Gestern abend auf der Raststätte Breisgau bei Freiburg – wenn der Schnee mit seiner weißen Einfältigkeit alles bedeckt, wird einem doch warm um’s Herz.

Gestern abend auf der Raststätte Breisgau bei Freiburg – wenn der Schnee mit seiner weißen Einfältigkeit alles bedeckt, wird einem doch warm um’s Herz.

Während französische LKW-Fahrer wochenlang für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen streiken, hätten die deutschen Fahrer zwar ebenfalls Grund genug zu klagen. Von Streik und Straßenblockaden ist die Bundesrepublik aber weit entfernt.
„Die französische Streikkultur ist wie ein Lauffeuer„, sagt Verkehrssoziologe Alfred Fuhr. Dagmar Wäscher, Vorsitzende des Bundesverbands der Transportunternehmen, erklärt das Verhalten der Deutschen: „Fernfahrer sind eher Einzelkämpfer. Die Solidarität untereinander und die Streikfähigkeit fehlen.“
Und wie schon Lenin 1918 spottete: „Wenn ein Deutscher einen Bahnhof bestreikt, kauft er sich erstmal eine Bahnsteigkarte.“
Gelesen bei: trucker.de
2 Kommentare
So so. Da veranstaltete man im thüringischen Mühlhausen einen Truckertag, um Interessierte, die auf der Suche nach Arbeit sind, aber wenig Berufserfahrung besitzen oder eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer anstreben, den Beruf des Lkw – Fahrers schmackhaft zu machen.
Schließlich bringt der wirtschaftliche Aufschwung dem Transportgewerbe wieder mehr Aufträge und nicht alle können angenommen werden, da vielen Firmen die Mitarbeiter fehlen. Deshalb hatten mehr als zehn Transportfirmen aus dem Unstrut – Hainich – Kreis, sowie dem Eichsfeldkreis, Infostände gebucht.
Ein Großteil der Speditionen in dieser Gegend zahlt zwischen 1 600 und 1 800 Euro. Brutto versteht sich. Leider werden sich wieder Dumme finden lassen, die für diesen Lohn fahren. Eigentlich traurig – denn solange es dieses Lohndumping gibt, haben andere Fahrer nie eine reelle Chance, einen fairen Lohn zu bekommen.
9 KommentareIch kann mich an Situationen erinnern, in denen mir die Augen buchstäblich zufielen. Die Strasse vor mir verengte sich und die weißen Streifen, die eben diese Strasse in einzelne Spuren teilen soll, verschwimmten zu einem einzigen Band.
Kühle Luft, die durch das längst geöffnete Fenster in das Fahrerhaus strömte, wirkte schon nicht mehr erfrischend, sondern steigerte nur die langsam aufkommende Aggressivität. Das Radio war schon ausgeschaltet, da diese fröhlich – naive Dudelei nicht mehr zu ertragen war.
Jedes Schild mit einem weißen „P“ auf blauem Grund nährte die Hoffnung, endlich einen zumindest einigermassen annehmbaren Standplatz zu ergattern, um den verdienten Schlaf zu bekommen.
Wenn aber diese Hoffnung nach vergeblich angefahrenen, weil überfüllten sechs, sieben, acht oder mehr Park- oder Rastplätzen immer wieder zunichte gemacht wird, ist man einfach nur noch wütend:
Wütend auf die, die bereits einen Standplatz haben und mir diesen weg nehmen, wütend auf die, die den längst überfälligen Ausbau von Parkplätzen jahrelang sprichwörtlich verpennt haben und wütend auf die, die jetzt mit fadenscheinigen Begründungen, den Neu- und Ausbau von Parkflächen verhindern wollen.
Eine ziemlich naive Wut, dass ist mir klar. Aber zu bestimmten Gegebenheiten ist das halt so.
Lkw, die durch den Ort fahren, Kühlaggregate, die laut in sommerlichen Nächten surren und Luft voller Abgase, die den Abend auf dem Balkon vermiest.
Dieses Szenario beschreiben Gegner des geplanten Ausbaus der Raststätte Münsterland an der A1 in den „Westfälischen Nachrichten„. Natürlich wird auch gleich ein Alternativstandort erwähnt: Senden – die dortige Rastanlage habe die Kapazität, groß ausgebaut zu werden.
Blöd nur wenn es dann auch dort Anwohner gibt, die Angst davor haben, dass Ihre weißgetünchten Häuser nach einigen Wochen dieselgeschwärzt sind. Dumme Argumente gehen ja nie aus.
Mir selber geht es mittlerweile gegen den Strich, dass gegen alles und jeden protestiert und demonstriert wird. Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun, sondern ist pure Hysterie. Sonst nichts.
Wenn Mitglieder der hier erwähnten Bürgerinitiative Sprüche von sich geben, wie
Wir sind das Volk, wir können entscheiden, was passiert!
dann ist das lächerlich. Lächerlich deshalb, weil 200 Dörfler in Ihrer „Hau drauf – Mentalität“ über meinen oben erwähnten Gemütszustand bestimmen wollen – und das, ohne auch nur eine konkrete Alternative zu nennen.
11 KommentareVor zwei Wochen machte der ADAC darauf aufmerksam, dass die Zahl der Staus um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat. Als einen Grund für die hohe Zahl von Staus nannte dieser Verkehrsclub die Zunahme des Güterfernverkehrs per Lastwagen, was vor allem an Freitagen zu mehr Behinderungen geführt habe.
Auch das Ende der Kurzarbeit in vielen Unternehmen habe ein höheres Verkehrsaufkommen und damit Staus an Reisetagen nach sich gezogen.
Das die wahren Ursachen woanders liegen, wird natürlich verschwiegen. Statt den nicht bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur in den vergangenen Jahren als Hauptursache für diese Entwicklung herauszustellen, wird dem Güterfernverkehr der schwarze Peter zugespielt.
Dabei hat – laut dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) – der mautpflichtige Lkw-Verkehr nicht einmal die Hälfte des Einbruchs aus der Wirtschaftskrise wettgemacht.
Dabei gibt es doch eine einfache Lösung: Man verlängert die Kurzarbeit, stellt den Güterverkehr ein und schon sind die Strassen frei.
Diejenigen, die dann noch fahren, wird auch dieser Spass mangels Treibstoff und anderer notwendiger Güter schnell vergehen.
Den längsten Stau gab es übrigens an einem Sonntag, den 29. August. Jeder weiss, dass Lkw an Wochenenden ohnehin Fahrverbot haben und selbst Samstags dürfen sie aufgrund der Ferienreiseverordnung nicht die Autobahnen benutzen. Das jetzt auch der Freitagnachmittag in Frage gestellt wird, wundert mich eigentlich nicht.
Übrigens: Die Lkw-Maut deckte mit gut 4,4 Mrd. Euro im letzten Jahr fast die gesamten Fernstraßenbau- und Instandhaltungsinvestitionen in Deutschland ab. Davon floß mehr als 1 Mrd. Euro pro Jahr auch an die Schiene.
11 KommentareLeben und Arbeiten nach Stechuhr. Aber es dient ja meiner Sicherheit. Und natürlich auch Eurer. Zumindest sagt man das.
Nach 46 Minuten Pause sollte ich ausgeruht sein. Aber eigentlich bin ich nur vollgefressen. Von daher wieder etwas matt. Was für ein Dilemma…

Montagabend auf der Brennerautobahn, Richtung Süden. Es ist fast dunkel, dazu Regen und Stau. Ein Wohnmobil fährt langsam an mir vorbei und erst nach einiger Zeit fällt mir auf, was damit nicht stimmt.

PS. Fünfzig Kilometer weiter hatte die Polizei das Teil „am Wickel“ (wie man so schön sagt).
3 KommentareDer Begriff „Gigaliner“ ist eine Erfindung der Krone – Fahrzeugwerke zur IAA 2004 und bezeichnet Megatrailer mit angehängtem Volumen-Tandemachsanhänger.
Als „Monstertruck“ werden diese Megatrailer von Kritikern bezeichnet, so z.B. von Automobilverbänden, Umweltorganisationen und Lobbyverbänden, die der Bahn nahe stehen.
Nur ist denen entgangen, dass ein „Monstertruck“ eigentlich ein mit Tracktorreifen aufgemotzter 3,5 t – Pickup ist.
Die Bezeichnung „Eurocombi“ ist vom Verband der Automobilindustrie (VDA) zur IAA 2006 erfunden worden.
Dieses (sorry) hirnlose Gequatsche von verschiedenen Lobbyistenverbänden ( Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr , mehr Umweltbelastungen, zu groß und zu schwer für Straßen und Brücken ) geht mir schon lange auf die Nerven.
In einer forsa – Umfrage im Auftrag der „Allianz pro Schiene“ gaben 73% der Bundesbürger an, dass Sie gegen die Zulassung derartiger, bis zu 60 Tonnen schwerer und 25,25 Meter langer Lkw sind.
Interessant dabei ist aber, dass 45% der Befragten vorher noch nie etwas von „Riesen-Lkw“ in Deutschland gehört haben.
Welchen Sinn hat dann solch eine Umfrage?
Jeder hat die Möglichkeit, sich sachkundig zu machen. Ich habe auch im Internet „gegoogelt“ und recherchiert, dazu viel gelesen (sowohl pro, als auch contra).
Viele sind dazu aber einfach zu faul oder nicht in der Lage, sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Es ist halt einfacher, irgendwelche Thesen nachzuplappern…
1. Kritiker behaupten, dass Kreuzungen und Kreisverkehre umgebaut werden müßten, da diese durchweg nicht für Gigaliner dimensioniert sind. Desweiteren müßten Rastplätze ausgebaut werden.
Ist es aber in Wirklichkeit nicht so, dass Gigaliner nur für bestimmte Relationen vorgesehen sind, d.h., nur auf bestimmten (festen) Strecken fahren sollen?
2. Kritiker behaupten, dass Gigaliner den Verschleiß der Straßen beschleunigen und die Reparaturkosten in die Höhe treiben werden.
Ist es aber nicht so, dass die effektive Belastung der Straße nicht zu, sondern eher abnimmt?
Grund dafür ist, dass die Achslast, also das Gewicht das je Achse auf der Straße lastet, bei einem 60-Tonnen-LKW geringer ist, als bei einem herkömmlichen 40-Tonnen-LKW. Diese Reduzierung der Achslast beim Gigaliner wird durch eine Verteilung des Gesamtgewichts auf mehr Achsen erreicht. Von heute 9–10 Tonnen Achslast reduziert sich die Achslast beim Gigaliner auf 7,5–8,5 Tonnen.
3. Kritiker behaupten, dass das Unfallrisiko nicht beherrschbar ist.
Ist es aber nicht so, dass diese Gefahr durch Abstands-Elektronik und zusätzliche automatische Bremssysteme deutlich verringert werden kann?
Weiterhin liegt die Gesamtbremskraft durch eine größere Achs- und Radanzahl selbst bei 60-Tonnern erheblich über der von herkömmlichen 40-Tonnern mit lediglich fünf Achsen.
So müssen je Achse nicht 8 Tonnen, sondern bei 60 Tonnen Gesamtgewicht und neun Achsen lediglich 6,67 Tonnen, bei 44 Tonnen Gesamt gar nur 4,89 Tonnen verzögert werden.
Durch den Einsatz von Zwillingsbereifung an nicht lenkenden Achsen könnte die Auflagefläche noch erheblich gesteigert werden, so dass noch höhere Bremskräfte übertragen werden können und sich die Radlast gegenüber herkömmlichen Lastzügen noch weiter verringert.
4. Kritiker behaupten, dass allein die Länge Gigaliner zu einem rollenden Verkehrshindernis macht.
Ist es nicht so, dass bereits schon heute überlange Gelenkbusse z.B. in Hamburg unterwegs sind, die im Stadtverkehr nur geringe Probleme haben.

5. Kritiker behaupten, dass Gigaliner zu längeren Überholvorgängen führen.
Ist es aber nicht so, dass ein Überholvorgang eines Gigaliners bei einer Geschwindigkeitsdifferenz von 20 km/h maximal 1,5 Sekunden länger dauert, als bei herkömmlichen Lkw?
6. Kritiker schreiben, dass Leitplanken lediglich für Fahrzeuge bis 38 Tonnen ausgelegt sind.
Ist es dann nicht so, dass ein Gigaliner weder besser noch schlechter als ein herkömmlicher 40 – Tonnen – Lkw ist?
7. Kritiker behaupten, dass derzeit in Deutschland an den Autobahnraststätten mehrere Tausend LKW-Stellplätze fehlen. Weiterhin fragen Sie, wo da noch die Riesen-LKW hin sollen?
Ist es nicht so, dass in den nächsten Jahren mehrere zehntausend neue Lkw – Stellplätze gebaut werden? Da ist es doch einfach, gleich vorsorglich Parkplätze für 25,25-Meter-Kombinationen einzuplanen.
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