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Kategorie: Internes

Ich will Babys

Seit letzter Woche läuft in den deutschen Kinos ein Film, in dem es um vier Babys in vier Ländern, beobachtet vom ersten Atemzug bis zum ersten Schritt, geht.
Logischerweise heißt dieser Streifen auch „Babys“.

Eine Suche nach Kinos, in denen das Teil läuft, brachte nur mageren Erfolg: Stuttgart, Böblingen, Esslingen lautete das Suchergebnis. Alles ein wenig weit weg für einen gemütlichen Kinoabend.
Was liegt also näher, dem Kino meines Vertrauens eine Anfrage per Mail zu senden. Diese sah ungefähr so aus:

Hallo,

können Sie mir bitte mitteilen, ob der Film „Babys“ demnächst bei Ihnen zu sehen ist?

Mit freundlichen Grüßen!
Maik Erdmann

Kurz und knackig. Man will ja die Kinoleute nicht überfordern. Eine Antwort lies nicht lange auf sich warten:

Sehr geehrte Frau Erdmann,

meinten Sie den Film „Casa de los babys“ der in Deutschland am 31.12.2009 gestartet wurde ?

Einen anderen Film mit den Namen babys im Titel konnte ich nicht finden. Leider können wir bei wöchentlich 6 bis 8 Neustarts von Filmen, nicht alle in unser Programm aufnehmen.

Für Sonderveranstaltungen ( ab 50 Personen) stehen uns diese Filme natürlich während der gesamten Lizenzzeit zur Ausleihe beim Filmverleih zur Verfügung.

Ein Einsatz im CineStar Erfurt ist gegenwärtig nicht geplant.

Mit freundlichen Grüßen
Team CineStar Erfurt

Das man mich als Frau tituliert, mag ja noch gehen. Vielleicht schauen sich diese Art Filme nur Frauen an. Was mich jedoch ein wenig stutzig macht ist, dass dieser Film den ich meine (zumindest in Erfurt) völlig unbekannt ist.
Warte ich halt noch einige Wochen, bis der Streifen auf DVD erscheint. Dann kann ich wenigstens Chips und Cola dabei geniesen und grunzige Geräusche von mir geben, ohne das es peinlich ist.

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Bist Du wahnsinnig?

Ich weiss nicht, wo Du wohnst und was Du vorhast. Aber man kann doch keine Kisten auf dieses Blog stellen. Es ist leicht und zerbrechlich. Ausserdem ist es allgemein bekannt, dass Webblogs nicht gestapelt werden dürfen.
Dazu kommt der Wert: Es ist nahezu unbezahlbar. Meine Beiträge kosten schon ein Vermögen, von den Kommentaren ganz zu schweigen.

Also: Finger weg…

schweres Los

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Hartes Gummi

Mein erster Gedanke war: „Bäh. Da sind irgendwelche harten Teile drin“. Dann kam die Erkenntnis: „Kacke, jetzt ist mir ein Zahn abgebrochen!“

Das passiert, wenn man irgendwelches Gummizeug von Haribo ohne nachzudenken in sich hinein(frißt)schlingt.

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Von der Last, ein Auto zu verkaufen

Ich verkaufe gerade ein Auto. Also ein gebrauchtes. Früher hat man das Gefährt bei solchen Gelegenheiten an den Strassenrand gestellt, dass rechte Seitenfenster einen Spalt offen gelassen und darauf gehofft, nach zehn Tagen oder so, einige Zettel von Kaufwilligen im inneren der Karosse zu finden.
Zur Not half auch eine Zeitungsannonce. Aber da meldeten sich nur irgendwelche Snobs. Und mit denen wollte ja keiner was zu tun haben. Also blieb nur der Strassenstrich.

Heute dagegen? Jaaaa – da ist das viel einfacher. Man knipst sein Auto zehn mal aus verschiedenen Perspektiven, lädt die Fotos in sogenannte virtuelle Fahrzeugmärkte hoch, schreibt noch ein wenig Kauderwelsch dazu und hofft auf Reaktionen. Einfach und genial, da kann ja eigentlich überhaupt nichts schief laufen.

Aber Fehlanzeige. Mein erster Fehler war, die Karre an einem Sonntagabend nach 22.00 Uhr zu inserieren. Der erste Anruf kam bereits zehn Minuten später. Eine tiefe Stimme fragte:

Hallo, ist noch Auto da?
Ja klar, habe ich ja grad erst inseriert!
Gut, ich melden mich morgen wieder!

Ich war freudig erregt. Kaum online und schon der erste Anruf. Das eventuell der BND mithörte, war mir egal.

Da steht er...

Kurz darauf machte ich mich fertig für mein Bett. Während ich im Bad ein wenig Körperhygiene betrieb, klingelte mein Handy erneut. Den Mund voll Zahnpasta meldete ich mich:

Hallo?
Ich interessiere mich für Ihr Auto!
Ja?
Wie ist denn der Lack?
Goldig!
Ja, dass sehe ich. Aber wie ist der Zustand des selbigen?

Jetzt tropfte mir etwas Zahnpasta auf mein Mobiltelefon. Mit einem Finger wischte ich den Klecks beiseite. Durch das ungewohnte Geräusch etwas mißtrauisch geworden, fragte mein Gesprächspartner:

Hallo? Sind Sie noch da?
Ja klar, ich will ja, dass Sie mein Auto kaufen!
Na ja, ich wollte erstmal nachfragen!

Dann legte er auf. Meine freudige Erregung zog sich in das innere meines Körpers zurück.

Zwanzig Minuten später wanderte ich in das Reich der Träume. Dort gibt es keine Autos, niemals. Mein Traumland ist weiblichen Geschöpfen vorbehalten. Wunderschöne Frauen, die man auch ohne Porsche und Ferrari abschleppen kann.
Auf halben Weg dahin, brachte mich das Rasseln des Telefons wieder in die Realität zurück. Im Halbschlaf meldete ich mich:

Hallo?
Ja, auch hallo. Ich störe doch nicht?
Nein, bei was auch!
Dann ist ja gut. Ist das Auto noch da?
Ja, bis jetzt schon!
Wie ist denn der Lack?

Jetzt war ich hellwach. Es konnte doch kein Zufall sein, dass bereits der zweite Anrufer nach dem Zustand der Farbe fragt. Ich war mir sicher, dass diese virtuellen Fahrzeugverschleuderer Ihre Hotlinemitarbeiter mit diversen Fragebögen ausstatten, um virtuellen Fahrzeugverschleuderern wie mir, Interesse vor zu gaugeln.
Nun stellte ich eine für mich um diese Zeit clevere Frage:

Wo wohnen Sie eigentlich?
In der Nähe von Nordhausen. Das ist ja nicht weit von Ihnen entfernt!
Ja, das ist wohl wahr!

Mein Verdacht löste sich buchstäblich in Luft auf.

Jetzt ist es ein wenig ungünstig, zumal der Zustand des Lackes im dunklen eh nicht erkennbar ist. Aber Sie können sich das Auto gerne am nächsten Wochenende anschauen„, redete ich weiter.
Damit war er einverstanden und wir wünschten uns gegenseitig eine geruhsame Nacht. Ich schaltete mein Handy aus…

Heute morgen nach dem Anschalten, quäkte es zwei Minuten lang. Drei vergebliche Anrufe und eine SMS waren das Ergebnis der letzten Nacht. Ich zweifelte am Verstand der Menschheit.

Kaum unterwegs, klingelte es erneut und dann im „Halbstundentakt“. Die Mehrzahl der Anrufer quälte mich mit unüberlegten Fragen, wünschen nach Preisnachlässen von teilweise fünfzig Prozent und irgendwelchen Forderungen.
Insgesamt blieben drei Anrufer übrig, die ein ernstes Interesse bekundeten und auf die ich nun hoffe. Aber ich warte ab – Druck mache ich mir nicht. Schließlich frisst mein „Erdbeerkörbchen“ kein Heu.

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Achtung

Wer noch etwas von mir will, soll es in den nächsten fünf Minuten kundtun. Danach gehe ich nicht mehr an mein Mobiltelefon. #Ausland

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Verpisst Euch

Warum kann man nicht mal fünf Minuten das Fenster offen lassen, ohne das gleich das perverse Summen der Stechmücken an mein Ohr klingt?

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