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Kategorie: Unterwegs

Links und rechts der (Daten-) autobahn

Diese Woche hatte es irgendwie in sich. Also in negativer Hinsicht. Da war z.B. diese Lkw-Irrfahrt durch Oberfranken. Im Drogenrausch lieferte sich ein Lkw-Fahrer eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Erst mit dem gezielten Einsatz des Scheinwerfers eines Hubschraubers konnte der Lkw gestoppt werden.

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Auf der A 3 bei Wiesbaden verursachte ein osteuropäischer Lenker einen schweren Unfall. Er fuhr unbeleuchtet von einer Raststätte auf die Autobahn, drängte dabei einen anderen Lkw ab. Der widerum versuchte auszuweichen und kollidierte dabei jedoch mit einem Pkw. Glücklicherweise gab es hier keine Verletzten. Allerdings wurde beim Unfallverursacher eine Atemalkoholkonzentration von 3,26 Promille festgestellt.

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In Brandenburg wird ein zehnjähriges Mädchen durch einen rechtsabbiegenden Lkw erfasst und überrollt. Die kleine stirbt einige Stunden später im Krankenhaus.
Das Kind hat alles richtig gemacht. Bei rot gewartet, bei grün losgefahren. Wer hier einen Fehler gemacht hat, ist der Fahrer des Lkw – und genau das ist meine Urangst. Nämlich das ich auch mal einen Fußgänger oder Radfahrer übersehe. Trotz Vorsicht und ständigen Schauen in alle Spiegel. Ich hoffe echt, dass ich niemals in solch eine Situation komme.

Solange Lkw nicht serienmäßig mit verfügbaren Abbiegeassistenten ausgerüstet sind, sollten Ampelanlagen so geschaltet werden, dass der Abbiegeverkehr nicht zur gleichen Zeit grün hat, wie Radfahrer und Fußgänger. Schon möglich, dass der Durchfluss des fließenden Verkehrs an diesen Kreuzungen geringer wird. Aber wenn dadurch Leben geschützt werden, sollte das doch trotzdem möglich sein.

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Den Gewinn von DAF habe ich auch verarbeitet. Also durchgelesen. Wer Interesse an dem Buch „Spur der Laster“ hat, kann dies bis zum 2. Februar in den Kommentaren kundtun. Viel Glück.

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Die Launen der Natur

Och je. Die Autobahn hoch zum Gotthard ist wegen einer Schlammlawine für unbestimmte Zeit gesperrt. Und da ich die Nacht schon bei Erstfeld, also quasi unterhalb vom Gotthard verbrachte, habe ich nun zwei Möglichkeiten.

Entweder stehen bleiben und die Sperrung abwarten oder zurück, um über Zürich, Chur und dem San Bernadino Richtung Italien zu fahren. Wäre natürlich ein arger Umweg und die Mautkosten würden sich auch fast verdoppeln.
Aber wohl trotzdem besser, als eventuell bis morgen sinnlos herum zu stehen.

Also, Entscheidung ist gefallen. Ausserdem ist fahren eh meist besser als stehen.

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Werbung: Die Maut wird ausgeweitet

Tja. Im Juli ist es soweit. Dann wird die Lkw-Maut in Deutschland auf alle Bundesstraßen ausgeweitet. Damit umfasst das mautpflichtige Streckennetz dann ungefähr 52 000 Kilometer. Aber nicht nur das. Auch rund 30 000 Unternehmen werden dann erstmals von der Maut betroffen sein. Denn die betrifft nicht nur Firmen aus dem Transport- und Logistikbereich, sondern auch viele andere Branchen, die regional unterwegs sind.

Lkw Maut ab 1. Juli 2016

Bereits seit Anfang des Jahres werden die derzeit rund 1,1 Millionen OBUs auf die zentrale Mauterhebung schrittweise umgestellt. Die Software wird dabei über Mobilfunk aktualisiert. Lkw müssen dafür also nicht in eine Werkstatt. Wurde diese Umstellung durchgeführt, erkennt man das an einer neuen Anzeige auf dem Gerät. Das bisher übliche akustische Signal bei Durchfahrt eines Streckenabschnittes sowie die Anzeige des Mautbetrages entfallen. Also nicht wundern, wenn es nicht mehr piept.
Die Umstellung soll im 2. Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.

Registrierung bei Toll Collect

Wenn in einem Lkw noch keine OBU eingebaut ist, registriert sich das Unternehmen zunächst bei Toll Collect. Das funktioniert über das Toll Collect Kunden-Portal. Ist das passiert, können u.a. die Fahrzeuge selber an- und abgemeldet werden, Adresse und weitere Daten geändert oder eine neue Zahlungsweise beantragt werden. Die Zugangsdaten für das Kunden-Portal erhalten Neukunden direkt bei der Online-Anmeldung.

Nach der Registrierung können zertifizierte Werkstätten die On-Bord Unit einbauen. Diese Servicepartner findet man auf der Toll Collect-Homepage. Das Gerät selbst ist kostenlos, nur die Kosten für den Einbau muss das Unternehmen selbst tragen.

Mautgeraet Toll Collect

Fotograf Berthold Litjes
Anzeige auf Deutsch nach Umstellung auf zentrale Mauterhebung ab Ende Oktober 2017

Auch bei der manuellen Einbuchung gibt es Änderungen. So soll das System flexibler werden. Im Mittelpunkt steht zukünftig die Online-Einbuchung. Die bisherigen Mautstellen-Terminals sollen lediglich ergänzen, so das deren Anzahl verringert werden kann.
Auch nicht registrierte Kunden können künftig online einbuchen. Dazu kann jedes internetfähige Endgerät verwendet werden. Ausserdem soll ab Frühjahr 2018 eine App die Einbuchung über Smartphone und Tablet erleichtern.

Welche Zahlungsmittel

Laut Toll Collect ist die Einbuchung in Deutsch, Englisch, Polnisch und Französisch möglich. Desweiteren führt der Mautbetreiber zusätzlich zu den anderen Zahlungsmitteln wie Kreditkarte oder Tankkarte, als Zahlungsart die paysafecard ein. Diese ist sowohl online, als auch in Kiosken und Postämtern erhältlich.

Weitere Infos zu diesem Thema sind auf der Website von Toll Collect nachzulesen oder in der hier als Download verfügbaren Broschüre.

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Och nee

Halb drei bei München losgefahren, nur um drei Stunden später bei Würzburg in einer Vollsperrung zu stehen. Ach Leute, manchmal ist es zum erbrechen.

Stau bei Würzburg

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Planung bringt nix

Fast zwei Stunden gebraucht, um über den Brenner zu kommen und nun ist meine gut durchdachte Planung im Eimer. Denn eigentlich wollte ich noch vor Mittag zwei Kunden schaffen. Am Nachmittag noch drei und der Auflieger wäre leer gewesen.

Schnee am Brenner

Aber nix da. Ein bissel Schnee und Eis und alles steht. Jetzt warte ich über Mittag beim ersten Kunden in Bozen. Deren Pause ist natürlich ausgedehnt, von zwölf bis zwei. Aber alles wird gut. Wir haben ja erst Dienstag.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

In den Linkverweisen dreht sich diesmal alles um Italien. Allein daran merkt Ihr schon, dass mein Urlaub langsam zu Ende geht. Was jetzt folgt, ist ein tiefes seufzen…

Aber zum Thema: Auf fast allen italienischen Autobahnen wurden Anfang Januar die Mautsätze angehoben. Besonders spürbar wird das auf der A5 zwischen Aosta und dem Mont Blanc. So zahlt man jetzt auf der 31,4 Kilometer langen Strecke zwischen Aosta Ovest und Morgex nun 8,40 Euro statt wie bisher 5,60 Euro.
Aber dieser Abschnitt ist für mich uninteressant. Da fahre ich eh nie lang. Spannender wird es da auf der A4 zwischen Mailand und Turin. Da steigen die Mautsätze um 8,34 Prozent. Noch drastischer fällt die Erhöhung im Bereich der Milano Serravalle-Milano Tangenziali S.p.A. aus. Dort nämlich um 13,91 Prozent.
Auf der Brennerautobahn bleibt es moderat. Dort wird es etwa um 1,67 Prozent teurer. Im italienischen Durchschnitt liegt die Mauterhöhung gegenüber dem Vorjahr 2016 bei 2,74 Prozent.

Seit Oktober 2017 gab es nach Feiertagen auf der Tiroler Seite der Inntalautobahn mehrfach eine Lkw-Blockabfertigung. Mit dieser Maßnahme wurde versucht, den Verkehr auf den Transitstrecken durch Tirol zu begrenzen. Die Folge waren aber kilometerlange Staus und Verkehrsbehinderungen in Deutschland und Italien.

Um das zu verhindern, sollte ein „Brenner-Gipfel“ durchgeführt werden, bei dem Deutschland, Österreich und Italien gemeinsam mit der EU-Kommission eine Lösung für die Verkehrssituation auf dem Brennerkorridor finden wollten. Dieser war ursprünglich schon für Mitte Dezember geplant, wurde dann aber auf den 8. Januar verlegt.
Aber auch dieser Termin wird sich erneut verschieben. Der deutsche Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) soll das Treffen überraschend abgesagt haben. Als offizielle Begründung seien die Sondierungsgespräche zur Bildung einer Koalition zwischen Union und SPD in Deutschland genannt worden.
Die nächste Blockabfertigung wird es just am 8. Januar geben. Also an dem Tag, an dem der Gipfel eigentlich durchgeführt werden sollte. Was für ein perfektes Timing.

Die Lkw-Fahrverbote in Italien für 2018 wurden bekanntgegeben. Wie bereits in den Vorjahren gilt grundsätzlich sonntags ein Fahrverbot zwischen 9 und 22 Uhr. In den Sommermonaten Juni, Juli, August und September beginnt das sonntägliche Lkw-Fahrverbot bereits morgens um 7 Uhr. Eine genaue Übersicht ist hier zu finden: Lkw-Fahrverbote für 2018.
Was mir an dieser Aufzählung auffällt? Haben die Italiener wirklich drei Nationalfeiertage? Wie glücklich muss dieses Volk doch sein. Aber zur Auflösung: Der 25. April ist der Tag der Befreiung und der 8. Dezember Mariä Empfängnis. Einzig der 2. Juni ist der Festa della Repubblica, also der Nationalfeiertag.

Und immer wieder diese Katastrophen, auch in Italien. Auf der A21 südlich von Brescia kamen am Dienstag sechs Menschen bei einem Unfall ums Leben. Nach Angaben der Polizei rammte ein Lastwagen das Auto einer Familie. Dieser wurde gegen einen Tankwagen geschleudert, der explodierte und in Flammen aufging. Die fünf Insassen des Wagens, darunter zwei Kinder, und der LKW-Fahrer starben, der Fahrer des Tanklasters konnte sich lebend retten.

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Wo gehobelt wird…

Wenn unser betriebsinterner Rangierer loslegt, sollte man besser Abstand halten. Ansonsten geht es einem, wie der Stoßstange meines Lkw.

Der Kollege wollte eine Wechselbrücke an eine Rampe stellen, schaut nach links, lenkt nach rechts und schon knirscht es. Da hat er sich in seiner Hektik ein wenig verschätzt. Aber wo gehobelt wird…

Ärgerlich auch für ihn. Denn er musste unseren Chef anrufen und den Schaden beichten. Sieht zwar unschön aus, hätte aber schlimmer und teurer ausgehen können. Nämlich dann, wenn er den Scheinwerfer erwischt hätte.

Stoßstange kaputt

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