Seit gefühlten zehn Jahren beliefere ich eine Firma in den Abruzzen mit Material vom gleichen Absender in Deutschland und nach all dieser Zeit werde ich noch immer gefragt, was ich eigentlich bringe.
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Anlieferung einer Maschine in einem Steinmetzbetrieb im Hochsauerland:
„Hallo, ich bringe eine Maschine.“
„Eine Maschine? Davon weis ich nichts. Woher kommt die?“
„Aus Italien.“
„Ah, dann ist das wohl die Säge. Schön, schön. Wie kann man die abladen?“
„Nur von oben mitn Kran.“
„Gut, dann fahr da unter die Bahn. Der Kran ist schon älter, kann also etwas dauern.“
Mein Gesprächspartner zeigt in Richtung einer engen Einfahrt. Auf beiden Seiten stehen mannshohe Steinplatten.
„Da hinein?“
„Ja, da fahren alle hinein. Das passt schon. Wenn Du stehst, kannst Du den Deckel aufmachen.“
„Den Deckel?“
„Ja, den Deckel von Deinem Anhänger.“
„Was für einen Deckel?“
„Na den Deckel. Damit wir die Säge raus bekommen.“
Dann erst begriff ich, dass der das Dach von Auflieger meinte. Manchmal dauert es halt wirklich etwas länger.
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Seit 2003 sucht Scania die besten LKW Fahrerinnen und Fahrer in Asien, Europa und Lateinamerika. So auch in diesem Jahr. Als Einstimmung hat Scania eine Einladung in Form eines Videos erstellt.
In diesem Kurzfilm wurde der 31-jährige Daniel Olsson einem ultimativen Test unterzogen. Dabei hat er bis zur Auflösung nicht erkannt, dass es sich um eine Art „versteckte Kamera“ handelt.
Seine Tour war zunachst alltäglich. Er sollte zu einem Warenhaus fahren, um dort eine Lieferung abzuholen. Im dortigen Lager wurde es aber mysteriös. So erwartete Ihn ein älterer Mann, der sich als Dr. Sullivan verkleidet hatte. Anschließend mußte er tückisch gestapelte und eng positionierte Holzkisten umfahren, um überhaupt zur eigentlichen Abholstation zu kommen. Dort sollte er die für ihn bestimmte Ware immer im Blick behalten.
Diese bestand aus mehreren Kisten, die sich seit Jahrhunderten im Besitz der Familie des alten Mannes befanden und zum Hafen befördert werden sollten. Während die beiden im Büro noch einen Kaffee tranken, wurde die Ladung von der Filmcrew manipuliert. So wurden Lautsprecher und diverse Spiegel angebracht, die jedoch vom Fahrersitz aus nicht erkennbar waren.
Bei der Ausfahrt aus der Halle passierte es: Eine Art prähistorisches Monster wurde wieder zum Leben erweckt und machte durch komische Geräusche und Bewegungen auf sich aufmerksam.
Doch Daniel lies sich nicht beirren und war fest entschlossen seinen Auftrag zu Ende zu bringen. Das ist schließlich die Aufgabe eines professionellen Fahrers. “Mein Beruf ist eine Dienstleistung und ich bin stets bemüht meinen Kunden zufrieden zu stellen,” sagte er anschließend.
Seit dem Start der Scania Driver Competitions im Jahr 2003, haben rund 200 000 Fahrer mitgemacht. Dieser Wettbewerb beinhaltet eine Reihe an Wettbewerben, bei denen die Fähigkeiten von jungen LKW-Fahrern getestet werden. Hierbei kommt es sowohl auf Theoriewissen, als auch auf praktische Fahrübungen an. Dieser Wettbewerb wird normalerweise alle zwei Jahre durchgeführt.
Die Altersgrenze der Teilnehmer liegt bei 35 Jahren. Um bei diesem Wettstreit mit zu machen, genügt beileibe nicht nur ein Mausklick. Zuvor muss ein umfangreicher Fragebogen ausgefüllt und qualifiziert bearbeitet werden.
Doch nichts ist unmöglich. Jedes Problem wird zu einer Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Genau das ist auch das Motto der 2014 Scania Driver Competitions. Zumal es für den Gewinner nicht nur eine Urkunde gibt, sondern auch ein nagelneuer Scania im Wert von 100 000 Euro auf Ihn wartet.
2014 Scania Driver Competitions – weitere Informationen und Anmeldung
Kommentare geschlossenSo gut wie jede Woche bin ich auf einer der Nord/Süd-Routen durch die Alpen unterwegs. Selten über die Tauern, häufiger durch die Schweiz (Gotthard oder San Bernardino) und oft über den Brenner. Aber egal welche Strecke ich fahre, es bietet sich immer das gleiche Bild: Lkw mit osteuropäischen Nummern beherrschen mittlerweile das Straßenbild.
Als Deutscher auf einem in Deutschland zugelassenen Lkw bin ich dort in der Minderheit.
Ein Beispiel? Die letzte Nacht verbrachte ich auf einem Rasthof auf der österreichischen Seite der Brennerautobahn, kurz vor Nösslach. Dort habe ich mir mal die Kennzeichen der anderen Lkw angeschaut. Es waren ausnahmslos Tschechen, Slowaken, Rumänen und Polen. Ach ja, ein Ungar stand auch noch dazwischen. Italiener oder Österreicher? Fehlanzeige! Deutsche? Ja, einer. Nämlich ich.
Die naheliegendste Frage ist dabei eigentlich: Was haben die da zu suchen? Der Osten liegt schließlich im Osten und nicht im Norden oder Süden. Klingt primitiv? Vielleicht! Aber die Antwort ist ebenso naheliegend. Gegen die billige Übermacht osteuropäischer Speditionen sind westliche Transporteure meist Chancenlos. Es sei denn, diese bedienen sich und verdienen mit an den Billigfirmen aus dem Osten.
Auch da kann man gleich in Österreich bleiben. Viele Frächter aus dem Alpenstaat haben einen Großteil ihrer Flotte Richtung Osten verlagert. Der Kostendruck ist halt gewaltig und die Tarife sind unter aller Sau.
Das soll aber weder eine Entschuldigung für dieses Gebaren sein, noch eine Lösung. Denn die Leidtragenden sind letztlich die heimischen Fahrer. Viele wurden entlassen oder offene Stellen einfach nicht neu besetzt. In anderen Mittel- oder Westeuropäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden läuft es ähnlich ab.
Genau da ist die Politik gefordert. Eine Angleichung aller Systeme, dazu gleiche Wettbewerbschancen sind nötig. Anders funktioniert es nicht. Ansonsten werden in einigen Jahren einheimische Lkw-Fahrer Geschichte sein.
Vor einigen Monaten unterhielt ich mich an einer Ladestelle mit einem tschechischen Fahrer. Der erzählte mir, dass er sieben Wochen am Stück zwischen Deutschland und England pendelt. Also laden in Deutschland, entladen in England, dort wird der Lkw wieder beladen und dann geht es retour zurück nach Deutschland. Nach diesen sieben Wochen darf er für eine Woche nach Hause. Danach beginnt das ganze Spiel von vorne.
Was der dabei verdient, hat er mir auch genannt. Es waren umgerechnet so um die elfhundert Euro im Monat. Davon muss er neben seiner Familie auch sich selber ernähren. Wie das geht? Ich weis es nicht.
Angestellt war er bei einer tschechischen Spedition, die aber für einen großen deutschen Logistiker unterwegs ist. Das zeigt, wer da die eigentlichen Fäden im Hintergrund zieht. Zum einen große Industriebetriebe, die ihren kompletten Versand an Logistikunternehmen abgeben und zum anderen eben diese Logistiker. Gewinnmaximierung auf Teufel komm raus, heißt auch hier das Zauberwort. Der Leidtragende ist mal wieder der Mann ganz unten.
Auch hier wäre Wettbewerbsgleichheit angesagt. Vor allem im Bereich der Kabotage könnten diese Verfehlungen überprüft werden. Wird es aber nicht. Aus diesem Grund hat der Vorsitzende der Fahrergemeinschaft Actie in de Transport Germany, Udo Skoppek, sich mit einem offenen Brief an das Bundesamt für Güterverkehr (BAG), gewandt. In diesem Schreiben fordert er die Behörden auf, ihrer Kontrollpflicht nachzukommen.
So nennt er als Beispiel die massiven Marktstörungen, die durch das Geschäftsgebaren der ungarischen Spedition Waberer’s hervorgebracht werden. Über den Jahreswechsel standen über einhundert Lkw dieser Firma auf Autohöfen in Süddeutschland. Deren Fahrer wurden Anfang Januar mit Bussen wieder zu ihren Fahrzeugen gebracht. Hierzu müssten die Anreisezeiten der Fahrer im Tachografen nachgetragen werden. Nur wird das gerne mal vergessen.
So zweifelt Udo Skoppek daran, dass dies je kontrolliert wurde. Auch der Umstand, dass viele Fahrzeuge nach Ansicht der Actie dauerhaft in Deutschland liefen, werfe Fragen nach der Einhaltung der geltenden Kabotageregeln auf. Denn gewohnt wird dabei natürlich durchgehend im Fahrerhaus des Lkw – und genau das ist nach Artikel 8 Ziffer 8 der EU-Verordnung 561/2006 nicht zulässig.
Um die Einhaltung dieser Verordnung Druck zu verleihen, wurde eine Petition gestartet. Mit dieser will man eine Änderung der Bußgeldbestimmungen herbeiführen, damit die Behörden hier besser einschreiten können. Wichtig ist, dass damit nicht die Fahrer bestraft werden sollen. Das Bußgeld soll dabei nur dem Unternehmer gelten, da er in der Regel für diese Verstöße verantwortlich ist.
Nur irgendwie scheint das bei vielen deutschen Fahrern nicht anzukommen. Denn in den vergangenen drei Wochen wurde diese Petition gerade einmal 867 mal unterzeichnet. Den Grund dafür kenne ich nicht. Fix Anmelden und seine Stimme abgeben. Das ist eigentlich ganz einfach und tut nicht einmal weh. Und man kann es während einer Werbepause von der heimischen Couch aus machen. Aber lieber phantasiert man hierzulande von Autobahnblockaden, Generalstreiks und ähnlichen Quark. Schade das viele nicht kapieren wollen, dass man auch auf diesem Weg der Politik Druck machen kann.
Offener Brief von Udo Skoppek (pdf)
Verordnung (EG) Nr. 561/2006 (pdf)
Actie in de Transport Deutschland
Bundesamt für Güterverkehr
Noch ein kurzer Nachtrag zum Thema „Tod beim Abbiegen„: Continental bietet ein 360-Grad-Kamerasystem zum Nachrüsten an. Dieses nennt sich „ProViu ASL360“ und besteht aus vier Kameras. Diese übertragen ihre hochauflösenden Bilder an eine elektronische Steuereinheit. Durch diese werden die Bilder zu einem Gesamtbild zusammengesetzt und auf einem Display im Cockpit angezeigt.
Klingt erst mal gut, ist aber auch nicht unfehlbar. Zum einen wird dadurch nur die unmittelbare Umgebung des Lkw abgebildet. Plötzlich auftauchende Radfahrer oder Fußgänger bleiben weiterhin unsichtbar. Denn wenn ich abbiege, schaue ich mit Sicherheit nicht auf einen Monitor.
Außerdem ist dieses System nur für Fahrzeuge mit festen Aufbauten geeignet. Damit fallen viele Lkw schon aus dem Raster.
360-Grad-Kamerasystem Continental ProViu ASL360 zum Nachrüsten
Kommentare geschlossenLetzte Woche durfte ich in Oberitalien 25 Tonnen Flachstahl laden. Das war eine tolle Ladung. Dach auf, Hölzer und Antirutschmatten verteilen und schon kam das Zeug per Kran angeschwebt. Anschließend das ganze noch sichern und fertig. Nach nicht einmal dreißig Minuten war alles erledigt.
Anderthalb Tage später war ich beim Kunden in Deutschland. Trotz neuer Lagerhalle mit modernen Kran an der Decke musste ich die Seite öffnen. Dort war man der Meinung, entladen per Stapler ginge schneller, besser und sicherer. Nach einer Stunde war der Auflieger nicht mal halb leer.

Bereits seit vielen Jahren lässt der oberbayerische Spediteur Heinrich Hasch seine Fahrzeuge mit dem Kürzel TÖL-HH … zu. Diese Initialen sollte auch ein neu erworbener Sprinter bekommen. Doch diesmal machte Ihm die Kfz-Zulassungsstelle Bad Tölz-Wolfratshausen einen Strich durch die Rechnung.
Dort argumentiert man, die Buchstabenkombination könne auf eine rechtsextreme Gesinnung schließen lassen: „HH“ könnte ja auch für „Heil Hitler“ oder „Heinrich Himmler“ stehen, statt eben für Heinrich Hasch, den Geschäftsführer der gleichnamigen Spedition in Wolfratshausen.
Gründe sind eigene Identität
Laut dem „Münchner Kurier“ führt die Firma seit 40 Jahren diese Initialen. Das geschehe aus Gründen der Identitätsstiftung und habe praktische Gründe. So erleichtert dieses System u.a. die Zuordnung in der Disposition. Eine Verwechslung mit Heinrich Himmler habe es noch nie gegeben.
Dem Bericht zufolge bezieht sich die Behörde auf eine Anweisung des Bundesverkehrsministeriums. Demzufolge dürfen Buchstabenkombinationen wie KZ (Konzentrationslager), NS (Nationalsozialismus) und SS (Schutzstaffel) nicht für Kennzeichen genutzt werden. Im Jahr 2010 sei die Liste erweitert worden – um AH (Adolf Hitler) und eben auch um HH.
Das der Spediteur Heinrich Hasch die Aufregung um seine Initialen nicht verstehen kann, ist irgendwie logisch: So fragt er im „Merkur“: „Was ist mit der Hansestadt Hamburg und ihrem Kennzeichen HH?“
Auch darauf hat die Zulassungsstelle Bad Tölz-Wolfratshausen eine Antwort. So gibt es eine Anweisung aus dem Bundesverkehrsministerium, die bereits vom 6. August 2010 datiert. Daraus geht hervor, dass alle Buchstabenkombinationen, die Nazi-Symbole aufweisen, nicht auf Kfz-Kennzeichen erscheinen dürfen. Ein Ermessensspielraum gebe es nicht.
Verbotene Kürzel
So stehen neben den seit Jahrzehnten verbotenen Kürzeln HJ, KZ, NS, SA und SS seit vier Jahren auch HH und AH auf dem Index. Allerdings haben bereits existierende Kennzeichen Bestandsschutz, d.h. die Weisung gilt nur für Neuzulassungen und Kennzeichen-Übernahmen. Mehr Freiheit gäbe es nur bei der Ziffernfolge 88 – eine Abkürzung für „Heil Hitler“.
Der neu erworbene Sprinter fährt nun mit einem auf den ersten Blick unverdächtigen Kennzeichen durch die Gegend: TÖL-XD. Das diese Kombination auch ein Smiley darstellt, welches Ironie zeigt oder laut lacht, ist sicher nur ein Zufall.
Heinrich Hasch GmbH & co Kg
Bericht im Münchner Kurier
Zulassungsstelle Bad Tölz-Wolfratshausen
Ein Kollege erlebte heute folgendes:
4 KommentareHatte heute Mittag ein tolles Gespräch bei einem unserer Kunden in Halle/Westfalen. Steht da plötzlich ein Asiate vor mir und fragt wo er hier laden muss. Ich fragte, ob er von DINO TRANS sei und er sagte ja und er soll hier laden für Norwegen.
Habe Ihn dann gefragt, wie viel Filipinos denn mittlerweile bei DINO-Trans arbeiten und habe erfahren das es über, nein, weit über 200 sind, die unter menschenunwürdigen Bedingungen gehalten werden. Nach dem Verdienst gefragt, habe ich erfahren, dass diese armen Fahrer für 650 € im Monat + 10 € Spesen am Tag versklavt werden.
Das machen die Fahrer 6 Monate und gehen dann zurück in ihre Heimat.Am Anfang hat dieser Fahrer auf dem Betonboden mit Pappunterlage geschlafen, jetzt teilt er sich mit 15 anderen Fahrern ein kleines Zimmer, irgendwo in Lübeck. Muss noch ergänzen, die Zugmaschine war neutral ohne Dino-Trans Werbung, Kennzeichen aus Litauen, der Trailer auch neutral mit dänischen Kennzeichen.
Wann wird dieser Firma endlich das Handwerk gelegt????
