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Kategorie: Presse

Nachwuchsprobleme

Die „Thüringer Allgemeine“ berichtet heute über Transportunternehmer, denen der Nachwuchs ausbleibt.

Zum Beitrag >>>

Tja. Wer jahrelang Löhne zwischen 1 600 und 2 000 Euro Brutto zahlt, braucht sich darüber nicht wundern. Dazu kommen lange Arbeitszeiten, im Fernverkehr ein kaum vorhandenes Privatleben und ein öffentliches Images, welches kaum noch zu unterbieten ist.
Letzteres übrigens auch Dank der Medien.

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Nur noch Bekiffte

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat nichts mit dem Straßengüterverkehr zu tun. Das ist ein Lobbyverein, der sich für den öffentlichen Personennahverkehr und den Schienengüterverkehr stark macht.
Also eigentlich Dinge, die durchaus zu begrüßen sind. Dumm wird es nur, wenn es persönlich wird.

Genau das wurde es vor einer Woche. Bei einer Diskussionsrunde, zu der die CDU-Landesfraktion Niedersachsen nach Lehrte eingeladen hatte, sagte der Geschäftsführer des VDV, Holger Kloth, dass eine Vielzahl der schweren und tödlichen Unfälle auf der A2 auch auf den zum Teil massiven Drogenkonsum der Fernfahrer zurückzuführen sind.
Diese Meinung ist auch Alexander Zimbehl, der stellvertretende niedersächsische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft. Auch er betonte, dass das Fahren unter dem Einfluss von Rauschmitteln generell zugenommen habe.

Lkw-Fahrer sind ein Schnitt unserer Gesellschaft. Demzufolge dürften nicht mehr bekiffte Brummifahrer unterwegs sein, als Pkw-Lenker. Ich denke aber eher weniger. Zum einen gibt es weniger Lkw auf unseren Straßen, zum anderen liegt der Altersschnitt bei Lkw-Fahrern wesentlich höher.

Mich würde schon interessieren, wo die Herren Kloth und Zimbehl ihr Wissen über den zum Teil massiven Drogenkonsum der Fernfahrer her haben. Denn das haben die ja behauptet. So zumindest suggeriert es die Überschrift in der „Hannoversche Allgemeine“.


Drogen


Quelle: Hannoversche Allgemeine

Aber vielleicht sind diese Aussagen auch einfach nur in der Hitze dieser Diskussion entstanden. Das ändert aber nichts daran, dass hier (mal wieder) ein, nämlich mein, Berufsstand pauschal verurteilt wird. Und das finde ich schon ärgerlich.

Bei dieser Veranstaltung war auch der Präsident des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen, Adalbert Wendt, anwesend. Was sagt der eigentlich zu diesen Anschuldigungen? Denn schließlich sind im GVN rund 3 400 Unternehmen des privaten niedersächsischen Verkehrsgewerbes organisiert – mit vielen tausend Angestellten und somit auch eben so vielen potenziellen Drogenabhängigen.

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Unauffindbare Griechen

Spiegel Online berichtete über gestrandete Fernfahrer aus Griechenland. Angeblich sollen derzeit hunderte griechische Lastwagenfahrer auf Europas Autohöfen und Rastplätzen stranden, weil ihnen das Geld zum Tanken fehlt und ihre Kreditkarten nicht mehr akzeptiert werden.

Also ich habe noch keine entdeckt. Weder in Deutschland, noch in Österreich und auch nicht in Italien. Keine Ahnung, in welchen Löchern Redakteure von SpOn wieder herum wühlten.

gestrandete Griechen

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Diskussion um das Thema Sozialdumping

Übermorgen, also am Sonntag den 12. Juli, sendet der deutschsprachige Belgischer Rundfunk (BRF) von 10.00 – 12.00 Uhr eine Podiumsdiskussion, die das Zentrum für Aus- und Weiterbildung Eupen (kurz ZAWM) im BRF-Funkhaus veranstaltet hat. Darin geht es um Sozialdumping im Transportsektor.

Es diskutieren:

  • Raymond Lausberg, Autobahnpolizist in Battice
    Udo Schiefner (SPD), Mitglied des deutschen Bundestags
    Isabelle Weykmans, DG-Ministerin für Beschäftigung
    Edwin Atema, ehemaliger Berufskraftfahrer und Gewerkschafter
    Bernd Kreutz, Transportunternehmer
    Jan Bergrath, Journalist
  • Dabei geht es u.a. um den Vorwurf, wieso in Belgien und Frankreich intensiv kontrolliert wird, ob Ruhezeiten eingehalten werden. In Deutschland dagegen nichts passiert. Also zumindest im Bezug auf die Wochenendruhezeit. Da sind die Kontrollorgane noch immer der Meinung, Fahrer dürfen während ihrer Ruhezeit nicht gestört werden.

    Einen kleinen Vorgeschmack darauf könnt Ihr hier hören: >>>

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    Sie haben Post

    Johannes schickte mir einen Programmhinweis. Vielen Dank dafür.

    Hallo Maik,

    lese deinen Blog schon länger und gerne! Danke für die guten Einblicke und Infos.

    Wollte dich kurz drauf hinweisen, dass auf dem ZDF gerade eine Doku-Reihe über Trucker läuft. Vom Stil her ist die Sendung vielleicht nicht jedermanns Sache, aber man bekommt schon einen gewissen Einblick ins Trucker-Leben, der zu dem passt, was du auch schreibst. Hier die Link zum zweiten Beitrag, der erste ist da auch verlinkt – der dritte kommt am nächsten WE: https://reportage.zdf.de/ZDF/zdfportal/

    Falls du das in einem Blogbeitrag erwähnen willst, kannst du mich auch nennen,
    wenn du willst. Aber bitte nur mit Vornamen. 😉

    Viele Grüße und eine gute Woche!
    Johannes

    Ich finde diese Staffel nicht so übel. Eine Woche aus dem Leben dreier Lkw – Fahrer in drei x dreißig Minuten zu packen, ist halt nur mit Kompromissen möglich. Aber wichtiger ist, dass auf große Effekthascherei verzichtet wurde.
    Auch die drei Darsteller wurden gut ausgewählt. Den Erich Altmüller kenne ich persönlich. Und zumindest bei ihm kann ich bezeugen, dass er wirklich so ist. Ehrlich direkt und ja, auch liebenswert.

    Irgendwo habe ich gelesen, dass es auf ZDFinfo irgendwann demnächst eine Langfassung dieser Doku geben soll.

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    Na was denn nun?

    Einen alltäglichen Unfall auf der A3 bei Nürnberg Twitter tauglich zu verwerten, fällt den Online – Leuten bei Nordbayern.de leicht:

    Unfall A3 auf Twitter

    Komisch ist nur, wenn die Überschrift des im Tweet verlinkten Artikels plötzlich so ausschaut:

    Nordbayern.de Unfallmeldung

    Gut. Wer wem in die Seite kracht, sollte für Außenstehende eigentlich uninteressant sein. Mich stören solche falschen Meldungen aber trotzdem. Ganz einfach deshalb, weil ein Tweet wie der von oben meinen Job wieder ein wenig mehr ins Zwielicht rückt. Und das eben besonders für Außenstehende.
    Das hat auch nichts mit Überempfindlichkeit meinerseits zu tun. Es geht mir halt einfach nur gegen den Strich.

    2 Kommentare

    Vitamin ACE für Autofahrer

    In der Welt von Automobilclubs sind Lkw in der Regel der Feind auf deutschen Straßen. Laut, langsam, zerstörend und irgendwie auch nutzlos. Und ja. Stört der Lkw, stört auch dessen Fahrer. Verständnis für meine Nöte kann ich von deren Seite eigentlich kaum erwarten.

    Um so mehr war ich überrascht, auf den Seiten des ACE Auto Club Europa e.V einen Text zu lesen, der für mehr Verständnis zwischen Pkw- und Lasterfahrern wirbt:

    Dabei sind die Gründe für die Eile des Lkw-Fahrers häufig schlicht und ergreifend ein enormer Termindruck, der meistens zwei Ursachen hat. Er muss zu einer bestimmten Zeit seinen Kunden erreichen und die Lageristen an der Rampe sind alles andere als freundlich. Sie haben für Verspätungen überhaupt kein Verständnis. Dann darf sich der Fahrer beispielsweise wieder hinten anstellen. So verstreicht weitere, wertvolle Zeit, die eine ganze Tour durcheinanderbringt. Unter Umständen droht eine ungeplante Übernachtung. Vielleicht ist sogar das Wochenende bei der Familie in Gefahr.

    Gewürzt wird das ganze noch durch einen netten Kommentar von Volker Hammermeister. Den kenne ich zwar nicht, aber egal.

    Aber wisst Ihr, was solch ein Text bringt? Nix. Dieses Geschriebene kommt bei denen für die es bestimmt ist, nie an. Weil es nach fünf Minuten schon wieder vergessen ist. Selbst wenn zukünftige Autofahrer während ihrer Fahrstunden zwei Stunden in einem Lkw mitfahren, begreifen die nicht, dass ein Brummi anders zu fahren ist und mehr Platz braucht.

    Denn. Im späteren Autofahrerleben zählt eh nur noch eines: Ich!

    Der Lkw. Das unbekannte Wesen
    Kommentar Volker Hammermeister, ACE LENKRAD-Autor

    5 Kommentare

    Sie haben Post

    Andi schickte mir einen Link:

    Hallo Maik,

    ich lese hier regelmäßig aber meist unkommentierend mit und finde den Blog sehr
    interessant.
    Eben hab ich in unserer „Heimatzeitung“ eine nette Geschichte gefunden, die Dir
    evtl. gefällt. Der letzte Teil in folgendem Artikel:

    rosenheim24.de/rosenheim/lk-rosenheim/lk-rosenheim/rosenheim-mehrere…

    Hallo Andi,

    danke für Deine Nachricht.

    Alkohol ist kacke. Da gibt es nichts zu beschönigen. Was mich ein wenig – hmm – verwirrt. Der Junge der sich da hat voll laufen lassen, ist gerade mal 21. Und schon fertig mit der Welt. Wieso und warum? Das weiß wohl nur er selbst. Oder seine Eltern.

    Über die Reaktion seines Arbeitgebers, kann und will ich auch nicht viel schreiben. Nur so viel: Ich finde es schäbig, Ihn einfach auszusetzen. Ausserdem würde mich interessieren, wie der Ersatzfahrer eigentlich zu dem Autohof kam.
    Wurde er gebracht oder war er zweiter Fahrer eines anderen Lkw dieser Firma? Hätte der Junge nicht weiter mitfahren können? Also zumindest so lange, bis der Lkw wieder in der Heimat ist?

    Aber so ist sie, die „moderne Sklaverei im heutigen Europa“. Wer nicht spurt, wird gnadenlos aussortiert. Der Wettbewerb ist halt extrem hart. Und. Im Vergleich zu Deutschland sind die Arbeitsbedingungen für osteuropäische Fahrer oftmals noch katastrophaler.

    Link: Betrunkener Tscheche liegt auf Autohof

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