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Kategorie: Alltag

WmDedgt 5.6.26

Es ist wieder so weit, der fünfte eines Monats. Und wie immer fragt „Gut gebrüllt“, wie denn der Tag anderer Leute Blogger so verlaufen ist.
Das Ganze läuft unter dem konstruktiven Motto „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ Oder kurz: WmDedgT.

Hier also meine inzwischen achtzehnte Ausgabe. Joa mei, wie die Zeit vergeht.

02.15 Uhr, die Weckfunktion vom Handy nervt. Ich muss aufstehen, hab noch zweieinhalb, drei Stunden bis zu meiner Abladestelle im Siegerland.

02.19 Uhr, Morgenwäsche am Wasserkanister. Während ich Zähne putze, dreh ich eine Runde um den Lkw.
Plane ganz, in den Reifen ist noch Luft, Beleuchtung funktioniert, alle drei Tankdeckel zu, an der Sattelkupplung hat sich auch niemand vergangen. Abfahrtskontrolle im Schnelldurchgang.

02.26 Uhr, Abfahrt. Bis zur Autobahn brauche ich gute zwanzig Minuten. Außer mir ist niemand unterwegs. Na ja, ist noch arg früh, und in NRW ist Brückentag.

05.30 Uhr, ich bin bei meinem ersten Kunden. Das Tor zur Firma ist offen. Gut, kann ich mich schon vor die Rampe stellen. Ich dachte, die im Lager fangen um halb sieben an. Aber nix da, erst um sieben. Dafür hab ich jetzt Zeit um abzugurten und ne Stunde zu dösen.

07.08 Uhr, es klopft an der Tür. Ein Lagermensch will wissen, was ich bringe. Ich gebe dem die Papiere. Kurz darauf merke ich, wie die Rampe aufgelegt wird. Dann passiert erstmal nichts mehr.

08.10 Uhr, der Lagermensch klopft wieder an die Tür und bringt mir die unterschriebenen Papiere. Was ein Service. Und ich habe ausgedöst.

08.28 Uhr, an meiner ersten Ladestelle angekommen. Hier gibt es ein Gestell für irgendwo bei Monza. Das laden geht fix. So fix, dass sogar noch Zeit für ein Gespräch mit dem Staplerfahrer bleibt. Und das an einem Freitag, wo ich eigentlich nach Hause will.

08.47 Uhr, kurzer Abstecher in die Firma für die ich fahre. Papiere abgeben, kurzer Plausch mit dem Disponenten, der mich diese Woche verplant hat.

09.36 Uhr, zweite Ladestelle. Hier wird der Auflieger voll. Ich bekomme Rohre, für Brescia und Mailand. Ein Rumäne wird gerade beladen. Passt, so hab ich Zeit die Plane zu öffnen und alles für die Ladungssicherung fertig zu machen. Und das ganze ohne Hektik.

11.08 Uhr, Auflieger ist voll, Ladung ist gesichert. Ab nach Hause.

14.27 Uhr, Fertsch und Wochenende. Noch einige Sachen zusammen suchen und dann zweihundert Meter nach Hause.

Der Rest des Tages? Noch ein bissel einkaufen, auch für nächste Woche, und den Beitrag hier fix schreiben. Und dann nichts mehr. Bin ein wenig platt.

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WmDedgT 5.5.26

Es ist wieder so weit, der fünfte eines Monats. Und wie immer fragt „Gut gebrüllt“, wie denn der Tag anderer Leute Blogger so verlaufen ist.
Das Ganze läuft unter dem konstruktiven Motto „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ Oder kurz: WmDedgT.

Hier also meine inzwischen siebzehnte Ausgabe. Joa mei, wie die Zeit vergeht.

05.30 Uhr, Das Handy reißt mich aus dem Schlaf. Keine Lust. Fünf Minuten bleib ich noch liegen.

Ich stehe auf dem Gelände einer Tankstelle bei Sirmione, irgendwo am Gardasee. Müssen muss ich in ein Dorf, südöstlich von Mailand.
Hab eine Komplettladung, dass macht das aufstehen ein bissel leichter.

05.38 Uhr, Klamotten zusammensuchen, anziehen. Nebenbei den Motor starten und Tacho auf Arbeitszeit stellen. Routine.

Draußen regnet es. In der Hütte ist es kühl. Für einen kurzen Moment überlege ich, die Standheizung anzumachen. Aber lohnt sich jetzt auch nicht mehr.

05.42 Uhr, schnelle Wäsche am Kanister. Von vorne nass, von oben nass. Der Tag beginnt schon mal kacke. Während ich Zähne putze, dreh ich eine Runde um den Lkw.
Plane ganz, in den Reifen ist noch Luft, Beleuchtung funktioniert, alle drei Tankdeckel zu, an der Sattelkupplung hat sich auch niemand vergangen. Abfahrtskontrolle im Schnelldurchgang.

05.51 Uhr, die Tankstelle ist schon offen. Frische Brioche mit Marmelade und Cremefüllung sind Pflicht. Dazu einen Americano.
Ich bin zwar geizig unterwegs, gebe wenig Kohle aus, aber das ist es mir wert.

06.01 Uhr, los geht’s. Bis Brescia-Ost bleibe ich auf der Staatsstraße. Spart meinem Chef ein paar Cent Maut. Und mir Nerven. Denn auf das Geruckel der A4 habe ich morgens keinen Bock.

Über die Tangenziale Süd geht’s weiter Richtung A35. Diese Autobahn ist kaum zehn Jahre alt und kostet mal eben doppelt so viel Maut wie die A4 weiter nördlich. Entsprechend leer ist es da meistens.

Normal meide ich die auch. Aber manchmal geht’s eben nicht anders.

07.43 Uhr, Ankunft beim Kunden. Ich bin etwas zu früh, die Bude öffnet um acht. Das ist eine Sache, die ich an Italien auch mag.
Die meisten Firmen fangen um acht an, Mittag ist von zwölf bis eins oder halb zwei und schließen um fünf Uhr am Nachmittag. Ausnahmen gibt es natürlich. Aber in der Regel ist es so, wie eben beschrieben. Für mich als Fahrer ideal.

Die Firma hat zwei Lager, Magazzino I und Magazzino II. Ich fahre erstmal zum Lager I. Da bin ich aber falsch.
Also wieder raus aus der Firma, um das halbe Gelände herum, dann bin ich richtig.

Auch hier, wie in vielen Firmen in Italien, gibt es keine Rampe. Abgeladen, oder auch Beladen, wird meist von der Seite oder von hinten mit nen Hubwagen.
Hier hatte ich die Wahl. Die Paletten waren nicht schwer, außerdem regnet es, also von hinten.

08.42 Uhr, der Auflieger ist leer. Die Ware wird von einem Lageristen kontrolliert, ich telefoniere mit meiner Disponentin.
Zwei Minuten später bekomme ich den neuen Auftrag. Wird wieder eine Komplettladung, in der Nähe von Brescia.

08.53 Uhr, Abfahrt. Sind knapp 60 Kilometer bis zum Kunden. Alles easy.

10.12 Uhr, bin da. An der Anmeldung sagt man mir, ich soll im Lkw warten. Der Staplerfahrer holt mich, wenn es soweit ist.
Fast entschuldigend heißt es noch, es könne heute aber noch zehn Minuten dauern. Mir egal, hab Zeit.

Hier lade ich öfter. Eine gute Firma, noch nie irgendwelche Probleme gehabt. Im Gegenteil. Manchmal komme ich hier kurz nach fünf an und werde noch beladen. Außerdem gibt es immer Bonbons. Und ne Dusche.

11.18 Uhr, fertsch. Das Zeugs steht auf dem Auflieger. Geht nach Mittelhessen.
Jetzt noch die Seite zumachen, Lieferscheine und Frachtbrief unterschreiben und duschen.

Die Dusche hier ist ok. Gibt schlimmere. Nur sollte man vorher die Spinnen im Raum zählen. Denn fehlt später eine, besser Tasche, Handtücher und Klamotten ausschütteln.

12.04 Uhr, ich fahre wieder. Später auf der Autobahn mit 82. Und bin nicht mal der langsamste. Auf der Brennerautobahn eh nicht. Da pegelt sich die Geschwindigkeit bei 76, 77 ein. Dann mal 85, bevor wieder auf 70 abgebremst wird.

So ist das im Überholverbot, wenn Russen oder keine Ahnung wo die Fahrer herkommen, die Geschwindigkeit bestimmen.
Hat man Milch im Kühlschrank, wird die vom ständigen Bremsen und Gas geben sauer.

Hinter Trento warnen die Leuchtanzeigen über der Autobahn vor Lkw-Stau zwischen Bozen-Nord und dem Brenner. Darauf hab ich keinen Bock.

15.12 Uhr, fertsch für heute. Stehe auf einem Rasthof vor Bozen. Wollte eigentlich noch weiter kommen. Aber was nicht ist, dass ist nicht.

Jetzt in Ruhe was essen, diese paar Zeilen fertig schreiben und dann noch ein wenig TV. Morgen früh gegen fünf geht’s weiter.

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