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TruckOnline.de Posts

Warum so bockig

Eine kleine Firma, an der linken Seite einer Hauptstraße gelegen. Ich hielt schräg gegenüber des schmalen Eingangstor in einer kleinen Haltebucht.
Der Staplerfahrer sah mich kommen, fragte was ich bringe. Ich antwortete freundlich und sah über den engen Hof.

Fahr bitte rückwärts rein„, bemerkte er. „Und beeile Dich dabei. Die Autofahrer werden hier schnell nervös. Aber lass trotzdem das Tor heil.

Ich ging zurück zum Lkw, schaltete den Warnblinker an und wartete auf eine Lücke zwischen den vorbei fahrenden Autos. Dann sah ich, wie der Staplerfahrer heraus kam und den rückwärtigen Verkehr anhielt. Kurz darauf war auch von vorn frei. Ich fuhr auf die linke Fahrspur, dann etwas nach rechts.

Und plötzlich stand er vor mir, mit seinem Opel. Einem roten. Er schaute mich an, schüttelte seinen Kopf und zeigte mit seinen rechten Zeigefinger auf eine imaginäre Uhr an seinem linken Handgelenk.
Ich fuhr weiter rückwärts, der Auflieger kam dem rechten Torpfosten bedrohlich nahe. Kein Problem. Fahr ich nochmal einige Meter nach vorn um beim zweiten Versuch etwas später einzulenken.

Das konnte ich aber nicht, weil der Opelfahrer mit nach rückte. Nun stand er genau vor mir. Er lies die Seitenscheibe herunter und rief so etwas in der Art, ob ich zu blöd zum rückwärts fahren wäre. Ich nickte ihm zustimmend zu und wartete.
Dann begriff er wohl, dass es schneller geht, wenn er einige Meter zurück fuhr. Was er dann auch tat. Natürlich nicht ohne Schimpftiraden. Daber schoss der Speichel aus seinem Mund und landete in Tropfen auf der Frontscheibe.

Mein zweiter Versuch war erfolgreich. Noch während ich den Lkw in die Firma bugsierte, fuhr er mit laut aufheulenden Motor davon. Eindeutige Gesten inbegriffen.
Diese ganze Einfahraktion dauerte vielleicht eine Minute. Ich verstehe, dass es Leute eilig haben. Geht mir ja manchmal ähnlich. Nur letztlich bringt diese Art von Hektik gar nix. Ausser das man sich zum Affen macht. Und das ist es kaum wert.

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Toilettenzwang

Diese Nacht stehe ich auf dem Gelände des Schwerverkehrszentrum im schweizerischen Erstfeld. Also da wo Lkw von der Polizei gesammelt werden, um diese dann tröpfchenweise Richtung Gotthard weiter fahren zu lassen. Also quasi unter Polizeischutz.

Ich stehe demnach nicht nur sicher, sondern auch sauber. Das heißt, ich kann über den Platz laufen, ohne Angst zu haben, in undefinierbare Pfützen zu treten. Auch geruchsmäßig ist das toll. Die Schweizer Bergluft kann man hier wirklich genießen.

Jeder Fahrer geht brav in die am Rand des Platzes befindlichen Toiletten. Wirklich toll, wie das hier funktioniert.

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Mein Blog wurde nominiert: Zum Autoblog of the Year 2015

Zum mittlerweile dritten Mal haben der Versicherer „direct line“ und die Community „Motor Talk“ dazu aufgerufen, den Autoblog des Jahres zu wählen. Von den fast achtzig eingereichten Vorschlägen wurden fünfzehn nominiert.

Einer von diesen ausgewählten ist mein Blog. Schon in die engere Auswahl zu kommen, finde ich cool. Ehrlich. Danke an den- oder diejenigen, die meinen Weblog vorgeschlagen haben. Das zeigt mir, dass ich die besten und treuesten Leser der Welt habe.

Blog of The Year

Aber genug mit der Lobhudelei. Denn jetzt steigt die Spannung richtig. Und dazu brauche ich Euch erst recht. Auf dieser Seite >>> sind alle nominierten Blogs alphabetisch aufgelistet. Meinen findet Ihr weiter unten unter „T“ wie „TruckOnline„.

Abstimmung

Unter dem Screenshot seht Ihr Sterne. Die Höchstzahl ist logischerweise fünf. Gibt man weniger Sterne, fällt der Blog in der Wertung zurück. Also eigentlich ganz einfach. Jeder kann einmal pro Tag für jeden der gelisteten Blogs eine Stimme abgeben. Seit dabei bitte fair und stimmt für die Seite ab, die Euch am besten gefällt. Natürlich hoffe ich, dass das meine ist.

Abstimmen könnt Ihr bis zum 18. November 2015. Hier ist noch einmal der Link: directline.de/blog/auto-blog-of-the-year-2015

Tja, dann bleibt mir nur noch eines: Nämlich mich bei Euch zu bedanken…

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Strafe folgte gleich

An der Bayerisch-Österreichischen Grenze finden ja zur Zeit Grenzkontrollen statt. In Suben und am Walserberg merkt man es mehr, bei Kiefersfelden dagegen halten sich die Staus im erträglichen Rahmen.

Heute früh waren es nicht mal fünfhundert Meter. Für einige wohl trotzdem zu viel.
Zwei Pkw scherten zwischen mir und meinem Vordermann ein, kein Problem. Platz war vorhanden. Nicht aber für einen dritten, der sich mit aller Gewalt nach rechts drängelte.

So was macht man doch nicht. Erst recht nicht vor den Augen der Polizei. Das der, übrigens ein Eichsfelder, anschließend kontrolliert wurde, war klar. Strafe muss halt sein.

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Stauzeit im Radio

Vorhin um kurz nach sieben fahre ich nach elf Stunden Pause auf die Autobahn und stehe im Stau. Der Grund war die Dauerbaustelle bei Erlangen.

Laut „Bayern3-Stauzeitrechner“ wäre ich in fünfzehn Minuten durch gewesen. Das hätte mich gefreut.
Denn ich habe fast eine Stunde gebraucht. Rechnet man die Fahrzeit ab, die ich bei freier Strecke gebraucht hätte, bleibt immer noch ein Zeitverlust von fast einer dreiviertel Stunde übrig. Also dreimal so viel wie angekündigt.

Fazit? Diese Stauzeitrechner im Radio sind Gülle. Das ist zumindest mein Eindruck.

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Werbeplane am Lkw

Letzte Woche an einer Ladestelle: „Kannst Du kurz warten? Der mit dem siebeneinhalb Tonner bekommt nur zwei Paletten. Das geht fix„.

Klar warte ich da. Denn wenn der fertig ist, kommt ein Transporter, der nur einen Karton bekommt. Und danach ein Zwölftonner, der nur vier Gitterboxen laden muss. Irgendwann stehe ich dann so lange, wie ein normaler Lkw zum laden gebraucht hätte.
Aber ich will mich ja nicht beschweren. Zumal das auch nicht das Thema sein soll.

Also. Dieser siebeneinhalb Tonner hatte eine Plane über den hinteren Türen hängen. Auf der war Werbung aufgedruckt. Früher habe ich das öfter gesehen. Nur mittlerweile scheint das aus der Mode gekommen zu sein. Was mich auch nicht wundert.
Der Fahrer musste das Dach hoch pumpen. Das geht aber nur, wenn er die Hecktüren öffnet. Und die lassen sich nur öffnen, wenn die Werbung an den Türen entfernt wird. Die musste er danach wieder oben einhängen. Unten baumelte die Stange aber weiter lose herum. Wie das bei Sturm oder starken Wind halten soll? Keine Ahnung. Dann hängt sich die Stange sicher auch oben wieder aus und schlägt wild umher. Irgendwie ist das eine Fehlkonstruktion.

Ob diese Werbeplane an den Halterungen der Stange lange hält, bezweifel ich auch. Irgendwann reist die sicher ein. Warum beklebt man die Türen nicht gleich mit Folie? Die lässt sich doch nach Beendigung des Werbevertrages rückstandslos entfernen. Preislich dürfte es auch keinen Unterschied machen und optisch sieht es auch besser aus. Finde ich zumindest.

Lässt sich mit Fremdwerbung wirklich Geld verdienen? Also für den Spediteur? In einem älteren Artikel von „eurotransport.de“ habe ich einige Zahlen gefunden. So bietet eine Agentur bis zu 400 Euro pro Monat für die Beklebung eines Kühlaufliegers. Das ist immerhin eine halbe Tankfüllung. Na ja, fast. Auf’s Jahr gerechnet also knapp fünftausend Euro.
Ob das dann so aus schaut wie die kreativen Ideen des bis vor einigen Jahren vergebenen Rhino-Award?

Gut, dass kann man nicht als Maßstab nehmen. Wenn man sich aber die Kundenliste anschaut, die z.B. „plakat-am-lkw.com“ anbietet, dann ist das schon beachtlich. Da finden sich kleinere und mittelständische Unternehmen, genauso wie große, namhafte Konzerne mit ihren bekannten Marken.

Heckansicht Lkw

Das finde ich aber erstaunlich. Ein zuviel an Werbung nervt in der Regel. Kennt jeder aus Radio und TV. Und wenn man dann noch Reklame auf sich gerade gegenseitig überholenden Lkw liest, dann kann ich mir schon vorstellen, dass das kontraproduktiv sein kann.

Andererseits finde ich gut gemachte Werbung ansprechend. In den Anfängen meines Blogs hatte ich die RuprikEin schöner Rücken…„. Vielleicht sollte ich das wiederbeleben. Tolle Motive gibt es genug.

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