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Kategorie: Raststätten

Toilettenzwang

Diese Nacht stehe ich auf dem Gelände des Schwerverkehrszentrum im schweizerischen Erstfeld. Also da wo Lkw von der Polizei gesammelt werden, um diese dann tröpfchenweise Richtung Gotthard weiter fahren zu lassen. Also quasi unter Polizeischutz.

Ich stehe demnach nicht nur sicher, sondern auch sauber. Das heißt, ich kann über den Platz laufen, ohne Angst zu haben, in undefinierbare Pfützen zu treten. Auch geruchsmäßig ist das toll. Die Schweizer Bergluft kann man hier wirklich genießen.

Jeder Fahrer geht brav in die am Rand des Platzes befindlichen Toiletten. Wirklich toll, wie das hier funktioniert.

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SaniFair die 83ste

Ich weiß, ich langweile Euch mit SaniFair. Trotzdem erwähne ich es immer und immer wieder: Wenn ich fürs duschen drei Euro zwanzig zahlen muss, möchte ich eine saubere Duschkabine bekommen.

Vorhin am Rasthof Renchtal-Ost an der A5 bei Offenburg der mittlerweile bekannte Kack. Da gibt es zwei Duschräume und beide waren dreckig. Die Fußböden schlammig, in der Dusche, im Waschbecken und an den Wänden noch Haare von den Vorduschern. Dazu überall Shampooreste. Ich finde das eklig. Trotz Badeschlappen und dem Versuch, nicht allzuviel zu berühren.

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SaniFair macht auf Werbung. Fairer werden die Anlagen dadurch auch nicht.

Hallo Mike,

was hält denn der
Fachmann von diesem
Werbespot?

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Gruß Der
Lohndepp

Danke für den Tipp. Aber ich bin nur ein regelmäßiger SaniFair-Nutzer. Wäre ich Fachmann, hätte es diesen Kurzfilm bestimmt nicht gegeben. Denn mal ehrlich. Ein durch Klos fröhlich hüpfendes Kind wirkt selbst in einem Werbespot wunderlich. Dazu eine putzende Toilettenfachkraft, die während ihrer Arbeit lächelt. Das ist ist selbst für mich zu viel. Gut das an der Wand ein Defibrillator hängt. Also für alle Fälle.

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Fundstücke Teil XCVIII

Bis Juni 2015 sollte die neue Rastanlage Werratal-Süd an der A4 bei Herleshausen eröffnet werden. Das wird schon arg eng. Aber man kann ja einen neuen Eröffnungstermin drauf kleben.

werratalsued

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Unauffindbare Griechen

Spiegel Online berichtete über gestrandete Fernfahrer aus Griechenland. Angeblich sollen derzeit hunderte griechische Lastwagenfahrer auf Europas Autohöfen und Rastplätzen stranden, weil ihnen das Geld zum Tanken fehlt und ihre Kreditkarten nicht mehr akzeptiert werden.

Also ich habe noch keine entdeckt. Weder in Deutschland, noch in Österreich und auch nicht in Italien. Keine Ahnung, in welchen Löchern Redakteure von SpOn wieder herum wühlten.

gestrandete Griechen

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Pieseln darf man. Duschen nicht.

Wer zu spät kommt, den…

Dieser Spruch dürfte mittlerweile fast jedem bekannt sein. Aber er hat noch immer seine Gültigkeit.

Tatort Rasthof Kiefersfelden: Vorhin, so gegen halb zehn am Abend wollte ich duschen. Eine Tankstellenbedienstete, wohl neu, händigte mir für drei Euro und ein Pfand den Schlüssel aus. Dann schaltete sich Ihr Kollege ein:

„Hast Du dem jetzt die Schlüssel für die Dusche ausgehändigt?“
„Äh, ja!“
„Es ist halb zehn. Jetzt wird nicht mehr geduscht!“
„Der hat aber schon bezahlt!“

Dann kam meine Feststellung:

„Ja. Ich habe schon bezahlt! Und wieso darf ich jetzt nicht mehr duschen?“
„Weil um neun Schluss ist!“
„Aha. Ist dann Nachtruhe angesagt?“
„Nein. Aber dann geht die Klofrau nach Hause!“

Ich war doch noch duschen. Das ist für mich ein kleines Menschenrecht. Sogar der Duschraum war noch sauber. Diese Argumentation „jetzt wird nicht mehr geduscht“ ist für mich trotzdem ein Unding.
Ich fragte den Mann, was er denn als erstes macht, wenn er nach Hause kommt. Seine Antwort war „duschen„. Aber mir will das irgendein Pächter einer Tank & Rastanlage verwehren. Denn diese Anweisung kommt sicher nicht von dem Verkäufer.

Da müsste man auch die Toiletten schließen. Denn da macht ja in der Nacht auch keiner sauber. Aber das geht natürlich nicht. Ich zahle nachher gegen fünf siebzig Cent Klomaut, obwohl diese Örtlichkeit seit acht Stunden nicht mehr gereinigt wurde. So kassiert SaniFair, ohne eine Gegenleistung zu erbringen.

OMV Kiefersfelden

Aber nochmal zu den Duschen. Auf der Website dieser Rastanlage steht:

Zwei geräumige Duschräume bieten Ihnen jederzeit die Gelegenheit, sich zu reinigen. Nach einer langen und anstrengenden Fahrt genau das richtige …

Klingt doch toll. Nur an der Umsetzung hapert es. Schade.

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Das System der Kontrolle

Raymund Lausberg ist Hauptinspektor bei der belgischen Polizei. Mehr über ihn und die Hintergründe seiner Arbeit erfahrt Ihr hier >>>

Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus einer seiner Kontrollen:

Wahnsinn auf unseren Straßen: 4 Lkw kontrolliert und ALLE besanstandet:

1: LT/B Sattelzug in Panne – Abschleppdienst bringt Ersatzzugmaschine mit 4 Monaten abgelaufenen TÜV. Stillgelegt und zum TÜV gebracht. LT Fahrer seit 3 Monaten im Fahrzeug (siehe Bild). Strafanzeige Menschenrechtsverletzung.

Zigeuner im Lkw

2: BG/B Sattelzug erste Woche in Doppelbesatzung beendet Schichtzeit nach über 38h (das sind 17 zu viel)

3: PL/B Sattelzug mit gefälschten PL TÜV (jetzt sind wir bei über 60 erwischte)

4: PL/FIN Sattelzug mit gefälschter Urlaubsbescheinigung + 7 EG-Verstößen

Die osteuropäischen Fahrer dieser Lkw sind ganz arme Schweine. Ausgebeutet von ihren Chefs und diese widerum werden ausgenutzt von westeuropäischen Logistikunternehmen. Die Devise lautet billig bis zum geht nicht mehr.
Einfach verrückt. Die Großen werden noch grösser und den kleinen Spediteuren steht das Wasser bis zum Hals – und viele schauen nur zu, obwohl dieses Übel eigentlich verhindert werden kann.

Für viele Normalbürger ist dieses Wochenende etwas länger und wird bei Verwandten, Bekannten oder Freunden verbracht. Fahrt am Sonntag auf der Rückfahrt nach Hause einfach mal über einen beliebigen Rasthof und schaut Euch an, wie die Fahrer dort hausen. Dazu reichen fünf Minuten.
Im Rasthaus werdet Ihr sicher keinen finden. Die Verpflegung dort kann kaum einer von denen bezahlen. Gekocht und gegessen wird am oder im Lkw, inmitten von wabernden Urindämpfen. Denn selbst die SaniFair-Toiletten können sich viele nicht leisten.

Tja, und dann zählt mal diese silbernen VW-Bullis vom Bundesamt für Güterverkehr. Ich gehe jede Wette ein, dass Ihr keinen von denen sehen werdet. Denn kontrolliert wird am Wochenende so gut wie nie. Die Fahrer dürfen ja während ihrer Wochenendruhezeit nicht gestört werden. Das ist nur ein Argument.

Deshalb sind die Rastanlagen in Deutschland auch an Wochenenden überfüllt. In Belgien und Frankreich dagegen herrscht gähnende Leere. Denn dort werden die Sozialvorschriften überprüft. Deshalb werden die Fahrer von ihren Arbeitgebern angewiesen, bis nach Deutschland zu fahren. Denn da gilt Narrenfreiheit.

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