Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

TruckOnline.de Posts

Kurzes Wochenende voraus

Montagabend fertig mit laden, die Fahrzeit hätte noch bis hinter Würzburg gereicht. Nur beginnt dann die Sucherei nach einem halbwegs annehmbaren Parkplatz. Darauf hatte ich keine Lust. Montags ist es besonders schlimm. Viele fahren extrem früh los, um pünktlich beim ersten Kunden zu sein. Dementsprechend zeitig machen die Ihre Pause.
So bin ich schon auf dem Rasthof Langen – Bergheim kurz vor Hanau stehen geblieben. Hier ist es wenigstens ruhig. Und auch grün. Beton sehe ich genug.

Dumm nur, dass ich es von hier nur bis Bozen schaffe. Wenn es einigermaßen läuft. Vielleicht auch bis Trento. Aber damit rechne ich eigentlich nicht. Bis zur ersten Abladestelle brauche ich dann immer noch gute drei Stunden. Die ist in der Nähe von Modena.
Insgesamt habe ich vier – anschließend Bologna, Florenz und schließlich in einem Kaff, irgendwo bei Sienna. Aber dann ist schon Donnerstag.

Ein langes Wochenende ist somit auch hinfällig. Mal wieder. Stattdessen darf ich mir am Samstag die Autobahn mit Polen, Tschechen und Rumänen teilen. Prima. Und vorher Freunden absagen. Ich kann darüber immer weniger lachen.

4 Kommentare

Punktereform

Seit einigen Wochen gilt in Deutschland ein neuer Bußgeldkatalog. Die verschiedenen Vergehen im Straßenverkehr werden nun mit einem bis zu drei Punkten in Flensburg vermerkt; bei acht Punkten ist der Führerschein weg. Die alten Punkte werden ins neue System übertragen.
Sie verfallen nur, wenn sie im reformierten Punktekatalog nicht mehr zu den Vergehen zählen, die mit Punkten sanktioniert werden. Der Bußgeldkatalog soll durch die Reformen wohl übersichtlicher und schlanker werden. Doch zunächst bedeutet er einfach nur eine Umstellung auf ein neues System. Wenn man jetzt nicht genau weiß, wie hoch nun der eigene Punktestand ist, kann man einen Onlineantrag ans KBA schicken, um seinen aktuellen Punktestand zu erfahren.

Auch LKW-Fahrer müssen sich auf neue Regelungen einstellen, und natürlich gelten z.B. bei Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Lenk- und Ruhezeiten andere Vorschriften als für PKW-
Fahrer. Hier findet ihr übrigens den aktuellen LKW-Bußgeldkatalog. Grundsätzlich bleiben die Regeln für den Straßenverkehr aktuell. Schließlich ändert sich das Verkehrsrecht und die Definition darüber, was Verkehrssicherheit bedeutet, nicht über Nacht!

Wer vor der Reform korrekt gefahren ist, muss sich auch nun keine Sorgen machen. Änderungen betreffen allerdings die Sanktionierung von Vergehen: Die Punkte in Flensburg und die Höhe des Bußgelds unterscheiden sich teilweise vom alten Bußgeldkatalog.
Einige Beispiele aus dem aktuellen Bußgeldkatalog für LKW-Fahrer verdeutlichen das. Beispielsweise fallen bei Überladung von Lastkraftwagen nicht nur für den Fahrer, sondern auch für den Halter teilweise sehr hohe Strafen an, wenn das zulässige Gesamtgewicht des LKWs überschritten ist.

Das war vor der Reform nicht anders. Vor allem ändert sich aber nun die Bepunktung für dieses Vergehen: Aus bislang drei Punkten für Überladung wird nun immer ein einzelner und auch der Halter – dem bislang je nach Vergehen zwischen einem und drei Punkten bei Überladung gutgeschrieben wurden – bekommt nun generell einen einzelnen Punkt bei Überladung von LKWs über 5 Prozent.
Das klingt nach einer Lappalie, aber da nun mit nur acht Punkten der Führerschein schon weg ist, belastet schon dieses eine Vergehen das eigene Flensburger Punktekonto doch erheblich.

Viel teurer wird das verbotswidrige Fahren an Sonn- und Feiertagen: 120 € für den Fahrer – und 570 € für den Fahrzeughalter fallen hier an. Bislang musste man 75 €, bzw. 380 € dafür entrichten. Bei der Verkürzung einer Lenkzeitunterbrechung um mehr als 15 Minuten muss für jede weitere angefangene Viertelstunde vom Fahrer ein Bußgeld von 60 € bezahlt werden, für den Arbeitgeber wird es mit 180 € noch deutlich teurer.

250 € muss der Fahrer bezahlen, wenn die Fahrerkarte nicht mitgeführt wird und dadurch eine Kontrolle nicht möglich ist. Das ist aber nichts neues, denn die Lenk- und Ruhezeiten sind zunächst durch Arbeitszeitgesetz und Fahrpersonalgesetz geregelt, was nicht reformiert wurde.

3 Kommentare

Kaum zu glauben

Ich fahre seit keine Ahnung wie viel Jahren nach Italien und habe gestern zum ersten Mal den Gardasee gesehen. Das italienische Urlaubsziel der Deutschen überhaupt. Dank denen hatte ich sogar Zeit für einen längeren Blick und um einige unscharfe Fotos mit dem Handy zu machen.
Denn langes Wochenende in Deutschland bedeutet Stau in Italien.

Gardasee von oben

5 Kommentare

Einsam und allein

Wenn es irgendwo in Italien eine Einöde gibt, dann habe ich sie gefunden. Denn genau da verbringe ich diese Nacht.
Keine Behausung, geschweige denn ein Mensch weit und breit.

Falls Ihr also nichts mehr von mir hören oder eher lesen solltet, haben mich irgendwelche Kobolde geholt. Oder wilde Tiere.

Huch, mich schaudert es.

7 Kommentare

Alles unter acht Zylindern ist…

…nee, diese Sprüche überlasse ich den Edeltruckern.

Nach etwas mehr als drei Jahren gab es wieder einen neuen – und aus 420 wurden 520 PS. Morgen geht es nach Italien. Da wird das Teil ab Innsbruck erst mal frei geblasen…

Schalttafel

Neuer Scania

8 Kommentare

Nur mit Navi

Tag für Tag sind unzählige Lastwagen und PKW in Deutschland unterwegs, um Waren oder Personen von einem Ort zum anderen zu bringen. Die Autobahnen sind zum großen Teil gut ausgebaut und man kommt normalerweise schnell von A nach B.
Die Betonung liegt auf „normalerweise“, denn diese Normalität wird Tag für Tag durch Staus und stockenden Verkehr unterbrochen. Da half früher nur das Radio, mit dessen Verkehrsdurchsagen man den schlimmsten Staus ausweichen konnte. .

Es ist noch nicht allzu lange her, dass man die Navigationsgeräte erfand, dank derer die Fahrer bequem ihre Ziele erreichen. Während die Technik in den letzten Jahrzehnten noch etwas in den Kinderschuhen steckte, sind jetzt sehr präzise Geräte auf dem Markt.
Die vielfältigen Funktionen erlauben dem Anwender nicht nur, schnell auf den Straßen vorwärts zu kommen, sondern eine Menge Features machen sie auch zu unverzichtbaren Helfern in allen Lagen. Reisende möchten genauso wenig auf ihr „Navi“ verzichten wie Menschen, die im Berufsverkehr stecken und LKW-Fahrer, die immer öfter auf sie angewiesen sind.

Was waren das noch für Zeiten, als der Beifahrer mit dem Autoatlas in der Hand den Fahrer ins nächste Mais- oder Rapsfeld navigierte! Jeder der Insassen eines Autos wusste es besser und am Ende wusste niemand mehr, wo man sich eigentlich befand.
Heute fährt man mit Navigation und kaum einer kann sich mehr vorstellen, wie er ohne diese auskommen sollte. Wie modern und wie leistungsfähig diese elektronischen Helfer eigentlich sind, zeigt auch der Navigationsgeräte Test 2014. Der Autoatlas hat immer öfter ausgedient und so wirklich vermissen tut ihn eigentlich nur noch die wenigsten.

6 Kommentare

Stauzeit

Vom Brenner nach Neustadt an der Weinstraße sind es knapp 550 Kilometer. Eigentlich keine Entfernung und beim frühzeitigen Losfahren sollte selbst die Entladung am selben Tag kein Problem sein.
Dumm nur, wenn der Arbeitstag nur aus Staus besteht.

Der erste Stillstand erwartete mich bereits nach zwanzig Kilometern. Von Schönberg bis kurz vor Innsbruck stockte es auf der rechten Spur. Ursache unbekannt. Nach fünf Minuten freier Fahrt der nächste Stau. Eine Baustelle bei Hall forderte ihren Tribut. Danach zeigte mein digitaler Tachograph schon mehr als eine Stunde Fahrzeit an.

Es konnte eigentlich nur besser werden. Nur das wurde es nicht. Auf der A8 bei Ulm waren zwei Lkw für eine Vollsperrung und zwanzig Kilometer Stillstand verantwortlich. Laut dem aktuellsten Verkehrsservice von SWR1 sollte die Sperrung noch mindestens zwei Stunden andauern.
Also versuchte ich mein Glück über Schleichwege quer durch die Schwäbische Alb. Noch während ich mich durch kleine enge Dörfer und über Kreisstraßen quälte, schien sich diese Sperrung in Luft aufgelöst zu haben.
Keine Meldung mehr im Radio, dafür normaler Verkehr auf der Autobahn.

Aber nur bis Kirchheim. Da erwartete mich die nächste Straßenverengung. Das funktioniert natürlich nicht ohne stockenden Verkehr bis hin zum völligen Stillstand. Das gleiche Spiel später bei Stuttgart, Pforzheim und Karlsruhe.
Apropo Karlsruhe. Mittlerweile war der Berufsverkehr im vollem Gang. So war in der Stadt wieder langsames Fahren angesagt.

Am Ende des Tages schaffte ich es mit knapp zehn Stunden Fahrzeit bis zum Rasthof Weinstraße. Morgen habe ich noch knapp zehn Kilometer bis zum Kunden. Die werde ich hoffentlich ohne Stau überbrücken.

2 Kommentare