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Kategorie: World Wide Web

Leute heute

Jeder hat mal was abzugeben, bei mir war es eine Schrankwand. Die sah noch modern aus, der Zustand war auch wie neu. Wieso also auf den Müll damit? Gibt ja schließlich Kleinanzeigenmärkte im Netz.

Die erste Anfrage kam aus einem Dorf, in der Nähe von Göttingen. Der Anfahrtsweg wäre so weit, knapp sechzig Kilometer. Ob ich nicht noch zwanzig Euro drauf legen könnte, wenn er das Möbel holt. Klar.

Nächste Meldung. Interesse an der Anbauwand wäre vorhanden, aber nur, wenn ich die selbst vorbei bringe. Klar.

Und noch ein Interessierter. Allerdings mit dem Wunsch, dass Teil erst Anfang März zu holen. Bis dahin sollte ich es zurück stellen. Klar.

Letztlich hatten noch zwei Rumänen Interesse. Termin für Samstagvormittag vereinbart, gewartet, niemand kam. Nochmal geschrieben, ob sie noch kommen. Antwort kam prompt, würde aber etwas später werden.
Kein Problem. War ja froh, dass es doch noch klappte.

War auch so. Schrankwand wurde geholt, ich habe keine Last mehr damit. Und bin um einige Ansichten über Leute reicher. Passt.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

In der Logistikbranche wird immer mehr getrickst. Tja, wer hätte das gedacht. Das ergab die Antwort auf eine sogenannte kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag an das Bundesarbeitsministerium. So ist die Zahl der Strafverfahren bei Arbeitgeberprüfungen gegen Unternehmen des Speditions-, Transport- und Logistikgewerbes von 711 im Jahr 2011 auf 3.083 im Jahr 2018 gestiegen.
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Eine lesenswerte Kolumne im Spiegel über Verkehr in der Stadt, hier Berlin.

Ein Irrtum ist es aber auch, die einzelnen Gruppen von Verkehrsteilnehmern gegeneinander auszuspielen, wie es in der Verkehrsdebatte allzu oft geschieht. Die meisten von uns gehören zu jeder dieser Gruppen. Ich jedenfalls rege mich als Autofahrer über rücksichtslose Radler ebenso auf wie als Radler über die motorisierten Raser, und als Fußgänger bin ich vor beiden auf der Hut. Es ist alles eine Frage der Perspektive und Situation

Spiegel.de

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Ein Autohof eröffnet in Stadtallendorf. Macht das warten bei Ferrero vielleicht ein bissel erträglicher. Aber davon mal ab. Dort soll AdBlue aus einer Zapfpistole fließen. Spart schließlich Kunststoffkanister. Unglaublich wie weit der Fortschritt selbst in der hessischen Provinz Einzug hält.
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Der „Trixi“ – Spiegel ist auf dem Vormarsch. Das sind gewölbte, runde Spiegel, die an Ampelmasten befestigt werden und durch die Bus- oder Lkw-Fahrer das sehen, was um ihnen herum ist. Dadurch sollen Abbiegeunfälle verhindert werden.
Alles was hilft, solche Unfälle zu verhindern, ist gut. Aber ich bin noch immer der Meinung, dass getrennte Ampelphasen und Absperrgitter an besonders gefährlichen Kreuzungen und Einmündungen, durch die Fußgänger und Radfahrer gezwungen werden, die Straße zehn-, fünfzehn Meter weiter hinten zu überqueren, um damit besser gesehen zu werden, mindestens genauso effektiv sind.

Ach übrigens. Letzte Woche bin ich einige mal im Schritttempo recht abgebogen. Also wie es geplant ist. Die Grünphase reicht gerade mal für mich. So viel zum Argument, getrennte Ampelphasen würden den Verkehrsfluß stören.
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Ich sehe immer wieder Lkw, die mit geöffneten Hecktüren durch die Gegend fahren, weil die Ladung einige Zentimeter zu lang ist. Langen Gurt drüber geschmissen, anziehen, fertig. Habe ich auch schon gemacht. Aber alles illegal. Denn der Transport mit geöffneten/aufgeklappten Hecktüren ist nicht mehr zulässig.
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Ein 52-jähriger Türke „lebt“ seit Anfang Dezember in seinem Lkw. Und? Sind doch erst fünf Wochen. Ist das echt noch eine Meldung wert?
Es ist verboten. Ja. Nur warum wird da nicht kontinuierlich kontrolliert? Die Polizei könnte jedes Wochenende Park- und Rasthöfe abfahren und Strafen verhängen. Da wäre der Türke mit seinen fünf Wochen noch ein Waisenknabe. Aber klar, kein Personal, Verstöße sind schlecht nachweisbar, Fahrer sollen während Ihrer Pause nicht kontrolliert werden und was weiß ich noch alles. Also bleibt es bei Zufallsfunden.
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Viel Grundsätzliches, wieso die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft von Vorteil sein kann.
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Wenn ein Wendewanöver eskaliert. Tja, mit einem Lkw überall und jederzeit die Richtung wechseln zu wollen, funktioniert halt nicht immer.
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Gut gemachte Reportage über Fahrerinnen und Fahrer. Läuft derzeit im ZDF. Kleiner Ausschnitt in Textform: Zwei Fahrer aus Weißrussland und der Ukraine fahren quer durch Europa, über Wochen. Sie werden gefragt, ob sie finden, dass sie gutes Geld verdienen, also im Vergleich zu weißrussischen oder ukrainischen Bedingungen:

„Klar bekomme ich gutes Geld.“
„Habt Ihr mit deutschen Fahrern zu tun?“
„Nein, wir reden nicht mit denen.“
„Na ja, die sind ja auch am Wochenende zu Hause.“
„Deutscher Fahrer ist ein deutscher Fahrer.“
„Und was heißt das?“
„Die haben andere Bedingungen Also der deutsche Fahrer ist der deutsche Fahrer und ich bin der Russe.“

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Weitere Informationen

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Radaktivisten wollen es nicht wahrhaben, aber auch die von ihnen vertretenen Verkehrsteilnehmer machen Fehler. In Aachen wurde jetzt ein Verfahren gegen einen Lkw-Fahrer gegen eine geringe Geldauflage eingestellt. Er war in einen Unfall verwickelt, bei dem im Juni letzten Jahres eine Radfahrerin ums Leben gekommen ist. Ein Gutachten besagt, dass die getötete Radfahrerin die Vorfahrt missachtet hatte.
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Köln und Leverkusen haben 2019 Geldbußen von insgesamt mehr als zwei Millionen Euro gegen Lkw-Fahrer verhängt, die verbotenerweise über die marode A1-Rheinbrücke fahren wollten.
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Die gute alte Zeit.
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Wer Müll aus dem Auto wirft, ist eine echte Umweltsau. Muss auch keine Oma sein. Nee, machen doch die meisten von uns. Zumindest ab und zu. Der ADAC hat mal die Ausmaße dieses Müllproblems untersucht.
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Strafe für zwei Rumänen in Österreich. Zu lange am Steuer, dazu noch ohne Fahrerkarte, kostet halt.
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Weihnachten im Lkw, unmenschliche Zustände? Tja nu liebe Polizei. Wer diese Zustände in den elfeinhalb Monaten vorher nicht mit aller Konsequenz durch Kontrollen zu verhindern versucht, braucht sich nicht zu wundern, wenn auch an Weihnachten hunderte Lkw + Fahrer irgendwo rumstehen. Logische Folge davon.
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Trixi-Spiegel gegen den „toten Winkel? Diese Teile mögen helfen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass getrennte Ampelschaltungen, also Fußgänger/Radfahrer und rechts abbiegende Kfz haben nicht gleichzeitig grün, und Absperrgitter an gefährlichen Kreuzungen und Einmündungen, durch die Fußgänger/Radfahrer gezwungen werden, die Fahrbahn einige Meter weiter hinten zu überqueren, wesentlich effektiver wären.
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Der „Spiegel“ hat einen Paketzusteller auf einer Tour begleitet. Tja, Dienstleistung wird in der heutigen Zeit kaum noch geachtet, Egoismus hat sich „breit“ gemacht. Trotzdem suggeriert dieser Artikel eine Schuld der Verbraucher, die es so nicht gibt. Auch ich kaufe vorwiegend im Internet ein, bin ja wenig zu Hause. Und Samstags in die Innenstadt zu laufen, in einer Kleinstadt, in der die Geschäfte 14.00, 15.00 Uhr schließen? Nee, dass funktioniert bei mir nicht.

Akzeptiert der Onlinehändler „DHL“ als Versandpartner, geht die Ware an eine Packstation. Kann ich dann am folgenden Wochenende holen. Ohne Druck und Hektik. Alles andere lasse ich an die Adresse meines Vaters schicken. Der wohnt knappe 40 Kilometer entfernt, ist Rentner und in der Regel zuhause. Hole ich dann irgendwann später mal ab. Denn so dringend, es sofort zu brauchen, ist es eigentlich nie.

Aber zurück zum Thema: An den Zuständen in der Paketbranche, den Niedriglöhnen, langen Arbeitszeiten, prekäre Arbeitsverhältnisse u.s.w., habe ich als Kunde null Einfluss. Da ist die Politik gefragt, um das Management diverser Versandhändler und Logistiker in die Verantwortung zu nehmen
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An den beiden Weihnachtsfeiertagen verteilten Lkw-Fahrer Geschenke an Kollegen, die über Weihnachten auf Rastplätzen standen. Mal wieder tolle Aktionen. Aber, eigentlich gehören die gestrandeten Fahrer heim zu Ihren Familien. Basta.
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Kurze Frage von einem Blogleser, der anonym bleiben möchte – kurze Antwort von mir, dessen Name u.a. oben über dem Beitrag steht:

Ist dir bekannt, ob am 6. Januar ein Lkw-Fahrverbot für die Bundesländer gilt, in denen der Feiertag „Heilige drei Könige“ gefeiert wird?

Hallo,

an den Feiertagen „Heilige Drei Könige“, „Internationaler Frauentag“, „Mariä Himmelfahrt“ und „Buß- und Bettag“ gilt kein Feiertagsfahrverbot in Deutschland. Du, ich und auch alle anderen Lkw-Fahrer dürfen also an diesen Tagen straffrei durch ganz Deutschland düsen.

Anders aber in Österreich und Italien: In diesen Ländern besteht am Dreikönigstag ein generelles Lkw-Fahrverbot. Es hat sich also nix geändert.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Das Verbringen der wöchentlichen Ruhezeit wird nächstes Jahr in Dänemark teuer. Die Strafen für die, die sich nicht an das Verbot halten, sollen sich verzehnfachen. Dies betrifft sowohl Fahrer, als auch Frachtführer.
Der Sinn ist klar. Fahrer sollen nicht Wochen- oder Monatelang im Lkw hausen müssen. Aber, nur die wenigsten machen das freiwillig. Und genau deshalb sind Fahrer die falschen Adressaten für solch hohe Strafen. Geht an die Firmen, und dabei nicht nur an den kleinen Transporteur, der für große Logistiker als Sub- oder Subsubtransporteur fährt. Nee, eben auch an die großen Logistiker, denn gerade die verdienen am Nomadentum der Fahrer.

Ach ja, der Gesetzgeber, der jetzt die Strafen für dieses Vergehen deutlich erhöht. Genau der hat doch jahrelang diese Auswüchse toleriert. Eingeknickt vor der Wirtschaft und Unternehmerverbänden. Die Arbeits- und Lebensbedingungen für den kleinen Arbeitnehmer, hier die Lkw-Fahrer, waren (und sind) kack egal. Jetzt wo westliche Branchenvertreter merken, oh, der Osten gräbt uns wirklich langsam das Wasser ab, da wird der Ruf nach hohen Strafen auch bei denen laut. Jetzt wird also nach dem Sankt-Florian-Prinzip gehandelt. Potentielle Bedrohungen nicht lösen, sondern auf andere verschieben. Nicht schön.
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Ein Seelsorger für Fernfahrer. Die Probleme sind immer die gleichen.
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Aber bald ist Weihnachten. Zeit sinnlich zu werden. Deshalb auch mal ein Lob an Transportverbände. Denn in einem gemeinsamen Schreiben an die Verkehrsminister und -senatoren der Bundesländer haben sich die Verbände der Transport- und Logistikwirtschaft erneut für eine harmonisierte Fahrverbotsregelung an nicht bundeseinheitlichen Feiertagen ausgesprochen.

Finde ich prima. Nicht weil ich mehr arbeiten möchte, sondern weil man an solchen Tagen sinnlos rumsteht. Am 6. Januar klappt es doch auch. Am Vormittag in Hessen oder Thüringen vorladen, dann durch Bayern fahren zu dürfen, obwohl dort arbeitsfrei ist. Weil regionaler Feiertag. Erst ab München streitet man sich um die wenigen noch kommenden Parkplätze, weil vor Österreich ist dann wirklich Schluß. Denn ich bin ja nicht der einzige, der das so macht.
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Ukrainische Leiharbeiter bei DHL: Die Schattenseite des Weihnachtsgeschäfts.
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Wie gerne Lkw-Fahrer wochenlang unterwegs sind, zeigen regelmäßige Alkoholkontrollen der Polizei an Wochenenden. Letztes Wochenende wurden 599 Lkw-Fahrer an den Raststätten Kraichgau, Hockenheim und Hardtwald kontrolliert. Von denen waren ungefähr zehn Prozent alkoholisiert. Tja, irgendwie muss die Zeit ja verbracht werden.
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Waff? Warum faut ihr miff alle fo an? Ich warf nifft.

Diebe stahlen in Niederösterreich Lkw mit 160.000 Schwedenbomben
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Diese Dinger heißen wirklich Schwedenbombe. Also weder Negerkuss, noch Mohrenkopf. Und das auch nicht erst in der Neuzeit, sondern bereits seit 1926. Alles weitere weiß Wikipedia.
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Für viel Ärger sorgte ein Zettel mit dem Spruch „Diesen Bus steuert ein Deutscher Fahrer“, in einem Dresdner Omnibus.
Dieses nationalistische Getue mag ich auch nicht besonders. Aber das hineininterpretieren von irgendeiner Gesinnung in eigentlich simple Botschaften wie hier, ist mittlerweile so übel und dünnhäutig, dass es nur noch lächerlich wirkt.

Aufkleber mit „Polish Driver“ sehe ich immer wieder mal auf polnischen Lkw. Sind deren Fahrer etwa polnische Nazis? Oder wollen die damit Ihrer Kundschaft zeigen, dass kein Belarusse, Ukrainer oder Moldawier am Steuer sitzt. Oder Franzosen finden es toll, wenn Ausländer zumindest einige Wörter ihrer Sprache sprechen. Ein Volk voller Nationalisten?

In Italien sehe ich immer wieder Lkw, an denen Lämpchen in den Farben des Landes angebracht sind. Trauern die alle dem Duce nach? Bestimmt nicht. Solche Aussagen wie in dem Bus kann man kritisch sehen, klar. Und das der Busfahrer einen an der Murmel hat, vielleicht. Aber die Reaktionen darauf? Nun ja…
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Ein guter Junge. Nicht quatschen, sondern handeln ist seine Devise. Können sich viele ein Beispiel dran nehmen.
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Vor neun Wochen war ich da noch baden, jetzt kollidierte ein Schiff mit Felsen: Vor Sant’Antioco ist bei Sturm ein Frachter auf einen Felsen gestoßen.
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

In Ostwestfalen haben Unbekannte einen Lkw von der Autobahn gelotst, dessen Fahrer anschließend ausgeraubt und verletzt. Der dachte, es wären Polizisten, die ihn kontrollieren wollten.

Eine Polizeikontrolle? In Deutschland? Mal ehrlich, dass kann doch nur eine Falle sein.
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Neues aus der Innovationsrepublik Deutschland: Der E-Highway wurde lahm gelegt. Von einem Spanngurt. Das macht uns keiner nach.
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Seine Ruhezeit nicht mehr im Lkw verbringen? Yeah, jeden Abend zu Hause. Hat dieses „heute hier“ und „morgen da“ endlich ein Ende?

Nein, hat es nicht. Bei der „FAZ“ blickt man nicht mehr durch. Es geht eigentlich um die „wöchentliche Ruhezeit“, nicht um die „tägliche Ruhezeit“. Für die in Frankfurt ist das aber alles eins. Die machen daraus gleich ein komplettes Verbot daraus. Ein bissel Genauigkeit werde ich ja wohl noch erwarten dürfen.
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Riskant überholt, ab in den Knast.
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Ein Lkw-Fahrer ist jeden Tag in München unterwegs und berichtet vom Verkehrsalltag in dieser Stadt. Kann man auf jede Stadt ausweiten. München ist also überall.
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Der Bundesrechnungshof moniert zu hohe staatliche Ausgaben. So werden überdimensionierte WC-Anlagen auf unbewirtschafteten Rastplätzen an Bundesautobahnen in Niedersachsen kritisiert.
Jetzt habe ich beim kacken schon ein schlechtes Gewissen.
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Irgendwie bleibt alles beim Alten: Seit über zwei Monaten war die Fahrerkabine eines Lkw das einzige Zuhause eines 23-Jährigen, den die Polizei jetzt auf der Autobahn 9 aus dem Verkehr gezogen hat.
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Weil ja immer wieder die Bauern erwähnt werden. Ist das Ansehen der Bauern durch deren Proteste in der Bevölkerung gestiegen? Also bei mir nicht. Ich habe weder mehr, noch weniger Bezug zu denen. Ich finde ja, durch Respekt einfordern, wird nix erreicht. Nicht nur wir Fahrer, sondern die ganze Branche, hat nicht den besten Ruf. Und ich denke, dass ist auch nicht mehr zu ändern. Weder durch Sternfahrten, irgendwelche Aktionen und auch nicht durch offene Briefe an Politiker. Jedes unnötige Überholmanöver, jeder zermatschte Lkw am Stauende, jeder umgenietete Fahrradfahrer, auch jede Jogginghose oder riechender Rastplatz und auch endlose Reihen von Lastern auf der rechten Autobahnspur macht wieder alles zunichte. Denn das bleibt im Hirn der Leute hängen. Ist halt leider so.
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Reico Spedition insolvent.

Spedition Mahlstedt stellt Insolvenzantrag
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In Hamburg gilt ein Notstand. Grund sind überfüllte Lkw-Parkplätze. Sollte vielleicht auf ganz Deutschland ausdehnt werden. Also nicht die überfüllten Plätze, die gibt es ja schon, sondern der Notstand.

Lustig finde ich immer das Argument, früher mit der Suche nach einem freien Parkplatz zu beginnen. Also gegen vier am Nachmittag. Oder aller spätestens um fünf. Das ist so dumm und spaßig.
Denn mal angenommen, ich fahre an einem Montagvormittag um 10.00 Uhr los. Soll ich sechs Stunden später schon Feierabend machen? Nur weil nach acht, neun Stunden keinen freien Parkplatz finde? Völlig unsinnig.

Ausserdem. Würden alle ein oder zwei Stunden früher anfangen, einen Parkplatz zu suchen, die Situation wäre die selbe. Nur eben eine Stunde vorher.
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Och Mario. Sixtus. Tweets löschen kann man. Ist aber irgendwie scheiße. Warum nicht mal einen eventuellen Fehler eingestehen?
Also. Es geht um diesen tragischen Unfall. In Kempen am Niederrhein fährt ein Rennradfahrer gegen einen Lkw und überlebt diesen Aufprall leider nicht. Der „Spiegel“ macht daraus folgende Schlagzeile:

Rennradfahrer rammt parkenden Lastwagen und stirbt

Dir gefällt das nicht. Du willst lieber eine Headline, die in etwa so klingt:

Lkw parkt verbotenerweise auf Radweg. Radfahrer fährt auf auf und stirbt.

Gedächtnisprotokoll. Tweet leider gelöscht.

Du hast es zumindest so ähnlich formuliert. Eher noch dramatischer. Ich sollte viel öfter Screenshots machen. Dann bleiben mir solche Gedächtnislücken erspart.
Gut. Im weiter oben verlinkten Unfallbericht des WDR gibt es auch ein Foto des Unfallortes. Darauf sieht man eine durchbrochene, gestrichelte Linie. War also kein Radfahrstreifen oder Radweg, sondern ein Schutzstreifen. Denn Radwege sind mit einer dicken, durchgehenden Linie von der Pkw-Fahrbahn abgetrennt. Schutzstreifen dagegen, wie bereits erwähnt, mit einer durchbrochenen, gestrichelten Linie.

Kleine Radfahrkunde für Mario

Auf Radfahrstreifen dürfen Autos, Busse oder Lkw nicht fahren, halten oder parken. Schutzstreifen dagegen dürfen bei Bedarf und unter besonderer Vorsicht überfahren werden, wenn man Radfahrer nicht gefährdet.
Verboten ist auch das Parken auf Schutzstreifen. Das Halten ist hingegen schon erlaubt. Und nun zurück zum eigentlichen Fall. Wenn der Lkw-Fahrer im Baumarkt nebenan wirklich nur nach dem richtigen Weg gefragt hat, ist das schon parken? Oder noch halten? Aber gut. Wie lang der da gestanden hat, wird die Polizei feststellen. Ist ja alles aufgezeichnet.

Trotzdem. Die Empörung von Mario Sixtus war lächerlich. Vielleicht hat der es selbst mitbekommen und deshalb diesen Tweet gelöscht? Keine Ahnung. Aber diese allgemeine Verbitterung über alles schlechte dieser Welt, die auch Leute wie Sixtus immer wieder kundtun, ist ja nix neues. Und irgendwann wird es peinlich.
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Dringend pieseln müssen ist kacke. In zweiseitiger Hinsicht. Besonders im Alter, wenn einige Funktionen im Körper nachlassen. Was aber ein Lastwagenfahrer auf der A 73 bei Nürnberg fabrizierte, grenzt schon an debiler Blasenschwäche.
Bei einem Überholversuch mit einem anderen Lkw in einer Baustelle verhakten sich beide Fahrzeuge. Die Folge war eine etwas längere Vollsperrung.

Trucker halten zusammen – Quelle @nordbayern.de

Aber irgendwie auch clever gemacht. Denn danach konnte der eine dem anderen eine leere Flasche rüber reichen. Trucker halten eben zusammen.
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Wer hat manchmal nicht dieses Gefühl. Baustelle an Baustelle und irgendwie passiert da nix.
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Die sogenannten Polensprinter fahren also weiterhin mautfrei durch Deutschland und verzehren massiv den Wettbewerb. Ein Freifahrtschein für noch mehr Verkehr, Parkplatznot und mieser Arbeitsbedingungen der Fahrer. Ausnahmen für hiesige Handwerker wären sicher möglich gewesen.
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Eine Verkettung unglücklicher Umstände. Da machste nix dagegen.
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