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Kamera zum Nachrüsten

Noch ein kurzer Nachtrag zum Thema „Tod beim Abbiegen„: Continental bietet ein 360-Grad-Kamerasystem zum Nachrüsten an. Dieses nennt sich „ProViu ASL360“ und besteht aus vier Kameras. Diese übertragen ihre hochauflösenden Bilder an eine elektronische Steuereinheit. Durch diese werden die Bilder zu einem Gesamtbild zusammengesetzt und auf einem Display im Cockpit angezeigt.

Klingt erst mal gut, ist aber auch nicht unfehlbar. Zum einen wird dadurch nur die unmittelbare Umgebung des Lkw abgebildet. Plötzlich auftauchende Radfahrer oder Fußgänger bleiben weiterhin unsichtbar. Denn wenn ich abbiege, schaue ich mit Sicherheit nicht auf einen Monitor.
Außerdem ist dieses System nur für Fahrzeuge mit festen Aufbauten geeignet. Damit fallen viele Lkw schon aus dem Raster.

360-Grad-Kamerasystem Continental ProViu ASL360 zum Nachrüsten

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Bernhard hat zu folgendem Video eine Frage:

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LiveLeak Direktlink

Hallo,
ist das Materialermüdung? Ich denke mal ein Fahrer kann doch nichts falsch
machen beim Befestigen das Anhängers…wenn das Ding dran ist ist es dran oder?

Falsch machen, kann man schon einiges. So kann beim Aufsatteln des Aufliegers das Sattelschloss nicht komplett verriegelt sein. Der Fahrer merkt es wegen Unaufmerksamkeit oder Unerfahrenheit nicht und schon liegt das Teil nach einigen Metern auf dem Boden oder im günstigsten Fall noch auf dem Rahmen des Zugfahrzeugs.
Eine fehlende Abfahrtskontrolle ist ein weiterer Grund für das verlieren eines Sattelaufliegers. Mein erster Gang in der Früh geht zur Sattelkupplung. Ein Blick und ein Griff gehört zur morgendlichen Routine. Selbst nach einer kurzen Pause die ich nicht im oder am Lkw verbringe, schaue ich nach, ob die Kupplung noch verriegelt ist.

Der Kollege im Video verliert seinen Sattel bei voller Fahrt. Ob dafür ein Produktionsfehler oder Materialermüdung verantwortlich war, kann ich natürlich nicht sagen. Ich würde aber davon ausgehen, dass dem Fahrer keine Schuld trifft. Denn er hat ja schon einige Kilometer hinter sich.
Bleibt die Frage, ob ein Fahrer einen Königszapfen auf Verschleiß oder Beschädigung überprüfen kann? Ich denke eher nicht. Ein Röntgenblick ist schließlich noch nicht angeboren.

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Tod beim Abbiegen

Mit Forderungen nach Unfällen sind Politiker immer schnell zur Hand. So auch nach dem Tod eines 18-jährigen Mädels, welches in Hamburg mit Ihrem Fahrrad unterwegs war und von einem rechtsabbiegenden Lkw – Fahrer übersehen und überrollt wurde.
Nun fordert die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium Katharina Reiche Konsequenzen. Sie verlangte die Einführung eines elektronisches Warnsystems für Lastwagen. Dieses Warnsystem soll verpflichtend zumindest für alle neu zugelassenen Lkw sein – sobald es zuverlässig einsetzbar ist. Eigentlich zeigt diese Forderung eine tiefe Hilflosigkeit, ja eine gewisse Frustration darüber, dass man bis heute ein so fehleranfälliges Verkehrssystem mit Toten und Verletzten hat.

Das es noch immer so viele Unfälle bedingt durch den toten Winkel gibt, liegt auch an mangelnder Aufklärung. Ein Radfahrer oder Fußgänger hat rechts neben einem Lkw nichts zu suchen. Eine nicht gerade kleine Fläche bleibt für mich als Fahrer unsichtbar. Da kann ich meinen Kopf noch so sehr verrenken. Gerade das muss bereits Kindern klar gemacht werden.

Wie soll so ein elektronisches Warnsystems eigentlich funktionieren? Vielleicht per Summton? Erklingt dieser, schau ich erst mal automatisch auf meine Instrumente, ob irgendeine Fehlermeldung aufleuchtet. Diese eine Sekunde Ablenkung reicht bereits, um den Blick von der Straße abzuwenden. Die Folgen wären ebenso verheerend.
Oder durch eine Warnmeldung im Außenspiegel? Diese mag vielleicht bei größeren Objekten wie Pkw anschlagen. Bei Fahrradfahrern oder gar Fußgängern habe ich da so meine Zweifel.

In den Niederlanden gibt es eine Regelung, die bereits seit Januar 2003 LKW-Besitzer verpflichtet, an ihren Fahrzeugen über 3,5 Tonnen einen vierten Außenspiegel, den sogenannten DOBLI-Spiegel (das ist ein Rückspiegel, der an der Front des Lkw unterhalb der Frontscheibe angebracht wird) anzubringen. Damit verringert sich die Größe des toten Winkels auf 4 %.
In Deutschland dagegen? Fehlanzeige! Nach Ansicht das Verkehrsministeriums löst dieser Spiegel das Problem nicht ausreichend, weil er angeblich die Sicht durch die Windschutzscheibe auf die Straße behindert.
Stattdessen ist seit 2009 ein Nahbereichsspiegel für alle Lkw ab 3,5 Tonnen vorgeschrieben. Dieser ist rechts über der Frontscheibe befestigt und deckt nur den vorderen rechten Bereich des Lkw ab. Für mich kann ich behaupten, dass dieser Spiegel seinen Zweck so gut wie nie erfüllt. Der eigentliche tote Winkel bleibt nach wie vor unsichtbar.

Die Gefahr bleibt also bestehen und meine Angst als Lkw-Fahrers einen Radfahrer oder Fußgänger zu übersehen, fährt weiter mit. Da helfen mir auch die halbgaren Forderungen einiger Politiker nicht wirklich weiter.

Unfall-Drama auf dem Weg zur Schule
ACHTUNG: Toter Winkel
Gefahr für Radfahrer durch den Toten Winkel
Homepage Katherina Reiche

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All Inclusive. Für nur € 80,00.

Einige Dinge die man so auf verschiedenen Seiten liest und auch unter Kollegen hört, sind ja schon unglaublich. Wie zum Beispiel die Sache mit den gekauften Führerscheinen und Fahrerkarten. Kurz zur Erinnerung: Bis September diesen Jahres muss jeder Lkw-Fahrer eine Grundqualifikation und Weiterbildung absolviert haben. Diese Lehrgänge werden durch den Eintrag der Schlüsselzahl 95 auf dem Kartenführerschein nachgewiesen.
Das ganze dauert 5×7 Stunden (also gesamt 35 Stunden) und kostet hier in Deutschland je nach Anbieter zwischen 250 und 700 Euro.

In Norwegen hat nun einer heraus gefunden, dass es in Litauen möglich ist, illegale Lizenzen zu erwerben. Gut, dass überrascht mich jetzt nicht besonders. In Polen oder auf dem Balkan wird es wohl auch möglich sein.
Nur wie einfach das teilweise geht, wundert mich schon. So lese ich auf diesem Blog, dass ein Mitglied der Straßenverkehrsorganisation Norges Lastbileier – Forbund ( NLF ) es schaffte, in Litauen einen gefälschten Führerschein und Personalausweis zu kaufen – für wirklich preiswerte achtzig Euro. Das in diesem Führerschein die „95“ bereits eingetragen war, versteht sich von selbst.

Auf diese Masche kam er durch einen litauischen Fahrer. Der behauptete Ihm gegenüber, mehr als eine Fahrerlizenz mit verschiedenen Identitäten zu besitzen. Er könne somit die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten ganz einfach umgehen. Ist die tägliche Fahrzeit voll, wechselt er die Fahrerkarte und fährt mit seiner neuen Persönlichkeit weiter.
Rund um die Uhr zu fahren, wäre also kein Problem. Bei einer Kontrolle zeigt man einfach den zur Fahrerkarte gehörenden Führerschein vor.

Roar Melum, so heißt der Norweger vom NLF, legte seine Unterlagen der Polizei in Trondheim vor. Dort war man erstaunt, dass es so einfach ist, einen Führerschein auf diese Weise zu bekommen. Die gefälschten Ausweise waren so gut, dass selbst die Polizisten Probleme hatten, einen Unterschied zu Originalpapieren zu erkennen.

Artikel auf lastebil.no
New License for € 80,00 (roadmaster561)

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Mobile Urwelt

Seit längerer Zeit verbringe ich mal wieder ein Wochenende auf einem Autohof. Diesmal in Oberbayern. An Versorgung mangelt es hier nicht. McDonald’s, Burger King, Subway und KFC sind in Reichweite, dazu natürlich die ultimative Tankstelle mit angeschlossenen Restaurant.
Oberhalb der Tanke findet man noch eine Spielothek, sowie ein Hotel mit irgendeinem Sexshop oder Pornokino im Erdgeschoß. Es ist also an alles gedacht.

Das was jedoch fehlt, ist eine einigermaßen akzeptable mobile Internetverbindung. Der Seitenaufbau geht so quälend langsam vor sich, man fühlt sich wirklich einige Jahre in die Vergangenheit zurück versetzt.

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Der Stress, die Hektik, das Unheil

Auf einer Autobahnraststätte in Westsachsen wurde ein Lkw-Fahrer von einem Kollegen mit einem Schraubenschlüssel attackiert. Eigentlich wollte der Mann nur einen Reifen wechseln.

Kurz nach der Weiterfahrt vom Rasthof Vogtland-Nord bemerkte ein 56-jähriger einen kaputten Reifen an seinem Gefährt. Noch auf dem Beschleunigungsstreifen hielt er an und stieg aus, um sich den Schaden anzuschauen. Da stürmte ein anderer Lkw-Fahrer mit einem Schraubenschlüssel auf Ihn zu. Ersterer rettete sich daraufhin per Laufschritt in seine Kabine und rief die Polizei.
Eine Streife der Autobahnpolizei war kurz darauf am Tatort und nahm die Personalien des Täters auf. Zum Tatmotiv machte er vor Ort keine Angaben.

Warum der eine den platten Reifen erst während der Weiterfahrt bemerkte und nicht bereits während der Pause? Keine Ahnung! Leider steht in der Polizeimeldung (vielen Dank an Andreas für den Tipp) nicht, wie lange die Pause war.
Bei einem kurzen Halt steige ich auch nicht immer aus. Oftmals werfe ich einen Blick in die Zeitung oder schließe für einige Minuten meine Augen. Sollte er aber neun, b.z.w. elf Stunden Pause gemacht haben, könnte man durchaus die fehlende Abfahrtskontrolle bemängeln. Spätestens dann wäre der platte Reifen aufgefallen.

Wieso sich der andere vom nochmaligen Halt des Pannenfahrers gestört fühlte? Keine Ahnung! Sicher spielen Stress und Hektik eine Rolle. Aber da ist ein lauter Brüller in der eigenen Kabine zigmal besser, als solch eine Konfrontation.
Immerhin konnte er wohl trotz des Aussetzers noch ein wenig klar denken und wartete auf die Polizeistreife. Andere wären weiter gefahren und hätten so die Sache noch verschlimmert.

Polizeimeldung: LKW-Fahrer geht mit Schraubenschlüssel auf Berufskollegen los

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Der Kunde ist König

Letzte Woche durfte ich in Oberitalien 25 Tonnen Flachstahl laden. Das war eine tolle Ladung. Dach auf, Hölzer und Antirutschmatten verteilen und schon kam das Zeug per Kran angeschwebt. Anschließend das ganze noch sichern und fertig. Nach nicht einmal dreißig Minuten war alles erledigt.

Anderthalb Tage später war ich beim Kunden in Deutschland. Trotz neuer Lagerhalle mit modernen Kran an der Decke musste ich die Seite öffnen. Dort war man der Meinung, entladen per Stapler ginge schneller, besser und sicherer. Nach einer Stunde war der Auflieger nicht mal halb leer.

Flschstahl

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