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Schlagwort: Raststätte

Ich wollte nur mal die Beine vertreten

Mittwochabend stand ich auf einem Rasthof irgendwo in Franken. Den Namen nenne ich jetzt mal nicht.
Auf jeden Fall vorn an der Tankstelle. Oder hinten? Egal. Also am Anfang der Rastanlage.

Zwischen dem Tankstellengelände und dem Rasthof liegen einige Meter. Da dachte ich mir, läufst du mal vor. Also stand ich wohl doch hinten. Ich hinten, Rasthof vorne. Wäre das auch geklärt.
Denn ein paar Meter laufen tut ja mal gut. Es sind so, keine Ahnung, zwei- dreihundert Meter. Na ja, nicht ganz so viel, eher zweihundert.

Vorn mal über den Lkw-Parkplatz gelaufen. Der war schon rappelvoll. Dann bin ich ins Rasthaus, da drin war es so keimig.
Irgendjemand hatte Kaffee verschüttet, kann passieren. Aber die Brühe wischte niemand auf. Die Angestellte stützte sich am Tresen ab und drückte auf ihrem Handy herum.

Neben ihr in der Auslage lagen zwei vertrocknete Bratwürste. Viel mehr Auswahl gab es ohnehin nicht.
Dann bin ich auf die Toilette, weil ich mal pieseln musste. Beide Räume waren auch so dreckig, und auf den Mülleimern stapelte sich schon das Papier.

Anschließend bin ich noch durch den McDonald’s geschlendert, der ist hinten im Gebäude. Auch da waren Stühle und Tische schmutzig.
Auf dem Boden lagen Papier und Pommes. Und die sahen nicht so aus, als wären sie erst vor fünf Minuten heruntergefallen. Das war alles nicht besonders schön.

Und dann wundert sich Tank & Rast, wenn dort kaum jemand essen geht. Also vielleicht außer ein paar Urlaubern, deren Kinder quengeln.
Joa, dann bin ich wieder zurück zum Lkw, ich hatte genug gesehen. Das war mein Erlebnis an einem frühen Mittwochabend.

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Tristesse

Es gibt kaum einen trostloseren Ort auf der Welt, als eine Autobahnraststätte.

trostloser lkw parkplatz auf der autobahnraststätte eisenach an der a4 erfurt - frankfurt
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Damals und heute

Damals als Aufträge noch per Telefon durchgegeben wurden…

…ich leer in Kassel, Disponent sagt, fahr mal Richtung Herford, Firma und Straße geb ich dir nachher durch. Ich verstehe aber Erfurt.
Hach, war das später lustig…

Nicht ganz so lustig ist das hier von eben:

Schmutzige Dusche bei Autogrill
Hier macht duschen nicht wirklich Spaß

Gut, wer solche Duschräume überlebt, wird hundert. Mindestens. Denn dem kann weder Fußpilz, noch irgendein Erreger mehr was anhaben.

Und fairerhalber muss ich erwähnen, es ist nicht das Werk von Sanifair. Da habe ich zwar auch schon so einiges erlebt, aber ganz so übel habe ich noch keine Sanitäreinrichtung von denen gesehen.
Nee, heute Abend zwingte Autogrill in Italien mich zu überwinden.

Tja, friss oder stirb. Oder wie hier, dusche oder muffel. Da letzteres nicht so toll ist, muss ich mich halt damit abfinden.

Na ja, für Notfälle hab ich ja noch ne Campingdusche dabei. Nur macht sich das auf nen Rasthof nicht so gut, am Lkw in Unterhose herum zu turnen.
Und da mir duschen schon wichtig ist, muss ich halt mal solche Zustände akzeptieren. Auch wenn es mich mehr wie nur ein bissel anekelt.

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Abgesahnt

Eigentlich wollte ich heute früh in einer „Autogrill„-Raststätte bei Udine nur nen Kaffee holen, aber bei diesem Angebot konnte ich nicht widerstehen: Ein 3er-Pack Arbeitssocken für 6,99 Euro, minus 30%, also 4,89 Euro. Da gewinnt der Sparfuchs in mir die Oberhand.
Oder anders ausgedrückt: Da gab es keinen Weg dran vorbei.

3er Pack Socken zum Schnäppchen Preis
Wer wird bei diesem Preis nicht zum Abstauber?

Tut mir leid, aber da musste ich zuschlagen. Denn für den Preis bekommt man bei der deutschen „Tank&Rast“ nicht mal eine halbe Bockwurst 🙂

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Geburtstag der Woche

Der „Autohof Geiselwind„, oder in Fachkreisen einfach nur „Strohofer“ oder „Bei Toni“ genannt, wird 40.

Das Gelände sieht aus, wie America im Kleinformat. Ein großer Truckstop Autohof, BurgerKing und McDonalds, KFC und Subway. Dazu eine Metzgerei, Festhalle, mehrere Tankstellen, Lkw-Waschhalle samt Werkstatt und eine Kirche. Davon abgesehen, der Parkplatz seit eh und je schief und krumm, nach kurzer Trockenheit stinkt es pervers nach Pisse. Ach ja, einen Sexshop gibt es auch noch.

Überschrift autohof geiselwind
Quelle: AutoBild Nummer 25/2021

Aber die Duschräume wurden vor kurzem renoviert, seperaten Waschraum inklusive. Und die Parkplatzwächter reservieren auch mal einen Platz. Oder auch zwei. Wenn man höflich fragt.

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Wenn aus einem Mittwoch ein Sonntag wird und ich das eigentlich überhaupt nicht will

Heute ist Feiertag in Österreich und Italien. Für mich bedeutet das Fahrverbot und den Tag auf einem Rasthof zu verbringen. Immerhin passt das Wetter – viele blaue Flecken zwischen den Wolken und angenehme 10 Grad. Plus versteht sich.
Ach ja: Und ich habe die Auswahl zwischen BurgerKing, McDonalds, Schnellfresstheke in der Tankstelle und dem normalen Restaurant Fraß im Rasthof. Oder anders ausgedrückt: Wenn schon sinnlos gammeln, dann wenigstens stilvoll.

Bei der Verkehrsrundschau klingt das ganze so:

Der österreichische Feiertag Mariä Empfängnis am 8. Dezember hat spürbare Auswirkungen auf den Verkehr im grenznahen Bayern. Zum einen führt das LKW-Fahrverbot an diesem Mittwoch in der Alpenrepublik grenznah zu überfüllten Parkplätzen an den Autobahnen.

Davon ist hier am Irschenberg noch nichts zu merken. Noch sind einige reguläre Plätze zwischen mir und diversen Ost- und Südeuropäern frei. Aber das wird sich wohl noch ändern.

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