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TruckOnline.de Posts

(M)eine Gute Nacht Geschichte

Da wo ich diese Nacht parke ist zwar Halteverbot, aber es geht nicht anders. Die regulären Plätze sind alle belegt.
Aber hier stand ich schon öfter. Die Polizei ist nett und kassiert nicht ab.

Zumal ich hier keinen störe. Dumm ist nur, dass es arg bergauf geht. Ich penne also quasi in Hanglage.

Apropo Hanglage. Wusstet Ihr, dass es in Thüringen Hangschafe gibt?
Das sind Tiere, die ihr ganzes Leben an steilen Hängen weiden. Und damit die gerade stehen, wurden die so gezüchtet, dass die Beine auf der linken Seite kürzer sind.

Bereits als Lämmer lernen die, sich nicht zu drehen. Denn dann ist ja klar, was passiert. Die kullern den Hang hinunter und das war’s. Ende im Gelände.
Aber so ein Schaf ist klug und wenn es einmal gestürzt ist, merkt es sich das.

So, ich werde jetzt auch Hangschafe zählen. Denn um fünf morgen früh ist die Nacht vorbei.

Halteverbot

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Lohnzuwachs in Thüringen. Wow.

Warum arbeite ich in einer hessischen Firma? Überlege, überlege, überlege…

Ahh, weil in Thüringen noch immer Kacklöhne bezahlt werden. Daran ändert auch Tiefensee nichts:

Die Thüringer waren in den vergangenen Jahren zwar beim Lohn-Zuwachs bundesweit Spitzenreiter…

Die Bruttolöhne seien zwischen 2010 und 2015 um 18,9 Prozent gestiegen und damit stärker als in allen anderen Bundesländern, teilte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Sonntag in Erfurt mit.

Quelle: Thüringer Allgemeine >>>

Und Thüringens Spitzenpolitiker von CDU und Linke streiten auf Twitter, wer für den angeblichen Lohnzuwachs verantwortlich ist. Hammer!

Twitter Ram

Twitter Lohn

Im Stellenmarkt meiner Heimatzeitung suchte vor einigen Wochen eine Transportfirma nach neuen Arbeitskräften. Dort anzurufen habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen. Kurzes Gespräch, schon waren wir beim Lohn. Die Chefin wollte erst nichts genaues erzählen. Als ich Ihr eine Zahl nannte, sagte Sie sofort: „Mit Ihren Vorstellungen kommen wir nicht zusammen!“
Dabei war der genannte Betrag schon so niedrig, dass ich dafür nie fahren würde. Nicht mal im Nahverkehr. Und die suchten Fahrer für Fernverkehr.

In den letzten fünf hat sich also nichts geändert.

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Scania Service wunderbar

Der Hinweis „Batterie wechseln“ leuchtete schon vor drei oder vier Wochen im Display des Obu-Mautkasten. Zwischendurch war der Lkw zur Inspektion in einer Scania-Werkstatt.
Dort sollte die mit gewechselt werden. Dem Werkstattmeister habe ich das gesagt. Da erinnere ich mich genau dran.

Heute früh, nach vier Tagen Standzeit, kam als erstes diese Meldung:

Obu Mautgerät

Jetzt warte ich bis zum TÜV, der ist im Mai oder Juni fällig und wird in der gleichen Werkstatt gemacht. Da steh ich daneben und kann zuschauen, wie die Batterie ausgetauscht wird.

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Frohe Ostern…

gewünscht in Stadt und Land. Und mal wieder ein kleiner Tipp von mir an diejenigen, die auf den Weg in ihren verdienten Kurzurlaub sind. Nehmt Euch mal fünf Minuten Zeit und macht mal Pause auf einem Rasthof.
Dort seht Ihr wieder zig Fahrer aus Osteuropa, die dort in ihren Lkw warten und hausieren, bis Sie weiter fahren dürfen. Das ist eine Parallelwelt mit teilweise schlimmen Zuständen.

Im folgenden Video werden solche Zustände gezeigt. Da arbeiten Fahrer für einen Minilohn und werden nach gefahrenen Kilometer bezahlt. Allein das ist schon lange nicht mehr zulässig.
Wie die Kontrollpraxis in Deutschland aussieht, hat Christian in seinem Blog beschrieben. Er beobachtete, wie osteuropäische Fahrer mit einem Shuttlebus auf einen Parkplatz gefahren werden, um Kollegen abzulösen.
Das ist mittlerweile gängige Praxis. Dabei wird oft gegen Lenk- und Ruhezeiten, sowie gegen Kabotageregelungen verstoßen. So gilt die Anfahrt zum Lkw als Arbeitszeit, müßte also nachgetragen werden. Nur wird das von den Fahrern oftmals nicht gemacht.

Wie das Bundesamt für Güterverkehr auf Hinweise dazu reagiert, hat Christian in seinem Blog beschrieben. Das ist für solch eine Behörde eigentlich ein Armutszeugnis.

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Weitere Informationen

YouTube-Originallink >>>

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Neue Kolumne

Meine neue Kolumne ist erschienen. Dieses mal zum Thema „Was machen, wenn das Kartenmaterial im Navi veraltet ist und keiner hilft“.

Kolumne, Bild

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Kaffee mit Goldstaub

Oho, dachte ich. Drei Euro vierzig für einen kleinen Becher Kaffee, ist ja schon ein wenig happig. Zumal da wirklich nicht viel drin ist. Zwei, drei mal angesetzt und schon ist er alle.

Kaffee mag ich nicht sonderlich, deshalb macht mir dieser Preis auch nichts aus. Aber Kollegen von mir trinken den schon regelmäßig.
Aber ich denke, für diesen Betrag würden die sich auch keinen kaufen. Hoffe ich zumindest.

Ein Espresso kostete übrigens 2.50. In Italien verlangt man dafür achtzig Cent .Oder mal einen Euro. Und dort wird er frisch aufgebrüht.

kaffepreis unverschämt

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Kollegen

Seit etwas mehr als einem Jahr ist Volkmar ein Kollege. Mein Chef brauchte wohl einen neuen Fahrer, der auch nach Italien fährt. Also bereit ist, fünf oder sechs Tage die Woche im Lkw zu kampieren. Und da bot er sich gerade an.
Ich habe wenig Kontakt zu ihm. Manchmal sieht man sich unterwegs. Dann wechseln wir einige Sätze miteinander. Nichts tiefer gehendes. Also nur oberflächliches. Small Talk nennt man das wohl heutzutage. Wer was wo geladen hat, wo wer hin muss.

Mehr eigentlich nie. Das liegt wohl auch am fehlenden Vertrauen zueinander. Nicht nur zu ihm, sondern generell. Denn oft genug landen Fetzen von Gesprächen da, wo sie nicht hin sollen. Also bei der Disposition oder beim Arbeitgeber. Oftmals nicht bewußt. Lkw-Fahrer sind viel allein. Das bringt der Job so mit sich.
Hat man dann jemanden, dem man seine Geschichten erzählen kann, wird die Stimme lauter und das Hirn setzt aus. Die Worte sprudeln dann nur so aus einem heraus.

Besonders in Autohöfen ist dieses Phänomen gut zu beobachten. Stammtische gibt es da kaum noch. Das Geschehen spielt sich deshalb an der Theke ab. Dort stehen oder sitzen heutzutage die gesprächigen Kollegen. Manchmal kann einem die Bedienung die diesen Bereich bewirtschaftet, schon leid tun. Aber die hat es sich ja ausgesucht.

Nun aber zurück zu Volkmar. Ihm macht der Job Spass. Zumindest habe ich diesen Eindruck. Er lässt sich nicht hetzen, putzt bei jeder Pause die Felgen seines Lkw und ist auch sonst ein reinlicher Mensch. In den seltenen und unerwarteten Momenten in denen wir uns mal sehen, habe ich ihn noch nie unrasiert oder sonst irgendwie gammelig erlebt. Er ist also quasi ein Vorzeigetrucker. So wie es sein sollte.

Vor einigen Monaten brachte er seinen Sohn in die Firma. Das ist bei uns nichts ungewöhnliches. Da arbeiten Brüder und auch Ehepartner zusammen. Nun also auch Sohn und Vater. Also eine Art Familienunternehmen. Zumindest auf Arbeitnehmerseite.
Aber zurück zum Thema. Das Kind, ich nenne ihn mal Sven, kann man als Fahrernachwuchs bezeichnen. Er ist – glaube ich – Mitte zwanzig. Gehört also zu einer aussterbenden Art. Denn viele gibt es nicht mehr von denen.
Viele in diesem Alter wollen geregelte, gutbezahlte Arbeitsplätze. Also von 8 bis 17 Uhr und danach Zeit für private Interessen. Sprich Familie, Freundin, Hobbys und Freunde. Ist ja auch verständlich. Branchenverbände nennen das Nachwuchsmangel. Nur tun die wenig dagegen. Aber das soll hier nicht das Thema sein.

Sven ist aber anders. Er ist vom Virus Lkw infiziert. Er bastelt gerne und hat auch Ahnung davon. Ja, dass muss ich zugeben. Letztes Jahr half er mir, eine Standklima auf das Dach der Zugmaschine zu installieren, die ich fahre. Ja, so etwas kann er.

Lkw Lichter

Nach einigen Wochen im Betrieb stellte ihm mein und auch sein Arbeitgeber einen nagelneuen Sattelzug hin. An dem schraubt und bastelt er nun sprichwörtlich Tag und Nacht rum. Das Innenleben besteht aus Leder, die Karosse wurde mit zig Lämpchen verziert. Der Baumann aus Münster hätte seine helle Freude daran.
Irgendwann nimmt der ein Schweißgerät und aus der Karre wird ein Longliner. Zuzutrauen wäre es ihm.

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