Mein Urlaub neigt sich so langsam seinem Ende zu, Zeit also zu schauen, was so auf den Straßen abgeht. Obwohl, was soll sich in zwei Wochen denn groß ändern? Überholverbote, zu geringer Abstand, auf Landstraßen mit Tempo 90. Juckt doch alles viele nicht mehr so richtig.
Aber manchmal schlägt Karma doch mal zurück. Das auf dem Video ist zwar in Polen passiert, könnte aber überall sein. Keine Ahnung, wie hoch die Strafen in unserem östlichen Nachbarland sind. Aber ich denke schon, dass es dem Fahrer weh tun wird.
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So oder ähnlich lauten gerade viele Überschriften in diversen Zeitungen und Magazinen. Und jetzt darf man gespannt sein, welche britanischen Minderheiten noch aus dem Hut gezaubert werden, um sowohl die Sprit-, als auch die anstehende vorweihnachtliche Versorgungskrise in den Griff zu bekommen.
Aber anderer Vorschlag: Angeblich spart das Vereinigte Königreich durch den Austritt aus der EU jede Woche um die 350 Millionen Pfund. Habe ich zumindest mal bei irgendeiner Kampagne von Brexit-Befürwortern gelesen. Warum also nicht das eingesparte Geld quasi als Bonus an willige Lückenfüller verteilen, die sich an diesem Nonsens beteiligen wollen?
Auch Ost- und Südosteuropäer will man wieder werben. Mit Arbeitsvisa, die bis Ende des Jahres gültig sein sollen. Für drei Monate also. Haha. Erst werden die von der Insel verjagt, jetzt wird um deren Arbeitskraft gebettelt. Ich hoffe so, dass sich nur wenige um solch ein Visum bemühen.
Vor vier Wochen noch drei, jetzt fünf Euro. Den Anstieg finde ich schon ein bissel heftig. Dann kommen noch Mal fünfzig Cent für das Drehkreuz dazu, bin ich bei 5.50 €. Für einmal duschen. Hui.
Gut, der Duschraum ist immer sauber. Aber das liegt ja nicht am Pächter, sondern an den Putzfrauen aus Südosteuropa.
Bisher, also bei dem Preis von drei Euro, habe ich mir meist noch einen Kaffee mitgenommen. Der kostet so um die dreifünfzig. Gut, war ich auch bei über sechs Euro. Aber ich hatte einen gewissen Gegenwert.
Auf das Getränk verzichte ich jetzt natürlich. Den Voucher kann ich auch woanders einlösen oder lege ihn der Reinigungsfrau hin.
Laut einer mir unbekannten Studie stellen sich achtzig Prozent aller Autofahrer so hinter einen stehenden Lkw, dass sie von dessen Fahrer nicht gesehen werden. Neunzehn Prozent stehen rechts versetzt, nur ein Prozent etwas nach links. Da habe ich ja noch einmal Glück gehabt, dass ich gerade einen von diesen „ein Prozent Fahrern“ begegnet bin..
Clever geparkt
Aber mal ernsthaft. Der Mann – nein, hier keine Frau – sieht, dass ich vor einer Firma die in einer Sackgasse liegt, am entladen bin. Also kann es für mich, wenn diese Arbeit erledigt ist, nur zurück gehen. Geparkt wird dennoch.
Und ja, ich weiß. Rückwärts fahren ohne Einweiser ist Gülle, weil gefährlich und selbst wenn sich wie so oft keiner findet, der mal guckt, sollte ich mich vergewissern, ob sich dahinter wirklich nix befindet. Mache ich auch. Immer. Sein Auto so abzustellen, ist trotzdem irgendwie kacke.
Nach drei Wochen wieder in Italien und schon ist hier unten Vodafone kaputt. Keine Ahnung was da los ist. Das mobile Internet ist schneckenlahm, selbst bei so profanen Dingen wie WhatsApp muss ich aufpassen, dass mein Geduldsfaden nicht reißt.
Was aber am Tag schon übel war, ist heute Abend fast Quälerei…
Kein Netflix… Kein YouTube… Kein Spotify…
Na ja. Dafür endlich mal Zeit für ein Buch. Und sei es auch nur für sowas wie „Italienisch für Dummies„. Wie lange ich das Buch schon mit schleppe, weiß ich gar nicht mehr. Habe noch nie wirklich interessiert drin rum geblättert. Selbst vor fünf Wochen beim umräumen in den neuen Lkw ist es sprichwörtlich einfach mit gewandert.
Diesen Beitrag hier schreibe ich übrigens mit dem Handy. Denn eine Unterrichtstunde „Italienisch“ reicht. Das tippen ist bei einer funktionierenden Verbindung schon ne halbe Quälerei, heute Abend aber noch mühsamer.
Aber gut jetzt mit der Jammerei. Jetzt sollte das Bild eigentlich noch hochladen…
…ah, es funktioniert. Zwar langsam, aber stetig. Und morgen hab ich wieder tolles Internet und alles ist wieder gut. Einfach nur fest dran glauben.
Unglücke und Katastrophen, wohin das Auge auch schaut. Hurrikan „Ida“ in den USA, ein riesiger Ölteppich vor Zypern, Erdbeben auf Haiti, die Flutkatastrophe vor einigen Wochen in Westdeutschland, riesige Waldbrände in Kalifornien, Griechenland, Russland und auf Sizilien, Hochwasser in Japan…
…und jetzt auch noch eine Lkw-Lawine in Deutschland:
Gut das ich oben nicht auch noch Afghanistan erwähnt habe. Denn dann könnte die Überschrift auch „Rollende Bomben zerstören Deutschlands Infrastruktur“ lauten. Klingt ja ähnlich bescheuert.
Apropo beSCHEUERt. Es fahren wirklich wieder mehr Lkw über Deutschlands Autobahnen. Das fand ein Forschungsinstitut, Intraplan Consult, heraus, welches im Auftrag des Verkehrsministeriums errechnete, dass die derzeitige Verkehrsleistung der Lastwagen in Deutschland um ein Prozent über dem Vorkrisenniveau liegt. Tja nun. Mir reicht ein Blick auf die Straße, um das zu erkennen. Aber meine Wahrnehmung ist halt nicht wissenschaftlich oder forschungsmäßig relevant.
Mal angenommen, sie, also meine Wahrnehmung, wäre es. Dann könnte die obige Überschrift auch ungefähr so lauten:
Ein ziemlich unspektakulärer Vorschlag
Ja. Klingt unspektakulär, sind aber keine alternative Fakten. Aber vielleicht leide ich auch nur unter einer gestörten unterschiedlichen Wahrnehmung. Das wäre aber nicht so schlimm. Damit komme ich zurecht.
So steht’s in der Überschrift zu einem Artikel über einen Unfall, bei dem ein Lkw-Fahrer einen Radfahrer übersehen von seinem Gefährt holte.
Äh, ja. Bisher dachte ich, dass es noch keine selbstfahrende Lkw gibt, sondern noch immer ein Mensch am Steuer sitzt und das es bei solchen Unfällen nicht um kilometerlange Staus, sondern um Menschenleben geht. Aber gut. Mittlerweile glaube ich, Journalisten sind da lernresistent. Auf solche „metaphorische Fehlzündungen“ kann man also weiter hoffen.
So. Feierabend auf dem Parkplatz Göggelsbuch an der A 9 vor Nürnberg. Nur, wer plant solche Parkflächen? Das Ein- und aussteigen grenzt an Hochleistungssport. Dabei weiß doch schon jedes Kind, wie breit ein Lkw und besonders dessen Fahrer ist.
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