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Mit 120 unterwegs. Überholt von fast allen, außer Kolekas.

Gestern mit meinem Pkw knapp 130 Kilometer Autobahn gefahren, Tempomat konstant auf 120. Eigentlich schön, um entspannt und auch noch spritsparend unterwegs zu sein.

Tja, nur gefühlt war ich damit einer der Langsameren auf der Strecke. Ich wurde permanent überholt. Vom großen Sprit Dilemma hab ich ehrlich gesagt, kaum was gemerkt.

5 Kommentare

  1. Christian 05/04/2026

    Was schleichst du auch so rum? 😀

    Sei froh, dass es nur PKWs waren, die dich mit mehr als 120 überholt haben. Wenn ich so sehe, was auf der A3 und A45 für Geschwindigkeitsrekorde gebrochen werden, vor allem mit LKW, dann frage ich mich echt manchmal: Vor welchem Discounter lag wohl dein Führerschein?

    Und da sind sehr viele deutsche Kennzeichen dabei, wo kein Ausländer hinter dem Steuer sitzt.

    In diesem Sinne: Dicke Eier und ein frohes Ostera.

  2. Al 05/04/2026

    Hey Maik,

    ich nehme das gleiche wahr wie Du. Bei mir steht der Tempomat auch bei 120 und es rauschen jede Menge Heizölferraris links vorbei…

    Ich wünsche Dir ein gesegnetes Osterfest!

    Allzeit gute Fahrt!
    — Al

    • maik 08/04/2026

      Ja, das Bild kennt man . Mit 120 rechts und links zieht alles vorbei. Zeigt irgendwie ganz gut, wie unterschiedlich die Realität inzwischen ist.

  3. Anonym 06/04/2026

    Die Welt (auch Deutschland) zerfällt zunehmend in zwei Teile: Ein gar nicht so kleiner Teil, denen der Spritpreis scheißegal ist, weil entweder Firma mit Tankkarte zahlt oder sie eh mehr als genug Geld haben (und/oder ein E-Auto), und ein wachsender Teil, der sich eigentlich gar kein Auto mehr leisten kann und an Feiertagen zu Hause bleibt oder schwarz oder mit Länderticket/Pendler-D-Ticket/Studiticket Bahn-Nahverkehr fährt.

    Die Mitte dazwischen wird immer dünner. Und kaum eine politische Maßnahme der letzten Jahre hilft der ärmeren Gruppe, bzw. alles was in die richtige Richtung geht verpufft zwischen Mieterhöhungen und Lebensmittel-Inflation. Weil sie meist nicht auch noch die Kraft haben, selbst politisch aktiv zu werden, und kein Geld, sich z.B. einen Zeitungsverlag zu kaufen oder Lobbyisten in die Parlamente zu schicken.

    Eine Weile haben wir das im Straßenverkehr kaum wahrgenommen, weil die Durchschnittslöhne schneller gestiegen sind als die Spritpreise: https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/christoph-schroeder-fuer-benzin-arbeiten-beschaeftigte-kuerzer-als-in-frueheren-krisen.html – aber das sind zum einen eben Durchschnittslöhne, nicht Mindestlöhne, und zum anderen dreht sich das seit ca. Mitte der 1990er ja wieder.

    Dennoch Frohe Ostern!

    • maik 08/04/2026

      Ja, die soziale Spaltung ist spürbar, gerade bei Mobilität. Aber der entscheidende Punkt ist weniger „Spritpreis egal vs. unbezahlbar“, sondern dass Mobilität insgesamt teurer und ungleicher organisiert ist. Denn Wohnkosten, Pendeldistanzen und Infrastruktur spielen da mindestens genauso stark rein wie der Benzinpreis selbst.

      Auch viele in der „Mitte“ spüren den Druck längst. Nicht, weil sie sich gar kein Auto mehr leisten können, sondern weil es zunehmend zur Belastung wird (Versicherung, Reparaturen, Energie, etc.). Das ist eher eine schleichenden Vorgang als ein klarer Bruch in zwei Lager.

      Und bei den politischen Maßnahmen würde ich widersprechen, dass „kaum etwas hilft“: Dinge wie das Deutschlandticket oder höhere Mindestlöhne entlasten schon. Aber sie werden eben durch andere Kostensteigerungen (Miete, Lebensmittel) teilweise aufgefressen.
      Das Problem ist also weniger, dass nichts passiert, sondern dass die Maßnahmen nicht stark genug sind.

      Der wichtigste ist für mich, dass ist kein reines „Spritpreis-Thema“, sondern ein generelles Verteilungs- und Infrastrukturproblem. Solange günstiges Wohnen, kurze Wege und verlässlicher ÖPNV fehlen, wird Mobilität zwangsläufig zur sozialen Frage, egal ob Benzin teuer oder billig ist.

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