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Kategorie: Ärgerliches

Eine Novembermücke

Es summt im Lkw. Ganz fies und nervig. Irgendwo in der Kabine hat sich eine Mücke breitgemacht. Und das im deutschen November. Das ist nicht zu fassen.

Aber den Dezember wird die nicht mehr erleben. Das verspreche ich Euch.

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Stauzeit im Radio

Vorhin um kurz nach sieben fahre ich nach elf Stunden Pause auf die Autobahn und stehe im Stau. Der Grund war die Dauerbaustelle bei Erlangen.

Laut „Bayern3-Stauzeitrechner“ wäre ich in fünfzehn Minuten durch gewesen. Das hätte mich gefreut.
Denn ich habe fast eine Stunde gebraucht. Rechnet man die Fahrzeit ab, die ich bei freier Strecke gebraucht hätte, bleibt immer noch ein Zeitverlust von fast einer dreiviertel Stunde übrig. Also dreimal so viel wie angekündigt.

Fazit? Diese Stauzeitrechner im Radio sind Gülle. Das ist zumindest mein Eindruck.

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Rettungsgasse unbekannt

Stau auf der A3 bei Würzburg. Ich glaube, so etwas wie eine Rettungsgasse wird hierzulande nie funktionieren.

Kleine Anmerkung: Die Lkw auf dem Standstreifen fahren nicht zur nächsten Abfahrt, sondern parken um ihre Lenkzeit nicht zu überschreiten. Die in der mittleren Spur ziehen vor bis zum Hindernis und drängeln dann rechts rüber. Auch so kann man den Stillstand verlängern. Schon deshalb fände ich es gut, wenn es ein Rechtsfahrgebot für Lkw und Busse bei Stau und stockenden Verkehr geben würde.

keine Rettungsgasse

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SaniFair die 83ste

Ich weiß, ich langweile Euch mit SaniFair. Trotzdem erwähne ich es immer und immer wieder: Wenn ich fürs duschen drei Euro zwanzig zahlen muss, möchte ich eine saubere Duschkabine bekommen.

Vorhin am Rasthof Renchtal-Ost an der A5 bei Offenburg der mittlerweile bekannte Kack. Da gibt es zwei Duschräume und beide waren dreckig. Die Fußböden schlammig, in der Dusche, im Waschbecken und an den Wänden noch Haare von den Vorduschern. Dazu überall Shampooreste. Ich finde das eklig. Trotz Badeschlappen und dem Versuch, nicht allzuviel zu berühren.

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Dreiunddreißig Stunden

Bei folgenden Meldungen frage ich mich immer, wie viel leere Flaschen ein Fahrer dabei haben muss. Denn irgend wohin hin muss er ja seinen Urin laufen lassen:

Lkw-Fahrer 33 Stunden ohne Pause unterwegs

Zum Artikel >>>

Mal wieder so ein dummer Artikel, sicher einfach von einer Polizeipressemitteilung übernommen. Das ist ärgerlich, weil einfach Seiten gefüllt werden, ohne einen wirklichen Mehrwert zu bieten.

Denn Fakt ist, dass keiner 33 Stunden am Stück fährt. Bei nur einer Minute zu wenig Pause, werden die Lenkzeiten von zwei und mehr Tagen zusammen gerechnet. Und nur dann kommt man auf diese utopischen Zeitangaben.

Also wenn einer nur 8.59 h statt 9 Stunden steht, ist eine Pause hinfällig. Warum das einer macht, weis ich nicht. Ist mir auch ehrlich gesagt egal. Nur erwarte ich dann auch, dass genau dieser Umstand erwähnt wird und nicht von rollenden Zeitbomben oder so ein Schmarrn geschrieben wird.

Nein, ich rege mich nicht auf. Es ist halt einfach nur geschriebene Scheiße.

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Es gibt so Tage…

Fast zwei Stunden Wartezeit am Gotthard, Stau vor Luzern, bei Luzern und hinter Luzern. So dauerte meine Fahrt durch die Schweiz fast sieben Stunden.

Dazu meine geliebten Wohnmobilfahrer, die im Lkw-Überholverbot mit siebzig Sachen vor mir her kriechen und kaum ist es aufgehoben, plötzlich das Gaspedal finden.
Natürlich bin ich dann schon neben denen und komme nicht vorbei. So darf ich mich wieder zurück fallen lassen und mir das Gehupe der hinter mir fahrenden Autofahrer anhören.

Logisch das mich auch einige von denen erziehen wollen. So nach dem Motto „So mein Sohn, jetzt zeigt Dir Papa mal, wie man mit einem Opel einen Lkw-Fahrer ausbremst“.

Das sind Tage, an denen ich Abends wirklich alle bin. Selbst nach all den Jahren, die ich fahre. Oder vielleicht gerade deshalb.

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Die Lage am Kanal

Die Lage in und um Calais beschäftigt mittlerweile auch die deutschen Medien. Was allerdings bei der Berichterstattung komplett untergeht, ist das Chaos auf der anderen Seite des Ärmelkanals.
Stefan Musik, Lkw-Fahrer aus Schweinfurt, stand letzte Woche in England:

Ich möchte auf diesem Weg einmal darauf aufmerksam machen, mit welchen Umständen wir Fahrer zu kämpfen haben. Ich stehe auf der M20, 44 Kilometer vor Dover und warte darauf, irgendwann mal auf eine Fähre zu kommen um nach hause fahren zu können.

Man hört in den Medien immer was von den Imigranten, die versuchen über den Eurotunnel von Frankreich nach England zu gelangen. Wer erzählt mal was von uns? Das wir Stunden oder Tage aufgereiht auf der Autobahn stehen, ohne eine Möglichkeit aufs Klo zu gehen oder zu duschen oder etwas warmes zu Essen zu bekommen, dass interessiert scheinbar niemanden.

Stau M20 vor Dover

Zu allem Überdruss werden die Touristen von den Fährgesellschaften bevorzugt behandelt und dürfen an uns vorbei in den Hafen fahren. Aber das ist ja auch verständlich, die wollen ja in den Urlaub fahren.
Wir wollen ja nur nach hause zu unseren Familien, die wir eine ganze Woche nicht gesehen haben oder manche Kollegen vieleicht mehrere Wochen nicht. Wir, die dieses Europa am laufen halten und mit allem versorgen was es benötigt zum leben werden behandelt wie der letzte Dreck.

Blinde Passagiere im Lkw

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Nur noch Bekiffte

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat nichts mit dem Straßengüterverkehr zu tun. Das ist ein Lobbyverein, der sich für den öffentlichen Personennahverkehr und den Schienengüterverkehr stark macht.
Also eigentlich Dinge, die durchaus zu begrüßen sind. Dumm wird es nur, wenn es persönlich wird.

Genau das wurde es vor einer Woche. Bei einer Diskussionsrunde, zu der die CDU-Landesfraktion Niedersachsen nach Lehrte eingeladen hatte, sagte der Geschäftsführer des VDV, Holger Kloth, dass eine Vielzahl der schweren und tödlichen Unfälle auf der A2 auch auf den zum Teil massiven Drogenkonsum der Fernfahrer zurückzuführen sind.
Diese Meinung ist auch Alexander Zimbehl, der stellvertretende niedersächsische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft. Auch er betonte, dass das Fahren unter dem Einfluss von Rauschmitteln generell zugenommen habe.

Lkw-Fahrer sind ein Schnitt unserer Gesellschaft. Demzufolge dürften nicht mehr bekiffte Brummifahrer unterwegs sein, als Pkw-Lenker. Ich denke aber eher weniger. Zum einen gibt es weniger Lkw auf unseren Straßen, zum anderen liegt der Altersschnitt bei Lkw-Fahrern wesentlich höher.

Mich würde schon interessieren, wo die Herren Kloth und Zimbehl ihr Wissen über den zum Teil massiven Drogenkonsum der Fernfahrer her haben. Denn das haben die ja behauptet. So zumindest suggeriert es die Überschrift in der „Hannoversche Allgemeine“.


Drogen


Quelle: Hannoversche Allgemeine

Aber vielleicht sind diese Aussagen auch einfach nur in der Hitze dieser Diskussion entstanden. Das ändert aber nichts daran, dass hier (mal wieder) ein, nämlich mein, Berufsstand pauschal verurteilt wird. Und das finde ich schon ärgerlich.

Bei dieser Veranstaltung war auch der Präsident des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen, Adalbert Wendt, anwesend. Was sagt der eigentlich zu diesen Anschuldigungen? Denn schließlich sind im GVN rund 3 400 Unternehmen des privaten niedersächsischen Verkehrsgewerbes organisiert – mit vielen tausend Angestellten und somit auch eben so vielen potenziellen Drogenabhängigen.

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