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Schlagwort: Arbeitsalltag

WmDedgT 5.2.26

Es ist mal wieder der fünfte eines Monats. Und an diesem fragt „Gut gebrüllt“, wie denn von anderer Leute Blogger der Tag so war. Das nennt sich dann „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„.? Oder eben in Kurzform „WmDedgT„.
Hier ist, zum fünfzehnten Mal – joa mei, wie die Zeit vergeht – meine Ausgabe:

02.50 Uhr, die Weckfunktion vom Handy weckt mich. Lust hab ich nicht, aber hilft ja nix. Steh am Irschenberg, mein erster Kunde ist bei Wetzlar. Bis dahin brauch ich noch sieben Stunden. Länger schlafen ist also nicht.
Außerdem ist es kalt in der Hütte. Die Standheizung ist aus. Der Tag beginnt schon mal kacke.

02.56 Uhr, fertig angezogen. Tacho auf Arbeitszeit stellen, Motor anmachen. Die Anzeige für die Außentemperatur zeigt minus ein Grad an. Und es nieselt. Toll.

Ich piesel ins Gras, danach die übliche Kanisterwäsche und beim Zähne putzen die Runde um den Lkw. Plane ganz, in den Reifen ist noch Luft, Beleuchtung funktioniert, alle drei Tankdeckel zu, an der Sattelkupplung hat sich auch niemand vergangen. Abfahrtskontrolle im Schnelldurchgang.
Nur glatt scheint es nicht zu sein, trotz leichten Regen und Minustemperatur. Das ist doch schon mal was.

03.10 Uhr, Abfahrt. Die entspannendste Zeit um zu fahren. Wenigstens dafür lohnt das frühe Aufstehen.
Der Verkehrsservice um halb vier in der „ARD-Hitnacht“ erzählt was von einer Unwetterwarnung. Eisregen, Schneefall irgendwo in Deutschland. Ich bin bei München, hier ist alles gut. Selbst der leichte Regen hat aufgehört. Darauf den zweiten Kaffee.

06.38 Uhr, Zeit für ne erste Pause. Die mach ich auf dem Autohof bei Geiselwind. Ich geh duschen und hole mir zwei belegte Brötchen in der Metzgerei.

07.12 Uhr, weiter geht’s. Apropo Geiselwind und A3. Bis auf zwei kurze Baustellen bei Erlangen und Höchstadt ist die fertig ausgebaut. Freie Fahrt auf drei Spuren bis Aschaffenburg. Geil

8.10 Uhr, knapp viereinhalb Stunden Fahrzeit. Wird also Zeit für die zweite halbe Stunde Pause. Die mache ich auf einem Parkplatz bei Marktheidenfeld.
Lehne vom Sitz zurück, Augen zu.

11.00 Uhr, in einem Dorf bei Wetzlar ist mein erster Kunde. Zehn Paletten bekommt der. Ich melde mich an. Die Frau in der Annahme sagt völlig schuldbewusst, „Oh, Sie haben aber zwei andere Lkw vor sich. Das kann etwas dauern“. Aber die Dame kann ja nix dafür.
Sie telefoniert mit dem Staplerfahrer, der verspricht, mich noch vor der Mittagspause abzuladen. Läuft doch.

12.02 Uhr, hat geklappt. Jetzt zum zweiten Kunden nach Siegen.
Ich sag ja immer, wäre Siegen noch in Hessen, wäre Kassel nicht die hässlichste Stadt Hessens.

12.56 Uhr, für die Firma in Siegen habe ich zwei Kisten geladen. Beide nicht sehr groß, jede wiegt etwas 800 Kilo. Türen auf, Hubwagen drauf, Kisten abladen lassen. Nach zehn Minuten ist alles erledigt.
Danach noch ein kurzer Plausch mit dem Staplerfahrer und dann Abfahrt. Einen Kunden hab ich noch.

13.44 Uhr, ich bin beim letzten Kunden. Der ist in einem Ort auch im Siegerland. Oder Wittgensteiner Land. Keine Ahnung.
Man muss aber aufpassen, wie man die Leute da bezeichnet. Hab mal in Bad Berleburg jemanden als Siegerländer benannt. Der wollte mir fast an die Gurgel. Ganz gefährlich.

Aber wie auch immer. Dort lade ich meine letzten Paletten ab. Das gleiche Spiel. Türen auf, Hubwagen drauf, der Staplerfahrer nimmt die runter.
Danach noch das bissel Papierkram erledigen und fertsch. Auflieger ist leer, ich bin zufrieden.

Morgen habe ich eine Ladestelle, die ist bei Korbach. Dort kann ich auch übernachten. Meine Fahrzeit reicht sogar noch bis dahin. Die Nacht verbringe ich also da.
Danach geht’s nach Hause, Wochenende.

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