Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Kategorie: Ladung

Ladung

Vielleicht interessiert es den ein oder anderen, was ich eigentlich durch die Gegend kutschiere. Das ist ja nicht das unwichtigste an meinem Job – und was eignet sich da besser, als ein unverfängliches Foto.

Den Anfang machen Stahlbleche: Tolle Ladung, dazu voll ausgeladen. Das ganze zu sichern, ist auch kein Problem. Ob deutsche Polizisten mit meiner Art der Ladungssicherung einverstanden sind, kann ich natürlich nicht sagen. Aber ich habe gute Hoffnung.

13 Kommentare

Tüv Tüv

Nach einem Jahr und knapp 140 000 Kilometer war letzten Samstag die erste Hauptuntersuchung für die Zugmaschine und den Auflieger fällig. Probleme gab es keine. Wäre ja auch schlimm.
Allerdings wundert es mich ein wenig, dass die Plane noch nicht geflickt werden mußte. Eigentlich dauert es keine vier Wochen, bis diese durch irgendwelche Deppen auf Parkplätzen aufgeschnitten wird, um einen Blick auf die Ladung erhaschen zu können.

1 Kommentar

LKW-Fahrer haftet für Steinschlag

Fliegt ein Stein in die Frontscheibe eines Pkw und stammt dieser von einem vorausfahrenden Lkw, so muss der betroffene Autofahrer keine weiteren Angaben zum Vorfall machen. Der Lkw-Fahrer dagegen muss die für einen Haftungsausschluss seinerseits relevante Frage klären, ob der Stein von einer schuldhaft unzureichend gesicherten Ladefläche herabgefallen ist oder als unabwendbares Ereignis von den Rädern seines Fahrzeugs nur aufgewirbelt wurde. Das hat das Landgericht Heidelberg klargestellt (Az. 5 S 30/11).

Weiter >>> (externer Link)

4 Kommentare

Elende Säcke

Letzten Donnerstag durfte ich in der Nähe von Mailand zehn Paletten mit Bigbags laden. Keine Ahnung, was genau in diesen Säcken war. Problem: Der Inhalt rutschte während der Fahrt immer weiter in sich zusammen. Die darüber geworfenen Gurte waren also nur Makulatur.

Bei der zweiten Ladestelle waren logischerweise alle wieder locker. Das ganze wieder festgezurrt – mit der Hoffnung, dass sich dieses Pulver soweit gesetzt hat, dass die Gurte halten.

Freitagfrüh habe ich nochmal geschaut. Da sah es ganz gut aus. Alle Säcke waren noch stramm angezogen.
Gestern früh beim Entladen der Paletten jedoch das gewohnte Bild: Die Zurrgurte hingen schlapp herunter.

BigBag

Trotzdem haben sich diese Bigbags kaum gewölbt oder in irgendeine Schräglage begeben. Die Ladungssicherung war demnach doch nur für’s Auge. Und damit das Gewissen beruhigt ist.

8 Kommentare

Hauptsache Ladung

Lange her, dass ich mit Gefahrgut durch die Gegend gefahren bin. Entweder hat sich in der Zwischenzeit so einiges geändert oder die Italiener nehmen es auch damit nicht so genau.
Das Laden der sechs Intermediate Bulk Container lief lässiger ab, als es an manch anderer Ladestelle mit Normalgut passiert.

Kontrolle des Lkw oder der Ausrüstung? Achwo. Der Fahrer wird schon alles dabei haben. Einen kurzen Blick auf den ADR – Schein werfen? Warum? Der ist sicher noch gültig. Oder überhaupt einen Hinweis, dass Gefahrgut verladen wird? Unnötig. Die sechs IBC verschwinden eh zwischen all der anderen Ladung.

In Deutschland ist dieser Umgang bei der Verladung mit Gefahrgut undenkbar. Oftmals wird der Lkw sowohl vor, als auch nach der Beladung kontrolliert. Das mag auf den ersten Blick nervig erscheinen – mir als Fahrer bringt es aber die Gewissheit, dass wirklich alles in Ordnung ist. Polizeikontrollen sind somit kein Problem.

In der italienischen Firma wurde nicht einmal darauf geachtet, ob ich die Warntafeln öffne. Aus den Augen, aus dem Sinn. Die Frage, wieviel Lkw Gefahrgut ohne Kennzeichnung transportieren, verdränge ich besser.

9 Kommentare

Wer war der Erfinder der Schwerkraft? Bud Spencer. Er ist schwer und kräftig.

Schwergewicht am Steuer

Ok. War ein Spass. Ist halt Montag und diese Tage lassen sich nur mit Humor ertragen. Er saß auch nicht am Steuer dieses Lkw. Warum auch.
Das Teil fuhr kurze Zeit später auf einen Parkplatz und im vorbeifahren schaute ich kurz rüber. Neugier siegt halt.

Bemerkenswert fand ich die Schräglage. Keine Ahnung, ob der bereits so los gefahren ist oder die Ladung erst während der Fahrt verrutscht ist. In Deutschland wäre der so nicht weit gekommen.

4 Kommentare

Aus eins mach vier

Ich lade seit mehr als zehn Jahren Maschinen ab„, tönte ein Staplerfahrer quer über den Hof einer Firma, irgendwo im Bergischen Land. Ich habe Ihn machen lassen, auch wenn es eher nach Stückwerk aussah, was er fabrizierte.

So verzweifelte er schon bei der ersten Kiste. Weder von der Seite, noch von hinten über die Rampe gelang es Ihm, dass Teil abzuladen. Es war einfach zu schwer für seinen Stapler. Irgendwann hantierte er mit Hammer und Brechstange, natürlich ohne Erfolg. Letztlich sägte er die Teile auseinander – nach dem Motto: Aus eins mach wieder vier*.

Aus vier mach eins

*Es waren eigentlich vier Holzkisten. Aus Platz- und Kostengründen wurden diese gestapelt und zwecks Ladungssicherung mitteinander verbunden.

5 Kommentare

Verarschung als Stilmittel

Montagvormittag. Klamotten in den Lkw werfen, an die Zapfsäule fahren, Auflieger suchen und aufsatteln. Alles ganz easy bisher. Dieses Gefühl wandelt sich aber spätestens dann, wenn man die Seite des Anhängers öffnet.

Da wo nichts ist, ist vorn

Da wo nichts ist, ist vorn. Oder anders ausgedrückt: Beim ersten Halt purzeln die oberen Paletten in’s Nirvana. Und sind hinüber. Mindestens. Schuld hat dann natürlich der Fahrer. Der hätte ja mal schauen können.
Genau das habe ich gemacht – und anschließend einen Staplerfahrer geholt. Der guckt sich das an, glotzt auf seine Uhr und erzählt mir, er hätte in fünf Minuten Feierabend. Ich brachte noch nicht einmal das Wort „wie“ heraus, da war der schon verschwunden.

Warum soll ich mich ärgern. Dafür sind andere da. Also rufe ich meinen Disponenten an. Nach fünf Minuten erscheint er, im Schlepptau folgt Ihm ein Lagerkappo Verantwortlicher des Lagers.
Du bist ja noch immer hier„, höre ich Ihn rufen. Eine Antwort ersparte ich mir. Immerhin sind beide der Meinung, dass ich mich so nicht fortbewegen kann. Hätte ich eh nicht gemacht.

Plötzlich kommt der Staplerfahrer, der eigentlich längst hätte daheim sein müssen. Nach kurzen Anweisungen meinerseits, beginnt er mit umladen. Die ganze Aktion dauerte nicht einmal zehn Minuten. Die Frage, warum der nicht gleich begonnen hat, verkniff ich mir. Ganz einfach, weil es mich nicht interessert.
Was mich letztlich doch noch ärgert, ist, dass selbst das Lagerpersonal die eigenen Fahrer belügt. Oder – was noch schlimmer ist – versucht diese zu verarschen. Dafür habe ich nur einen Begriff übrig: Armselig!

14 Kommentare