Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Kategorie: Unfall

Alles sehr belastend

Meine „kollektive Intelligenz“ war mal wieder gefragt. Diesmal zu einem eher traurigen Thema: „Todesfalle Autobahn„. Es geht um die steigende Anzahl von Auffahrunfällen mit Lkw-Beteiligung, deren Ursachen und Verhinderung.

Erschienen ist der Beitrag im Wirtschaftsteil der heutigen F.A.Z., im Netz allerdings nur mit Abo lesbar.

Ausschnitt Zeitung

4 Kommentare

Links und rechts der (Daten-) autobahn

Diese Woche hatte es irgendwie in sich. Also in negativer Hinsicht. Da war z.B. diese Lkw-Irrfahrt durch Oberfranken. Im Drogenrausch lieferte sich ein Lkw-Fahrer eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Erst mit dem gezielten Einsatz des Scheinwerfers eines Hubschraubers konnte der Lkw gestoppt werden.

***
Auf der A 3 bei Wiesbaden verursachte ein osteuropäischer Lenker einen schweren Unfall. Er fuhr unbeleuchtet von einer Raststätte auf die Autobahn, drängte dabei einen anderen Lkw ab. Der widerum versuchte auszuweichen und kollidierte dabei jedoch mit einem Pkw. Glücklicherweise gab es hier keine Verletzten. Allerdings wurde beim Unfallverursacher eine Atemalkoholkonzentration von 3,26 Promille festgestellt.

***
In Brandenburg wird ein zehnjähriges Mädchen durch einen rechtsabbiegenden Lkw erfasst und überrollt. Die kleine stirbt einige Stunden später im Krankenhaus.
Das Kind hat alles richtig gemacht. Bei rot gewartet, bei grün losgefahren. Wer hier einen Fehler gemacht hat, ist der Fahrer des Lkw – und genau das ist meine Urangst. Nämlich das ich auch mal einen Fußgänger oder Radfahrer übersehe. Trotz Vorsicht und ständigen Schauen in alle Spiegel. Ich hoffe echt, dass ich niemals in solch eine Situation komme.

Solange Lkw nicht serienmäßig mit verfügbaren Abbiegeassistenten ausgerüstet sind, sollten Ampelanlagen so geschaltet werden, dass der Abbiegeverkehr nicht zur gleichen Zeit grün hat, wie Radfahrer und Fußgänger. Schon möglich, dass der Durchfluss des fließenden Verkehrs an diesen Kreuzungen geringer wird. Aber wenn dadurch Leben geschützt werden, sollte das doch trotzdem möglich sein.

***
Den Gewinn von DAF habe ich auch verarbeitet. Also durchgelesen. Wer Interesse an dem Buch „Spur der Laster“ hat, kann dies bis zum 2. Februar in den Kommentaren kundtun. Viel Glück.

7 Kommentare

Och nee

Halb drei bei München losgefahren, nur um drei Stunden später bei Würzburg in einer Vollsperrung zu stehen. Ach Leute, manchmal ist es zum erbrechen.

Stau bei Würzburg

3 Kommentare

Links und rechts der (Daten-) autobahn

In den Linkverweisen dreht sich diesmal alles um Italien. Allein daran merkt Ihr schon, dass mein Urlaub langsam zu Ende geht. Was jetzt folgt, ist ein tiefes seufzen…

Aber zum Thema: Auf fast allen italienischen Autobahnen wurden Anfang Januar die Mautsätze angehoben. Besonders spürbar wird das auf der A5 zwischen Aosta und dem Mont Blanc. So zahlt man jetzt auf der 31,4 Kilometer langen Strecke zwischen Aosta Ovest und Morgex nun 8,40 Euro statt wie bisher 5,60 Euro.
Aber dieser Abschnitt ist für mich uninteressant. Da fahre ich eh nie lang. Spannender wird es da auf der A4 zwischen Mailand und Turin. Da steigen die Mautsätze um 8,34 Prozent. Noch drastischer fällt die Erhöhung im Bereich der Milano Serravalle-Milano Tangenziali S.p.A. aus. Dort nämlich um 13,91 Prozent.
Auf der Brennerautobahn bleibt es moderat. Dort wird es etwa um 1,67 Prozent teurer. Im italienischen Durchschnitt liegt die Mauterhöhung gegenüber dem Vorjahr 2016 bei 2,74 Prozent.

Seit Oktober 2017 gab es nach Feiertagen auf der Tiroler Seite der Inntalautobahn mehrfach eine Lkw-Blockabfertigung. Mit dieser Maßnahme wurde versucht, den Verkehr auf den Transitstrecken durch Tirol zu begrenzen. Die Folge waren aber kilometerlange Staus und Verkehrsbehinderungen in Deutschland und Italien.

Um das zu verhindern, sollte ein „Brenner-Gipfel“ durchgeführt werden, bei dem Deutschland, Österreich und Italien gemeinsam mit der EU-Kommission eine Lösung für die Verkehrssituation auf dem Brennerkorridor finden wollten. Dieser war ursprünglich schon für Mitte Dezember geplant, wurde dann aber auf den 8. Januar verlegt.
Aber auch dieser Termin wird sich erneut verschieben. Der deutsche Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) soll das Treffen überraschend abgesagt haben. Als offizielle Begründung seien die Sondierungsgespräche zur Bildung einer Koalition zwischen Union und SPD in Deutschland genannt worden.
Die nächste Blockabfertigung wird es just am 8. Januar geben. Also an dem Tag, an dem der Gipfel eigentlich durchgeführt werden sollte. Was für ein perfektes Timing.

Die Lkw-Fahrverbote in Italien für 2018 wurden bekanntgegeben. Wie bereits in den Vorjahren gilt grundsätzlich sonntags ein Fahrverbot zwischen 9 und 22 Uhr. In den Sommermonaten Juni, Juli, August und September beginnt das sonntägliche Lkw-Fahrverbot bereits morgens um 7 Uhr. Eine genaue Übersicht ist hier zu finden: Lkw-Fahrverbote für 2018.
Was mir an dieser Aufzählung auffällt? Haben die Italiener wirklich drei Nationalfeiertage? Wie glücklich muss dieses Volk doch sein. Aber zur Auflösung: Der 25. April ist der Tag der Befreiung und der 8. Dezember Mariä Empfängnis. Einzig der 2. Juni ist der Festa della Repubblica, also der Nationalfeiertag.

Und immer wieder diese Katastrophen, auch in Italien. Auf der A21 südlich von Brescia kamen am Dienstag sechs Menschen bei einem Unfall ums Leben. Nach Angaben der Polizei rammte ein Lastwagen das Auto einer Familie. Dieser wurde gegen einen Tankwagen geschleudert, der explodierte und in Flammen aufging. Die fünf Insassen des Wagens, darunter zwei Kinder, und der LKW-Fahrer starben, der Fahrer des Tanklasters konnte sich lebend retten.

1 Kommentar

Wo gehobelt wird…

Wenn unser betriebsinterner Rangierer loslegt, sollte man besser Abstand halten. Ansonsten geht es einem, wie der Stoßstange meines Lkw.

Der Kollege wollte eine Wechselbrücke an eine Rampe stellen, schaut nach links, lenkt nach rechts und schon knirscht es. Da hat er sich in seiner Hektik ein wenig verschätzt. Aber wo gehobelt wird…

Ärgerlich auch für ihn. Denn er musste unseren Chef anrufen und den Schaden beichten. Sieht zwar unschön aus, hätte aber schlimmer und teurer ausgehen können. Nämlich dann, wenn er den Scheinwerfer erwischt hätte.

Stoßstange kaputt

Kommentare geschlossen

Sie haben Post

Stammleser Hajo schreibt:

Sag mal, lieber Maik, gehört das Augenmass im Zeitalter der elektronischen „Hilfen“ nicht (mehr) zu den Berufsanforderungen eines BKF?

Ich kenn zwar nicht die betreffende Stelle, gehe jedoch davon aus, dass die Durchfahtthöhe mittels eines Schildes angezeigt ist. Ist das wieder mal ein Fall von nicht aktueller Navi-Software? Ich weiss, die Frage kannst Du nicht beantworten.

Der Fahrer kann einem schon leid tun, bei dem Schaden wird die Versicherung schon genauer nachfragen.

www.fr-online.de/rhein-main/neuwagen-zerstoert…

Herzliche Grüsse und gute Fahrt

Hajo

Hallo Hajo,

hier gibts den Vorfall mit Foto. Da sieht man gut, dass die Brücke mit einer Höhe von vier Metern ausgeschildert war. Da hätte auch kein Navi gewarnt.

Also war der Lkw zu hoch beladen. Demnach die Schuld vom Fahrer. Denn der lädt ja seinen Laster. Lapidar gesagt? Hmm, blöd für ihn gelaufen. Wer den Schaden letztlich bezahlt, weiß ich nicht. Bestimmt erstmal die Versicherung des Halters. Ob die sich das Geld vom Verursacher wieder holt? Da kenne ich mich nicht aus. Vorstellen kann ich es mir aber schon.

2 Kommentare

Danke Egon

Was ein Wetter. Sturm und Schnee zusammen sind keine gute Konstellation.
Auf der B 50 bei Rheinböllen geht gerade gar nichts mehr – Unfall mit mehreren Pkw. Na ja, warte ich halt. Jetzt gibts erstmal Kaffee.

Stau wegen Schnee

2 Kommentare

Abgelenkte Sklaven und kaputte Brücken

Zwei durchaus gute Berichte und eine interessante Diskussionsrunde im öffentlich-rechtlichen TV in dieser Woche. Ich hab ja schon am Montag kurz darauf hingewiesen. Der Beitrag von plusminus zeigt die Realität, unter der viele osteuropäische Fahrer leiden.
Viele Wochen unterwegs, getrennt von Familie und Freunden. Soziale Kontakte brechen ein und finden kaum noch statt.

Miese Bezahlung, ein Leben in der Fahrerkabine und verdreckte Raststätten: So sieht der Alltag von Fernfahrern heute oft aus. Immer mehr deutsche Speditionen melden ihre Flotten in Osteuropa an, um Kosten weiter zu senken.

In Frankreich und Belgien wird bereits kontrolliert, ob die Wochenruhezeit wirklich ausserhalb des Fahrerhauses verbracht wird. Dadurch will man versuchen, die im Beitrag gezeigten Auswüchse einigermaßen wirksam einzudämmen. Auch in Deutschland ist solch ein Gesetz in Vorbereitung.
Das der Herr Schmidt vom BGL diese geplante Regelung als „Placebo“ bezeichnet, sollte einem nicht wirklich wundern. Denn die bringt einen Teil seiner Mitglieder in arge Bedrängnis.

Einen Abend zuvor berichtete das NDR Fernsehen über Lkw-Fahrer, die sich durch diverse Dinge ablenken lassen und dabei eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen.
Gleich mal zu Anfang: Kein Fahrer guckt drei, vier Stunden konzentriert nach vorne. Das geht gar nicht. Auch ich esse und trinke zwischendurch, spiele am Radio herum, schaue im Display auf diverse Anzeigen.

Was ich aber noch nie gemacht habe, ist während der Fahrt einen Film zu schauen. Geht bei mir auch nicht, da ich im jetzigen Lkw keine Mittelablage eingebaut habe. Oder ein Buch oder die Zeitung zu lesen. Auf solche Ideen käme ich gar nicht.

Was mich aber an diesen Beitrag stört, ist folgende Aussage:

Dabei hat eine Erhebung des Landes Niedersachsen ergeben: Bei 56 Prozent der tödlichen Unfälle sind LKW die Verursacher, häufig weil sie ein Stauende übersehen und auf andere Fahrzeuge auffahren.

Dabei entsteht der Eindruck, Lkw würden grundsätzlich 56 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle verursachen. Das ist nicht richtig. Diese 56 Prozent beziehen sich auf Unfälle mit Lkw Beteiligung.

Dann gab es noch diese Diskussionsrunde im WDR: Kaputte Brücken, marode Straßen, Dauerstau – Was muss sich ändern?

Dazu eine kleine Berichtigung: In der Ankündigung vom Montag behauptete ich, dass als Gäste der Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und Thomas Kutschaty, Justizminister NRW, anwesend sind. Das stand so in der eMail, die mir die Redaktion von „Ihre Meinung“ geschickt hat und ich habe es einfach ohne nachzudenken übernommen. Markus war da aufmerksamer. Danke.
Das stimmte so nicht. Als Experten anwesend waren Oliver Wittke, ehemaliger Verkehrsminister von NRW und Jürgen Resch, Chef der dt. Umwelthilfe.

Kommentare geschlossen