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BILDblog? Nein, Diekmann bloggt

Einhundert Tage will er (erstmal) bloggen, der Herr Diekmann – seines Zeichens Chefredakteur der BILD. Einhundert Tage, in denen er mich nicht mehr nur real mit seinen Ergüssen verfolgt, sondern nun auch virtuell.

„Ich bin einfach unheilbar eitel“, beantwortet er die von ihm selbst gestellte Frage, warum er ein Blogger sein will. Wenn man jedoch dem Veröffentlichungsdatum seiner Beiträge glauben schenken darf, schreibt er das alles kaum selber – es wurden allein heute bis jetzt 47 Beiträge veröffentlicht. Oh je, was für ein Pensum.

Bleibt am Ende die Frage, wie ernst er das wirklich meint. Dieser ironische Unterton in seinem Blog kommt ja nicht so übel rüber. Es wäre schön, wenn das in diesem Sinne weitergeführt würde. Aber daran habe ich meine Zweifel, denn bereits dieser Artikel über die Bause passt nicht so ganz zu dieser Ironie.

Kommentiert werden darf natürlich auch – nach redaktioneller Freischaltung. Mal schauen, ob und wenn welche Diskussionen sich hier entwickeln.

Aber eigentlich ist ja Niggemeier mit seinem BILDblog daran Schuld. Was mußte der das Teil auch für andere Puplikationen öffnen. Das der Diekmann sich dadurch in seiner Eitelkeit verletzt fühlt, ist wohl kaum überraschend…

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Time Of My Life

Irgendwann Ende der 80er fragte mich ein Bekannter, ob ich denn wüßte, was denn „das Schönste“ sei. Als ich verneinte, antwortete er: „Die 60er Jahre“.
Damals lachte ich darüber, denn „Rückschauen“ hatten für mich immer so eine Art Glorienschein und einen Hauch von rosa Brille.

Jetzt, gut 20 Jahre später, ertappe ich mich dabei, selber des öfteren zurückzuschauen – und dabei entdecke ich, dass die Zeit meiner Jugend einfach nur geil war.
In der Schule vergaß ich grundsätzlich meine Hausaufgaben, war faul und hatte irgendwie Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Dabei wollte ich schon so erwachsen und immer mit dabei sein und das letzte Wort haben.

„Easy Come And Easy Go“ war mein Motto, die erste aufkommende Coolness (so dachte ich zumindest), ein leichtes Aufbegehren.
Dazu aber eine Art Freundlichkeit, Respekt und Herzlichkeit, die man heute, auch bei mir, irgendwie vermißt.

Man hat sich entscheiden müssen: Popper, Rapper, Punk oder einfach ein Nichts (der Vorläufer vom Nerd). Dazwischen gab es nix, keine Grauzonen, man musste sich “bekennen”.

Die 80er waren ein, nein, mein Lebensgefühl und was lässt die 80er dazu werden? Die Erinnerungen daran, die ich habe.
Dazu zählen die super Klassenfahrten, die Sommermonate im Ferienlager an der Ostsee, lange Winter mit viel Schnee, warme Sommer im Freibad, die ersten schüchternen Blicke in Richtung des anderen Geschlechts und schließlich das erste Mädel, dass nur mit mir gehen wollte.
Aber auch die erste BRAVO, die meine Mutter nach einem Besuch Ihrer Schwester in der Schweiz über die innerdeutsche Grenze schmuggelte, versteckt in einem Beutel voller Schmutzwäsche.
Diese Zeit kommt nie wieder und je mehr Zeit vergeht, um so mehr favorisiert man die damalige.

Klar gab es auch viel negatives: Waldsterben, Ozonloch, saurer Regen, Tschernobyl, drohender atomarer Weltkrieg, zwei deutsche Staaten usw.
Aber das alles wird verdrängt – das gute zählt und den Rest lässt man „außen vor“.

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ARCD bleibt bei Forderung nach einem eigenständigen Verkehrsministerium

Vor knapp einem Jahr forderte der Auto- und Reiseclub Deutschland(ARCD) ein eigenständiges Verkehrsministerium ohne die Ressorts Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Aufbau Ost.
Zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Berlin verstärkt der Club diese Forderung. Der Zuschnitt des bisherigen Multi-Ministeriums sei zu groß und sachlich nicht gerechtfertigt. Allein die heutigen und künftigen Probleme der Deutschen Bahn AG mit dem Bund als Alleineigentümer würden ausreichen, einen Verkehrsminister voll auszulasten – auch im Hinblick auf Pläne für eine künftige (Teil-)Privatisierung der Bahn.

In der Ausgabe Nr. 43 vom 19. Oktober 2009 schlägt Henning Krumrey, stellvertretender Chefredakteur der „WirtschaftsWoche“, sogar die Aufteilung des bisherigen Ministeriums mit den Bereichen Verkehr, Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Aufbau Ost in die Ministerien für Finanzen und Wirtschaft und damit seine Abschaffung vor.
Das Ressort Verkehr soll als „Torso“ im Wirtschaftsministerium aufgehen. Der ARCD warnt vor solchen Plänen, weil nur ein eigenständiges Verkehrsministerium seine Aufgaben für eine ausreichende Finanzierung der zum Teil maroden Verkehrsinfrastruktur, bei der Staubekämpfung und bei Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit erfüllen kann.

Auch der von der bisherigen Regierung angekündigte „Masterplan Personenverkehr“ hat nur dann eine Chance auf Realisierung, wenn die vielen widerstreitenden Interessen weiterhin von einem selbstständigen Verkehrsministerium gebündelt und bearbeitet werden können.
Durch den zunehmenden Einfluss der EU-Verkehrspolitiker auf die Verkehrspolitik ihrer Mitgliedsländer werde nach Auffassung des ARCD ein eigenständiger Ressortchef bzw. eine Ministerin gebraucht, um in Brüssel und gegenüber den mächtigen Lobbyverbänden hierzulande die Interessen der deutschen Autofahrer mit Nachdruck vertreten zu können.

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Wird es Ramsauer

Wird Peter Ramsauer neuer Verkehrsminister? Voraussetzung dafür sind allerdings 3 Ministerien für die CSU.

Allerdings wird es von Beobachtern als fraglich angesehen, ob die CSU aufgrund ihres schlechten Abschneidens neben Karl-Theodor zu Guttenberg und Ilse Aigner noch einen dritten Minister stellen kann. Als möglich gilt aber, dass Ramsauer eventuell Staatssekretär im Verkehrsministerium werden könnte.

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Webstar

Steen A. Jensen aus dem dänischen Aarhus schickte mir dieses Bild. Es zeigt einen MB Actros Bj. 1998 mit einem Tiefinnenlader von Langendorf für Betonelemente.

MB Actros

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Verwirrung in braun – weiß

Da stehen Sie nun rum an deutschen Autobahnen. Mittlerweile sind es mehr als 1 300 weiß – braune Schilder, die in serifenloser linearer Schrift auf touristische Ziele hinweisen. Im Südwesten Deutschlands, an der A5 kurz vor der Schweizer Grenze sogar dreisprachig in deutscher, französischer und englischer Sprache.
Das es die Dreisprachigkeit, also den internationalen Zusatz, gar nicht geben dürfte, spielt keine Rolle. Eine offizielle Genehmigung wird einfach nachgeschoben. Bis dahin klebt man die fremdsprachigen Bezeichnungen halt einfach ab.

Welchen Sinn haben eigentlich diese Schilder? Sollen sie auf touristische Ziele hinweisen oder einfach nur informieren?
Wie auch immer, bereits kurze Zeit später hat man das jeweilige Schild eh wieder vergessen. Das passiert besonders dann, wenn es z.B. wie an der A4/A71 im Raum Erfurt zu einer regelrechten Invasion dieser Schilder kommt oder auf Ziele hingewiesen wird, die vom eigentlichen Standort noch kilometerweit entfernt liegen. So werden an der A73 die Saalfelder Feengrotten beworben, gut 50 Kilometer weit weg.

Hinweisschild

Wer aber ist eigentlich dafür verantwortlich, ob, und wenn wo solch ein Schild aufgestellt wird? In Thüringen z.B. entscheidet das die Thüringer Tourismus GmbH (TTG) mit Sitz in Erfurt.

Zunächst muß ein sechsseitiger Fragenkatalog beantwortet werden, den das Thüringer Wirtschafts- und Verkehrsministerium, sowie Tourismusverbände gemeinsam mit der TTG erstellt haben. Die Lage und Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeit ist dabei zu beschreiben, das Parkplatzangebot, die Besucherzahlen der vergangenen Jahre und vieles mehr.
Die TTG vergibt zu jeder Frage Punkte und anhand der Gesamtpunktzahl erfolgt die Einteilung in verschiedene Kategorien. Wer die 60 Punkte Marke knackt, kann mit einem Schild der Kategorie Eins. also an der Autobahn, rechnen.
Das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien übernimmt im Anschluss die verkehrsbehördliche Überprüfung.

Übrigens: Die meisten Zähler (93) heimste bisher die Erfurter Krämerbrücke ein, die Burgruine Rauenstein im Landkreis Sonneberg war den Tourismusexperten dagegen nur sieben magere Punkte wert.

Trotz dieser Vergabemaßnahme gibt es immer mehr von diesen Hinweisen. Ein Grund dafür ist, dass die aus dem Jahr 1988 stammende Richtlinie zu den Unterrichtungstafeln, wie diese Schilder im Amtsdeutsch heißen, vor einigen Jahren geändert wurde.
Durften die Schilder bis 2003 nur auf Sehenswürdigkeiten in „unmittelbarer Nähe der Autobahn“ hinweisen und musste ein Mindestabstand von Schild zu Schild von 20 Kilometern, später verkürzt auf 10 Kilometer, eingehalten werden, ist es nun möglich, zwischen zwei Anschlussstellen auf zwei touristische Ziele hinzuweisen, also in der Regel vier Schilder aufzustellen (je zwei pro Richtungsfahrbahn der Autobahn) und der Hinweis muss sich nur noch auf Ziele „in der Nähe der Autobahn“ beziehen.
Im Prinzip darf damit auf alles hingewiesen werden, denn eine Autobahn ist immer irgendwo in der Nähe.

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