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Schlagwort: Lkw

Werbung: Die Maut wird ausgeweitet

Tja. Im Juli ist es soweit. Dann wird die Lkw-Maut in Deutschland auf alle Bundesstraßen ausgeweitet. Damit umfasst das mautpflichtige Streckennetz dann ungefähr 52 000 Kilometer. Aber nicht nur das. Auch rund 30 000 Unternehmen werden dann erstmals von der Maut betroffen sein. Denn die betrifft nicht nur Firmen aus dem Transport- und Logistikbereich, sondern auch viele andere Branchen, die regional unterwegs sind.

Lkw Maut ab 1. Juli 2016

Bereits seit Anfang des Jahres werden die derzeit rund 1,1 Millionen OBUs auf die zentrale Mauterhebung schrittweise umgestellt. Die Software wird dabei über Mobilfunk aktualisiert. Lkw müssen dafür also nicht in eine Werkstatt. Wurde diese Umstellung durchgeführt, erkennt man das an einer neuen Anzeige auf dem Gerät. Das bisher übliche akustische Signal bei Durchfahrt eines Streckenabschnittes sowie die Anzeige des Mautbetrages entfallen. Also nicht wundern, wenn es nicht mehr piept.
Die Umstellung soll im 2. Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.

Registrierung bei Toll Collect

Wenn in einem Lkw noch keine OBU eingebaut ist, registriert sich das Unternehmen zunächst bei Toll Collect. Das funktioniert über das Toll Collect Kunden-Portal. Ist das passiert, können u.a. die Fahrzeuge selber an- und abgemeldet werden, Adresse und weitere Daten geändert oder eine neue Zahlungsweise beantragt werden. Die Zugangsdaten für das Kunden-Portal erhalten Neukunden direkt bei der Online-Anmeldung.

Nach der Registrierung können zertifizierte Werkstätten die On-Bord Unit einbauen. Diese Servicepartner findet man auf der Toll Collect-Homepage. Das Gerät selbst ist kostenlos, nur die Kosten für den Einbau muss das Unternehmen selbst tragen.

Mautgeraet Toll Collect

Fotograf Berthold Litjes
Anzeige auf Deutsch nach Umstellung auf zentrale Mauterhebung ab Ende Oktober 2017

Auch bei der manuellen Einbuchung gibt es Änderungen. So soll das System flexibler werden. Im Mittelpunkt steht zukünftig die Online-Einbuchung. Die bisherigen Mautstellen-Terminals sollen lediglich ergänzen, so das deren Anzahl verringert werden kann.
Auch nicht registrierte Kunden können künftig online einbuchen. Dazu kann jedes internetfähige Endgerät verwendet werden. Ausserdem soll ab Frühjahr 2018 eine App die Einbuchung über Smartphone und Tablet erleichtern.

Welche Zahlungsmittel

Laut Toll Collect ist die Einbuchung in Deutsch, Englisch, Polnisch und Französisch möglich. Desweiteren führt der Mautbetreiber zusätzlich zu den anderen Zahlungsmitteln wie Kreditkarte oder Tankkarte, als Zahlungsart die paysafecard ein. Diese ist sowohl online, als auch in Kiosken und Postämtern erhältlich.

Weitere Infos zu diesem Thema sind auf der Website von Toll Collect nachzulesen oder in der hier als Download verfügbaren Broschüre.

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Drei Geheimnnisse über Trucker – Hätten Sie das gedacht?

Die meisten Trucker feiern gern. Vor allem im Sommer trifft sich die deutsche Trucker- und Countryszene auf zahlreichen Festen und Events. Am Pfingstwochenende waren zahlreiche Besucher im beschaulichen Geiselwind beim Trucker-Festival. Das jährlich auf dem Autohof Geiselwind stattfindende Ereignis zog zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an.

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Fraggles in Aktion

Die Mitarbeiter der Scania-Werkstatt meines Vertrauens sind wirklich cool. Bringen die doch den Lkw nach Erledigung der Inspektion in die Firma, für die ich fahre. Gut, dass sind nur drei Kilometer. Aber ich brauchte mich darum nicht zu kümmern. Schön.

Nicht ganz so toll war, dass, als ich einen Tag später kam, die Karre nicht anspringen wollte. Die Batterien waren ratzefutzel leer.
Warum? Ich war erst völlig ratlos. Aber total. Bisher hatte ich damit nie Probleme.

Neuen Strom bekam ich vom Bulli unseres Hofrangierers. Der erzählte mir bei dieser Gelegenheit, dass den gesamten Montag die Zündung angewesen wäre. Und damit auch das Tagfahrlicht und die Rückleuchten. Klar das da jede Batterie irgendwann schlapp macht.
Da auch die Fenster unten waren, dachte er, ich würde irgendwo rum springen und hat später nicht mehr drauf geachtet. Erst abends zum Feierabend fiel es ihm wieder auf und schaltete alles aus.

In der Werkstatt habe ich später auch angerufen. Der Mann, der den Lkw gebracht hat, ist natürlich unschuldig. Er hätte die Zündung ausgeschaltet. Joa.

Ich persönlich denke ja, es waren irgendwelche Fraggles, die an heißen Frühsommertagen ihre Späßchen treiben. Die haben ja auch sonst nichts zu tun.

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Exoten

Seit längerem mal wieder zwei seltene Exoten auf Deutschlands Straßen gesehen. Heute auf der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg einen Transporter aus Andorra und letzten Freitag einen Lkw aus Marokko. Der war auf der A45 bei Dillenburg unterwegs.

Bei ersteren hat es für ein Foto leider nicht gereicht. Aber bei dem Lkw hat es geklappt:

Lkw aus Marokko

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BKF – Be- und Entladen, Haftung, Versicherung

Gastbeitrag von Gregor Ter Heide

Theorie und Praxis sind im Güterverkehr, auch bei der Be- und Entladung vom LKW, zwei ganz verschiedene Welten. Wer bringt diese alltäglichen Wirklichkeiten, mit der Theorie für BKF bei
ihrer alltäglichen unfreiwilligen Arbeit, nun endlich in Ordnung?
Das Problem der BKF, kennen eigentlich nur die Praktiker der Be- u. Entladetätigkeiten selbst aus der eignen Erfahrung. Diese widerrechtliche, meistens Versicherungslose und haftungsrechtliche Knechtschaft gehört eigentlich schon immer abgeschafft, damit dieses elendige Rampen-Problem innerhalb der ganzen EU, endgültig in die „Geschichte des gewerblichen Güterkraftverkehrs“ abgelegt werden kann.

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Käse aus Holland

Weil Lkw-Kabinen so kuschelig sind, will die niederländische Verkehrsministerin Melanie Schultz von Haegen zunächst kein Gesetz auf den Weg bringen, welches das Verbringen der Wochenendruhezeiten von Lkw-Fahrern in ihren Fahrerkabinen verbietet.
Außerdem ermögliche das Schlafen im Lkw den Fahrern, die Ladung besser zu bewachen, als wenn sie in einem Hotel oder einer anderen Unterkunft ihre Ruhezeit verbringen würden.

Ich glaube, die hat zu viele Käsekrümel geraucht. Natürlich können Lkw-Kabinen komfortabel sein. Aber darum geht es doch überhaupt nicht…

…sondern darum das Unternehmer gezwungen werden sollen, ihre Fahrer nach Hause zu holen und die nicht über Monate hinweg im Lkw kampieren zu lassen. Aber das weiß die natürlich. Da haben Lobbyisten wieder ganze Arbeit geleistet.

Dazu das Argument mit dem Bewachen der Ladung. Hat die noch alle Klompen im Schrank?
Wer was klauen will, soll sich bedienen. Ich spiele bestimmt nicht den Helden und lass mir mit einer Eisenstange eine übern Schädel ziehen. Abgesehen davon zählt das als Arbeitszeit. Schlüpft ein bulgarischer Trucker Sonntagfrüh um halb drei in seine Jogginghose, um seinen Auflieger zu begutachten, hat der seinen Tachographen auf Arbeitszeit zu stellen. Nach seinem Rundgang kann er wieder auf Pause drücken. Nur dumm, dass danach seine 45-Stunden Wochenruhezeit von vorne beginnt. Also dumm zumindest für seinen Arbeitgeber.

Lkw Fahrer macht Ruhepause

Aber der Fairness halber sollte ich auch erwähnen, dass die Ministerin der Meinung ist, die EU-Vorschriften zu diesem Problem seien noch nicht eindeutig und eine Lösung sollte EU-weit einheitlich erfolgen.
Genau das ist aber in Vorbereitung. In der „Verkehrsrundschau“ lese ich heute folgendes:

Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hat das Verbringen der Ruhezeiten von Lkw-Fahrern in ihren Fahrzeugen als rechtswidrig bewertet. Das EU-Recht erlaube solche Praktiken nicht, schreibt der Generalanwalt in seinen Schlussanträgen zu einer Klage eines belgischen Transportunternehmens gegen den belgischen Staat. Maßnahmen, die einzelne Staaten gegen das Verbringen der Ruhezeit in den Fahrzeugen ergriffen hätten oder ergreifen könnten, seien laut des Generalanwalts vollkommen gerechtfertigt…

Das ist doch eine gute Entscheidungshilfe für die Ministerin aus Holland. Danach schmeckt auch der Edamer wieder.

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