Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Schlagwort: Raststätten

Grüne Oasen auf Rastplätzen: Wie bepflanzte Stahlkübel den Alltag von Lkw-Fahrern verändern

Wer täglich hunderte Kilometer hinter dem Steuer verbringt, weiß wie wertvoll eine echte Pause ist. Nicht nur das Abstellen des Motors zählt, sondern das echte Loslassen, das kurze Durchatmen zwischen zwei langen Etappen.

Kommentare geschlossen

Ein ungelöstes Rätsel

Vorhin gegen halb sechs Uhr am frühen Abend auf dem Rasthof Medenbach an der A 3 bei Wiesbaden. Langsam fahre ich durch die Spur zwischen den Lkw-Parkplätzen. Die regulären Stellplätze links und rechts sind schon belegt, Kollegen parken bereits längs dahinter. Also nichts unbekanntes.

Dann erspähe ich doch noch einen freien Platz, sogar auf einem der regelgemäßen Parkplätze. Und auch noch genau in einer Lücke zwischen zwei dahinter parkenden Lkw. Prima.
Bin zwar schon vier, fünf Meter zu weit gefahren, aber macht ja nichts. Halten, Warnblinker an, aussteigen und gucken, ob ein Auto hinter mir steht. Falls ja, Wagen vorbei lassen, wenn nicht, dann die paar Meter zurück fahren, einparken, fertsch. Feierabend.

Manchmal dauert es aber auch eine Minute länger. Nämlich wenn während des zurücksetzen doch ein Pkw angefahren kommt und statt zehn Sekunden zu warten, sich noch durchpressen will. Dann gibt es als Zugabe sogar noch eine kurze Unterhaltung:

N`abend. Können Sie nicht kurz warten, bis ich eingeparkt habe?
Na wo soll ich denn hin? Hier ist ja alles voll mit Lkws.

Vielleicht einfach zehn Meter hinter mir stehen bleiben? Ich fahre doch nicht zum Spass rückwärts. Jeder halbwegs normal mitdenkende Mensch erkennt doch, was ich hier mache.
Passen Sie mal auf. Sie wissen wohl nicht, mit wem Sie hier reden? Schauen Sie mal auf mein Nummernschild!

Habe ich dann gemacht. Da stand „HEL 4-30“. Und ehe ich ihn fragen konnte, wer er denn nun ist, fuhr er auch schon weg. Tja nu.

6 Kommentare

Oh oh

Zähne putzen ist aber vom „nicht gestattet“ ausgenommen? Oder gilt „rasieren“ hier als Oberbegriff für sämtliche Reinigungsarbeiten? Aber vielleicht ist auch nur das Haare entfernen in bestimmten Körperregionen nicht erwünscht?
Och je, Fragen über Fragen.

keine Körperpflege in Raststätte Taunusblick
Manchmal bin selbst ich sprachlos
6 Kommentare

Sie haben Post

Ein Gruß vom Bürgermeister der Gemeinde Lehre in Niedersachsen, Andreas Busch:

Wahnsinn, es ist geschafft, ab Dienstag dürfen Brummifahrerinnen und -fahrer wieder in den Restaurants an den Autohöfen einkehren. Das hat heute das Land Niedersachsen auf seiner Internetseite veröffenlicht (Fundstelle unten).
Ich danke allen, die gemeinsam dafür gekämpft haben und ich danke auch ausdrücklich der Landesregierung, dass sie sich entschieden hat, etwas für diese Menschen zu tun. Auch dafür, dass bewiesen wurde, dass man mit demokratischen Mitteln viel erreichen kann.

Danke an unsere Landtagsabgeordneten, die sich eingesetzt und mir zugehört haben und ein Riesendank an die Chefin vom Autohof-Restaurant, Sibylle Rademacher, mit ihrem Team. Schön, dass Ihr so tapfer durchgehalten habt.Jetzt bin ich erstmal gerührt und freue mich tierisch.

Viele Grüße!

PS. Auch der NDR berichtete gestern Abend über die Öffnung der Raststätten und Autohöfe für Lkw-Fahrer.

Kommentare geschlossen

Kein Wasser mehr

Ich fand es immer angenehm, meinen kleinen Wasservorrat den ich unterwegs so brauche, an Autobahntankstellen auffüllen zu können. Tür auf, Kanister schnappen, voll machen, wieder rein, Tür zu, fertig. Keine weite Schlepperei, wenig gepansche, alles gut.

Die Corona-Krise scheint aber auch vielen Pächtern arg zugesetzt zu haben. Denn immer öfter werden die Wasserhähne abgeschraubt, Fragen ob ich trotzdem Wasser bekommen könnte, werden meist mit „nein“ beantwortet.

Ohne Hahn kein Wasser

Klar verstehe ich die Pächter. Wasser ist ein wertvolles Gut. Nicht umsonst verkaufen die Literflaschen für vier Euro das Stück. Selbst das Wasser aus der Leitung ist in Deutschland teuer. Für den Gegenwert von einem Euro bekommt man auch nur ungefähr 500 Liter.
Wenn also fünfzig Fahrer ihren 10-Liter Kanister auffüllen, kostet das den Gegenwert eines halben Espresso, den die verkaufen. Wow, dass ist wirklich kaum zu finanzieren.

Aber mal ernsthaft. Wenn es euch in den Krallen von Tank & Rast so schlecht geht, ich zahle sogar zwanzig, von mir aus auch dreißig Cent für zehn Liter Leitungswasser.
Nur lässt mir die Möglichkeit etwas von der Brühe zu bunkern. Denn die Möglichkeit unterwegs mal die Hände oder das Gesicht abwaschen zu können, kann nie verkehrt sein.

1 Kommentar

Gefragt, gesagt

Der Mitteldeutsche Rundfunk wollte wissen, wie das Leben und arbeiten so unterwegs während der Corona-Krise für uns Lkw-Fahrer ausschaut. Also ob wirklich alle Toiletten geschlossen sind, Duschen nicht genutzt werden dürfen, Firmen uns den Zutritt verwehren.
Wir Fahrer unser Geschäft demzufolge hinterm Busch oder am Lkw-Reifen verrichten müssen, keimig und müffelnd herumlaufen dürfen oder auf den morgendlichen Kaffee verzichten, weil ein Getränkeautomaten bei einem Kunden unerreichbar geworden ist.

Ich habe versucht, in einem Gespräch darauf einige Antworten zu geben. Natürlich aus meiner Sicht. Kann ja nicht für andere sprechen. Aber ich denke, dass sehen einige ähnlich.

„Ich hab mich schon oft am Kanister waschen müssen und konnte nicht essen gehen. Im Ausland gibt es oft gar keine Duschen für Fahrer. Auch ohne Corona nicht. Mittlerweile haben einige Tankstellen ihre Sanitärbereiche wieder geöffnet. Auch Autohöfe machen sich Gedanken. So kann man Essen vorbestellen und dann am Autohof abholen.“

Ich zum MDR

Zum Beitrag >>>

1 Kommentar

Passt irgendwie

Neunundneunzig Cent für ein trockenes Brötchen, vier Euro für einen normalen Automatenkaffee, dreifuffzig für eine Salzbrezel. Nicht normale Preise, ausser bei Tank&Rast. Ich hab mich dran gewöhnt, auch weil ich dort normalerweise nichts kaufe.

Umso passender fand ich den Aufdruck auf einem der Blechschilder, die hier, in einer Raststätte bei Ulm, angeboten werden:

Aber richtig

Die Sprüche sind eigentlich unterirdisch, solch eine Blechtafel würde ich nicht mal meinen ärgsten Feind schenken. Wenn ich einen hätte.
Aber der eine hat was, passend zur Lokalität.

2 Kommentare

Kaffee mit Goldstaub

Oho, dachte ich. Drei Euro vierzig für einen kleinen Becher Kaffee, ist ja schon ein wenig happig. Zumal da wirklich nicht viel drin ist. Zwei, drei mal angesetzt und schon ist er alle.

Kaffee mag ich nicht sonderlich, deshalb macht mir dieser Preis auch nichts aus. Aber Kollegen von mir trinken den schon regelmäßig.
Aber ich denke, für diesen Betrag würden die sich auch keinen kaufen. Hoffe ich zumindest.

Ein Espresso kostete übrigens 2.50. In Italien verlangt man dafür achtzig Cent .Oder mal einen Euro. Und dort wird er frisch aufgebrüht.

kaffepreis unverschämt

7 Kommentare