Viele Motorradfahrer sehnen sich das ganze Jahr über nach Serpentinen- und kurvenreichen Touren in den Bergen. …
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Im Sommer kann es in der Lkw-Kabine schnell zu einem gefährlichen Temperaturanstieg kommen. Dabei sind Standklimaanlagen in Deutschland für Lkws nicht verpflichtend vorgeschrieben. …
Kommentare geschlossenIn diesem Jahr, gerade einmal zehn Wochen alt, kamen schon vierzehn Fahrer an einem Stauende ums Leben. Erst gestern gab es auf der A 2 bei Burg zwei tödliche Unfälle.
Wolfgang Dorn, der selbst viele Jahre als Lkw-Fahrer unterwegs war, macht sich darüber seine eigenen klugen Gedanken. Vielen Dank dafür:
Früher hat man von einem schwarzen Tag gesprochen…
Es kracht heute wieder an allen Ecken und Kanten und keiner der Verantwortlichen will es wissen.
Muss es erst wieder zu einem solchen Unfall, wie am 07.07.1987 in Herborn kommen?
Gut – die Ursache war damals eine andere und ist mit den heutigen Unfallursachen nicht zu vergleichen.
Aber ich will auch nichts vergleichen. Nur ist es in meinen Augen nur noch eine Fragen der Zeit, bis es wieder zu einer solchen Katastrophe wie 87 kommt. Seinerzeit war es eine Verkettung mehrerer Gründe die zu der Katastrophe führten.
Heute wird der Unfallauslöser wohl eher in menschlichem Versagen zu suchen sein.
Die Ursachen für diese, immer häufiger auftretenden Unfälle liegen aber m. E. woanders.
Ein total überlastetes Straßennetz, zumindest auf den Hauptverkehrsadern, dazu viel zu wenig Parkmöglichkeiten, ein, durch jahrelange Vernachlässigung, marodes Straßennetz mit zu vielen Baustellen sind nur einige der Gründe für diese Unfälle.
Klar – werden jetzt viele einwerfen, der Fahrer sitzt am Lenkrad und er trägt die Verantwortung für sein handeln.
Das ist vollkommen richtig, aber man muss auch sehen, was für Leute sitzen am Lenkrad und warum ist das so.
Das gesamte Transportwesen befindet sich in einem selbst zu verantwortendem Dilemma – einerseits hat man sich mit Haut und Haaren an die Industrie, bzw. die Discounter und Lebensmittelketten verkauft und andererseits findet man keine Fahrer mehr.
Die Preise fallen immer tiefer in den Keller, das Frachtaufkommen wird immer größer und die Fahrer bleiben, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Strecke.
Und weil es noch immer nicht reicht – kommt auch noch Corona mit all seinen „Annehmlichkeiten“ oben drauf.
Will man von den Unfallzahlen runter, muss man als allererstes mal dafür sorgen, dass das Verkehrsaufkommen massiv reduziert wird. Dann muss dringend die Qualität der Fahrer verbessert werden. Es kann nicht sein, dass jedes dahergelaufene Männlein oder Weiblein eine Fahrerlaubnis erhält.
Ebenso sind kontinuierliche Kontrollen dringend erforderlich und eine konsequente Strafverfolgung.
Der alte Mann
1 KommentarZuerst mal etwas in eigener Sache. Anfang der Woche kam eine Mail, in der mir mitgeteilt wurde, dass dieser mein Blog zu den 100 wichtigsten oder auch relevantesten Blogs in Deutschland gehört. Na ja, dass ist ja toll. Nur:
Basis des Top-100-Blogrankings ist der Blogger-Relevanzindex. Hierfür werden rund 2.000 Blogs in fünf Disziplinen bewertet…
Quelle: www.faktenkontor.de
Eine Bewertung unter zweitausend Blogs. Das sind ja nun nicht soooo viele. Zumal ich keine Ahnung habe, welche genau begutachtet wurden. Von daher, alles easy. Keine Aufregung.
Allerdings könnte dieses Ranking für die Außendarstellung vielleicht mal wichtig sein. Keine Ahnung, wer oder was mal anfragt. Für mein Tagesgeschäft hier aber eher nur eine Fußnote.

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Auch die Bayern haben es letzte Woche geschafft, eine Corona-Teststation zu installieren. Diese ist am Autohof Raubling, so zwanzig Kilometer vor Kiefersfelden, zu finden. Initiatoren sind der Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) und der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT). Nach Aussage der beiden Verbände habe es in Fahrtrichtung Süden bisher an einer solchen Einrichtung gefehlt.
Das ist gelogen. Die Tiroler haben schon eine Woche vorher zwei Schnelltest-Stationen eingerichtet, auf dem Rastplatz „Münster-Nord“ und in Nößlach. Die Bayern dagegen haben eine ganze Woche länger dafür gebraucht.
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Letztes Jahr wurde das Mobilitätspaket Teil I beschlossen. Es beinhaltet auch Verbesserungen von Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer*innen. So müssen Speditionen oder Fuhrunternehmen jetzt die Arbeit ihrer Fahrerinnen und Fahrer so planen, dass es ihnen innerhalb eines jeden Vier-Wochen-Zeitraumes mindestens einmal ermöglicht wird, an ihren Wohnsitz oder, (Achtung: Jetzt wird es kompliziert) an die im Niederlassungsmitgliedstaat des Arbeitgebers gelegene Betriebsstätte des Arbeitgebers, der sie normalerweise zugeordnet sind, zurückzukehren, um dort eine Wochenruhezeit von mindestens 45 Stunden einzulegen.
Auch die Fahrzeuge, also Lkw, unterliegen einer Rückkehrpflicht. Diese müssen mindestens alle acht Wochen in das Land zurückkehren, in dem sie registriert sind.
Wirtschaftlich wäre das natürlich furchtbar. Denn kein ost- oder südosteuropäisches Unternehmen hätte einen existenziellen Vorteil davon, ihre Laster regelmäßig heimzuholen. Also schicken die ihre EU-Abgeordneten nach vorn, um das zu verhindern.
Ich hoffe, EP und Rat werden die Realität akzeptieren und fordern, dass die Heimkehrpflicht für Lkw aus dem Gesetz gestrichen wird
Marian-Jean Marinescu, rumänischer Europaabgeordneter (EVP)
Die Rückkehrpflicht für Lkw ist kompletter Unsinn. EU-Kommission, sie sind am Zug.
Andor Deli von der ungarischen Fidesz-Partei
Klar gibt es auch einen Grund für den Beißreflex dieser Abgeordneten. Nämlich die Umwelt. Denn diese geplanten Vorschriften könnten dazu führen, dass in der EU jährlich bis zu 2,85 Milliarden Lkw-Kilometer mehr gefahren werden und der CO2-Ausstoß durch den Verkehr um bis zu 3,3 Millionen Tonnen steigt. Das zumindest beinhalten zwei Studien, die von der EU-Kommission in Auftrag gegeben wurden.
Merkt Ihr was an diesen Zahlen? Genau, die zeigen doch vorbildlich, dass viele Lkw jetzt dauerhaft nicht in dem Land unterwegs sind, in dem die zugelassen sind. Wird also längst Zeit, dass zu ändern. Denn sollen Gewinnmaximierung und Wettbewerbsverzerrung weiterhin wichtiger sein, als Arbeitnehmer- und Menschenrechte?
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Chefredakteur: „Hey Nathanael, willst mal wieder raus aus München? Dann fahr auf nen Autobahnrasthof, such Dir zwei Trucker, die Dir was aus Ihrem Leben erzählen. Die sind eh einsam und immer froh, wenn sich jemand für sie interessiert.“
So oder zumindest ähnlich stelle ich mir das Vorgespräch zu diesem Artikel vor.
Corona-Test nach 72 Stunden in einem Risikogebiet? Welcher Lkw-Fahrer wurde denn bisher danach gefragt? Mit Ausnahme von England vor Weihnachten und Tschechien und Tirol seit letzten Montag hat ein Test doch meines Wissens keinen interessiert. Und in den drei Fällen geht oder ging es um die Virusmutanten.
Denn um die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten, wurden Green-Lanes beschlossen und eingerichtet. Die Betonung liegt hier auf „Versorgungssicherheit“ und nicht auf „Erleichterungen“ für uns Fahrer.
Soziale Kontakte? Zumindest Fahrer im Fernverkehr haben die doch schon immer kaum. Das darauf zurück zu führen, dass immer weniger Fahrer der deutschen Sprache mächtig sind, naja, ich weiß nicht.
Diese Brummi-Card gibt es nur für einen kleinen Teil der Fahrer. Wie viele davon ausgegeben und letztlich auch genutzt werden, keine Ahnung. Würde mich aber mal interessieren.
Das so wenig Fahrer gewerkschaftlich organisiert sind, liegt wohl kaum am dauernden unterwegs sein. Eher am Eigenbrötlertum vieler, wo ich wieder bei den fehlenden sozialen Kontakten bin, und den allgemeinen Vorurteilen gegenüber Gewerkschaften. Manchmal glaube ich, diese werden den zukünftigen Fahrern schon mit in die Wiege gelegt. Ok., der letzte Satz war ein kleiner Scherz.
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Von außen macht ein Lkw oft einen nicht so gemütlichen Eindruck. Man verbindet ihn mit langen Strecken und eher funktionalem Design für alle erforderlichen Situationen. …
Kommentare geschlossenEin bissel beleidigt bin ich ja schon. Da lasse ich mir gestern morgen ein Wattestäbchen in die Nase bis kurz unters Gehirn rein schieben und dann war sprichwörtlich alles für die Katz. Ja, ich weiß jetzt das ich nicht an Corona erkrankt bin, wenn man diesem Test glauben kann, aber davon bin ich eh ausgegangen.
Spätestens auf dem Autohof Sadobre bei Sterzing in Südtirol kann sich jeder Fahrer der in Richtung Norden unterwegs ist, testen lassen. Oder auch nicht. Denn der Test kostet dort vierzig Euro.
Wer sich die Kohle sparen will und direkt hoch zum Brenner fährt, auch gut. Denn einen Nachweis will oder wollte zumindest heute keiner sehen. Ein Auto der Polizia stand einsam hinter der Mautstelle Sterzing, die beiden Polizisten starrten desinteressiert auf ihre Handys.
Oben am Brenner das gleiche Spiel. Freie Fahrt nach Österreich. Nur mit dem Unterschied, dass ich nicht mal einen Uniformierten zu Gesicht bekam. Also auf durch Nordtirol.
Bis kurz vor Angath. So heißt die letzte Raststätte, vielleicht sechzehn, siebzehn Kilometer vor der deutschen Grenze.
Ab dort staute es sich. Klar, die Bundespolizei will ja die Testnachweise sehen. Dachte ich zumindest.

Nach zwei, zweieinhalb Stunden hatte ich es fast geschafft. Der Grenzübergang kam in Sicht.
Und dann? Nix. Ich fuhr ganz normal durch. So wie immer. Auch die deutschen Bundespolizeibeamten wollten meinen Test nicht sehen. Jetzt mal ehrlich. Das ist doch eine Farce.
Viele die aus Italien hoch kommen müssen zusehen, wo sie sich testen lassen können. Zahlen dafür dann vierzig, fünfzig Euro. Oder halt deren Firma. Ist ja jetzt kack egal.
Andere fahren teilweise lange Umwege durch die Schweiz oder über die Tauern, um nach Deutschland zu kommen.
Dieser Zettel interessierte heute keinen, zumindest als ich durchgefahren bin. Trotzdem. Irgendetwas läuft da falsch. Ich stand immer und stehe auch heute noch hinter vielen Aktionen, um die Pandemie einzudämmen. Aber irgendwie sind die Maßstäbe dafür mittlerweile so verschoben.

Wie diese Grenzkontrollen. Vorletztes Wochenende hoppla Hop beschlossen, dass nachfolgende Chaos wurde wissentlich und billigend in Kauf genommen. Ist ja schließlich für die Gesundheit.
Nur dann sollten diese Maßnahmen auch voll und ohne Kompromisse durchgezogen werden. Ansonsten könnte, nein sollte, man es auch gleich sein lassen.
Verkehrsminister Scheuer fordert Konsequenzen. Nein. Nicht für sich. Sondern für Lkw-Fahrer nach dem Wetterchaos auf Autobahnen Anfang der Woche. Nämlich die, die trotz des immer wieder verlängerten Fahrverbotes gefahren sind.
Im „Bild“ – Bericht wird die A 4 in Osthessen thematisiert. Da gab es überhaupt kein Fahrverbot. Sondern nur in OWL und Südwestniedersachsen. Ob das dort alle Fahrer mitbekommen haben, darf ich bezweifeln.
Aber davon abgesehen. Vielleicht erinnert mich in einem halben Jahr jemand daran, ob irgendwo erwähnt wurde, wie viele Euro als Folge der Missachtung der verhängten Fahrverbote eingenommen wurden? Auch oder besonders von osteuropäischen Firmen?
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Auf Grund der neuen deutschen Einreiseregeln will Tirol den Durchgangsverkehr nach Deutschland bereits am Brenner stoppen. Denn Tirol soll nicht der Parkplatz Europas werden. Sagt deren Landeshauptmann Blatter.
Ich denke, der meint das eher ironisch. Denn seit Jahren stehen Lkw regelmäßig auf bayerischen Autobahnen herum. Nämlich dann, wenn Tirol wieder nur eine begrenzte Anzahl Laster ins Land lässt. Nennt sich Blockabfertigung. Stau zurück bis zum Inntaldreieck ist da nicht selten.
Aber es ist und es bleibt. Der am Ende diese verfehlte Politik ausbaden muss, ist doret vor Ort der Lkw-Fahrer.
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Wer kontrolliert eigentlich das Bundesamt für Güterverkehr?
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Ein Redakteur vom „Spiegel“ telefoniert mit einem Lkw-Fahrer, der sich Anfang der Woche durch Schnee und Eis kämpfen musste. Heraus kam ein wahres journalistisches Meisterstück. Bei der „BILD“ hätte man es nicht schlimmer hinbekommen.
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Schlappe für den Landeshauptmann. Denn ein Gutachten belegt, dass das sektorale Fahrverbot in Tirol rechtswidrig ist.
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Drei Tage Schnee und Eis, Lkw blieben stecken oder durften nicht fahren. Zack, viele Regale in Supermärkten blieben leer. Mir persönlich sind Lieferengpässe eigentlich ziemlich egal. Trotzdem bin ich gegen Grenz-Kontrollen des fahrenden Lkw-Personals. Ja, auch weil ich selber davon betroffen wäre.
Denn wie das funktioniert, sorry, nicht funktioniert, habe ich letzten März am Brenner erlebt. Tiroler richteten Kontrollen auch für Lkw-Fahrer ein, der Stau ging über vierzig, fünfzig Kilometer bis hinter Klausen. Wartezeit fast anderthalb Tage. Nur, denn dann wurden die Kontrollen sang und klanglos beendet.

Oder viele haben noch die Bilder der Weihnachtswoche vor Augen. Franzosen machten die Einreise aus England dicht, Chaos war da. Und die Engländer hatten noch Glück im Unglück, zauberten ein verlassenes Flugfeld aus dem Ärmel. Das haben weder die Tschechen, noch die Tiroler. An Mega-Staus und vollgekackte Randstreifen sollten wir uns also wieder gewöhnen.
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Kurze Durchsage von Verdi: „Lkw-Fahrer sind nicht zum Vergnügen unterwegs“.
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Der Brexit und seine kuriosen Folgen: Britische Lkw-Fahrer dürfen keine Wurstbemmen aufs Festland einführen. Gilt übrigens auch für Milchprodukte.
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Öffentlicher Verkehrsraum wird zweckentfremdet und als Parkraum zweier Speditionen kostenfrei genutzt. Dabei könnten Behörden viel schneller und effektiver dagegen vorgehen. So benötigten Polizeibeamte nicht nur eine gute Aus- und Fortbildung im Straßenverkehrsrecht, sondern auch im thematisch angrenzenden Straßenrecht.
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Es gibt eine neue Einreiseverordnung, die auch für Lkw-Fahrer kaum Ausnahmen vorsieht. Heißt, Einreisende aus Staaten, in denen die zunächst in Großbritannien und Südafrika entdeckte, nun aber auch in Europa verbreitete Corona-Virusvariante verbreitet ist, müssen sich vor der Einreise digital anmelden. Auch müssen sie darüber einen Nachweis führen sowie einen Coronatest vorlegen oder an der Grenze vornehmen lassen. Die Verordnung soll bis Ende März gelten.
Auch wieder so ein Sockenschuss. Als Fahrer bin ich eh die meiste Zeit isoliert, ich darf kaum noch ein Lager betreten, Firmen-Toiletten sind tabu, Abstand und Mundschutz sind normal geworden. Also warum weiterhin keine Ausnahmen?
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Das Buch ist übrigens vergeben. Danke an alle, die mitgemacht haben.
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