabe toll.

Aber auch hier ein kleiner Kritikpunkt: Die Druckpunkte liegen ziemlich eng zusammen. Menschen mit dicken Fingern können sich schnell vertippen.

Navi suche

Interessant fand ich die Routenleiste am rechten Rand des Bildschirmes. Diese wird während der Fahrt laufend aktualisiert. Auf ihr werden die voraussichtliche Ankunftzeit, die Entfernung bis zum Ziel, etwaiige Verzögerungen wie Staus oder Baustellen und bestimmte Highlights (Tankstellen u.s.w.) angezeigt.
Das genaue Erscheinungsbild kann jeder selbst festlegen.

Seitenleiste Navi

Verkehrsinformationen bekommt man via TomTom Traffic aufs Navi gesendet. Übrigens für ganz Europa. Dazu ist im Gerät eine Simkarte integriert. Dieser Service ist für ein Jahr kostenlos. Danach kostet dieser Dienst rund 60 Euro pro Jahr.
Ein gutes Gimmick ist die Spachsteuerung. Nur leider total unbrauchbar. Egal wie nah ich dem Gerät war und wie laut ich gesprochen habe, es wollte mich einfach nicht verstehen.

Mein Fazit? Das TomTom Trucker 6000 ist ok. Ich würde es jedem empfehlen. Klar hat es Schwachpunkte. Bei der Routensuche braucht der Nutzer Geduld, die Sprachsteuerung ist zwar nett gemeint, aber leider nicht nutzbar. Zumindest bei mir.
Wirklich gut finde ich die Seitenleiste. Besser kann man Informationen nicht einblenden und anzeigen lassen. An der Grafik kann ich auch nichts bemängeln. Die zu befahrenden Straßen wurden deutlich angezeigt, in den vier Wochen gab es keine Missverständnisse.

Die gesuchten Ziele konnte ich meist ohne Probleme anfahren. Geschwindigkeitsbegrenzungen wie auf der deutschen A 45 oder der Brennerautobahn sind gespeichert und werden eingeblendet.

Bleibt noch, den Gewinner des Testnavis bekannt zu geben. Es ist Kommentar Nummer 92. Glückwunsch – und danke an alle anderen, die bei der Verlosung mit gemacht haben.

5 Kommentare

Batterie ist alle

Im Toll Collect Mautgerät erschien eben die Aufforderung „Batterie wechseln“. Ich dachte, dass Teil wird vom Bordnetz mit versorgt. Hmm, wieder was gelernt.

Am nächsten Wochenende muss der Lkw eh zur Inspektion. Da kann die gleich mit gewechselt werden.

IMG_20160229_005748

TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste

8 Kommentare

Irgendwie unklar

Es sind die kleinen Begebenheiten am Rande, die mich manchmal erstaunen lassen. Auch letzte Woche. Aber mal kurz eine kleine Erklärung.

Gewicht Anzeige

Das da auf dem Bild ist die Anzeige für das Gewicht der Ladung und die Achslasten. Dieses kann ich mir im Display anzeigen lassen. Ist nicht ganz genau, aber fast. So habe ich immerhin einen ungefähren Anhaltspunkt über das Gewicht und die Verteilung der Ladung. Also auch darüber, ob ich mit dem Gewicht, welches auf den Achsen lastet, einigermaßen hinkomme.

Dieses Foto ist von letzter Woche. Da passt alles. Ladungsgewicht ist in Ordnung, Achslasten auch. Auf der zweiten Achse, also der Hinterachse der Zugmaschine, dürfen bis zu elfeinhalb Tonnen stehen. Ich bin also fast drei Tonnen darunter.

Aber selbst das Höchstachstgewicht nutze ich nie aus. Schlechte Erfahrungen habe ich damit schon gemacht. Bei zehn Tonnen ist Ende. Sind es mehr, wird umgeladen. Aber hier waren es 8,6 Tonnen. Also alles prima.

Nicht aber in der Schweiz. Dort wurde ich mal wieder kontrolliert. Fahrzeiten und technischer Zustand des Autos fast in Ordnung. Fast nur deshalb, weil eine von drei Glühbirnen im linken Rücklicht defekt war. Dafür gab es die erste Rüge.
Die zweite gab es für die Überladung der Vorderachse. Sprich der Lenkachse. Da wurde das zulässige Gewicht um 27 Kilogramm überschritten. Ich verstehe es nicht. In Österreich, also am Brenner oder in Kundl, hatte ich noch nie Probleme. Also selbst bei den Lkw-feindlichen Tirolern passt das.

Nur bei den Eidgenossen nicht. Ich bin dann ausgestiegen, schon stimmte es. Eine Buße brauchte ich auch nicht zu zahlen. Trotzdem überlege ich mir immer öfter, ob es sich überhaupt noch lohnt, durch die Schweiz zu fahren. Denn auf Diskussionen dieser Art, habe ich keinen Bock.
So halten die den Schwerverkehr vom Gotthard fern. Das ist auch eine Möglichkeit. Nur ist es halt die kürzeste Strecke nach Mailand oder Turin. Fahre ich über den Brenner, verliere ich mehr als einen halben Tag. Das ganze wieder zurück, ist ein Tag. Aber das juckt die nicht.

6 Kommentare