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TruckOnline.de Posts

WmDedgT 5.3.26

Es ist mal wieder der fünfte eines Monats. Und an diesem fragt „Gut gebrüllt“, wie denn von anderer Leute Blogger der Tag so war. Das nennt sich dann „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„.? Oder eben in Kurzform „WmDedgT„.
Hier ist, zum sechzehnten Mal – joa mei, wie die Zeit vergeht – meine Ausgabe:

02.50 Uhr, die Weckfunktion vom Handy weckt mich. Lust hab ich nicht, aber hilft ja nix. Ich stehe auf einem Rasthof bei Ingolstadt und heute warten zwei Entladekunden auf mich.

Einer irgendwo bei Korbach, der zweite im Westerwald. Und wenn der Tag gut läuft, will ich auch noch eine neue Ladung aufnehmen, damit morgen nur noch ein oder zwei Stops übrig bleiben.

Was tut man nicht alles für ein frühes Wochenende.

02.56 Uhr, Klamotten zusammensuchen, Tacho auf Arbeitszeit stellen, Motor starten. Es ist kalt in der Hütte. Jetzt noch die Standheizung anmachen, bringt aber nix.

Danach raus ins Gras pieseln und die übliche Kanisterwäsche. Beim Zähne putzen die Runde um den Lkw: Plane ganz, in den Reifen ist noch Luft, Beleuchtung funktioniert, alle drei Tankdeckel zu, an der Sattelkupplung hat sich auch niemand vergangen. Abfahrtskontrolle im Schnelldurchgang.

03.12 Uhr, Abfahrt. Es ist neblig. Trotzdem die entspannendste Zeit um zu fahren. Wenigstens dafür lohnt das frühe Aufstehen. Und es ist Zeit für den ersten Kaffee.

03.31 Uhr, Im Verkehrsservice der ARD-Hitnacht werden erstmal gefühlt alle gesperrten Autobahnen Deutschlands aufgezählt.

Unfälle? Fehlanzeige.
Baustellen? Überall.

Es wird gebaut, gebuddelt, gesperrt und umgeleitet.

Dann kommt ein Song von Mariah Carey.

Sorry, liebes Radio. Aber hier endet unsere gemeinsame Reise.

Dann besser einen Podcast. Lanz und Precht philosophieren über Heimat. Und was Zuhause sein bedeutet. Die nächste Stunde lass ich mich davon berieseln.

06.51 Uhr, hab keine Lust mehr. Bin eh kurz vor Hammersbach. Am Dorfrand gibts ne Tankstelle mit nen akzeptablen Imbissangebot. Und eine Dusche. Passt beides für ne Pause.

07.42 Uhr, weiter geht’s Richtung Korbach.

09.55 Uhr, erster Kunde. Die Leute da machen Frühstück bis halb elf. Kann aber schon an die Rampe fahren. Das abladen danach geht fix. Kurz vor elf ist alles erledigt.

Knapp zwei Stunden später bin ich an meiner zweiten Abladestelle. Der bekommt neunzehn Gitterboxen mit Gussteile. Auch hier klappt alles prima. Läuft doch. So schaff ich noch die erste Ladestelle.

14.19 Uhr, melde mich an. Die Ladung ist fertig, nur die Papiere noch nicht. Soll meine Telefonnummer da lassen, sie melden sich, wenn es soweit ist.

Eine Stunde später klingelt mein Handy. An Rampe fünf soll ich fahren. Das beladen ist nach zehn Minuten erledigt, die Paletten gurten dauert noch ne halbe Stunde. Aber alles gut.

Anschließend fahre ich noch ne Stunde in die Firma, für die ich arbeite. Und dann ist Feierabend. Reicht.

Jetzt noch fix den Tag in diesem Text verarbeiten, dann was essen und ein Bier trinken. Und dann geht’s in die Koje.

Morgen noch eine Ladestelle, dann ab nach Hause. Wenn es normal läuft, hab ich gegen Mittag Wochenende. Also alles nach Plan 🚚 .

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Und plötzlich macht Rumänien vor, was wir seit Jahren fordern

Von Udo Skoppeck

Ich sitze hier und denke mir: Das kann doch nicht wahr sein. Ausgerechnet Rumänien, ein Land, welches in unseren Lkw-Kreisen oft nur als „Billiganbieter“ verlacht wird, verabschiedet gerade ein Gesetz, dass wir hierzulande seit Jahren fordern und fast wie eine Petitesse behandeln: Fahrer sollen endlich das tun dürfen, wofür sie ausgebildet sind.

Nämlich fahren. Und nicht gleichzeitig Beschicker, Stapler-Freizeitsportler, Paketpacker und Lagerhelfer sein.

Seit Jahren diskutiere ich mit Kollegen, schreibe Beiträge, sammle Beispiele, wie Fahrer systematisch für Aufgaben herangezogen werden, die nicht in ihre verantwortliche Tätigkeit gehören.
Wir haben darauf hingewiesen, dass Fahrer keine Nebenerwerbs-Lagerarbeiter sind.

Ein Hubwagen steht auf einem Auflieger

Nämlich das solche Pflichten Arbeitsrecht, Versicherungsschutz und Gesundheit gefährden und das sie zu einer schleichenden Entwertung unseres Berufsbildes beitragen.

Und jetzt? Rumänien legt einen Gesetzestext vor, der genau das verbietet. Nicht als Empfehlung, nicht als abstrakte Studie. Sondern mit echten Sanktionen, Bußgeldern und einer klaren Zuständigkeit für Verlader und Empfänger. 

Nicht nur das, die Verantwortlichen haben die Ausnahmen genau definiert: Spezialtransporte, wo Laden/Entladen wirklich Kern der Dienstleistung ist, bleiben außen vor.
Alles andere soll von Leuten erledigt werden, die dafür ausgebildet und verantwortlich sind. 

Was sagt uns das? Das politischer Wille und klare gesetzliche Regelung möglich sind, auch wenn es unsere eigenen Parlamente hier in Deutschland nicht schaffen.
Das in Rumänien die Notwendigkeit gesehen wird, die Verantwortlichkeiten fair und sicher zu verteilen. Und dass jemand verstanden hat, dass es beim Güterverkehr um Menschen, nicht nur um Billig-Tonnenkilometer geht.

Vielleicht ist es ein Lehrstück: Nicht immer kommt der Fortschritt aus dem Land, welches wir an der Spitze der Debatte sehen. Manchmal kommt er von dort, wo man ihn am wenigsten erwartet.

Und wenn es Rumänien ist, dann sollte das uns hier in Deutschland daran erinnern: Wir müssen selbst dafür sorgen, dass unsere Berufskraftfahrer den Respekt, die Rechte und die Rahmenbedingungen bekommen, die sie verdienen.

Denn wenn andere es hinkriegen, dann können auch wir es.

Quelle: trans.info

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Warum Italien beschlagnahmt, Deutschland dagegen noch prüft

Rotterdam. Dortmund. Verona. Klingt nach drei völlig verschiedenen Geschichten. Ist aber eigentlich immer dieselbe.

Es geht um Subunternehmerketten. Um Fahrer aus Drittstaaten. Um Firmengeflechte, bei denen am Ende keiner so richtig verantwortlich sein will. Aber alle verdienen.

Und wer lange genug auf Europas Straßen unterwegs ist, weiß: Das ist kein neues Thema.

2013 haben wir schon darüber gesprochen

Vor über zehn Jahren standen Lkw in Berlin vor dem Reichstag. Keine PR-Aktion, keine Show. Sondern Fahrer, die genug hatten von Lohndumping, Scheinfirmen und diesem ewigen „Dafür sind wir nicht zuständig“.

Damals war das für viele ein Randthema. Heute reden wir über beschlagnahmte Millionenbeträge. Vielleicht hätte man früher genauer hinhören sollen.

Italien sagt: Schluss jetzt

2025 haben italienische Staatsanwälte und die Finanzpolizei nicht lange gefackelt. Sie haben zugegriffen.

Nach Medienberichten wurden unter anderem beschlagnahmt:

  • Rund 43 Millionen Euro bei der italienischen Tochter der Rhenus Group
  • Etwa 47 Millionen Euro im Zusammenhang mit DHL Express in Italien
  • Im Umfeld von Amazon sogar rund 121 Millionen Euro sowie spätere Vergleichszahlungen

Der Kern der Vorwürfe: Konstruktionen über Subunternehmen, bei denen Sozialabgaben und Arbeitsrechte umgangen worden sein sollen. Die betroffenen Unternehmen haben Vorwürfe teilweise zurückgewiesen oder auf Kooperation mit den Behörden verwiesen.

zu sehen ist ein lkw volvo auf einem rasthof in italien, dessen fahrer seine wäsche am kühlergrill trocknet
Wohnen und arbeiten auf wenigen Quadratmetern.

Wichtig ist: Das sind italienische Verfahren gegen italienische Gesellschaften. Aber die Botschaft ist europäisch. Italien zeigt: Wenn man will, kann man Strukturen auch strafrechtlich aufrollen.

Das Spiel mit der Verantwortung

Das Muster kennt jeder in der Branche. Ein großer Auftraggeber vergibt einen Transport. Der Logistiker gibt weiter. Der Subunternehmer gibt weiter. Und irgendwo am Ende sitzt der Fahrer.

Auf dem Papier ist alles sauber. In der Realität ist die Verantwortung so zerstückelt, dass sie kaum noch greifbar ist.

Wenn Lohn fehlt oder Sozialabgaben nicht stimmen, heißt es: „Das war nicht unsere direkte Firma.“
„Dafür ist der Sub zuständig.“

Und so dreht sich das Karussell.

Und Deutschland?

Hier wird natürlich auch kontrolliert. Der Zoll prüft. Es gibt Verfahren. Aktenordner werden gefüllt.

Aber große, öffentlich sichtbare Millionenbeschlagnahmungen bei bekannten Logistikriesen? Eher Fehlanzeige. Man hört von Prüfungen. Von laufenden Ermittlungen. Von komplexen Zuständigkeiten.

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Weitere Informationen

Italien beschlagnahmt. Deutschland prüft. Das ist zumindest der Eindruck, der bei vielen hängen bleibt.

Die, die es wirklich betrifft

Während Juristen diskutieren, schlafen Fahrer monatelang in ihren Kabinen. Arbeiten in Westeuropa, angestellt in Ländern mit niedrigeren Standards. Wenn ein Subunternehmen kollabiert, stehen sie plötzlich ohne Lohn da.

Für sie ist das kein Systemvergleich zwischen Rom und Berlin. Nein, da geht es ums Überleben.

Die eigentliche Frage

Sind es wirklich nur ein paar schwarze Schafe? Oder ist ein System problematisch, das Verantwortung so lange weiterreicht, bis sie praktisch verschwindet?
Wer am Ende vom Transport profitiert, muss auch haften. Punkt. Solange Auftraggeber sich hinter Subunternehmerketten verstecken können, ändert sich nichts.

Italien hat gezeigt, dass man Strukturen antasten kann. Ob Deutschland irgendwann ähnlich konsequent durchgreift?

Das wird nicht nur für die Logistikbranche spannend. Sondern für jeden, der an fairen Wettbewerb in Europa glaubt.

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Chrom, Nostalgie und Neonschein. Die Welt der Dekotoras

Gestern Abend einen interessanten Artikel von der „taz“ gelesen. In dem geht es um japanische Lkw-Fahrer, die ihre Trucks so aufmotzen, dass sie wie Raumschiffe aussehen. So ein Teil habt ihr bestimmt schon mal gesehen.

Diese Lkw nennen sich Dekotoras (kurz für „dekoreshon torakku„, englisch „decorated trucks„). Sie sind eine einzigartige japanische Subkultur, bei der Lastwagen extrem aufwendig verziert und beleuchtet werden.
Diese „Trucks“ sind fahrbare Kunstwerke, die oft mit tausenden Neonlichtern, LED-Leuchten, verchromten Stahlteilen und bunten Airbrush-Gemälden ausgestattet sind.

Sie sehen aus wie Raumschiffe auf Rädern, voller Chrom, Lichter und verrückter Details. Für die französische Fotografin Louise Mutrel sind sie vor allem rollende Selbstporträts ihrer Fahrer.

Seit Jahren begleitet sie Japans Truckdekorierer, die ihre Lkw mit Botschaften, Manga-Motiven und Retro-Elementen schmücken.
Inspiriert wurde der Trend einst von US-Popkultur und dem Film „Torakku Yarō„.

Torakku Yarō (übersetzt „Truck-Typen“) ist eine kultige japanische Action-Komödien-Reihe, die zwischen 1975 und 1979 insgesamt zehn Filme hervorbrachte.

In den 90ern wurden die auffälligen Trucks wegen Sicherheitsgründen aus Innenstädten verbannt, doch die Szene trifft sich bis heute.

Hinter dem Glitzer stecken Nostalgie, Kreativität und der Wunsch, lange, einsame Fahrten persönlicher zu machen.
Mutrels Serie „Only you can complete me“ feiert diese besondere, nie ganz fertige Verbindung zwischen Mensch und Maschine.

Zum taz-Artikel >>>

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US-Verkehrsministerium: Führerscheinprüfungen nur noch auf Englisch?

Das US-Verkehrsministerium plant eine weitreichende Änderung bei der Vergabe von Lkw-Führerscheinen (CDL). Verkehrsminister Sean Duffy kündigte an, ein neues Regelwerk voranzutreiben, nach dem sämtliche Führerscheinprüfungen künftig ausschließlich in englischer Sprache abgelegt werden müssen.

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