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Schlagwort: Verkehr

Fundstücke Teil XCIX

Eine extra Einfädelspur für Linksabbieger ist z.B. in Italien eigentlich normal. Da sieht man diese Verkehrsführung an vielen Einmündungen. Hierzulande ist das dagegen noch Neuland.
Dieses Schild – gesehen bei Koblenz – soll Autofahrer darauf hinweisen.

Nur hatte ich da zwei Pkw-Lenker vor mir und keiner der beiden kapierte diese Regelung. Aber vielleicht ist das Schild auch nur zu kompliziert.

Schild mit Info zum Einfaedeln

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Es gibt so Tage…

Fast zwei Stunden Wartezeit am Gotthard, Stau vor Luzern, bei Luzern und hinter Luzern. So dauerte meine Fahrt durch die Schweiz fast sieben Stunden.

Dazu meine geliebten Wohnmobilfahrer, die im Lkw-Überholverbot mit siebzig Sachen vor mir her kriechen und kaum ist es aufgehoben, plötzlich das Gaspedal finden.
Natürlich bin ich dann schon neben denen und komme nicht vorbei. So darf ich mich wieder zurück fallen lassen und mir das Gehupe der hinter mir fahrenden Autofahrer anhören.

Logisch das mich auch einige von denen erziehen wollen. So nach dem Motto „So mein Sohn, jetzt zeigt Dir Papa mal, wie man mit einem Opel einen Lkw-Fahrer ausbremst“.

Das sind Tage, an denen ich Abends wirklich alle bin. Selbst nach all den Jahren, die ich fahre. Oder vielleicht gerade deshalb.

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Fundstücke Teil XCV

Ein wenig Unaufmerksamkeit? Das kommt uns sicher allen bekannt vor. Na ja, zumindest manchmal. Oder nicht?


YouTube – Direktlink

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Stauzeit

Vom Brenner nach Neustadt an der Weinstraße sind es knapp 550 Kilometer. Eigentlich keine Entfernung und beim frühzeitigen Losfahren sollte selbst die Entladung am selben Tag kein Problem sein.
Dumm nur, wenn der Arbeitstag nur aus Staus besteht.

Der erste Stillstand erwartete mich bereits nach zwanzig Kilometern. Von Schönberg bis kurz vor Innsbruck stockte es auf der rechten Spur. Ursache unbekannt. Nach fünf Minuten freier Fahrt der nächste Stau. Eine Baustelle bei Hall forderte ihren Tribut. Danach zeigte mein digitaler Tachograph schon mehr als eine Stunde Fahrzeit an.

Es konnte eigentlich nur besser werden. Nur das wurde es nicht. Auf der A8 bei Ulm waren zwei Lkw für eine Vollsperrung und zwanzig Kilometer Stillstand verantwortlich. Laut dem aktuellsten Verkehrsservice von SWR1 sollte die Sperrung noch mindestens zwei Stunden andauern.
Also versuchte ich mein Glück über Schleichwege quer durch die Schwäbische Alb. Noch während ich mich durch kleine enge Dörfer und über Kreisstraßen quälte, schien sich diese Sperrung in Luft aufgelöst zu haben.
Keine Meldung mehr im Radio, dafür normaler Verkehr auf der Autobahn.

Aber nur bis Kirchheim. Da erwartete mich die nächste Straßenverengung. Das funktioniert natürlich nicht ohne stockenden Verkehr bis hin zum völligen Stillstand. Das gleiche Spiel später bei Stuttgart, Pforzheim und Karlsruhe.
Apropo Karlsruhe. Mittlerweile war der Berufsverkehr im vollem Gang. So war in der Stadt wieder langsames Fahren angesagt.

Am Ende des Tages schaffte ich es mit knapp zehn Stunden Fahrzeit bis zum Rasthof Weinstraße. Morgen habe ich noch knapp zehn Kilometer bis zum Kunden. Die werde ich hoffentlich ohne Stau überbrücken.

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Thüringer Verkehrsgewerbe lehnt Mindestlohn ab

Gelesen im „Trucker„:

Transportgewerbe in Thüringen will keinen Mindestlohn

Das wundert mich nicht, dass sich gerade ein ostdeutscher Landesverband des Verkehrsgewerbes gegen einen Mindestlohn wehrt. Dessen Einführung würde wohl einen Einbruch der Gewinnmaximierung bedeuten. Da kann sich jeder ausrechnen, was ein in Thüringen angestellter Lkw-Fahrer momentan verdient.

Ein angemessenes Gehalt ist auch eine Art Wertschätzung des Arbeitgebers gegenüber eines Arbeitnehmers. Doch gerade die Arbeit eines Kraftfahrers wird gegenüber anderen Berufszweigen schlecht entlohnt. Viele Arbeitsstunden für gerade einmal 1 800 – 2 200 Euro sind in den alten Bundesländern Normalität. Im Osten unseres Landes verdienen, nein bekommen, Fahrer oftmals nur um die 1 300 – 1 600 Euro im Monat. Brutto versteht sich.

Selbst das scheint vielen Arbeitgebern noch zu viel zu sein. So werden deutsche Fahrer immer öfter „kalt gestellt“. Stattdessen sitzen Polen, Rumänen, Balten oder eben Philippinos hinter dem Lenkrad. Die fahren auch für 1 000 Euro Brutto im Monat. Oder für noch weniger.
So versucht eine ganze Branche, sich auch über die Gehälter ihrer Angestellten zu sanieren – und die Politik schaut zu. Für einige Firmen im Osten würde ich das noch krasser ausdrücken. Da werden die eigenen Mitarbeiter verachtet.

Ob die auf Hartz4 – Niveau landen? Das interessiert doch nicht.

Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes
Statistisches Bundesamt: Real­löhne im zweiten Quar­tal 2012 zum Vor­jah­res­quar­tal um 0,6 % gestie­gen

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Blogleser Rainer weist auf eine geplante Änderung in Österreich hin. Die dortige Verkehrsministerin Bures will einen Gesetzesentwurf in Begutachtung schicken, in dem Sie ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen auf der ganz linken Spur auf Autobahnen durchsetzen will. Gelten soll das Verbot auf drei- und vierspurigen Abschnitten.

https://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3409101/bures-will-lkw-fahrverbot-linker-autobahnspur.story

Mir war nicht bekannt, dass ich in Österreich mit einem Lkw die dritte Spur befahren darf. In Deutschland ist das verboten. Von daher berührt mich dieses voraussichtliche Verbot nicht besonders. Allein schon deshalb, weil ich es bisher nicht vermisst habe.

Link: Bures will Lkw-Fahrverbot auf linker Autobahnspur
Bundesministerin Doris Bures
Straßenverkehrsordnung Österreich

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Neues Infosystem

Ein neues bundesweites Baustelleninformationssystem stellt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) auf ihrer Internetseite bast.de/baustelleninfo zur Verfügung. Dort sind aktuelle Informationen über Baustellen auf Fernstraßen zu finden.
Gesucht werden kann nach Bundesland, Autobahnnummer und Zeitraum. Darüber hinaus gibt es Hinweise, was für eine Maßnahme durchgeführt wird, wie lang die Baustelle ist, welche Geschwindigkeitsbegenzungen sowie Durchfahrtshöhen und -breiten gelten und ob Fahrstreifen gesperrt sind.

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Reißverschlusssystem gilt nicht immer

Das Reißverschlusssystem im Straßenverkehr gilt nur beim Wegfall einer Spur und nicht, wenn die Weiterfahrt auf einer Fahrspur durch ein Hindernis blockiert ist. Das hat das Amtsgericht München (AZ: 334 C 28675/11) entschieden.

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