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Kategorie: Ärgerliches

Unauffindbare Griechen

Spiegel Online berichtete über gestrandete Fernfahrer aus Griechenland. Angeblich sollen derzeit hunderte griechische Lastwagenfahrer auf Europas Autohöfen und Rastplätzen stranden, weil ihnen das Geld zum Tanken fehlt und ihre Kreditkarten nicht mehr akzeptiert werden.

Also ich habe noch keine entdeckt. Weder in Deutschland, noch in Österreich und auch nicht in Italien. Keine Ahnung, in welchen Löchern Redakteure von SpOn wieder herum wühlten.

gestrandete Griechen

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Armin weist mich auf die osteuropäische Lkw-Mafia hin:

Ost-Spediteure unterlaufen Mindestlohn

https://www.fr-online.de/arbeit—soziales/lkw-mafia-aus-osteuropa-ost-spediteure-unterlaufen-mindestlohn,1473632,31097966.html

Hallo Maik, folgender Artikel für Dich bzw. Deine Internetseite. Auch wenn der Inhalt nichts Neues für Dich sein dürfte. Grüße und allzeit gute Fahrt und gute Parkplätze, Armin

Hallo Armin,

ja, dass ist mir bekannt. Zufälligerweise ist diese Problematik auch Thema im neuen Podcast von Simon, Johannes und Sebastian. Ab Minute 41 könnt Ihr Euch dieses Beitrag anhören.

zum TruckerCast

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Schadensfälle und Ladung

Die Mutterfirma der Firma für die ich fahre, gibt regelmäßig ein Kunden- und Mitarbeitermagazin heraus. Mittlerweile ist Ausgabe 77 erschienen. In dieser heißt es auf Seite zehn, ganz oben:

Um Schadensfälle zu vermeiden, müssen alle Beteiligten ihr Augenmerk auf Ladungssicherung und Verpackung richten – das schließt auch die Verlader ein.
Ihnen bietet die xxx Logistic* umfangreiche Hilfestellung.

Irgendwie scheint diese Hilfestellung bei einigen Lagermitarbeitern der Tochterfirma nicht angekommen zu sein. Denn der am letzten Samstagfrüh für mich vorgeladene Auflieger sah so aus:

Ladungssicherung

Was folgte, waren Diskussionen – und das Montagfrüh. Diesmal war selbst ein Schichtleiter des Lagers der Meinung, an der Art der Verladung wäre nichts zu beanstanden. Danach war für mich das Gespräch beendet und ich übergab die Gesprächsleitung einem meiner Disponenten.
Das hat tatsächlich was gebracht. Nach zweieinhalb Stunden war das Zeug umgeladen. Geht doch. Aber erst muss diskutiert werden.

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Bernie ist verärgert

Bernies Truck Stop ist irgendwo in Dortmund. Ich kenne diesen Imbiss nicht, war da noch nie. Liegt sicher auch daran, dass ich selten nach Dortmund fahre. Nun aber hat Bernie etwas auf Facebook gepostet, was ich ehrlich geschrieben, kacke finde.

Also nicht seinen Beitrag, sondern die Umstände die dazu führen:

Was ist eigentlich los ?? Erst wird versucht den Snackautomat aufzubrechen, dann malt man komische Kreuze auf die Tischdecke, Müll wird neben die Tonnen geschmissen, Salz&Pfefferstreuer werden geklaut und und und!
Wir geben uns so viel Mühe, damit ihr es gemütlich habt, am WE und nachts wenigstens Kaffee und Sandwiches bekommt und dann Sowas …. Wenn ihr keine Kohle habt, müsst ihr bestimmt nicht verhungern !!! Wir sind enttäuscht von soviel Undank !

Diese Probleme mit Vandalen hat er sicher nicht nur allein.

Auf der österreichischen Seite der Brennerautobahn gibt es eine Abfahrt mit dem Namen „Nößlach“. Direkt daneben existiert ein Parkplatz, auf dem mehrere hundert Lkw Platz finden.
Dieser wird auch genutzt. Abends ab zwanzig Uhr ist der regelmäßig überfüllt.
Am Rande dieses Platzes hat die Asfinag ein Gebäude errichten lassen, in dem WC und Duschen untergebracht sind. Während die Toiletten immer offen sind, kann man die Duschen nur betreten, nachdem man in einen Automat mehrere Münzen einwirft.

Also eine ganz normale Sache. Nur selbst dieser Münzautomat wurde schon aufgebrochen. Ich nehme mal an, der wird eh täglich geleert. In der Nacht dürften sich da also kaum mehr als fünfzehn oder zwanzig Euro darin befinden.
Das Ergebnis war eine wochenlange Schließung dieser Anlage. Toll gemacht von diesen Kleingelddieben.

Hier auf diesem Video ist dieses Sozialgebäude gut zu sehen. Bei Sekunde 11 erkennt man sogar kurz diesen Münzautomaten. Wie schön, dass selbst sinnfreie Filmchen manchmal einen Mehrwert bieten.

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Pieseln darf man. Duschen nicht.

Wer zu spät kommt, den…

Dieser Spruch dürfte mittlerweile fast jedem bekannt sein. Aber er hat noch immer seine Gültigkeit.

Tatort Rasthof Kiefersfelden: Vorhin, so gegen halb zehn am Abend wollte ich duschen. Eine Tankstellenbedienstete, wohl neu, händigte mir für drei Euro und ein Pfand den Schlüssel aus. Dann schaltete sich Ihr Kollege ein:

„Hast Du dem jetzt die Schlüssel für die Dusche ausgehändigt?“
„Äh, ja!“
„Es ist halb zehn. Jetzt wird nicht mehr geduscht!“
„Der hat aber schon bezahlt!“

Dann kam meine Feststellung:

„Ja. Ich habe schon bezahlt! Und wieso darf ich jetzt nicht mehr duschen?“
„Weil um neun Schluss ist!“
„Aha. Ist dann Nachtruhe angesagt?“
„Nein. Aber dann geht die Klofrau nach Hause!“

Ich war doch noch duschen. Das ist für mich ein kleines Menschenrecht. Sogar der Duschraum war noch sauber. Diese Argumentation „jetzt wird nicht mehr geduscht“ ist für mich trotzdem ein Unding.
Ich fragte den Mann, was er denn als erstes macht, wenn er nach Hause kommt. Seine Antwort war „duschen„. Aber mir will das irgendein Pächter einer Tank & Rastanlage verwehren. Denn diese Anweisung kommt sicher nicht von dem Verkäufer.

Da müsste man auch die Toiletten schließen. Denn da macht ja in der Nacht auch keiner sauber. Aber das geht natürlich nicht. Ich zahle nachher gegen fünf siebzig Cent Klomaut, obwohl diese Örtlichkeit seit acht Stunden nicht mehr gereinigt wurde. So kassiert SaniFair, ohne eine Gegenleistung zu erbringen.

OMV Kiefersfelden

Aber nochmal zu den Duschen. Auf der Website dieser Rastanlage steht:

Zwei geräumige Duschräume bieten Ihnen jederzeit die Gelegenheit, sich zu reinigen. Nach einer langen und anstrengenden Fahrt genau das richtige …

Klingt doch toll. Nur an der Umsetzung hapert es. Schade.

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Und es wird noch enger auf Deutschlands Straßen

Das derzeit bestehende Kabotageverbot für kroatische Transportunternehmen in Deutschland wird nicht über den 30. Juni 2015 hinaus verlängert. So entschied unser Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.

Laut Beitrittsvertrag EU/Kroatien kann jeder der Mitgliedsstaaten selbst entscheiden, ob die bisher zweijährige Übergangsfrist verlängert werden soll oder nicht. Der Bundesverkehrsminister habe durch seine Fachbeamten mitteilen lassen, dass sich durch die Liberalisierung der Kabotage im Falle Kroatiens keine signifikante Zunahme des Wettbewerbs- und Preisdrucks auf dem deutschen Binnenverkehrsmarkt ergebe.

Durch die Kroaten gibt es also keine signifikante Zunahme des Wettbewerbs- und Preisdrucks auf dem deutschen Binnenverkehrsmarkt? Klar, kann man so sehen. Noch schlimmer kann es ja kaum werden.
Aber eher glaube ich, dass die in Berlin schon kiffen. Soll ja eh legalisiert werden.

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Das System der Kontrolle

Raymund Lausberg ist Hauptinspektor bei der belgischen Polizei. Mehr über ihn und die Hintergründe seiner Arbeit erfahrt Ihr hier >>>

Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus einer seiner Kontrollen:

Wahnsinn auf unseren Straßen: 4 Lkw kontrolliert und ALLE besanstandet:

1: LT/B Sattelzug in Panne – Abschleppdienst bringt Ersatzzugmaschine mit 4 Monaten abgelaufenen TÜV. Stillgelegt und zum TÜV gebracht. LT Fahrer seit 3 Monaten im Fahrzeug (siehe Bild). Strafanzeige Menschenrechtsverletzung.

Zigeuner im Lkw

2: BG/B Sattelzug erste Woche in Doppelbesatzung beendet Schichtzeit nach über 38h (das sind 17 zu viel)

3: PL/B Sattelzug mit gefälschten PL TÜV (jetzt sind wir bei über 60 erwischte)

4: PL/FIN Sattelzug mit gefälschter Urlaubsbescheinigung + 7 EG-Verstößen

Die osteuropäischen Fahrer dieser Lkw sind ganz arme Schweine. Ausgebeutet von ihren Chefs und diese widerum werden ausgenutzt von westeuropäischen Logistikunternehmen. Die Devise lautet billig bis zum geht nicht mehr.
Einfach verrückt. Die Großen werden noch grösser und den kleinen Spediteuren steht das Wasser bis zum Hals – und viele schauen nur zu, obwohl dieses Übel eigentlich verhindert werden kann.

Für viele Normalbürger ist dieses Wochenende etwas länger und wird bei Verwandten, Bekannten oder Freunden verbracht. Fahrt am Sonntag auf der Rückfahrt nach Hause einfach mal über einen beliebigen Rasthof und schaut Euch an, wie die Fahrer dort hausen. Dazu reichen fünf Minuten.
Im Rasthaus werdet Ihr sicher keinen finden. Die Verpflegung dort kann kaum einer von denen bezahlen. Gekocht und gegessen wird am oder im Lkw, inmitten von wabernden Urindämpfen. Denn selbst die SaniFair-Toiletten können sich viele nicht leisten.

Tja, und dann zählt mal diese silbernen VW-Bullis vom Bundesamt für Güterverkehr. Ich gehe jede Wette ein, dass Ihr keinen von denen sehen werdet. Denn kontrolliert wird am Wochenende so gut wie nie. Die Fahrer dürfen ja während ihrer Wochenendruhezeit nicht gestört werden. Das ist nur ein Argument.

Deshalb sind die Rastanlagen in Deutschland auch an Wochenenden überfüllt. In Belgien und Frankreich dagegen herrscht gähnende Leere. Denn dort werden die Sozialvorschriften überprüft. Deshalb werden die Fahrer von ihren Arbeitgebern angewiesen, bis nach Deutschland zu fahren. Denn da gilt Narrenfreiheit.

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Unterschiede

Dieser Preisunterschied zwischen zwei Tanksäulen ist mir gestern erst nach dem Tanken aufgefallen. Der Diesel war der gleiche, kam schließlich aus Lkw-Zapfanlagen. Preislich kann sich auch nichts verändert haben, da ich beide Tanks gleichzeitig gefüllt habe. Komische Geschichte.

unterschiedlicher Preis

Diese Woche fahre ich seit langer Zeit mal nicht nach Italien. Stattdessen sind zwei Touren in die Schweiz geplant. Die erste habe ich morgen früh schon hinter mir.
Aus alter Gewohnheit wäre ich gestern Nachmittag fast über die Transitspur auf den Zollhof in Weil gefahren.

Für Unkundige sollte ich das kurz erklären: Vor dem Grenzzollamt in Weil gibt es drei Spuren. Die rechte ist für Lkw vorbehalten, die Ware verzollen lassen müssen. Auf der mittleren bewegen sich Lkw, die im Transit durch die Schweiz fahren und ganz links fahren Pkw und Busse.
Auf der rechten Spur herrscht quasi Dauerstau. Es gibt halt zu wenige Parkplätze auf dem Zollhof. Dagegen läuft es im Transitverkehr relativ flüssig. Zumindest ab dem späten Vormittag.

Auf der Zollanlage sind beide Bereiche – also Verzollung und Transit – auch getrennt. Tja, und gestern wäre ich fast im falschen Bereich gelandet. Aus purer Gewohnheit.

Heute Abend das bereits gewohnte Spiel, diesmal am Rasthof Hardtwald-Ost bei Heidelberg: Die Toilettenfachkraft fährt gegen 18.00 Uhr nach Hause. Danach werden die beiden Duschen für die nächsten zehn oder zwölf oder vierzehn Stunden nicht mehr gereinigt.
Selbst das Klopapier war schon eine Stunde später, also gegen sieben Uhr abends, alle. Die Abdeckung für den Papierspender lag in der Dusche. Über das Nichtvorhandensein dieses Pflegeartikels war mein Vornutzer wohl noch erzürnter als ich.

Der volle Preis ist natürlich fällig. Auch für keinerlei Gegenleistung. Gut, außer vielleicht dreißig Liter Wasser.

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