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Kategorie: World Wide Web

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Blogleser Stefan ist bei einer Fahrt auf einer Autobahn etwas aufgefallen:

Hi Maik!
Lese seit Jahren  mit viel Interesse Deinen Blog (wenngleich auch völlig fach- und branchenfremd).
Bei meiner heutigen Fahrt über die Autobahn ist mir mal wieder aufgefallen, dass gefühlt alle LKW mit nur einem Fahrer besetzt sind.
Bei den hohen Effizienzansprüchen, die die Branche hat, wundert es mich, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, einen One-Driver-Truck zu entwerfen, der entweder den eingesparten Raum für mehr Ladung nutzt oder – das möchte ich hier ansprechen – für eine bessere Aerodynamik.
Der Fahrer würde dann mittig sitzen und die üblichen rollenden Schrankwände wären passé.
Ich habe mal mit KI einen Entwurf generiert und angehangen.
Richtig dolle ist der zwar noch nicht.
Nach vorne raus ging das bestimmt noch schmaler. Und das Problem der Rückspiegel scheint mir so auch noch nicht ganz gelöst.
Aber die Idee dürfte doch zumindest deutlich werden.

Magst du dazu vielleicht etwas sagen oder es gar in deinen Blog zur Diskussion stellen?
Ich finde es eine interessante und spannende Frage (bin aber auch jemand, der absolut nicht selber betroffen wäre).
Viele Grüße
StefaN.

ein Designentwurf eines Bloglesers, in dem der Fahrer eines Lkw mittig im Lkw sitzt.

Vielen Dank für Deine Überlegungen. Ja, die rollenden Schrankwände.
Bei den Nutzfahrzeugformen in Europa ging es lange Zeit, und geht es teilweise noch immer, nicht um Aerodynamik, sondern um die Fahrzeuglänge und gesetzliche Vorschriften.

Denn hierzulande gibt es strenge Höchstlängen für Lkw. Wenn du die Kabine kleiner machst, hast du mehr Länge, die du für den Auflieger und damit für die Ladung nutzen kannst.
Benötigst du zehn Prozent mehr Kraftstoff, um zehn Prozent mehr Fracht zu transportieren, sind die Designs im Endeffekt gleich effizient.

Aber zu Deinem Entwurf. Der ähnelt dem Semi von Tesla. In dem sitzt der Fahrer schon mittig.

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Ich sehe das eher negativ. Es macht das überholen oder abbiegen schwieriger. Beim Semi z.B. befinden sich die Türen ziemlich weit hinten. Also hinter dem Sitz.
Dadurch muss man einmal quer durchs Führerhaus, wo man mit dreckigen Schuhen alles schmutzig macht. Irgendwelche Papiere mal fix durchs Fenster zu reichen, ist dann auch nicht mehr möglich.

Auch das Thema Sicherheit und Regulierung spielt eine große Rolle. Fahrzeugbreiten, Sichtfelder, Crashstrukturen und Spiegel- bzw. Kamerasysteme sind stark normiert.

Ein komplett neues Design müsste aufwendig zugelassen werden und sich in vielen Tests bewähren. Das bremst Innovationen in diesem Bereich oft aus.

Und schließlich ist da noch die wirtschaftliche Seite: Die Branche optimiert stark, aber eher schrittweise, aufeinander aufbauend, sich quasi in kleinen Schritten erhöhend.
Neue Konzepte setzen sich meist nur durch, wenn sie mit bestehenden Auflagen, Infrastruktur und Wartungssystemen kompatibel bleiben.

Ein radikal anderes Fahrerhaus würde vermutlich hohe Umstellungskosten verursachen.

Trotzdem: Deine Idee geht durchaus in eine Richtung, die man in Ansätzen, wie bei Tesla, schon sieht. Oder bei Konzeptstudien mit besserer Aerodynamik, Kameraspiegeln oder sogar mittigen Fahrerpositionen (wenn auch selten im Serienbetrieb).

In Kombination mit Elektromobilität und autonomem Fahren könnten solche Layouts in Zukunft sicher wieder relevanter werden.

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Jürgen weist mich auf den „Trichter“ von Dachrieden hin:

Hallo Maik,

ich glaube, du hast auch schon von diesem „Trichter“ in Dachrieden geschrieben. Laut Zeitung war es gestern (28.02.2026) mal wieder soweit. 

https://www.tlz.de/lokales/unstrut-hainich-kreis/article411337647/laster-krimi-im-unstrut-hainich-kreis-40-tonner-wieder-eingekeilt-fahrer-riskiert-das-unmoegliche.html

Anbei der Artikel auch als pdf. 

Ich frage mich auch, wie kann man das künftig verhindern? Hat hier jemand eine gute Idee? Das kommt ja sicherlich auch woanders mal vor, dass das Navi sich irrt. (Satire ein) Der Navibetreiber müsste die 2 Stunden in Rechnung gestellt bekommen (Satire aus).

Übrigens ein toller blog, mach weiter so!

Liebe Grüße und gute Fahrt weiterhin! 

Jürgen

Hallo Jürgen, danke für Deine Nachricht. Über diese Irrfahrten habe ich, glaube ich, noch nicht geschrieben. Aber die sind mir bekannt, Dachrieden ist ja von hier wo ich wohne, nur ein paar Kilometer entfernt.

Denen das passiert, sind Navifahrer. Die kennen keine Karten mehr. Denn das die sich festfahren, passiert auf einer Nebenstrecke zwischen der A38 und Mühlhausen.
Würden die für zwanzig Sekunden in eine Karte schauen, hätten die gesehen, oh, da gibt es ja eine ausgebaute Bundesstraße. Zumal das Ziel „Mühlhausen“ schon auf der Autobahn ausgeschildert ist.

Dazu stehen auf der Landesstraße mehrere Sperrschilder, die auf das Lkw-Durchfahrtsverbot in Dachrieden hinweisen. Die werden alle ignoriert.

Wie man das trotzdem verhindern kann? Gute Frage. Noch größere Schilder, blinkende Warnlichter, ein riesiger Pfeil mit „Hier bitte NICHT rein mit 40 Tonnen!“?
Aber es wird wahrscheinlich immer wieder jemanden geben, der denkt: „Ach, das passt schon.“ Der Optimismus einiger Fahrer ist manchmal wirklich beeindruckend.

Und danke dir für das PDF-Dokument (darf ich hier nicht veröffentlichen, hab ich aber abgespeichert) und Dein Lob zum Blog. Das freut mich sehr.

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Aggressive Autofahrer

Eine Untersuchung der Unfallforschung der Versicherer zeigt, dass das Verhalten von Autofahrerinnen und Autofahrern immer aggressiver wird.
So gaben 53 Prozent der Befragten an, dass sie schneller fahren als sonst, wenn sie sich ärgern. Vor vier Jahren waren es noch sechs Prozent weniger.

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