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Niedrigwasser auf dem Rhein. Jetzt soll der Lkw wieder alles retten?

Wegen des Niedrigwassers auf dem Rhein prüft die Bundesregierung Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw. Doch der Straßengüterverkehr kann die Probleme nicht dauerhaft lösen.

Ich musste ehrlich gesagt grinsen, als ich die Meldung gelesen habe. Kaum wird der Rhein wegen des Niedrigwassers zum Nadelöhr, kommt wieder der gleiche Gedanke auf: Dann sollen eben die Lkw mehr fahren.

Die Bundesregierung prüft jetzt Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot, damit Güter schneller auf die Straße verlagert werden können. Klingt erst einmal nach einer pragmatischen Lösung.
Aber wer jeden Tag auf Deutschlands Autobahnen unterwegs ist, weiß, dass die Realität ganz anders aussieht.

Denn die Straße ist doch längst am Limit.

Der Lkw ist nicht die Feuerwehr für jedes Problem

Irgendwie läuft es doch immer gleich. Die Bahn hat Probleme? Dann muss der Lkw einspringen. Die Binnenschifffahrt fällt wegen Niedrigwasser aus? Dann muss der Lkw einspringen.

Lieferketten geraten ins Stocken? Wieder soll der Lkw alles richten.

Lkw unterwegs am Frankfurter Kreuz mit eine Boing 777 von Emirates im Hintergrund.
Die Straße ist längst am Limit. Trotzdem sollen immer wieder Lkw einspringen, wenn ein anderer Verkehrsträger Probleme bekommt.

Ich frage mich manchmal, ob sich eigentlich noch jemand Gedanken darüber macht, was auf unseren Straßen wirklich los ist.
Denn zusätzliche Transporte entstehen nicht einfach dadurch, dass man ein Fahrverbot lockert.

Wer soll diese zusätzlichen Touren eigentlich fahren?

Das ist eine entscheidende Frage.

Wir reden seit Jahren über den Fahrermangel. Tausende Stellen sind unbesetzt. Gleichzeitig fehlen Parkplätze, viele Rastanlagen sind überfüllt und die Arbeitsbedingungen werden nicht gerade attraktiver.

Und trotzdem scheint man immer davon auszugehen, dass irgendwo noch genügend Fahrer sitzen, die nur darauf warten, eine zusätzliche Tour zu übernehmen.

So funktioniert Logistik aber nicht. Ein Lkw fährt nicht von allein.

Das Sonntagsfahrverbot aufzuheben schafft keine neuen Kapazitäten

Natürlich kann eine befristete Ausnahme in einzelnen Fällen helfen. Unternehmen können ihre Transporte flexibler planen und wichtige Lieferungen schneller auf die Straße bringen.

Aber eines darf man dabei nicht vergessen. Die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten gelten weiterhin.
Wer sonntags fährt, muss seine Ruhezeit eben an einem anderen Tag nehmen.

Es entstehen also weder zusätzliche Fahrer noch zusätzliche Fahrstunden. Das Problem wird also lediglich zeitlich verschoben.

Der Rhein ist durch nichts zu ersetzen

Nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer fehlen aktuell bis zu 75 Prozent der üblichen Transportkapazität auf den Wasserstraßen.

Das sind Millionen Tonnen Güter, die plötzlich einen anderen Transportweg brauchen. Allein diese Menge würde Hunderttausende zusätzliche Lkw-Fahrten bedeuten.

Ganz ehrlich? Das schafft niemand. Nicht die Straße und auch nicht die Schiene.

Seit Jahren wird geredet, passiert ist viel zu wenig

Was mich an der ganzen Diskussion eigentlich am meisten ärgert, ist etwas anderes.

Das der Rhein bei Niedrigwasser Probleme bekommt, ist nun wirklich keine neue Erkenntnis. Spätestens seit 2018 wissen wir doch alle, welche Auswirkungen lange Trockenperioden haben können.

Trotzdem wird seit Jahren über tiefere Fahrrinnen, den Ausbau der Wasserstraßen und schnellere Genehmigungsverfahren gesprochen.
Und wie so oft ist auf dem Papier vieles beschlossen worden, in der Realität geht es aber nur schleppend voran.

Statt die Infrastruktur rechtzeitig fit für die Zukunft zu machen, sucht man wieder nach kurzfristigen Notlösungen.

Der Lkw kann nicht jede politische Baustelle schließen

Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn der Straßengüterverkehr dort hilft, wo Hilfe nötig ist. Das machen wir Fahrer schließlich jeden Tag.

Aber irgendwann muss auch die Politik akzeptieren, dass der Lkw nicht unbegrenzt Probleme auffangen kann, die über Jahre entstanden sind.

Unsere Straßen sind voll, unsere Parkplätze sind voll. Viele Unternehmen suchen händeringend Fahrer. Und trotzdem wird immer wieder so getan, als gäbe es unbegrenzte Reserven.

Die gibt es nicht.

Fazit

Ja, Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot können kurzfristig sinnvoll sein. Sie verschaffen etwas Luft und erleichtern die Planung. Aber sie lösen das eigentliche Problem nicht.

Für mich zeigt diese Diskussion vor allem eines: In Deutschland wird oft erst gehandelt, wenn die Krise bereits da ist.

Anstatt Wasserstraßen, Schienen und Straßen rechtzeitig auszubauen, greift man wieder auf den Verkehrsträger zurück, der ohnehin schon seit Jahren an seiner Belastungsgrenze arbeitet.

Und genau deshalb habe ich bei solchen Ankündigungen immer das gleiche Gefühl: Der Lkw soll wieder einmal die Versäumnisse der vergangenen Jahre ausbaden. Das kann nicht funktionieren.

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Neue Parkplätze bekommt das Land

An der A3 zwischen Schlüsselfeld und Geiselwind gibt es seit Kurzem einen schönen neuen Parkplatz. Ich weiß allerdings nicht genau, welchen Namen der bekommen hat. Dreifrankenblick? Kann das sein?

Das Klohäuschen ist zwar noch im Bau und deshalb geschlossen. Aber das wird schon noch. Was mir allerdings aufgefallen, hier stehen gerade mal zwei Müllbehälter. Einer links und einer rechts neben der Toilette.
Ich glaube allerdings, dass nicht alle Kolekas am Wochenende oder gegen Abend extra bis dorthin laufen. Da wird wohl eher das eine oder andere Stück Abfall aus dem Fenster fliegen.

Was aber gut ist, die Pkw-Plätze sind für Lkw freigegeben. Und zwar von 18:00 bis 7:00 Uhr. So ist es jedenfalls ausgeschildert. Lkw-Fahrer dürfen sich also offiziell dort hinstellen.
Hab ich letzte Woche übrigens schon gemacht, sogar eine halbe Stunde früher. Ich alter Gesetzesbrecher.

Auf den Plätzen parkt man gut, vor allem steht der Lkw nach links oben. Umso besser kann ich pennen. Ich muss ja auch mal loben können. Nur jetzt im Sommer ist es ein bisschen blöd, denn man steht Richtung Westen. Die Sonne knallt einem bis in den späten Abend voll auf die Hütte.
Aber man kann nicht alles haben. Im Winter dürfte das dafür umso angenehmer sein.

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WmDedgT 5.8.26

Es ist wieder so weit, der fünfte eines Monats. Und wie immer fragt „Gut gebrüllt“, wie denn der Tag anderer Leute Blogger so verlaufen ist.
Das Ganze läuft unter dem konstruktiven Motto „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ Oder kurz: WmDedgT.

Hier also meine inzwischen zwanzigste Ausgabe. Joa mei, wie die Zeit vergeht.
Weil ich wenig Zeit habe, heute mal ne Kurzausgabe:

  • Gegen sieben klingelt der Wecker. Noch müde, Laune eher semi 😐
  • Anziehen, waschen, Zähne putzen am Kanister 🧽
  • Erster Kaffee. Laune bissel besser 👍
  • Um acht melde ich mich zum laden. Soll um neun wiederkommen. Laune wieder schlechter 😢
  • Halb elf, Auflieger ist voll. Jetzt noch Papiere, dann endlich Abfahrt, knapp 1.000 Kilometer bis zum ersten Kunden 🚚
  • Stau 🚗 🚗
  • Unfall gesehen 🤕
  • Draußen 36 Grad, im Lkw Klima 🥶
  • Noch ein Stau 🚗 🚗 🚗
  • Laune wird nicht besser 🙁
  • Stau, so langsam nervt es 🙄
  • Na gut, dreiviertel Stunde Pause, Mittagsschlaf 😴
  • Weiter geht’s, wieder Stau. Brennerautobahn ist scheiße 🙁
  • Vollgetankt in Österreich ⛽
  • Die letzte Stunde schaff ich jetzt auch noch ✔
  • Feierabend am Irschenberg. Noch fix duschen 🚿, eine Leberkässemmel essen und schlafen. War ein kack verbesserungswürdiger Tag. Aber egal. Morgen früh kurz nach vier geht’s weiter 😫

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Recht hat er

In einem der Maxi-Autohöfe, irgendwo hier in Deutschland.

„Tach. Einmal duschen bitte.“
„Hallo, macht 4.99 Euro“.
Ich guckte wohl ein bissel verdutzt. Denn der Kassierer erwidert noch: „Ja, für drei Euro mehr gibt’s schon nen guten Döner“.

Recht hat er.

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