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Kategorie: Unterwegs

Freie Fahrt

Ein halbes Jahr lang ging mir die Baustelle auf der A9 bei Pfaffenhofen auf den Keks. Auch wenn es dort eigentlich fast immer flüssig lief. Aber zwanzig Kilometer Engstelle können schon nerven.

Nun ist aber alles fertig und zumindest Richtung Norden hat man wieder freie Fahrt. Zwar gilt noch Tempo 80, aber das ist zu verschmerzen.

Baustelle erledigt

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Spock. Haben wir gerade den Anfang einer neuen Lebensform erlebt?

Ich stehe gerade in einem kleinen Gewerbegebiet, irgendwo bei Biedenkopf. Die Paletten die ich laden soll, sind noch nicht fertig. Das übliche halt.
Der Weg auf dem ich parke, ist zwar schmal. Aber selbst ein Lkw würde vorbei kommen.

Nicht so der Fahrer eines orangefarbenen Siebeneinhalbtonners. Erst bleibt er zehn Meter vor mir stehen, wartet eine halbe Minute, um dann langsam weiter zu fahren. Direkt vor mir stoppt er wieder und fuchtelt mit seinen Armen.

Man will ja nett sein und winkt zurück. Das habe ich dann auch gemacht. Nur leider hat sein junger Beifahrer meine freundliche Geste falsch verstanden.

Er sprang aus dem kleinen Laster und postierte sich neben meiner Fahrertür.

Was stehst Du hier?“
„Ich warte!“

„Fahre zehn Meter zurück. Wir kommen nicht vorbei“!
„Geht nicht. Ich mach grad Pause. Ausserdem ist Platz zum vorbei fahren!“

„Hast Du einen Dachschaden? Da ist überhaupt kein Platz“!
„Dann müsst Ihr halt warten. Oder drehen und aussen rum fahren. Das geht auch.“

„Was bist Du denn für ein Spock?“

Dann griff er mit seiner rechten Hand zwischen seine Beine und stellte einen Akt der Selbstbefriedigung nach. Er onanierte quasi virtuell. Ihr versteht schon.

Ich lies Ihn gewähren und fuhr freiwillig einige Meter zurück. Mehr Platz war dann zwar auch nicht, aber er hatte seine Befriedigung. Und ich wieder meine Ruhe.

Achso. Ich habe mal nach dem Schimpfwort „Spock“ gegooglet. Gibts nicht. Zumindest nicht auf den ersten zwei Seiten.

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Blödmänner

Gleich neben der Inntalautobahn an der Abfahrt Kramsach gibt es einen Supermarkt. Der liegt günstig und selbst mit einem Lkw kann man über den Kundenparkplatz fahren und eigentlich auch gut parken. An der Einfahrt steht zwar ein kleines Verbotsschild, aber bisher hat sich keiner beschwert. Immerhin fahre ich den schon einige Jahre an.

Dort mache ich des öfteren meine 45 Minuten Pause. Hinter dem Eingangsbereich gibt es eine Bäckereitheke mit lecker Kuchen, heißem Kaffee und einer gemütlichen Sitzecke. Danach ist noch Zeit, einige Einkäufe zu tätigen. Also alles prima.
Ich finde es toll, dass es noch solche Plätze gibt.

Das scheinen auch andere Kollegen so zu sehn. Nur leider raffen es einige von denen nicht, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Da werden Bordsteine umgepflügt, Löcher in den Rasen gegraben und nach dem Motto „leckt mich doch mal alle am Arsch“ geparkt.

Ganz ehrlich? Da kocht mir die Galle über. Anstatt froh zu sein, dass es noch solche Möglichkeiten gibt, nehmen die in Kauf, dass irgendwann ein Sperrbalken über der Einfahrt hängt. Verstehen würde ich es sogar.

Spar Kramsach

Spar Kramsach

Spar Kramsach

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Schon irgendwie Gülle

Da rolle ich auf der A5 gemütlich mit 88 Kilometer die Stunde Richtung Süden, lasse Karlsruhe, Baden-Baden und Freiburg hinter mir – und dann macht es „Blitz“.
Das dumme? Ich sehe die Anlage auch noch neben der Leitplanke stehen und denke noch: „Passt. Was soll passieren?“

Tja. Acht km/h zu schnell. Das ist passiert. Nun bekomme ich demnächst wieder ungeliebte Post.
Was mir das Foto kostet? Keine Ahnung. Ich schätze mal zwanzig Euro oder so.

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Schlaue Dialoge

Was wir brauchen, ist ein Konzept, das wenig Ärger und viel Geld einbringt

Michael Groschek (SPD, Verkehrsminister in NRW) ist gegen die Pkw-Maut und fordert stattdessen eine Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßen.

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Ein guter Anfang

Der erste Satz den ich heute morgen beim ersten Kunden hörte?

„Moin, willste einen Kaffee?“

Wohlgemerkt hierzulande. Ich war richtig geplättet.

Da machte es mir sogar nichts aus, beide Seiten des Aufliegers zu öffnen. Entladen ging auch fix. Hach, da war die (Arbeits-) Welt noch in Ordnung.

Später etwas weniger. In der Firma, in der ich laden sollte, bekam ich zwar auch eine Komplettladung. Nur stand ich erst mal drei Stunden an einer Rampe, bevor überhaupt etwas passierte. Inklusive Laden, sichern und auf die Papiere warten, waren fast fünf Stunden vorüber.

Eigentlich wollte ich bis Nürnberg kommen. Aber nix da. Die Warterei machte mir wieder die ganze Zeit kaputt. Jetzt stehe ich bei Hanau und habe noch fast 900 Kilometer zur Abladestelle.
Achso. Auf dem Frachtbrief steht unter „Instruktionen„: Anlieferung am Folgetag zwischen 17.00 und 22.00 Uhr. Joa joa, schon klar. Wenn es sonst nichts ist.

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Heute früh, kurz nach vier

Funkgerät an. Das erste was ich höre:

„Ey Du Blödmann. Bist Du zu dämlich zum fahren? Hättest mich fast von der Straße gerammt!“
„Ach halt doch Deine Fresse. Du dummer Schluchtenscheißer…“

Funkgerät aus.

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Geld für da. Kein Geld für hier.

Gelesen auf SpOn: Besuch in Kiew: Merkel verspricht Ukraine 500 Millionen Euro Aufbauhilfe

Bei dem Treffen machte die CDU-Politikerin auch finanzielle Zusagen: Merkel kündigte eine Kreditbürgschaft über 500 Millionen Euro für die Energie- und Wasserversorgung an. Mit zusätzlich 25 Millionen Euro wolle Deutschland den Bau von Unterkünften für Flüchtlinge ermöglichen.

Kein Grund zur Aufregung. Es ist ja nur eine Bürgschaft. Die Ukrainer zahlen das geliehene Geld natürlich fristgemäß zurück. Als Dank wird dafür sicher eine weitere Annäherung bis hin zur NATO- und EU-Mitgliedschaft angestrebt:

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sprach vom Beginn eines „Marshall-Plans für die Ukraine“. Er sei der Bundesregierung „sehr dankbar für diesen Schritt“.

Ach so. Eines noch. Wegen Rissen in den Betonschutzwänden zwischen beiden Richtungsfahrbahnen gilt vorerst auf mehreren Autobahnabschnitten in Nordrhein-Westfalen ein Tempolimit von 100 km/h für Pkw und 60 km/h für Lkw und Busse. Der Grund sind marode Betonschutzwände, die eigentlich verhindern sollen, dass Fahrzeuge von der Fahrbahn abkommen.
Nun ja. Erst werden Brücken marode, dann die Betonabgrenzungen brüchig. Deutschland zerbröselt.

Deutschland zerbroeselt
Autobahn A 45 zwischen Haiger/Burbach und Wilnsdorf

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