Im Büro einer Firma bei Piacenza hat man mich gerade Maik Entenmann genannt, obwohl auf der Anmeldung groß und deutlich Maik Erdmann steht.
Nenne ich die jetzt halt alle Luigi.
Kategorie: Unterwegs
Ich stehe gerade auf einer Baustelle in Südtirol. Schon die Anfahrt war ein Krampf. Man sieht das Gelände, weiss aber nicht, wie man da hinkommen soll. Nach einer Stunde Sucherei und Fragerei erklärte mir ein Anwohner, welche Gasse ich befahren muss.
War letztlich eigentlich ganz einfach – wenn man es weiss.
Jetzt gibt es Probleme mit dem einzigen Stapler auf der Baustelle. Kein Diesel im Tank. Gerade ist man auf der Suche nach einigen Litern. Kann sich also nur noch um Stunden handeln.
7 KommentareDer erste Schnee am Brenner. Und ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Ehrlich, ich fand es cool. Jetzt stehe ich irgendwo bei München und hier ist wieder alles grau. Selbst einige beleuchtete Buchstaben, die den Namen der Tankstelle anzeigen, flackern nur müde in die Nacht.

Vor vier Monaten bekam mein Auflieger auf der linken Seite eine neue Plane. Grund war ein langer Riss, den der Fahrer einer nordhessischen Spedition beim Rangieren mit seinem Lkw verursacht hatte.
Gestern Nachmittag blieb der nächste hängen und das vollig unnötig.
Stau auf der A3 bei Aschaffenburg. Ich stand auf der rechten Spur, links neben mir ein Lkw aus Unterfranken. Ob es dessen Fahrer plötzlich öde wurde oder ein Geistesblitz in seinem Kopf einschlug? Keine Ahnung!
Plötzlich zog er nach rechts, ich wich etwas auf den Standstreifen aus. Wo sollte ich auch sonst hin, kann mich ja nicht in Luft auflösen. Was folgte, war ein kurzes Wortgefecht zwischen uns beiden, welches seinen Abschluss mit einem Foto von mir fand, welches er mit seinem Handy machte.
Ich habe keine Ahnung, was diese neuartigen Spielchen sollen. Respekt verschafft man sich dadurch eher nicht.
Aber nun gut. Plötzlich zog er wieder auf seine Spur, übersah dabei aber, dass seine Zugmaschine zu nah an meinem Auflieger war. Das Heck schwenkte aus und krachte gegen meinen Sattel. Den Rest kann sich jeder denken.
Dummerweise begann der Stau sich langsam aufzulösen. Während ich auf den Standstreifen fuhr, um mir den Schaden anzuschauen, gab der andere Gas. Und war weg. Blöd für Ihn, dass der Name der Firma für die der fuhr, groß auf der Plane stand.

Das anschließende Telefonat mit dessen Vorgesetzten verlief erfreulich. Habe ich auch nicht anders erwartet. Mein Arbeitgeber soll sich bei denen melden, dann wird alles geregelt. So wurde mir das zumindest erzählt. Da ich ja noch immer der Meinung bin, unter mittelständischen Transporteuren zählt so ein Satz, glaube ich das auch erst mal.
Klar, ich hätte auch die Polizei rufen können. Fahrerflucht und so. Aber der hatte vielleicht nur einen schlechten Tag. Hoffe ich zumindest. Sollte dessen Firma wider erwarten doch noch Probleme machen, erfahrt Ihr das natürlich.
1 KommentarAuch wer Hunger hat, sollte seinem Navi nicht blind vertrauen. Kleiner Tipp: Stellt den Ton vorher leiser. Für die Teens im Auto ist dieses Ereignis der Hit des Jahres:
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In den frühen Morgenstunden hatte es nahe Magdeburg einen schweren Unfall mit mehreren Lastwagen gegeben. In der Nähe von Lostau blieb zunächst ein Lkw auf einer Brücke liegen. Kurz danach raste ein zweiter Lkw in das Fahrzeug, durchbrach die Leitplanke und stürzte in die Tiefe. Der Fahrer kam dabei ums Leben.
Quelle: MDR
Am Nachmittag bin ich von der A 14 kommend am Kreuz Magdeburg auf die A 2 Richtung Hannover gefahren. Dort war ausreichender Abstand zwischen vielen Lkw ein Fremdwort und überholt wurde trotz eines zeitweiligen Verbots ohne Ende – und das, obwohl viele der Kollegen gerade an der Unfallstelle auf der Gegenspur vorbei gefahren sind. Das ist schon irgendwie unglaublich.
Was ich nicht verstehe. Das Gegenstück zur deutschen A 2 ist die italienische A 4 von Triest über Venedig und Mailand nach Turin. Auch da sind viele Osteuropäer unterwegs. Nur läuft es dort wesentlich besser. Vielleicht wirken höhere Strafen doch erziehend oder abschreckend.
3 KommentareVor einigen Wochen brachte mich ein Kollege auf die Idee, statt über Basel und dem Gotthardtunnel, via Bregenz und San Bernardino Richtung Mailand zu fahren. Der Umweg vom Startort in Mittelhessen würde nur knapp fünfzig Kilometer betragen. Zudem vermeidet man den Dauerstau am Zoll vor Basel, sowie die Zwangshalte im Schwerverkehrszentrum Erstfeld, sowie bei Biasca.
Diese Woche habe ich diese Strecke zum zweiten Mal befahren und ich bin positiv überrascht. Die Ausstellung des T2 am Zollhof in Wolfurt geht fix vonstatten, die Einreise in die Schweiz noch schneller. Gut, im Winter werde ich wohl meine altbekannte Strecke bevorzugen.
Wer mich aber bis dahin in Basel vermissen sollte, findet mich im Osten der Schweiz.

Gotthardtunnel
Schwerverkehrszentrum Erstfeld
San Bernardino
Blogleser Rainer weist auf eine geplante Änderung in Österreich hin. Die dortige Verkehrsministerin Bures will einen Gesetzesentwurf in Begutachtung schicken, in dem Sie ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen auf der ganz linken Spur auf Autobahnen durchsetzen will. Gelten soll das Verbot auf drei- und vierspurigen Abschnitten.
Mir war nicht bekannt, dass ich in Österreich mit einem Lkw die dritte Spur befahren darf. In Deutschland ist das verboten. Von daher berührt mich dieses voraussichtliche Verbot nicht besonders. Allein schon deshalb, weil ich es bisher nicht vermisst habe.
Link: Bures will Lkw-Fahrverbot auf linker Autobahnspur
Bundesministerin Doris Bures
Straßenverkehrsordnung Österreich
