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TruckOnline.de Posts

Ich Dir hauen Nase blutig

Wie lange bleibst Du hier stehen“ ist doch eigentlich eine ganz normale Frage. Erst recht, wenn ich mein Wochenende auf einem Autohof verbringen muß und mich schon in die letzte Ecke des dazugehörigen Parkplatzes verkrochen habe. Auch um meine Ruhe zu haben.
Keine halbe Stunde später stellt sich ein Fahrer mit seinem brummenden Kühler genau neben mich. Der Platz war halb leer, im vorderen Bereich standen schon drei andere Lkw mit Gefrier-Aggregaten. Warum der sich nicht dazu gestellt hat? Keine Ahnung!

Aber zurück zu meiner Frage. Seine Antwort war „Aschloch„. Und weiter: „Alle Deutsche Aschlöscher. Ich Pause machen, bis Montag!“ Meinen Einwand „Aber nicht neben mir“ folgte ein lauter Gefühlsausbruch seinerseits. „Ich Dir hauen Nase blutig“! Das wollte ich eigentlich nicht und versuchte es mit einer Art Deeskalation: „Ist ja gut. Wenn Du Dir einen anderen Platz suchst, sind wir wieder Freunde!“
Nur wollte er aber nicht mein Freund sein. Stattdessen wiederholte er mit lauter Stimme seine Drohung: „Ich Dir schon gesagt. Ich Dir hauen Nase blutig. Du mich jetzt fertig gemacht. Du morgen früh fertig. Die Nacht Du keine Freude haben wirst!“

Sprüche dieser Art interessieren mich eigentlich nicht mehr. Dazu fahre ich bereits zu lange. Trotzdem trat ich den Rückzug an und fuhr einen Autohof weiter. Mein Wochenende neben dem zu verbringen zu müssen? Nee, danke!

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Nein, dass ist kein Feldweg…

…sondern die A7 bei Kassel am gestrigen Mittag:

A7 bei Kassel

Muß ich ich von meinem Wohnort Richtung Frankfurt/M., fahre ich normalerweise ab Eisenach über die A4/A5. Die Landstraße bis zur Autobahn hat zwar ein schwieriges Profil, als Einheimischer kenne ich die aber logischerweise gut. Ist also kein Problem. So weiss ich auch, dass man diese Straße mit einem Lkw bei Schneefall besser nicht befahren sollte.

Als Alternative bieten sich die B7 b.z.w. A38, A7 und/oder A49/B3 über Kassel an. Diese Strecke ist zwar etwas länger, aber einfacher zu fahren. Das klingt vielleicht etwas kompliziert, ist es aber nicht.

So machte ich es auch gestern früh. Bis Kassel lief es gut, trotz Schneefall. Dann aber war Endstation. Für die nächsten 30 Kilometer brauchte ich sechs oder sieben Stunden. So genau weiss ich das nicht mehr, spielt ja eigentlich auch keine Rolle. Bis zum ersten Kunden in Giessen waren es letztlich gut zehn Stunden – für eine Strecke von 200 Kilometer.

Aber egal. Wichtig ist, dass ich mit heiler Karre angekommen bin. Übrigens: Auf der A4 staute sich der Verkehr bis in den späten Abend hinein.

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Sie haben Post

Vielen Dank an Matthias für folgenden Hinweis:

Hallo Maik,

das dürfte dich interessieren:
https://www.badische-zeitung.de/neues-abfertigungsverfahren-verkuerzt-staus-vor-der-grenze

Gruß aus Freiburg
Matthias

Darüber habe ich ja bereits im August letzten Jahres geschrieben. Seit zwei Wochen gilt das neue Verfahren und letzten Montag hatte ich das Vergnügen, es zu nutzen.
Zum Erstellen der T-Papiere muß ich nun in Weil abfahren. Die Zollspedition, die das erledigt, mußte logischerweise umziehen, da das parken direkt auf dem Zollhof nicht mehr möglich ist. Aber das ist kein großer Umweg. Von der Autobahn sind es keine drei Kilometer.
Auf deren Website wurde das zwar noch nicht geändert, aber das passiert sicher bald.

Das Verfahren selber läuft gut. Am längsten dauerte das Einbuchen für die LSVA, also dem Schweizer Mautsystem. Das passiert mit einem transportablen Gerät direkt an der Hochkabine des Schweizer Zolls.
Am Montag war aber wenig Betrieb. Wie lange die Wartezeiten in Stoßzeiten werden, muß man halt abwarten. Der einzige Wermutstropfen ist die nun fehlende Einkaufsmöglichkeit, da ein Halten im Transitbereich nicht mehr möglich ist.

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Gong bringt Schnee

Tief Gong schaufelt warme Luft über die Alpen, diese legt sich auf die kalte Luft in Bodennähe.

Und weiter: Bis Montagmorgen ist dabei mit langanhaltendem und ergiebigen Schneefall zu rechnen.

So ähnlich habe ich es eben im Wetterbericht gehört. Dazu der Tipp, Autofahrten auf den Montagnachmittag zu verschieben.
Diesen Hinweis würde ich gerne beherzigen. Nur dumm, dass um vier mein Wecker klingelt und ich mich eine Stunde später auf dem Weg, b.z.w. die Straße machen muß.

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Warten ist Scheiße

Freitagabend, kurz nach 23.00 Uhr. Eigentlich wollte ich jetzt auf der heimischen Couch liegen und das Wochenende langsam anklingen lassen. Stattdessen stehe ich auf einem Autohof an der A13, nördlich von Dresden.
Laden sollte ich in einer Firma, hier in der Nähe. Angekommen bin ich da gegen Eins heute Mittag. Natürlich wird man nur beladen, wenn man vorher angemeldet ist und ein Zeitfenster bestätigt wurde. In meinem Fall kein Problem, um 14.30 Uhr sollte es losgehen.

Der Laster wurde gewogen, vom Pförtner bekam ich einen Pieper und die Anweisung, mir auf dem angrenzenden Parkplatz eine Lücke zu suchen. Kurz darauf stand ich inmitten zwanzig oder dreißig anderen Lkw. Und wartete. Eine Stunde, drei Stunden, fünf Stunden.
Gegen sechs ging ich nochmal zur Pförtnerbude. Mittlerweile hatte die Schicht gewechselt. Eine Frau packte gerade einige Brote aus und rührte nebenbei Zucker in ein Teeglas. Mit einen „Huhu“ machte ich mich bemerkbar.
„Gibt es hier Toiletten“, fragte ich höflich. „Ja, natürlich“, antwortete Sie. „Hinten in einer Ecke vom Parkplatz steht ein Dixi-Klo“. Ich ging ohne etwas zu sagen und zog es vor, meinen urinalen Drang noch etwas zu unterdrücken.

Zwei weitere Stunden verbrachte ich mit dösen. Zwischendurch untersuchte ich den Pieper, schüttelte ihn und drückte ein paar Knöpfe. Aber das Ding blieb stumm. Dann ging ich nochmal zur Pförtnerfrau. „Huhu, wann werde ich denn nun eigentlich beladen“? Sie fragte nach meiner Ladereferenz, wählte eine Nummer und wiederholte meine Frage. „Aha“, antwortete Sie. „Weit nach dreiundzwanzig Uhr“.
„Nee, heute nicht mehr“, erwiderte ich. „Das ist mir zu spät. Dann fahre ich jetzt weg und komme morgen wieder. Zwischen sieben und acht bin ich wieder hier!“ Damit war Sie einverstanden. Vielleicht wollte die auch nur Ihre Ruhe. Nur die bekam Sie nicht. Zwei weitere Fahrer standen schon parat und hatten die gleiche Frage.

Kurze Zeit später sattelte ich ab und fuhr zum bereits erwähnten Autohof. Der ist zwar auch nicht erste Wahl, aber es gibt Duschen und eine Toilette, die als solches zu erkennen ist. Dazu Nudeln mit Gulasch aus der Mikrowelle. Passt also zum heutigen Tag.
Wie der morgige wird? Keine Ahnung. Ich lass mich überraschen.

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Fundstücke Teil LXV

Fuhrmannseid aus dem Jahr 1691:

Ich schwöre einen Eid zu Gott – daß ich das Gut, – das mir zu fahren aufgeladen wird, – für billigmäßige Entlohnung dahin fahre, – treulich verwahren und redlich überliefern will, – kein Stück verfahren oder irgendanderswo hinbringe, – als mir aufgegeben ist, – was mir an Geld und Wechseln zurückzubringen gereicht wird, – aufrichtig und ohne einzige Hinterhaltung überreiche, – und mich in allem also betragen will, – wie einem redlichen, aufrichtigen und getreuen Fuhrmann gebührt.

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Stapeln geht nicht

Auf den Auflieger den ich hinter mir herziehe, passen 34 Europaletten. Zumindest dann, wenn diese ebenerdig geladen werden. Oftmals sind diese aber auch stapelbar. Dann mache ich das logischerweise. Laderaum ist halt ein knappes Gut. Deshalb wird versucht, soviele Paletten wie möglich zu verstauen.

Letzten Mittwoch habe ich in einer Firma geladen, die das übereinanderstellen ihrer Ware wohl grundsätzlich verbietet. Normale Aufkleber wurden wohl schon öfter ignoriert, so das Aufsteller unter das Verpackungsband geklemmt wurden. So wird das heimliche auftürmen von Paletten wirklich unmöglich.

Stapeln verboten

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