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Kategorie: World Wide Web

Links und rechts der (Daten-) autobahn

Nächste Woche muss darf ich nach England. Kommt ja nicht so oft vor. Das letzte mal vor genau drei Jahren. Hätten auch noch drei weitere Jahre werden können, aber kann man sich ja nicht aussuchen.
Aber wie auch immer. Mir ist aufgefallen, dass die Maut für Lkw ein Jahr ausgesetzt wurde. Heißt, dass im Zeitraum vom 01. August 2020 bis 31. Juli 2021 in Großbritannien keine LKW-Maut erhoben wird.

Grund ist die COVID-19-Pandemie. Die britische Regierung will so Transportunternehmen finanziell unterstützen. Wäre vielleicht auch in Deutschland ein Ansatz, um Frachtführer zu unterstützen.
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Habe gestern Abend ein wenig in meinem Bücherregal rumgestöbert. Da fiel mir ein Buch auf, welches ich mal vor fünfzehn Jahren oder so bestellt habe. Oh, dass ungeliebte Amazon zeigt mir grad an:

Sie haben diesen Artikel zuletzt am 28. Mai 2004 gekauft

Ist also schon über sechzehn Jahre her. Aber egal. Es geht um „Das bißchen fahren“ von Günther Plänitz, erschienen 1983, also vor 37 Jahren. Darin geht es speziell um die Situation im Güterfernverkehr, dem Alltag der Fahrer und die Zwänge, die es schon damals gab.

buch das bisschen fahren fernfahrer
Alt aber interessant

Na ja. Auch drei Jahrzehnte später gab es nicht viel neues. Kann man bei Diekmanns „Geschlafen wird am Monatsende“ (Amazon-Link) nachlesen.
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Apropo Amazon und null geändert. Da haben wir es mal wieder: Die Arbeitsbedingungen der Lkw-Fahrer für Amazon scheinen grenzwertig. Bricht der Konzern Gesetze?
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Mit zwei Promille Alkohol im Blut kann man schon mal eine Autobahn mit einem Parkplatz verwechseln.
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Und das nächste beSCHEUERte Fiasko: Die Kosten explodieren bei der Autobahn GmbH – 325 Millionen Euro statt 41 Millionen Euro. Verkehrsminister Scheuer ist nicht mehr als ein Quotenmann in der Bundesregierung.
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Chaos bei Containern Teil I
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Chaos bei Containern Teil II
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Ein Gruß vom Bürgermeister der Gemeinde Lehre in Niedersachsen, Andreas Busch:

Wahnsinn, es ist geschafft, ab Dienstag dürfen Brummifahrerinnen und -fahrer wieder in den Restaurants an den Autohöfen einkehren. Das hat heute das Land Niedersachsen auf seiner Internetseite veröffenlicht (Fundstelle unten).
Ich danke allen, die gemeinsam dafür gekämpft haben und ich danke auch ausdrücklich der Landesregierung, dass sie sich entschieden hat, etwas für diese Menschen zu tun. Auch dafür, dass bewiesen wurde, dass man mit demokratischen Mitteln viel erreichen kann.

Danke an unsere Landtagsabgeordneten, die sich eingesetzt und mir zugehört haben und ein Riesendank an die Chefin vom Autohof-Restaurant, Sibylle Rademacher, mit ihrem Team. Schön, dass Ihr so tapfer durchgehalten habt.Jetzt bin ich erstmal gerührt und freue mich tierisch.

Viele Grüße!

PS. Auch der NDR berichtete gestern Abend über die Öffnung der Raststätten und Autohöfe für Lkw-Fahrer.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Ich blockiere auch Autobahnen, sogar ab und an die linke Spur. Mich hat noch nie jemand Aktivist genannt.

Aber davon abgesehen. Der Lückenschluß der A 49 ist rechtsstaatlich legitimiert und trotzdem wollen Leute den Rechtsstaat und seine Entscheidungen nicht hinnehmen? Können die machen. Nur dann sollten die nicht Aktivisten, sondern Anarchisten genannt werden.
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Er zählt mit. Fahrer Nummer 46, der in diesem Jahr an einem Stauende ums Leben kam.
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Wer bei Post-, Kurier- und Expressdiensten arbeitet, verdient wenig. Ist ja nichts neues. Nur bei „spiegel.de“ klingt das nicht so übel:

Arbeitnehmerinnen bei Post-, Kurier- und Expressdiensten werden damit vergleichsweise schlecht bezahlt. 2019 erhielten Vollzeitbeschäftigte im Mittel 2924 Euro brutto im Monat.

spiegel.de

Knapp dreitausend Euro brutto im Monat? Wie kommt man auf solche Zahlen? Statistisches Bundesamt? Das Leute die bei DHL oder UPS angestellt sind, etwas besser als ihre Kollegen bei Hermes, GLS, DPD, Amazon und wie die Paketdienste alle heißen, verdienen, schon klar. Aber ziehen die erstgenannten den Lohnschnitt soweit nach oben?
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1053 Verstöße gegen das Verbot, die regelmäßige Wochenruhezeit im Fahrzeug verbringen. Das Ergebnis eines Kontrollwochenendes? Ach nee, eines ganzen Jahres.
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Eine dänische Firma wirbt über eine polnische Tochterfirma philippinische Fahrer an, damit diese in Westeuropa arbeiten. Natürlich unter miserablen Bedingungen.
Sie lebten in ihren Fahrzeugen, kochten provisorisch im Freien, wuschen ihre Wäsche auf Parkplätzen.

Nach der Enthüllung hatte das Unternehmen Nordic Transport Group (NTG) auf Drängen von Kunden die Zusammenarbeit mit Kurt Beier beendet mit der Begründung, dass durch die schlechte Behandlung der Fahrer ein Vertragsbruch vorliegt.

Jetzt streiten sich beide Transporteure vor Gericht. NTG fehlten plötzlich fünfzig Lkw, die Beier bisher einsetzte. Der Schaden ca. zwei Millionen Kronen. Geld, dass die Firma als Schadenersatz von Kurt Beier fordert.
Beier wiederum fordert seinerseits zwei Millionen Kronen von NTG mit der Begründung, dass Vereinbarungen nicht eingehalten wurden und damit Einbußen entstanden. Wird bestimmt spannend.
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Wo bleiben eigentlich meine bestellten Pakete mit all dem Zeug, welches ich an Weihnachten verschenken wollte? Oh, hängen sicher noch irgendwo in einem Container aus China fest.
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Eine Sicherheitsübung der Verkehrssicherheitsberatung der Kreispolizeibehörde Höxter, bei der Kinder lernen, welche Gefahren von Lkw ausgehen. Gute Sache. Nicht ganz so gut finde ich, dass das Unheil im „toten Winkel“ lauern soll.

Den gibt es tatsächlich. Nämlich genau hinter dem Lkw. Um den zu umgehen, gibt es Einweiser. Der Rest ist durch Spiegel einsehbar. Das Problem dabei ist, dass ich als Fahrer nicht sechs Spiegel und den Verkehr links und vor mir gleichzeitig im Blick behalten kann. Sollten Verkehrssicherheitsberater wissen und das so ihren Schützlingen mitteilen. Stattdessen wird die Mär verbreitet, dass der tote Winkel, in dem einen der LKW-Fahrer nicht sehen kann, riesig groß ist.
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keine coca cola trucktour im jahr 2020
Die Coca-Cola Weihnachtstrucks bleiben in der Garage

Apropo Weihnachten. War irgendwie klar, dass auch die Coca-Cola-Weihnachtstrucks dem Coronavirus zum Opfer fallen. Während die Trucks im vergangenen Jahr noch in zehn deutschen Städten Halt machten, fällt die Tour im Jahr 2020 komplett aus.
Aber alles kein Grund zur Beunruhigung. Denn dafür gibt es ein Video, welches an die wahre Magie von Weihnachten erinnern soll. Wie schön.

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Weitere Informationen

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10% müssten die Transportkosten steigen, damit jede LKW-Fahrerin und jeder LKW-Fahrer zu fairen Löhnen und fairen Arbeitsbedingungen in der Speditionsbranche arbeiten könnten. Da die Transportkosten nur 2% des Warenpreises ausmachen, würden die Verbraucher*innen die Verteuerung um 0,2 % kaum spüren.

Ismail Ertug, Mitglied des Europäischen Parlaments

Wer sich nur die erste Minute dieses SWR-Beitrages anschaut wird merken, dass die Speditionsbranche von fairen Bedingungen, egal ob es um Lohn oder Arbeit geht, weit entfernt ist. Ich behaupte jetzt einfach mal, steigen Transportkosten, die Kohle landet überall, nur nicht beim Fahrer.
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Auch der Zustand vieler einiger Lkw ist fragwürdig.
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Die Lkw müssen rollen. Immer.
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Macht Corona fresssüchtig? Oder warum muss auch am siebten Tag der Woche irgendwelcher Kram transportiert werden?
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Na, erinnert sich noch jemand? Mehrere Jahre versuchte das BKA eine Serie von Schüssen auf Autotransporter aufzuklären. Begonnen hat es im Juli 2008. Am Ende wurde ein Lkw-Fahrer überführt, der mehr als 700-mal auf Autotransporter, andere Fahrzeuge und Gebäude geschossen haben soll.

Am Donnerstag wurde wieder ein Lkw-Fahrer beschossen.Tatort war die A 7 bei Fulda. Der Mann wurde schwer verletzt.
Gute Besserung dem Kollegen. Ich hoffe, die Polizei findet den oder die Bekloppten. Irgendwie drehen mittlerweile viele am Rad.
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Mittwoch: In Frankreich waren Raststätten geschlossen. Fahrergewerkschaften drohten mit Streiks.

Freitag: Proteste und die Androhung von Streiks haben in Frankreich Wirkung gezeigt: Seit heute sind 250 Raststätten wieder für die Fernfahrer geöffnet.

Schon irgendwie irre, welchen Einfluss Gewerkschaften haben können.
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Keine Ahnung, wie da jemand den Überblick behalten kann. Aber der Journalist Jan Bergrath zählt mit. Laut ihm war es der 43. Lkw-Fahrer, der dieses Jahr an einem Stauende zerschellt verstorben ist.
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Deutschland: Abgedrängt, ausgebremst, beleidigt, Geschwindigkeitsverstöße >>> 300 Euro Sicherheitsleistung.

Italien: Fehlender Stempel auf einem Frachtbrief >>> 2 000 Euro. Und keine Diskussionen.
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Zur Einführung der fahrleistungsabhängigen Lkw-Maut 2005 auf deutschen Autobahnen wurde hoch und heilig versprochen, dass System nicht zur Überwachung einzusetzen und das die gesammelten Daten ausschließlich für die Mautabrechnung verwendet werden. Jetzt will der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) individuelle Lkw-Mautdaten zu Kontrollzwecken nutzen.

Klar gibt es dafür auch einen Grund. Nämlich die Einhaltung der europäischen Sozial- und Marktvorschriften im Straßengüterverkehr besser kontrollieren zu können. Konkret geht es dem BGL um die Missachtung der Kabotage speziell durch ost- und südosteuropäische Transportunternehmen.

Leute. Befinden wir uns nicht im Zeitalter der Digitalisierung? Sollte es da nicht längst bessere Verfahren geben?
Gibt es. Nennt sich digitaler Frachtbrief. Spart nicht nur Papier, sondern auch Geld. Der niederländische Frachtführerverband TLN nennt sogar Zahlen. 180 Millionen Euro jährlich könnte der Logistiksektor durch den e-CMR einsparen. Das entspricht einer Summe von ungefähr 4 Euro pro Frachtbrief.

Aber nicht nur das, Dieses System beinhaltet heute schon Standorte und Bewegungen. Also Absender und Empfänger, Fahrer, Fahrzeug, Transportunternehmen. All diese Infos sind auch in einem digitalen CMR verpflichtend.
Na, merkt Ihr was? Der digitale Frachtbrief könnte also auch die Kontrolle von Kabotagefahrten und die Ahndung illegaler Kabotage durch das Bundesamt für Güterverkehr erleichtern. Und das ohne die Mautdaten aufzuweichen.
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Noch eine Aufweichung: Während die IHK Niedersachsen noch fordert, dürfen in NRW bis Mitte Januar Lkw auch sonntags fahren.

Was ein Dummfang. Es gibt keinen Mangel an irgendwas. Reichen knapp sechs Tage nicht aus, um Ware zu transportieren? Muss jetzt wieder der Sonntag her? Oder zählt nur die Gier nach noch billigeren Frachtraum? Denn kleine Transporteure profitieren von dieser Ausnahme wohl kaum.
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Vom festgefahrenen Lkw auf dem Feld bei Eisfeld gibt es auch eine Polizeimeldung. Die gute Nachricht. Ein Navi hat dieses mal keine Schuld. Die schlechte? Bei 2, 47 Promille scheint es keinen Unterschied zwischen einem abgeernteten Kartoffelfeld und einer südthüringischen Bundesstraße zu geben. Also besser nicht ausprobieren.
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Florian schickte mir dieses Bild:

lkw auf einem feld festgefahren
Lkw auf Abwegen

Was der Fahrer auf dem Acker wollte, war ihm schleierhaft. Zwischen den Leitplanken nur eine Durchfahrt, damit der Bauer sein Feld befahren kann. Dahinter fünf Meter asphaltierte Fläche, danach unbefestigte Flora. Wie es oft zu sehen ist.

Ob der Fahrer drehen wollte? Auch unwahrscheinlich. Denn jeweils drei,- vierhundert Meter in jede Richtung gibt es einen Kreisverkehr. Wäre also ganz easy gewesen. Eigentlich.

Aber vielleicht ist es manchmal besser, nicht nach dem „warum?“ zu fragen.

Kleines Update. Florian schreibt, da ist nichts asphaltiert. Nicht mal ein kleines Stück, geschweige denn fünf Meter. Hab ich wohl falsch gelesen.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Die Grünen wollen, dass Lkw ohne Abbiegeassistent künftig nicht mehr durch geschlossene Ortschaften fahren dürfen.
Ich habe da eine andere Idee. Warum es nicht erstmal mit getrennten Ampelphasen versuchen? Und/oder Absperrgitter an besonders gefährlichen Kreuzungen und Einmündungen, durch die Fußgänger und Radfahrer gezwungen werden, die Straße zehn-, fünfzehn Meter weiter hinten zu überqueren, um damit besser gesehen zu werden?

Wie wäre es mit mehr Platz für Radfahrer? Also breite und vor allem durchgängige Radwege, die mit Barrieren vom Auto- und Lastverkehr geschützt und gut einsehbar sind.

neuer radweg in mühlhausen
Neuer Radfahrstreifen in Mühlhausen

Aber willkommen in Deutschland. Solange nach einem Straßenausbau solche Radwege übrig bleiben, braucht mir niemand mit irgendwelchen Durchfahrtsverboten kommen. Wer so etwas trotzdem fordert, ist doch nicht mehr ganz proper.
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Gute Nachrichten. Auch in Österreich verzögern sich große Bauvorhaben. Wie beim Brenner-Basis-Tunnel, auch liebevoll BBT genannt.
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Neue Einschränkungen auch bei Tank&Rast an der Autobahn. Die üblichen Fernfahrergerichte wie Bock- und Currywurst, Frikadellen und Pizza wird es aber auch weiterhin geben. Ich muss also nicht verhungern.

Aber das tangiert mich nicht. Nutze die eh kaum. Wenn dann die angeschlossenen Sanitairanlagen oder ab und an die Fastfoodtheke. Wenn es die denn gibt. Aber selbst der Nordsee – Stand ist kaum eine Alternative. Da wird der Fisch meist so lange gebraten, bis er fast zerbröselt.
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Die Logistikbranche, ein holder Hort der Fairness. Rumänische und bulgarische Fahrer der Spedition van Steenbergen aus Aarendonk in Belgien kontaktierten Ende 2018 den belgischen Verband BTB-ABVV und erzählten, dass sie Dokumente auf Englisch unterschreiben mussten, in denen sie sich bereit erklärten, ihre Tagegelder zu kürzen.

Bei unseren westlichen Nachbarn wird bei solchen Verdächtigungen nicht lange gefackelt. Gegen Verantwortliche der Firma ermitteln belgische Behörden wegen Sozialdumping und Sozialbetrug. Vier Personen wurden festgenommen, gegen weitere zehn wird ermittelt.

Wie das abläuft? Eigentlich ziemlich simpel: Eine Firma gründet Briefkastenfirmen, die rumänische und bulgarische Fahrer beschäftigen. Im Fall van Steenbergen z.B. Q Trucking Slovensko. Dort bekommen die Fahrer slowakische Arbeitsverträge und werden für 500 Euro brutto pro Monat beschäftigt.
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So passieren schwere Lkw-Unfälle
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Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass in der Lkw-Maut keine Kosten für die Verkehrspolizei einberechnet werden dürfen. Denn diese Kosten fallen unter hoheitliche Befugnisse des Staates und nicht unter Betriebskosten. Genau das ist aber in Deutschland passiert.

Geklagt hatte ein polnischer Spediteur. Er fordert eine Rückzahlung deutscher Autobahnmaut aus den Jahren 2010 und 2011. Aus seiner Sicht verstoßen die Mautsätze gegen die EU-Wegekostenrichtlinie. Wichtigster Streitpunkt waren dabei die Kosten für die Verkehrspolizei. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte den Europäischen Gerichtshof in diesem Musterprozess um Klärung mehrerer Fragen gebeten.

Eigentlich unglaublich, dass wir Richter in Luxemburg brauchen, die so etwas feststellen.
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