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Kategorie: Unterwegs

Ausser Spesen nix gewesen

Meine Pause in dieser Nacht mache ich auf einem Maxi – Autohof in der Nähe von Montabaur. Die Parkgebühr beträgt 7.50 Euro, für’s Duschen verlangt man 2.99 Euro. Macht zusammen 10.49 Euro. Von der Parkgebühr werden nur 6.50 Euro als Verzehrrabatt angerechnet. Da ich diesen Betrag nicht verfallen lassen möchte, gehe ich in das Restaurant.

Für einen Herrentoast und ein Glas Schwarzbier zahle ich weitere knapp sieben Euro. Schon bin ich bei einer Ausgabe von fast 17 Euro angelangt – nur am Abend. Rechne ich meine Einkäufe vom Tag hinzu (belegtes Brötchen am Morgen, ein Stück Kuchen am Nachmittag, sowie diverse Getränke), komme ich auf rund 25 Euro an diesem Donnerstag. Eigentlich eindeutig zu viel, zumindest für mich.

Nicht aber für meinen Tischnachbarn im Gasthaus. Der erzählte mir doch voller ernst, jeden Abend auf einem Autohof seine Pause zu verbringen. Schließlich würde er ja Auslöse dafür bekommen.
Die bekomme ich auch. Trotzdem zähle ich diese zum Lohn hinzu. Es würde mir nie einfallen, Spesen sinnlos zu verfressen.
Aber einige sehen das wohl etwas anders.

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Na toll

Eigentlich wollte ich heute bis Bellinzona kommen. Also mindestens. Nur jetzt, um 20.00 Uhr, bin ich gerade mal am Grenzzollamt bei Basel.
Selbst der verkackte Zollhof ist schon voll. Das heißt dann wohl, dass ich die Nacht auf der Autobahn verbringen darf. Tolle Show.

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Shit happens

Hier durch Ihn gelesen:

Ein Lkw-Fahrer hat bei einer Kontrolle sein entlarvendes Fahrtenbuch in der Unterhose versteckt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war der 34 Jahre alte Fahrer eines 40-Tonners einer Zivilstreife aufgefallen, weil er für ein Überholmanöver auf der Autobahn 3 mehr als vier Kilometer brauchte.

Bei der folgenden Kontrolle auf dem Rastplatz Haidt Süd… fanden sie 14 Diagrammblätter des Fahrtenschreibers in der Unterhose des Fahrers.

Es wäre einfacher gewesen, eine Fahrerkarte zu verstecken. Die hätte er sich hinten reinschieben können.
Aber Spass beiseite: Auch ich habe gestern morgen auf der A3 andere Lkw überholt. Das hat zwar keine angeblichen vier Minuten gedauert – kontrolliert wurde ich trotzdem.
Das Auslesen der Fahrerkarte dauerte keine fünf Minuten. Dann bekam ich das Teil wieder, begleitet von einem dummen Kommentar des Wachtmeisters.

Verdienen Sie überhaupt Geld„, wurde ich gefragt. Auf mein „Häh? Was wollen Sie von mir„, antwortete er: „Bei diesen Fahrzeiten. Da findet man ja überhaupt nichts!

Abgesehen davon, dass man von solchen Kontrollen nie etwas liest (nicht interessant – 463 Stunden nonstop am Steuer macht sich halt besser), soll der doch zufrieden sein. Aber vielleicht wurde auch nur sein Ego (nennt man das so) verletzt. Nichts zu finden oder zu beanstanden, kann manchen Leuten halt schon Probleme bereiten.

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Die Sache mit den Geräuschen

Es gibt Erlebnisse, die zum einen schwer zu beschreiben sind und bei denen ich mir zum anderen nicht sicher bin, ob man diese überhaupt veröffentlichen kann. Ich versuche es trotzdem einmal…

Donnerstagabend, in einer Raststätte an der A3 zwischen Nürnberg und Würzburg. Die Dusche macht Ihren Namen alle Ehre. Das bedeutet, dass sich ausser einem Dusch- und Waschbecken nichts in diesem Raum befindet. Also gehe ich zum urinieren in das öffentliche WC.
Natürlich waren alle Urinalbecken besetzt. Ich betrat eine Kabine, kurz darauf knallte die Tür der Nachbarzelle mit einem lauten Knall zu.

Das erste, was ich aus dieser vernahm, war ein kurzer, hochtoniger Laut. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass sämtliche Männer Ihren Atem anhielten. Selbst ein quäkender Junge verstummte augenblicklich. Nicht einmal die nervige SaniFair – Werbung, die solche Geräusche sonst dezent übertönt, lief im Hintergrund.

Dann – ganz unerwartet – rauschte das Wasser laut durch das Becken und die Reinigungsvorrichtung setzte sich in Gang. Dabei wird bekanntermaßen die Toilettenbrille um 360 Grad gedreht. Doch damit schien der Mann irgendwelche Probleme zu haben, denn ich hörte verhaltenes Fluchen.
Einige Sekunden später jedoch, verschaffte sich mein Toilettennachbar endgültige Erleichterung. Das Geräusch, welches durch die Toilettenschüssel noch verstärkt wurde, klang wie der Ton einer Tuba. Es war erschreckend laut.

Ich verließ meine Kabine und ging zu den Waschbecken. Kurze Zeit später stand der Mann neben mir. Ein jeder schaute ernst und wusch sich mit großer Bedächtigkeit die Hände. Ich schaute Ihn kurz an und bemerkte ein Zucken seiner Mundwinkel. Plötzlich überkam mich der Drang, laut lachen zu müssen.
Mein einziger Ausweg bestand darin, diese Örtlichkeit fluchtartig zu verlassen.

Nun aber drängte sich ein ganzer Pulk von Menschen in die Anlage. Es war wohl ein Reisebus angekommen, deren Insassen scheinbar alle den gleichen Drang verspürten. Ich wühlte mich wie ein Kampfstier zwischen den Leuten hindurch.
In der Dusche atmete ich erst einmal tief ein. Dabei konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. Nein, nicht wegen dem von Blähungen geplagten Mann. Es war einfach die Situation. Na ja, vielleicht auch Komik. Aber nur ein bisschen…

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Kein Bock auf Reifenwechsel

Ich finde es ja toll, wenn an Tagesbaustellen, bei denen die linke Spur gesperrt ist, der Standstreifen freigegeben wird.
Wenn ich jedoch der erste bin, der da drüber fahren muß, ist das nicht ganz so prickelnd. Schrauben, Steine, Nägel und der ganze andere Kram der da so rumliegt, bleibt in den Reifen hängen und beschert mir ein leicht ungutes Gefühl.

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Das ist doch nicht so schlimm

Gelesen in der HNA:

Einwohner in Hemeln hatten sich schon lang gefragt: Ist der neue große Kreisverkehr an der Bundesstraße 3 zu eng? Jetzt setzte sich diese Erkenntnis auch bei den Verantwortlichen durch.

Fehler seien bei der Planung nicht gemacht worden, betont Kreisdezernentin Christel Wemheuer. Diese seien strikt nach den Richtlinien erfolgt. Somit wäre die Ausfahrt auch für Lkw durchaus befahrbar gewesen. Um aber zu vermeiden, dass der Bordstein in Mitleidenschaft gezogen und von langen Lkw-Gespannen eventuell sogar umgefahren werde, baue man den Kreisel um.

Na ja, dass kann ja mal passieren. Wichtig ist, dass während der Planung keine Fehler gemacht wurden. Kommt es später doch zu Problemen, baut man das Teil halt nochmal um. Die höheren Kosten wurden sicher vorher schon mit eingerechnet.

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So schaut er aus…

…der ICE für Lkw – Fahrer auf der Strecke Freiburg – Novara:

Waggon der RoLa

Ich weiss nicht, ob dieses Teil ausrangiert wurde. Die Waggons, die im Betrieb sind, sehen aber ähnlich verkommen aus.

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Noch einmal…

…einen kurzen Blick zurück. So sah es gestern gegen Mittag aus:

Lkw putt

Lkw putt

Heute Mittag war der Bock fertig repariert. Jetzt bin ich auf den Weg nach Freiburg, wo um kurz nach acht heute Abend meine RoLa Richtung Italien ablegt.
Einen Vorteil hat der Zug: Wenn ich erstmal drauf stehe, kann am Lkw nichts kaputt gehen. Na ja, zumindest im Normalfall…

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