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Schlagwort: Video

Unfall am Stauende

Manchmal denke ich, so Unfälle wie auf ein Stauende aufzufahren oder Sicherungsfahrzeuge von hinten weg rammen, gab es früher gar nicht so oft. Auch weil es weniger Möglichkeiten gab, sich während der Fahrt ablenken zu lassen.

Aber dann sinniere ich noch ein bissel über diealten Zeiten“ und mir fällt auf, war ich in München, habe ich nie über einen Unfall bei Bremen erfahren. Oder in Erfurt selten über einen Crash in Stuttgart oder Freiburg.

Heute dagegen schaue ich auf Facebook oder YouTube und schon lese und sehe ich irgendwo in der Emilianischen-Romagnaischen Provinz was über eine Kollision bei Hannover. Oder gar bei Flensburg. Verrückt.

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Wie hier im Video. Da erzählt ein deutscher Lkw-Fahrer, der mitansehen musste, wie vor ihm ein anderer Laster ungebremst in ein Stauende fährt und dabei einen Campingbus zerstört.

Übel. Aber zwei Gedanken habe ich da. Bei Minute 1:05 sagt der Fahrer, nachdem er bei den Opfern vom Wohnmobil ist:

Man weiß nicht, was man machen soll. Liegen lassen, raus nehmen? Tut man den noch mehr verletzen, wenn man den raus nimmt? Man weiß es nicht.

Ginge mir, denke ich, genauso.
Um gewerblich Lkw fahren zu dürfen, muss ich mich ja regelmäßig weiterbilden. Das sind die sogenannten Module. Nur wieso gibt es eigentlich keines, in der es um „erste Hilfe“ geht? Und um „Bergung eines Verletzten„?
Stattdessen wird über gesundes Essen geplaudert. Oder das immer der Kunde im Mittelpunkt steht.

Und zum anderen. Das immer noch viele glauben, diese Fahrassistenzsysteme seien komplett unnötiger Kappes.

Wieso? Weil etwa der Abstandstempomat beim zu dicht hintereinander herfahren auf der Bahn stört?
Oder der Notbremsassistent zu oft auslöst, weil er irgendwelche Hindernisse sieht, die für ihn nicht relevant sind? Wie eine Leitplanke in einer Linkskurve. Oder ein größeres Verkehrsschild.

Dieses unnötige Auslösen kommt in meinem 2021er DAF vielleicht ein-, zweimal die Woche vor. Und das nehme ich in Kauf. Denn sonst überlebe ich den Job womöglich nicht bis zur Rente.

2 Kommentare

Uwe

Ein bissel wie „Auf Achse„. Nur lustiger:

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Und dann gibt es noch den „Truck Drivin‘ Song“ von Weird Al Yankovic:

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Ein Blick zurück

Da filmt jemand im März 1996 Lkw am Mont Blanc Tunnel. Cool. Denn heute ist es ein Blick zurück auf fast vergessene Lkw-Typen: Iveco mit Turbostar und Eurostar, DAF 95, Volvo F12, Mercedes SK…

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Hach ja. Ich werde ein bissel melancholisch.

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Frauen am Steuer

Eine unterhaltsame Doku aus der Schweiz. Und wirkt so gar nicht, wie die „Trucker Babes„. Trotz leicht bekleideter Fahrerinnen, aber eben ohne „Scheiße“ oder andere abwertende Wörter zu blöken und anderen reißerisches Getöse.

Überhaupt nicht. Sondern eher gegenteilig. So kommt die ganze Kalamität, der Frauen grad im Güterfernverkehr ausgesetzt sein können, in der Reportage gut zur Sprache:

Es gibt viele Rasthöfe, wo es einfach komische Ecken gibt. Wo viele komische Leute auf einem Haufen sind. Oder auch einzelne, wo man merkt, dass einem jetzt nicht so wohl ist.
Man muss die Augen immer offen halten und vorsichtig sein.

Es gab schon beklemmende Momente. Da konnte ich mich aber anderen anschliessen. Es ist wichtig, nicht allein zu sein.
Es ist natürlich anders, wenn du um drei Uhr morgens auf Toilette musst. Da überlegt man schon zweimal, ob man es macht.

Janina Martig (Unternehmerin aus der Schweiz)

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Unterwegs…

…auf der A 93 zwischen Kiefersfelden und dem Inntaldreieck:

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Eigentlich gibt es nix interessantes zu sehen. Also bis auf dieses dämliche Überholmanöver bei Minute 6.40. Dieses in den Sicherheitsabstand rein ziehen, nervt mich. Entweder man überholt richtig, oder bleibt halt dahinter.

Na ja, habe die Kamera eigentlich auch nur mitlaufen lassen, um mal den Rückstau einer Blockabfertigung vor der Tiroler Grenze bei Kufstein zu zeigen.
Hier, am 27. Oktober, immerhin stolze knapp vierzig Kilometer lang.

Über den Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme will ich hier und jetzt nix groß schreiben. Erst recht nicht an einem Sonntag.

Nur so viel: Ein bissel verstehe ich die Tiroler schon, die sich an Tagen mit hohen Verkehrsaufkommen, wie nach Fahrverboten durch Feiertage, gegen zu viel Verkehr zu schützen versuchen.
Nur trifft diese Aktion die falschen. Denn was können meine Kollegen und ich dafür, wenn seit Jahren der Schwerlastverkehr auf der Straße immer weiter zunimmt, weil die Schiene kaputt gespart und immer mehr zurück gebaut wurde?
Oder viele Firmen den Lkw als Lager quasi missbrauchen? Denn das spart ja Kosten. Oder der Onlinehandel immer weiter wächst und wächst und wächst? Oder Schienenverkehrsunternehmen zu langsam und unflexibel sind?

Genau. Nämlich nix. Selbst der Nordzulauf zum zukünftigen Brennerbasistunnel wurde und wird auf bayerischer Seite seit Ewigkeiten boykottiert. Denn Gleise will auch keiner vor seinem Einfamilienhäuschen haben.
Tja. Nur ausbaden müssen dieses politische und wirtschaftliche Versagen aber wir Fahrer. Also quasi das letzte Glied in der Kette. Was für ein Trauerspiel.

Auch wenn es jetzt ein wenig hochtrabend klingt. Aber der Lkw bringt auch das, was die Gesellschaft konsumiert. Weniger oder zumindest lokaler Konsum würde also weniger Lkw bedeuten.

Denn das Steak aus Südamerika, dazu ne gute Flasche Wein aus Kalifornien, gegessen auf Geschirr aus Tschechien mit Besteck aus China, als Nachtisch ein Kompott aus italienischen Äpfeln und zum spülen noch ein Glas französisches Wasser hinterher, gibt es eben nicht zum Nulltarif.

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Neulich in Italien

Du weißt noch, dass es selbst für Italien ein wirklich heißer und trockener Sommer war ist, wenn du dich noch nach Wochen an solche Abende erinnerst:

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Aufgenommen am 25. Juli 2022 an der SP11 bei Desenzano d.G.

Abends nach halb elf noch knapp 33 Grad, in der Ferne mehrere Gewitter und dann der Radau einer Nachtbaustelle.
Bis auf die Hitze fand ich das aber alles nicht so schlimm. Überhaupt nicht.

Das Geblitze der Gewitter war eh cool und zu sehen, wie schnell so eine Baustelle vorüber zieht, schon irgendwie interessant.

Aso. Bevor Ihr das Video öffnet, dreht vielleicht den Ton etwas runter. Die Sirenen der italienischen Krankenwagen sind nicht angenehm. Erinnert mich immer an irgendwelche Gruselschocker.

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