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Kategorie: Technik

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Armin schickte mir diesen Link. Vielen Dank:

Autonome Lastwagen machen Langstreckenfahrer arbeitslos

Quelle: faz.net

Mal salopp ausgedrückt: Ich denke mal, autonom fahrende Lkw werde ich eh kaum noch erleben. Dieses Thema könnte mir also eigentlich völlig wumpe sein. Zumal es jetzt eh schon zu wenige Fahrer gibt und sich dieses Problem des Fahrermangels wohl noch verschärfen wird.

Sollte es aber soweit sein, wird der Übergang vom manuellen zum autonomen Fahren ja nicht abrupt kommen, sondern fließend verlaufen. Es wird also eine nicht gerade kurze Zeit geben, um seine eigene Arbeitswelt darauf vorzubereiten.

Aber Automatisierung ist doch eigentlich auch was schönes. Wir alle hätten endlich wieder mehr Zeit für uns und andere. Zeit, in der wir uns sinnvoll beschäftigen könnten, wie kaputte Dinge zu reparieren, statt die weg zu schmeißen.
Oder eigenes Gemüse anzubauen, denn so würden wir weniger industriell hergestellte Lebensmittel verzehren. Schon wären wir gesünder und hätten auch bessere Beziehungen zuhause, statt viel Zeit in Werkhallen, Büros, in Supermärkten oder Führerhäusern zu verbringen.

vorschaubild auf video zu scania selbstfahrende lkw
Ein PR-Video von Scania zeigt, wie alles in einigen Jahren aussehen soll >>>

Also eher keine Abwehrhaltung meinerseits. Denn ich finde es super, wenn es Lösungen für Tätigkeiten gibt, die im Prinzip nur noch wenige wirklich gerne machen möchten, die aber trotzdem noch lange gebraucht werden.
Und bitte nicht übersehen: Schon heute spielt sich der Verdrängungswettbewerb nicht nur im immer kleiner werdenden Bereich von minderqualifizierten oder gar unqualifizierten Jobangeboten ab. Denn inzwischen werden auch längst andere Jobs „rationalisiert“. So werden in Banken immer mehr personelle Tätigkeiten durch Onlinebanking, optimierten Rechenzentren usw. ersetzt. Da hat auch niemand gefragt.

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Heute ist der internationale Tag der Akzeptanz

Gerade wird in vielen Fahrergruppen auf Facebook der Link zu einer Petition geteilt, in der es, mal wieder, um das Thema „mehr Licht, mehr Sicht“ geht.
Also darum, dass Zusatzbeleuchtung an Lkw legal wird und somit sowohl Halter als auch Fahrzeugführer nicht mehr für zusätzlich angebaute Lämpchen bestraft werden können.

So steht in dieser Petition unter anderen folgendes:

Bedingt durch die vermehrten Unfallzahlen, gerade in der dunklen Jahreszeit, ist mehr Licht an LKW’s nicht von Nachteil, sondern erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr. Mehr Licht, mehr Licht, mehr Sicherheit.

Es kann nicht sein dass LKW Fahrer bestraft werden, weil sie versuchen die Sicherheit im Strassenverkehr, durch zusätzliche Beleuchtungseinheiten enorm zu erhöhen.

Gelesen in der „Mehr Licht, mehr Sicht“ Petition

Diese Petition wurde vom Ersteller vor fünf Tagen gestartet und hat mittlerweile knapp 5 100 Unterstützer. Also Unterzeichner.
Da gab es schon die ein oder andere Petition, die schlechter lief. Mehr Licht am Lkw polarisiert halt.

Kleines Detail am Rande: Dieses Bittgesuch wurde an „Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister“ adressiert. Das der bereits seit Wochen Geschichte ist und der neue Volker Wissing heißt, nein, nicht geschenkt.
Denn wer ein wirkliches Interesse an einer Sache hat und etwas ändern will, dem sollte so eine Verwechslung eigentlich nicht passieren.

Aber wieder zum eigentlichen Thema. Gaslampen mit Karbid gehören ja schon lange der Vergangenheit an. Wer also in heutigen Nächten einen ordnungsgemäß beleuchteten Lkw nicht wahrnimmt oder gar übersieht oder aus einem solchen nichts erblickt, sollte vielleicht mal zum Augenarzt gehen.
Dieses „mehr Licht, mehr Sicht“ klingt daher eher nach einer Pseudoausrede, um der Forderung nach mehr Zusatzbeleuchtung zusätzlichen Vorschub zu verleihen.

Lkw mit Zusatzbeleuchtung
Ein Lkw mit „Bling Bling“

Aber nichtdestotrotz schaue ich auch mal gern hin, wenn mir ein Lkw mit einigen Lampen mehr entgegenkommt. Die Betonung liegt hier auf „einige Lampen„. Denn zu viel Beleuchtung wirkt überbordend, ganz schlimm sind diese fahrenden Weihnachtsbäume. Da bekomme ich echt Augenkrebs.

Aber natürlich gibt es auch andere, gegensätzliche Meinungen. Eine Diskussion auf Facebook wurde zum Beispiel so begonnen:

Faire Löhne, Parkplätze, die Zustände an den Rampen, die Einhaltung des ArbZG… Es gibt so viel, wofür man sich starkmachen sollte. Aber nein, es wird eine Petition für Zusatzbeleuchtung gestartet.

Eine Meinung in einer „privaten“ Facebookgruppe

Ist doch eine völlig berechtigte Ansicht, der auch ich zustimme. Denn das fehlende Engagement vieler Fahrer für andere und je nach Sichtweise wichtigere Dinge kann und darf man kritisieren. Aber letztlich hat jede*r ihre oder seine Vorlieben.

Wenn aber in den Antworten auf obige Meinung hämisch gemeinte Ausdrücke wie „Elite“ oder „Oh Gott, schick Hirn“ geschrieben werden, denke ich, dass es bei solchen Kritikern zu mehr als dem eigenen Broterwerb auch nicht reicht.

Denn jede oder jeder hat unterschiedliche Auffassungen von dem Job, den sie oder er macht. Die einen mögen viele bunte Lämpchen, andere wollen verändern und der oder dem dritten reicht ein gutes Essen am Abend.

Da fällt mir ein, heute ist übrigens der internationale Tag der Akzeptanz.
Der Schauspieler Peter Ustinov, die älteren unter uns werden ihn noch kennen, sagte einmal:

Die Akzeptanz der Unterschiede ist Voraussetzung für die Überraschung von Gemeinsamkeiten.

Peter Ustinov (1921 – 2004)

Wird, glaube ich, mein Lieblingszitat für den Rest der Woche.

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Garmin Dezl LGV800 – Lkw Navi im Test

Im Test das Navigationsgerät dezl™ LGV800 von Garmin. Was taugt es und lohnt es sich, dass etwas höherpreisige Gerät zu kaufen? Ich habe das aktuelle Gerät (aus 2021) getestet.

Das erste was auffällt, ist die Größe des Gerätes. Die neue dezl-Serie gibt es mit 6,95-, 8- und 10 Zoll-Touchdisplays. Die Produktbezeichnungen lauten demzufolge LGV700, LGV800 und LGV1000. Ich durfte das LGV800 testen.
Ob es noch größere Geräte braucht? Ich finde nein. Denn schon die 8-Zoll Variante nimmt viel Platz in Anspruch. …

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Mein DAF ist gestört

Gestern früh noch stolz die 999,9 gepostet und siebenhundert Kilometer weiter macht es „Tedem Tedem Tedem„.
DAF-Fahrer kennen dieses Geräusch. So kündigt sich eine Störung am Lkw akustisch an. Also so wie heute. Vorn in der Anzeige leuchtet alles gelb und Fehlermeldung um Fehlermeldung wird angezeigt.

Fehlermeldung im DAF

Und nein. Der Fehler liegt nicht bei mir. Denn ich habe wirklich nix gemacht.
Nur habe ich, was die Qualität anbelangt, meine Erwartungen wohl etwas zu hoch geschraubt.Gut, was will man bei einem neuen Fahrzeug, welches einen sechstelligen Betrag gekostet hat, auch erwarten.

Aber meint ihr, ich könnte das mit einem Hammer beheben? Oder einfach mal brüllen? Also sowas wie „verkackte Elektronik„?

Wirkliche Hilfe bekam ich aber von meinen lieben Berufskollegen Marco und Jürgen. Die fahren beide auch dieses holländische Fabrikat und erzählten mir übereinstimmend, was jetzt zu tun sei. Nämlich auf dem nächsten Parkplatz anhalten, Motor ausmachen, Schlüssel ziehen, fünf Minuten warten, Motor starten. Dann hätte sich dieses Problem erledigt.

Gemacht, getan und siehe da – keine Meldung mehr da. Wieso das überhaupt passiert ist? Gute Frage. Hat vielleicht ein Steuergerät mal Schluckauf bekommen.
Aber so lange das nicht öfter passiert, ist alles gut.

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Tag der Verkehrssicherheit

Heute ist übrigens der „Tag der Verkehrssicherheit„. Dieser wurde 2005 vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am dritten Samstag im Juni statt.

Apropo Verkehrssicherheit. Was ist eigentlich aus der Forderung geworden, Standklimaanlagen für Lkw zur Pflicht zu machen? Denn bei Hitzestau im Führerhaus ist an Erholung ja nicht zu denken. Und die ist ja enorm wichtig für die anschließende sichere Fahrt. Wissen wir ja alle.
Aber ehrlichgestanden weiß ich das gar nicht. Denn eigentlich gilt eine Lkw-Fahrerkabine nicht als Arbeitsplatz. Wenn es so wäre, müsste ein Arbeitgeber für erträgliche Temperaturen sorgen.

Warum das so ist, hat der Bayerische Rundfunk vor einigen Jahren mit einer Anfrage beim Bundesarbeitsministerium versucht rauszufinden. Die Antwort:

Wegen der Spezialvorschriften im Verkehrsrecht gilt das Arbeitsschutzrecht (…) nur eingeschränkt.“ Und ansonsten sei „das Bundesministerium für Verkehr (…) zuständig.“
„Das Bundesverkehrsministerium schreibt auf Anfrage von Kontrovers, eine Verpflichtung ginge nur über die EU. Und für den Arbeitsschutz sei wiederum das Bundesarbeitsministerium zuständig.“

Wenn Hitze zur Gefahr wird

Aber ich bin jetzt mal mutig und behaupte, solch eine Pflicht ist überhaupt nicht notwendig. Denn ein vorbildlicher Arbeitgeber will seinen Fahrern einen angenehmen Arbeitsplatz bieten und dazu gehört auch während der Pause klimatisierte Luft. Klingt doch gut. Oder?

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