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Mal ehrlich – habt Ihr es geglaubt?

01 Apr 2015

Ja, für mich war der 1. April schon letzte Woche. Da habe ich mir zusammen mit einigen anderen erlaubt, einen verfrühten Aprilscherz zu starten. Wir haben uns gestattet zu behaupten, dass das Tragen der Warnweste während der Arbeitszeit hinter dem Steuer zur Pflicht wird.

Also eigentlich nix schlimmes. Zumal es nicht mal eine Quellen-Angabe dazu gab, wir eine Firma mit dem Namen T. Roll erfunden haben – man denke sich den Punkt weg – und die ganze Geschichte selbst unglaubwürdig klingt.
Denn ich finde, nicht einmal Politiker kommen auf solch eine Idee.

Viele haben es gleich durchschaut. Aber einige nahmen diese Geschichte doch ernst. Das haben Scherze aber so an sich. Deshalb begebe ich mich mit größtmöglicher Beschämtheit zurück an meine Arbeit. Und tüftle nebenbei schon am nächsten Spass.

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Truckercast Nummer 40 ist da

29 Mar 2015

Meine Lieblingspodcaster haben eine neue Folge veröffentlicht. Mittlerweile schon die Nummer 40, es ist also quasi eine kleine Jubiläumsausgabe.

Diesmal sprechen Sie über den Fahrermangel und Fusionen in der Fernbusbranche, eine Teststrecke für selbstfahrende Autos in Bayern, die PKW Maut und eine fast unendliche Geschichte.

Zur Folge 40 >>>

Truckercast.de

Neue Pläne aus Berlin

27 Mar 2015

Seit dem 05. Juli 2013 ist der Beschluss des Bundesrates, in der 48. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften (Bundesrat 445 / 13), in Kraft und damit das Mitführen von mindestens einer Warnweste zur Pflicht geworden.

“Leider hat dies zu keiner zeitnah spürbaren Verbesserung geführt”, kommentierte diese Verordnung nun Strohmann, von der T. Roll Verkehrssicherheits-AG. “Viele Fahrer haben die Weste weiterhin schwer erreichbar gelagert, Kraftfahrer hängen sie teils einfach über ihre Sitzlehne”.
Hierdurch bleicht binnen weniger Monate die Leuchtkraft um bis zu 30% aus. So müsste theoretisch alle zwei Jahre über einen Wechsel, womöglich zwangsweise bei der TÜV-Prüfung, nachgedacht werden um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer weiter sicherzustellen. Auch haben die Unfallzahlen der Auffahrunfälle und Reifenpannen zugenommen, wodurch sie zu einer zunehmends bedeutsameren Ausrüstung wird.

Strohmann sucht jedoch beschwichtigende Worte: “Solange bis für die Problematik eine adäquate Lösung gefunden wird greift nun ja die Übergangsregelung 445/13/1″.
Damit wird – zumindest für den Güterkraftverkehr über 2,8 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht – das Tragen der Warnweste zunächst während der Arbeitszeit hinter dem Steuer zur Pflicht. Dies erspare nicht nur das ständige An- und Ausziehen bei vielen Kunden, auch bei Pannen sei jeder Kraftfahrer nun automatisch besser geschützt, so Strohmann weiter. Ob man dem Ausbleichen der Farbe durch neue Produktionsmethoden entgegen wirken kann, wird derzeit noch geprüft. “Die waren früher einfach nicht darauf vorbereitet. Es war üblich, alles nicht täglich gebrauchte einfach im dunklen Kofferraum zu lagern.”

Hier noch einmal das Wichtigste zusammengefasst:

– Pflicht ab Mittwoch, 01.04.2015 für alle BKF mit Fahrzeug über 2,8 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht.
– Warnweste in fluoreszierender Farbe. Farbton gelb, orange oder orange-rot.
– 360° Sichtbarkeit durch komplett durchgehende Reflektorstreifen (Bauch, Rücken und Seite), mind. 5 cm breit.
– Während der Arbeitszeit durchgängig zu tragen, von Fahrer und Beifahrer.
– Strafe bei Mißachtung dieser Regelung: 30 Euro. Wiederholungstäter zahlen 75 Euro und bekommen einen Punkt in Flensburg.

Ausserdem wird empfehlen, alle zwei Jahre über eine Neuanschaffung nachzudenken. Dieser Artikel kostet meist nicht mehr als 3€ und kann Leben retten. Gefährdet euch nicht durch Leuchtkraftverlust; auch wenn wir uns alle auf Sommer und Sonne freuen. Vielleicht kommt die Industrie ja noch darauf die Produktion anzupassen, damit wir bald dieselbe Warnweste länger nutzen können.

Keine Ahnung warum

26 Mar 2015

Aber irgendwie ziehe ich die italienische Polizia derzeit magisch an.

Dienstag Mittag hatte ich die nächste Kontrolle – und diesmal war ich wirklich unschuldig. Ich zwischen zwei Italienern und mich ziehen sie raus. Passiert ist das hinter einer Mautstelle bei Bologna.
Bisher kannte ich das immer anders. Da hielten die sich eher an ihre Landsleute. Schwamm man als Ausländer gemütlich im Strom mit und fiel nicht auf, hatte man seine Ruhe. Kontrollen hatte man dann kaum zu befürchten.

Diesmal wollten die neben den Dokumenten zwei Ausdrucke haben, die vom Montag und Dienstag. Es war alles ok, nach zehn Minuten durfte ich weiter fahren.

Aufbauhilfe West

21 Mar 2015

Erinnert Ihr Euch an den Vertrag “Made in Sachsen“, den ich vor fünf Wochen hier veröffentlichte? Wenn nicht, hier ist der Verweis dazu >>>

Das das kein Einzelfall ist, dürfte eigentlich klar sein. Schon letzten November schickte mir ein Fahrer einen Bericht über die Zustände in der Leipziger Niederlassung einer bayerischen Transportfirma:

Viele Stunden weit über Arbeitszeitgesetz – im Durchschnitt 13- 17 am Tag. Keine Zuschläge für Nachtarbeit oder Freizeit für gemachte Nachtstunden trotz Arbeitszeitgesetz. Keine Überstundenvergütung. Arrogantes Auftreten der Vorgesetzten. Dispo NL. Leipzig überfordert und chaotisch.

Mitarbeiter der NL Leipzig incl. Vorgesetzte stehen mehrfach am Tage vor dem Bürogebäude und Rauchen ohne Ihre Arbeitszeit nach zuarbeiten bzw. eine Stechuhr zu betätigen. Dispo sucht sich Ihre Lieblinge für feste Tagestouren. Diese Fahrer bekommen das gleiche Geld wie Fahrer mit über 100 Nachtstunden im Monat.

Equipment teilweise schlecht. Fahrzeugausrüstung zum Teil miserabel (kein Kühlschrank keine mitführungspflichtgen Ersatzteile, kein Werkzeug, ungenügendes Sicherungsmaterial) auf Grund des Fahrzeug- und Fahrermikado vorprogrammiert sehen teilweise auch so aus. Auf Familien wird keine Rücksicht genommen. Schichtwechsel in der Woche keine Seltenheit. Arbeitsbeginn und Ende sehr ungewiss, da immer 2 Fahrer auf einem Auto sind oder auf den Übergabewechsel warten.

Der Lohn von 1600,00 €, viele bekommen auch weniger, ist für diese Arbeitsleistung der blanke Hungerlohn. Im Arbeitsvertrag sind 208 Stunden fixiert. Im Durchschnitt leistet jeder Fahrer 30-60 unbezahlte Überstunden im Monat.
Dafür werden weder Lohnsteuer und Sozialabgaben abgeführt. Arbeitsverträge zum Teil lt. Verdi nicht rechts konform. Es existiert kein Tarifvertrag. In der Probezeit gibt es weniger Urlaubsanspruch ( 10 Tage statt 12).

Lenk- und Ruhezeiten können nur eingehalten werden, wenn Pause gedrückt wird beim Be.- u. Entladen oder bei Wartezeiten. Fahrzeuge sind gedrosselt. Außer bei Fahrern, die die Fahrzeit auch ohne Manipulation nicht halten können.
Viele Fahrer haben die Bildung aus der Bild. Neuerdings bekommen aufmüpfige Fahrer 100,00 € pauschal zur Gewissensberuhigung, da ja kein Freizeitausgleich geboten wird. Würde wohl bei einem Arbeitsrechtsstreit nicht so gut aussehen.

Wer nicht mitmacht und den Mund auf macht, wird gekündigt. Für manche ist das auch eine Erlösung. Man denkt offensichtlich, man kann jeden kaufen für “Apfel und ein Ei”. Manch einer hat auch ein wenig Berufsehre. Hier arbeiten Menschen und keine Leibeigenen. Burnout Symptome bei Fahrern keine Seltenheit.

Hier seht ihr einige Segmente aus dem dazugehörigen Arbeitsvertrag:

Arbeitsvertrag Ausschnitt

Arbeitsvertrag Ausschnitt

Und die im Erfahrungsbericht erwähnte 100 Euro Regelung:

Arbeitsvertrag Ausschnitt

Ach übrigens. Letzten Donnerstag berichtete auch der SWR über Arbeitszeiten im Transportsektor: Ausbeutung und Lohndumping: Fernfahrer klagen an

Mein Fuß ist deutsch

19 Mar 2015

Auf dem Bild unten sieht man das Ende einer Kontrolle, die mit “Buongiorno” begann und mit “Piano” endete. Aber von Anfang an: Ich sollte gestern Nachmittag in der Nähe von Cuneo, also südlich von Turin laden.
Wer die italienischen Straßen abseits der Autobahnen kennt, weiß das Gas geben eigentlich eine Sünde ist. Oder anders ausgedrückt, Loch an Loch, aber sie hält doch.

Nur wie es manchmal so ist, wenn einem die Zeit im Nacken sitzt, wird man halt zum Missetäter. Aber der Ansatz einer Strafe folgte prompt.
In den Dörfern fuhr ich fünfzig, eher noch etwas darunter. Außerhalb jedoch gab ich Gas. Also achtzig, fünfundachtzig. Den Blick stur nach vorne gerichtet, um den ärgsten Löchern auszuweichen, polterte ich Richtung Ladestelle.

Das blaue Auto mit den weißen Aufklebern bemerkte ich erst, als es neben mir war. Dann kam auch schon die Stopp – Kelle. Was folgte, war das übliche bei Kontrollen. Begrüßung, Fahrzeugpapiere, Führerschein, EU – Genehmigung und der ganze Versicherungskram. Ich habe das alles in einer Mappe, die ich denen komplett aushändige. Was die wollen und brauchen, können die sich selber raussuchen.

Dazu Ausdrucke aus dem Tachografen. Und das nicht zu wenig. Ich glaube, der hat gestern fast eine ganze Rolle aufgebraucht. Erst Fahrzeiten der laufenden Woche, dann Geschwindigkeiten und zum Schluss noch Ereignisse. Als ob ich viel Erleben würde.
Aber mal zur Erklärung: Unter “Ereignisse” werden z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen gespeichert. Lasse ich mich bergab rollen und bin dabei 50 Sekunden schneller als 89 km/h, habe ich ein gespeichertes Ereignis. Ich versuche, dass zu verhindern. Immer gelingt mir das aber nicht.

Dann begann der eine ein Protokoll zu schreiben. In Gedanken rechnete ich schon mein Geld zusammen. Der andere schaute sich die Ausdrucke an und erzählte dem Protokollschreiber irgend etwas. So ging das bestimmt fünf Minuten.
Danach ging alles ganz fix. Ich bekam meine Papiere wieder und durfte fahren. Ohne Strafe, dafür mit der Ermahnung “Piano“.

Normal zahlt man bei Geschwindigkeiten jenseits der Achtzig. Und das nicht wenig. Keine Ahnung, warum ich gestern ohne Strafe davon kam. Vielleicht waren die “Juve – Fans” und hatten Mitleid mit einem Deutschen. Wer weiß das schon.

Kontrolle Cuneo

Fundstücke Teil XCIII

15 Mar 2015

Wie wird ein Lkw gebaut? Die Produktion in 65 Sekunden – natürlich als Timelapse.


YouTube – Direktlink

Rettet Radfahrer

14 Mar 2015

Fünfzehn Transportunternehmen aus dem Raum Osnabrück haben eine Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben. Mit dem gemeinsamen Papier setzen sich die Speditionen konkret unter anderem für die Errichtung von Spiegeln an Kreuzungen und Unfallschwerpunkten ein. So sollen sich Radfahrer und Lkw-Fahrer gegenseitig im Blick haben.

Mit Technik gegen den toten Winkel

Das find ich gut. Immerhin ist das wieder ein Schritt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Denn beim Rechtsabbiegen einen Radfahrer zu übersehen, ist einer meiner Alpträume.
Nur was bringen immer mehr Spiegel und Kamerasysteme, wenn ich solche Unfallberichte lese?

Am Donnerstagnachmittag (12.03.2015, 16.10 Uhr) übersah ein Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen von der Kanalstraße auf den Cheruskerring eine auf der falschen Seite fahrende 72-jährige Radfahrerin. Die Frau überquerte den Ring aus Richtung Innenstadt kommend und stieß mit dem Lkw zusammen. Der 61-jährige Fahrer hatte die Frau aufgrund der tiefstehenden Sonne übersehen. Die 72-jährige wurde schwer verletzt in die Universitätsklinik eingeliefert.

In falscher Richtung unterwegs – Lkw übersieht Radfahrerin beim Abbiegen

Manche Radfahrer begreifen es einfach nicht, dass ich direkt rechts neben dem Lkw nichts sehe. Lieber mal kurz warten, rettet Leben. Übrigens auch meins. Auch wenn ich körperlich unversehrt bleibe, seelisch bin ich im Fall der Fälle mit Sicherheit am Ende.

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