Na ja, eigentlich gibt es sogar zwei verschiedene Termine, an denen der Tag der Currywurst gefeiert wird. Einmal der 4. September in Berlin und zum anderen der 22. September im Ruhrgebiet (insbesondere Duisburg).
In Berlin, weil am 4. September 1949 eine Frau Namens Herta Heuwer in Charlottenburg erstmals Tomatenmark, Currypulver und andere Gewürze gemischt und über eine Brühwurst gegossen haben.
In Duisburg dagegen wird der 22. September als „Tag der Currywurst“ proklamiert. Er erinnert an den Geburtstag des Duisburger Gastronomen Johann Peter Hildebrand, der die Wurst laut lokaler Überzeugung bereits vor Heuwer kreiert haben soll.

Der wichtigste Unterschied zwischen Berliner- und Ruhrpottwurst liegt übrigens in der Basis. Während in Berlin die Brühwurst (ähnlich einer Bockwurst oder feinen Fleischwurst) dominiert und oft im Ölbad frittiert wird, ist im Pott die Bratwurst gang und gebe.
Diese ist meist gröber, kräftig gewürzt, hat immer einen Darm und wird klassisch auf dem Rost gegrillt, bis sie eine schöne Bräunung hat.
Das die Currywurst eine der Klassiker schlechthin bei Lkw-Fahrern ist, hat übrigens ganz praktische und psychologische Gründe:
- Schnelle Verfügbarkeit: Da Fahrer oft unter Zeitdruck stehen (Stichwort: Lenk- und Ruhezeiten), muss das Essen schnell gehen. Eine Currywurst ist in wenigen Minuten fertig zubereitet.
- Deftige Sättigung: Fernfahrer bezeichnen sie oft als „Kraftriegel“. Sie liefert viel Energie (Fett und Eiweiß) und macht lange satt, was bei langen Sitzphasen hinterm Steuer oft gewünscht ist.
- Konstante Qualität: Ob in Berlin, im Ruhrpott oder an irgendeiner Raststätte. Man weiß bei einer Currywurst fast immer, was man bekommt. Es gibt kaum böse Überraschungen beim Geschmack.
- Gute Logistik beim Essen: Die kleingeschnittene Wurst lässt sich (auch auf einem unebenen Parkplatz oder mit Plastikgabel) unkomplizierter essen als ein ganzes Schnitzel oder ein kompliziertes Gericht mit Messer und Gabel.
- Soziale Tradition: Der Imbiss ist ein Treffpunkt. Beim Warten auf die Wurst an einer Imbissbude kommt man schnell mit Kollegen ins Gespräch.
