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Monat: Februar 2013

Etwas verpeilt

Deutsches Nummernschild = deutscher Fahrer? Das dies nicht immer so ist, scheint bereits der Verladernachwuchs begriffen zu haben: Gestern Nachmittag wurde ich von einem achtzehn- oder neunzehnjährigen Auszubildenden gebeten, an eine Rampe mit der Nummer 4 zu fahren.

Eigentlich höre ich: „Fährst Du an die Rampe vier!“ Gut, einige fügen in diese Aufforderung noch ein „Bitte“ ein. Aber das kommt nicht so oft vor. Darauf lege ich auch keinen Wert. Hauptsache es geht fix.

Der Azubi jedoch war sich seiner Sache nicht sicher. Erst zeigte er auf die betreffende Rampe, dann versuchte er es auf Englisch: „Four“! Dumm nur, dass ich „vor“ verstand. Meine Frage an Ihn war nun „Wohin vor“? Was folgte, war schweigen. Und dann irgendwann: „Verstehen Sie deutsch“?

„Ein wenig“, antwortete ich. Und weiter: „Warum sprichst Du eigentlich nicht in ganzen Sätzen?“ Seine Antwort darauf habe ich nicht verstanden. Nachfragen wollte ich auch nicht. Mein fließendes Deutsch hätte ihn vielleicht noch mehr verschreckt.

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Neues in Kürze

Truck Robbery

In dieser Nacht werden in Los Angeles die Oscars verliehen. Ob ein Film einen dieser begehrten Preise erhalten würde, in dem Transporter und Lkw bei voller Fahrt geplündert werden, weiss ich nicht. Spektakulär ist das aber schon – und real.
So wurden allein in Nordrhein-Westfalen 46 Fälle innerhalb eines halben Jahres aktenkundig. Laut „express.de“ spielt sich das ganze so ab:

Ein unbelichteter Pkw nähert sich einem Lkw bis auf wenige Zentimeter. Bei voller Fahrt klettert dann jemand durch das Schiebedach aus dem Auto in den vorausfahrenden Lkw. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h sägt der Dieb mit einer Akku Flex das Schloss auf. Direkt aus dem fahrenden Laster werden dann die darin liegenden Waren in das eigene Auto geworfen.

Die Polizei geht davon aus, dass die Serie auf das Konto einer darauf spezialisierten Bande geht. Opfer sind nach WDR-Informationen zwei internationale Paketdienste.

Brücke wieder befahrbar

Am 3. März soll die Sperrung der Rheinbrücke auf der A1 bei Leverkusen aufgehoben werden. Seit Ende November war die Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt, da gravierende Risse an dem Bauwerk festgestellt worden waren.
Lastwagen dürfen dann wieder über den Rhein fahren. Zunächst bleibt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Stundenkilometern bestehen und der Verkehr wird weiterhin nur über zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung gelenkt.

Eine Woche später wird die spezielle Verkehrsführung in der Baustelle zurückgebaut und es stehen wieder drei verengte Fahrstreifen zur Verfügung. Um die Brücke zu schonen, soll der Verkehr aber weg von den Rändern und mehr in die Brückenmitte verlagert werden.

Als Rentner durch Europa

Ein 73-jähriger Lkw-Fahrer kutschiert mehrere hundert Ferkel von Dänemark nach Italien. Irgendwo bei München kommt er mit seinem Gefährt von der Straße ab. Der Lastwagen kippt in eine Böschung und bleibt auf der Seite liegen.
Alle Tiere müssen notgeschlachtet werden. So grausam das ist – aber das will ich jetzt nicht vertiefen. Mir geht es um was anderes: Warum fährt ein 73 Jahre alter Mann mit einem Lkw durch halb Europa? Hat man in diesem Alter nicht genug vom Leben auf der Straße?

Klar, der muß sich regelmäßig medizinisch durchchecken lassen. Auch das Lenken eines Lasters ist angenehmer geworden, die Technik hat halt auch im Nutzfahrzeugbereich Fortschritte gemacht. Trotzdem werden die Anforderungen nicht leichter. So fordert u.a. der immer dichter werdende Verkehr seinen Tribut. Auch ich, der dreißig Jahre jünger bin, merke das. Abends bin ich oft merklich geschlaucht.

Apropo Schlauch

Laut „AutoBild“ ließen sich rund 20 Prozent aller Lkw-Fahrten einsparen, wenn Transport- und Verkaufsverpackungen von Waren auf das kleinstmögliche Maß reduziert würden. Überdimensionierte Kartons dienen vielfach dazu, Kunden einen größeren Inhalt zu suggerieren. In anderen Fällen rühren sie von ineffizienter Verpackungslogistik her. Neben einer höheren Pack-Disziplin ließe sich auch mit der Vermeidung von Leerfahrten Umwelt und Verkehr entlasten.

Firmen wie die „Otto Group“ wollen das jetzt ändern. So wolle man künftig auf 500 LKW-Fahrten pro Jahr verzichten, in dem per Computerberechnung die Pakete an die tatsächliche Warengröße angepasst werden.

Zum Schluß noch ein Hinweis

Der ORF erinnert an die Fristen für Weiterbildung. So dürfen ab dem 11. September 2013 nur noch Busfahrer ihren Beruf ausüben, die eine entsprechende Grundqualifizierung absolviert haben. Für Lkw-Fahrer gilt der Stichtag ein Jahr später.

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Versorgung per Schlauch für pausierende Trucker

Bislang verbrauchen die großen Lkw auf Amerikas 6,5 Millionen Straßenkilometern nicht nur während der Fahrt Diesel, sondern auch im Stand. Die Triebwerke laufen häufig auch über Nacht, um Klimaanlage, Fernseher und Co. mit Strom zu versorgen. Pro Stunde im Leerlauf fließen fast vier Liter in die Brennkammern der Motoren. Dieser Verschwendung will nun das Unternehmen Idle Air beikommen, unter anderem unterstützt vom Truck-Hersteller Chevrolet.

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Nix geschafft

Kurzer Rückblick auf den Tag:

6.00 Uhr: Arbeitsbeginn
7.30 Uhr: Entladebeginn
8.17 Uhr: Entladeende
8.19 Uhr: Telefonat mit Disponent. Ladeadresse erhalten.
Gegen 10.00 Uhr: Ankunft in der Firma
Gegen 16.45 Uhr: Abfahrt von der Firma.

Fazit: An der Ladestelle fast sieben Stunden mit warten vermurkt – eigentlich eine Frechheit. Nur weil die Ihre Bude nicht im Griff haben. Rechne ich die fünfzig Minuten Entladung hinzu, komme ich heute auf eine Standzeit von fast acht Stunden. Was dann als Fahrzeit übrig bleibt, kann sich jeder denken.

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Erst noch ein Danke

Seit einigen Tagen fühle ich mich nicht besonders. Husten, eine dicke Nase und Schlappheit machen mir zu schaffen. Gestern Abend war es arg schlimm. Der Schlaf übermannte mich bereits beim Lesen einer Zeitung.
Ein Grund war sicher auch die Wärme in der Hütte. Die Standheizung pulverte auf hoher Stufe Hitze in’s innere der Kabine. Aber es fühlte sich gut an.

Mit dem Kopf auf dem Lenkrad döste ich vor mich hin. Irgendwann wurde es doch zu warm und ich öffnete im Halbschlaf ein wenig die Fahrertür. Dann schlief ich wieder ein. Plötzlich klopfte jemand. Durch meine noch halb geschlossenen Augen sah ich einen älteren, bärtigen Mann: „Hallo Kollege, ist alles gut bei Dir?“, hörte ich Ihn reden. „Ich sah die offene Tür und Deinen Kopf auf dem Lenkrad. Da dachte ich, schau besser mal nach„!
Alles in Ordnung„, antwortete ich. Dann ging er wieder. Und ich brachte nicht einmal mehr ein simples „Danke“ heraus. Danke für soviel ehrliche Fürsorge und Aufmerksamkeit.

Der Kollege stieg in einen Lkw mit der Aufschrift „Kraftverkehr Münsterland“. Zumindest dachte ich das. Nur ist unter dem Namen bei Google nur ein Busunternehmen zu finden. Vielleicht habe ich mich auch nur verlesen.

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Sudbrink Spedition meldet Insolvenz an

Die Sudbrink-Bremen Spedition, Transporte e.Kfr. hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte ein Vertreter der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff Insolvenz- und Zwangsverwalter gegenüber der VerkehrsRundschau. Zum vorläufigen Sachwalter der Spedition sei Justus von Buchwaldt eingesetzt worden.

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sudbrink

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