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Kategorie: Ärgerliches

Fundstücke Teil XCI

Das erste Ziel einer Invasion der „Brigade Ost“? Städte im Westen in ein Verkehrschaos zu stürzen:

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Das ist Politik

Die Nahles (oder Andrea, wie sie von Genossen genannt wird) hat den Mindestlohn beim Transit ausgesetzt. Also ausländische Lkw-Fahrer sollten bei Transitfahren durch Deutschland den Mindestlohn von 8.50 Euro erhalten.
Westeuropäischen Spediteuren war das egal. Der Mindestlohn westlich von Deutschland liegt meist eh etwas höher. Nur in den neuen EU – Ländern war man damit nicht so ganz einverstanden.

Wohl auch, weil die Vorgaben für Kontrollen und Dokumentationspflichten nur schwer durchführbar waren. Aber der Hauptgrund werden natürlich die höheren Lohnkosten für osteuropäische Spediteure sein. Oder halt auch für westeuropäische Transporteure, die im Osten oder Südosten Niederlassungen haben.
Und das geht natürlich gar nicht. Wie bitte schön kann man denn dann noch Dumpingfahrten durchführen.

Also ich finde, wer in Deutschland arbeitet, hat ein Recht darauf, den hiesigen Mindestlohn zu bekommen. Auch wenn er nur beruflich durch dieses Land fährt. Wir reden hier schließlich von 8.50 Euro. Nicht mehr.

Diese Lastwagen aus dem Osten, die auf unseren Straßen unterwegs sind, machen es den deutschen Spediteuren schwer. Die fahren zu Dumpingpreisen, nutzen dadurch ihre Angestellten aus. Ein großer Teil von denen operiert hauptsächlich in Westeuropa. Viele Lkw kommen so gut wie nie in ihr Zulassungsland.
Die Fahrer werden alle paar Wochen ausgewechselt und mit Bussen oder Pkw nach Hause oder zu ihrem neuen Einsatzgebiet transportiert. Die sind quasi selber Ware.

Der Nahles geht es bei dieser Aussetzung des Mindestlohns um gute Nachbarschaft zu den Polen. Da kann ich nur drüber lachen. Was passiert denn mit den hiesigen Transporteuren? Die dürfen ruhig in die Pleite gehen?
Damit das nicht passiert, sollten Europaweit gleiche Regelungen in Bezug auf Löhne, Steuern etc. gelten. Schon deshalb, um EU-weit annähernd gleiche Vorraussetzungen zu schaffen. Aber das wird nicht passieren. Denn deutsche Unternehmen und erst recht deutsche Fahrer sind der Politik egal. Hier offenbart sich eine unerträgliche Arroganz.

Die Nahles sollte sich mal an einem Sonntagnachmittag auf eine Autobahnraststätte begeben. Da findet sie die derzeitigen Opfer ihrer guten Nachbarschaft. Polnische, baltische, rumänische oder ungarische Fahrer, die dort oftmals ihre illegale Wochenendruhezeit verbringen, um anschließend ebenso illegale Kabotage aufzunehmen.
Bei einem Topf selbstgekochter Erbsensuppe kann die sich mit den Fahrern unterhalten. Die Erlebnisse, wie sich diese Leute von einigen hundert Euro im Monat unterwegs ernähren, sind sicher interessant.

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SANIFAIR ist TÜV geprüft?

Von welchem? Dem TÜV Südlicher Karpatenraum? Aber zum eigentlichen Thema.

Mir ist es in letzter Zeit mehrmals aufgefallen, dass die Duschräume auf Autobahnraststätten abends nach neunzehn Uhr nicht mehr gereinigt werden. Und zwar deshalb, weil keine Toilettenaufsicht mehr da ist.
Den vollen Preis bezahlen darf ich trotzdem. Ich lege also drei Euro hin und bekomme einen schmutzigen, nassen, muffigen Raum geboten, die Wände mit fremden Körperhaaren verziert, dass Waschbecken mit Überresten von Zahncreme und anderen Hautpflegemitteln besprenkelt. Es ist eklig.

Ihr da von SaniFair. Für mich ist das eine Sauerei. Vor drei Wochen gab es in der Dusche einer Raststätte bei Landau in der Pfalz nicht mal Klopapier. Das durfte ich mir in der normalen Toilette besorgen. Kostete mir natürlich weitere siebzig Cent Toilettenmaut.

Heute an der Raststätte Siegerland das gleiche Spiel. Drei Euro gezahlt und einen dreckigen Duschraum bekommen. Keine Ahnung, wie viele sich da drin vor mir reinigten, ohne das mal durch gewischt wurde.
Da nutzen auch keine Badelatschen. Man steht in der keimigen, abgestandenen Brühe. Irgendwann bildet sich Leben auf meinen Füßen, trotz Hygiene. Fällt einem irgendwas runter, entsorgt man es besser gleich.

Nee, dass geht nicht. Ich zahle gerne einen angemessenen Betrag. Nur will ich dafür auch eine gewisse Gegenleistung erhalten. Im Fall von SaniFair wäre das ein zumindest oberflächlich gereinigter Sanitairraum. Mehr kann man eh nicht erwarten.

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Sturheit siegt

Es kommt schon vor, dass Pkw – Fahrer an einer Engstelle nur widerwillig Platz machen. Aber er hier ist schon ein besonders sturer Zeitgenosse. Vielleicht hatte der aber auch nur einen schlechten Tag.

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PS. Danke an den Facebookianer Dennis Nothdurft für die Erlaubnis, dass Video hier teilen zu dürfen.

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Laszlo steht

In einer Stunde erst klingelt mein Wecker. Wach bin ich trotzdem.
Schuld daran ist der Fahrer eines Autotransporters neben mir, der den Motor „seiner“ Karre seit einer halben Stunde im Stand laufen lässt.

Eben war ich bei dem. Das einzige was er sagte, war „Luft, Luft“. Dabei saß er auf dem Beifahrersitz und machte Frühstück.
Immerhin war für fünf Minuten der Lkw leise. Jetzt rappelt die Kiste aber wieder.

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Klauen ist Gülle

Sonntagnachmittag. Ich liege auf der Couch, klicke so durchs Internet, lese Texte, schaue Videos. Nebenbei läuft der Fernseher. Zu mehr reicht es am letzten Urlaubstag nicht.

Und dann muss ich mich doch aufrappeln, um eine eMail zu schreiben. Empfänger war ein „Shopbetreiber“, der eines meiner Videos auf seinem YouTube-Kanal gestellt hat. Immerhin hat der sich die Arbeit gemacht, den Vorspann mit meiner Webadresse zu entfernen. Bravo.

Video geklaut

Dabei sind doch diese Kurzfilme nur Stückwerk. Ich lasse während der Fahrt die Kamera laufen, setze später eine kurze Beschreibung davor und fertig. Und selbst solche Videos werden geklaut.
Unglaublich. Aber echt. Eigentlich müßte jetzt hier ein lachender Smilie stehen. Aber das lasse ich mal.

Blöd nur, dass das Urheberecht manche Leute nicht mal annähernd interessiert. Das beginnt ja schon auf Facebook. Die Jagd nach Klicks und Besucher geht halt vor. Das ist schon irgendwo armselig.
Meine Mail an diesem Shopbetreiber war nett. Wirklich. Aber ich kann mir denken, was passiert. Ich bekomme eine dumm freche Antwort. Wäre übrigens nicht das erste mal. Vielleicht sollte man wirklich mal nen Anwalt einschalten. Denn erst wenn es ans finanzielle geht, tut es weh. Erst recht, wenn man für eines meiner Videos zahlen muß (Achtung: lachender Smilie).

Aber mal Spaß beiseite: Hätte der mich gefragt, wäre das ja kein Problem gewesen. Ein „Huhu, darf ich dieses Video bei mir veröffentlichen„, hätte gereicht. Meine Antwort wäre wohl ein „Huhu. Ja.“ geworden. Also alles ganz einfach.
Nur einfach klauen ist Gülle. Finde ich jedenfalls.

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Motorstörung

Seit gestern leuchtet von Zeit zu Zeit die Warnung „Motorstörung“ im Display auf. Die Leistung lässt aber nicht nach. Immerhin. Na ja, nächste Woche kommt die Zugmaschine eh in die Werkstatt. Die erste große Inspektion ist fällig.
Da können die neben dieser Fehlermeldung noch andere Dinge mit erledigen. Die Sitzkühlung macht komische Geräusche, ebenso die Fahrerhausaufhängung.

Ach so. Auch die Standheizung zu reklamieren, darf ich nicht vergessen. Nach einiger Zeit ertönt ein lautes Piepsen und das Teil schaltet sich ab. Dann muss ich einige Minuten warten. Stelle ich die dann wieder an, läuft das Ding wieder. Bis es irgendwann wieder piepst.
Habe ich noch etwas vergessen? Nee, glaub nicht. Aber das reicht ja auch.

Ach übrigens. Wenn die Reparaturkosten und die ständigen Werkstattbesuche zu viel werden, kann auch der Gedanke aufkommen, das Fahrzeug zu verkaufen.
Heutzutage gibt es zahlreiche Online-Plattformen, die den Verkauf eines Fahrzeugs schnell und unkompliziert gestalten.

Webseiten wie wirkaufendeinauto.de und fairautoverkaufen.de bieten die Möglichkeit, das Fahrzeug zunächst kostenlos bewerten zu lassen und den Verkauf direkt über die Plattform abzuwickeln.

Motorstörung Scania

Update vom 19. 02. 2015: Ach nee? Kenne ich diese Meldung nicht schon?

Motorstörung
Motorstörung die zweite…

Jep. Vor ungefähr acht Wochen leuchtete diese Warnung schon mal. Bei der kurz darauf folgenden Inspektion wurde der Fehler behoben. Was es genau war, erzählte mir zwar mein Chef. Nur habe ich es vergessen.

Nun muss der Hobel demnächst wieder in die Werkstatt. Und das bei nicht mal gefahrenen hunderttausend Kilometern. Das läuft zwar noch über Garantie, trotzdem ist es ärgerlich. Erst mal brauche ich etwas Zeit dafür und dann darf ich wieder alles fest verstauen, da die Hütte gekippt werden muss. Ich kann mir wirklich schöneres vorstellen.

Update vom 15. 08. 2016:

Seit letzten Freitag erscheint die Warnung „Motorstörung“ im Display. Das auslesen bei Scania ergab was mit Emissionsstörung. Also etwas mit der AdBlue-Abgasreinigung.
Allzu arg ist es aber nicht. Der Tank leert sich wie immer und der Motor zieht auch normal.

Wird kein Harnstoff zugeführt, geht die Leistung sofort auf 60% zurück. Das ist diesmal nicht der Fall.
Ich soll am Donnerstag die Werkstatt kontaktieren und um einen Termin bitten. Werde ich so mal machen.

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Der Mindestlohn ist nicht einmal eingeführt und schon soll er unterlaufen werden

Die Abkürzung „SVG“ wird vielen von Euch nix oder nur wenig sagen. Sie steht für Straßenverkehrsgenossenschaft und ist ein Beratungs- und Servicedienstleister für die Transport- und Logistikbranche.
So werden Versicherungen für Transport- und Logistikunternehmen vermittelt oder auch Weiterbildungsmaßnahmen für Berufskraftfahrer angeboten.

Hier in Deutschland haben sich 17 regionale Straßenverkehrsgenossenschaften (SVGen) unter dem Dach der SVG Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG (SVG-Zentrale) mit Sitz in Frankfurt am Main zusammengeschlossen. Rund 8000 Transport- und Logistikunternehmen in Deutschland sind Mitglied bei einer SVG.

Ausserdem betreibt die SVG mehrere Autohöfe und Tankstellen. So z.B. in Köln, Dresden, Kassel oder Schwabhausen bei Gotha. Also auch durch mich als Fahrer machen die Umsatz und Gewinn. Und das bestimmt nicht wenig.
Auch in Düsseldorf gibt es einen SVG – Autohof. Dessen Standort ist direkt bei Henkel. Da habe ich vor Jahren oft geladen. Danach war meine Schichtzeit meist vorrüber. Die Standzeiten bei Henkel waren unterirdisch. Wie es da heute ist, weis ich nicht. War schon lange nicht mehr da. Traurig bin ich da nicht drüber.

So machte ich halt meine Pause auf diesem Autohof. Ich will es mal so ausdrücken: Dort war es immer irgendwie schmuddelig. Freiwillig wäre ich da nicht geblieben. Aber wie bereits erwähnt. Das ist schon Jahre her. Keine Ahnung, ob sich da mittlerweile etwas zum positiven verändert hat.

Jetzt hat eine der regionalen Straßenverkehrsgenossenschaften ein neues Geschäftsfeld entdeckt: Arbeitgebern werden Wege aufgezeigt, wie der Mindestlohn unterwandert werden kann.
Auf dem Autohof in Dresden fand oder finden Mindestlohn – Seminare für Arbeitgeber statt. Dort wird Spediteuren erklärt, wie man trotz Mindestlohn die Fahrer weiter mit Niedriglöhnen abspeisen kann.
Der Seminarleiter im Auftrag der SVG Sachsen-Thüringen hat da eine tolle Idee. Transportunternehmen verdienen nur Geld, wenn der Lkw rollt. Nur das wäre wirkliche Arbeitszeit. Wartet ein Fahrer – oder wie es der Seminarleiter ausdrückt: Steht ein Fahrer rum – , also z.B. beim Entladen des Lkw, dann wäre das Bereitschaftszeit. Dafür gilt natürlich nicht der Mindestlohn.

Stattdessen werden Musterarbeitsverträge verteilt. In denen steht geschrieben, dass bei „normale Arbeitszeiten“, also dann wenn der Lkw fährt, 8.50 Euro bezahlt wird. Steht der Lkw stattdessen, weil der Fahrer warten muss oder gerade be- oder entlädt, werden nur noch 2.55 Euro gezahlt.
Was also mehr bezahlt wird, zieht man den Fahrern später wieder ab.

Die SVG Sachsen-Thüringen sieht sich da im Recht. Der Fahrer ist während der Bereitschaftszeit nicht vollständig tätig. Oder anders ausgedrückt: Er hat gewartet, bis er arbeiten darf. Diese Zeiten müssen natürlich anders vergütet werden.
Ansonsten wäre man bei Bruttolöhnen um die zweitausend Euro. Und die kann im Osten Deutschlands kein Transportunternehmer zahlen. Findet zumindest die SVG Sachsen-Thüringen.

Anders sieht das Franz Josef Düwell. Er war lange Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht und hat sich intensiv mit dem Mindestlohngesetz beschäftigt. Er hält den Trick mit der unterbezahlten Bereitschaftszeit für illegal.
Seiner Meinung nach ist nicht nur die Vollzeit Mindestlohnpflichtig, sondern auch die Teilzeit. Das wäre die gesicherte Rechtslage.

Mindestlohn Lkw Fahrer

Aber nicht nur im tiefsten Osten werden solche Seminare angeboten. Auch in Hamburg gibt es nächste Woche eine Veranstaltung. Für 129.00 Euro netto können sich Unternehmer in den neuen Regelungsbereich des Mindestlohngesetzes einführen lassen. Ein leckeres Essen inbegriffen. Und mich würde es wundern, wenn dieser dubiose Arbeitsvertrag dort keine Rolle spielen würde. Tja, die SVG macht es möglich.

Aber nicht mehr für mich. Deren Autohöfe lasse ich in Zukunft rechts oder links liegen. Leckeres Essen bekomme ich auch anderswo.

SVG Veranstaltung Hamburg

Bericht in der ARD Sendung Monitor >>>

Update: Bei der SVG hat man sich zum Bericht auf Monitor geäußert:

In einem Bericht des Politmagazins „Monitor“ vom 11.12.2014 zum Thema Mindestlohn wurde der Eindruck erweckt, die SVG würde in ihren Seminaren Unternehmer schulen, wie man den Mindestlohn für Fahrer umgehen kann.
Dazu möchten wir heute Stellung nehmen: Im gezeigten Seminar der SVG Sachsen und Thüringen geht es darum, Berufskraftfahrer und Unternehmer über die neuen Anforderungen zu informieren und ihnen zu helfen, den ab Januar 2015 geltenden gesetzlichen Mindestlohn richtig umzusetzen, denn mit dem neuen Gesetz steigen die Anforderungen an Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Die SVGen vermitteln Wissen praxisorientiert und aus seriösen und anerkennten Quellen, wie z.B. Verbänden und aus den geltenden Tarifverträgen. Es gehört nicht zur Philosophie unserer Genossenschaft, Tricks weiterzugeben, wie man Gesetze umgeht.
Wir sind der Überzeugung, dass Berufskraftfahrer eine zentrale Rolle in der Logistik einnehmen und arbeiten seit jeher aktiv daran, die Arbeitsbedingungen für Berufskraftfahrer zu verbessern. Wir werden uns heute und in Zukunft nicht daran beteiligen, Schlupflöcher zu suchen, um Fahrer schlechter zu stellen.

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