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Kategorie: Technik

Es werde hell

Das Licht nach vorn von einem scania ist sehr gut

Also eines muss man dem Scania zugestehen: Die Beleuchtung? Mega. Das Abblendlicht allein ist schon top und dann noch mit Fernlicht? Alter Schwede. Da verschwindet die Nacht und wird zum grellen Tag.
Und ja, ich muss gestehen, in achtunddreißig Jahren mit Führerschein hab ich noch kein Fahrzeug mit besserer Ausleuchtung gefahren. Isso.

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„Thermisches Durchgehen“: Feuerwehrleute erklären, warum Brände bei Lithium-Ionen-Batterien so schwer zu löschen sind

In Kalifornien und Nevada kam es in diesem Jahr bereits zu zahlreichen längeren Straßensperrungen aufgrund von verunglückten Lastwagen mit Lithium-Ionen-Batterien.
Warum sind diese Batteriebrände für Feuerwehrleute so schwer zu löschen? Wegen eines Phänomens namens „Thermal Runaway“, auf deutsch „Thermisches Durchgehen“.

Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien sind schwer zu löschen

In den letzten Monaten haben mehrere schwere Lastwagenunfälle mit Beteiligung von Lithium-Ionen-Batterien USA-weit Schlagzeilen gemacht.
So kippte am 26. Juli ein mit Lithium-Ionen-Batterien beladener Sattelschlepper auf der I-15 an der Grenze zwischen Nevada und Kalifornien um und sorgte für eine lange Sperrung des Highways. Die Batterien brannten nach dem Unfall noch tagelang weiter.

Am 19. August verunglückte ein batteriebetriebener Tesla-Sattelschlepper auf der I-80 in der Nähe von Emigrant Gap im kalifornischen Placer County. Der Lastwagen fing Feuer und stieß gefährliche Dämpfe aus. 
Daraufhin wurde eine Untersuchung des National Transportation Safety Board durchgeführt, das feststellte, dass 50.000 Gallonen Wasser, dass sind knapp 190.000 Liter, nötig waren, um das Feuer zu löschen .

Ein weiterer schwerer Lkw-Unfall mit Lithium-Ionen-Batterien ereignete sich am 17. September in der Nähe von Indian Springs, Nevada, auf dem Highway 95. Einer der beteiligten Lkw transportierte Holz, der andere 31.000 Pfund Lithium-Ionen-Batterien.
Dieser Unfall löste auch einen großen Brand und eine lange Straßensperrung aus.

Die Lkw-Unfälle und die darauf folgenden Brände der Lithium-Ionen-Batterien sind zu einem solchen Problem geworden, dass die Abgeordnete des Staates Nevada, Dina Titus, im September den „Thermal Runaway Reduction Act “ einführte, um die bundesstaatlichen Vorschriften für den Transport von Lithium-Ionen-Batterien zu verschärfen.

Nach dem Vorfall vom 26. Juli erläuterte die Feuerwehr des San Bernardino County eine detaillierte Beschreibung und wieso dieses „thermischen Durchgehen“ so gefährlich ist: Beim thermischen Durchgehen handelt es sich um eine Kettenreaktion innerhalb einer Lithium-Ionen-Batterie, die zu einem katastrophalen Ausfall und in der Folge zu Bränden oder Explosionen führen kann:

  • Schwer zu löschen: Bei thermischen Bränden sind enorme Wassermengen erforderlich, um die Batterien abzukühlen und die Kettenreaktion zu stoppen. Herkömmliche Feuerlöscher sind oft wirkungslos.
  • Giftige Gase: Brennende Lithium-Ionen-Batterien setzen giftige Gase wie Fluorwasserstoff frei, die beim Einatmen gesundheitsschädlich sein können.
  • Rückzündungsrisiko: Auch wenn das Feuer scheinbar gelöscht ist, besteht die Gefahr einer Rückzündung. Die Batteriezellen können stunden- oder sogar tagelang heiß und instabil bleiben.

Hier ist eine schrittweise Aufschlüsselung dessen, was während des thermischen Durchgehens passiert:

  1. Erster Auslöser: Ein thermisches Durchgehen kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, wie etwa physikalische Schäden (z. B. Durchstechen oder Zerdrücken), Überladung, Herstellungsfehler oder die Einwirkung extremer Hitze.
  2. Interne Erwärmung: Sobald die Überhitzung ausgelöst wird, beginnt ein Teil der Batterie zu überhitzen. Dies kann auf einen internen Kurzschluss oder eine chemische Reaktion innerhalb der Batterie zurückzuführen sein.
  3. Kettenreaktion: Die vom ersten Auslöser erzeugte Hitze erhöht die Temperatur im Inneren der Batterie. Diese Hitze kann dazu führen, dass andere Teile der Batterie reagieren und noch mehr Hitze erzeugen.
  4. Schneller Temperaturanstieg: Wenn die Temperatur steigt, beginnt der Elektrolyt im Inneren der Batterie – eine brennbare Flüssigkeit – zu verdampfen und sich zu zersetzen, wobei Gase entstehen. Dies erhöht den Innendruck und die Temperatur weiter.
  5. Gasfreisetzung und Entzündung: Der steigende Druck kann dazu führen, dass das Batteriegehäuse platzt und brennbare Gase freigesetzt werden. Diese Gase können sich dann entzünden und einen Brand oder eine Explosion verursachen.
  6. Ausbreitung: Wenn die Batterie Teil eines größeren Batteriepakets ist, können sich Hitze und Flammen auf benachbarte Zellen ausbreiten und auch dort zu einem thermischen Durchgehen führen. Dies kann zu einem großen, intensiven Feuer führen, das schwer unter Kontrolle zu bringen ist.
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Ersatzteile für USA-Autos finden – das sollten Sie beachten

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Für viele Lkw-Fahrer ist der Besitz eines US-amerikanischen Fahrzeugs mehr als nur ein Hobby – es ist eine Leidenschaft. Ob Sie nun täglich auf den Straßen Europas unterwegs sind oder sich auf ein großes Abenteuer über den Atlantik begeben, die Wartung Ihres amerikanischen Fahrzeugs ist entscheidend. …

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Die Sache mit der Elektromobilität

Vor einigen Tagen ein Video gesehen, in dem geht es um Elektromobilität bei Lkw. Eine Spedition zeigt da nen kurzes Filmchen, in dem die einen ihrer Elektrotrucks vorstellen.

In dem Clip präsentieren Brian und Chris, zwei Fahrer von diesem Fuhrunternehmen – nehme ich mal an – die Vorteile eines Elektro-Lkw: Umweltfreundlich und Geräuschreduzierend, der Komfort innerhalb des Fahrzeugs ist sehr sehr stark, er lässt sich toll lenken und die Hupe ist auch super.

In den Kommentaren darunter, oh oh, da kommen Meinungen zusammen. Die sind bestreitbar, kontrovers, umstritten, peinlich.
Dabei ist die Vorstellung des eLkw vom Glomb auch nur heiße Luft. Denn es zeigt Leute, die etwas gut und toll finden müssen, dann aber doch nur dumm labern. Irgendwie bemühend pedantisch.

Die Antworten darunter dann halt dem Film entsprechend:

Meinung zu elektro lkw
Meinung zu elektro lkw
Meinung zu elektro lkw
Meinung zu elektro lkw
Meinung zu elektro lkw, völlig untauglich

Oder wo gibt’s Ladesäulen? Unter all den dummen Meinungen die einzig brauchbare Frage.

Denn die beantwortet einer auf einem anderen Netzwerk, YouTube, der nennt sich „Elektrotrucker„. Dieser „Elektrotrucker“ fährt, völlig überraschend, auch nen Elektro-Lkw, für eine Spedition in Ostfriesland, Nanno Janssen.

Ziemlich locker zeigt und erzählt der. Und das zuschauen und zuhören macht einen nicht dümmer. Dazu widerlegt er viele Meinungen von, wie soll ich die nennen, eben diesen alteingesessenen Supertruckern auf z.B. Facebook, wenn es, wie oben, um das Thema „Elektro-Lkw“ oder „Elektromobilität“ geht.

Wie ist das mit der Ladeinfrastruktur? Und wie viel elektrische Energie ist nötig? Laut dem „Elektrotrucker“ nicht immer einfach, aber es wird besser. Der fährt oft über die A7, Kasseler Berge, und grad da, bis Würzburg runter, gibt es etliche Möglichkeiten, Batterien zu laden.
Ach ja, nach eigener Aussage fährt er den momentan stärksten Lkw Europas. Über tausend PS hat das Teil wohl. Ist ein Iveco. Ob das so ist? Keine Ahnung.

Also wie geschrieben, wen es interessiert, ich finde die Videos unterhaltsam.

Ich hatte so eine Freude heute. […] Manchmal muss ich mich schon so zwicken, weil ich das einfach so geil finde. Ich bin jetzt seit sechs Wochen Berufskraftfahrer und hab hier die coolsten Touren, ich darf den leistungsstärksten Lkw in ganz Europa fahren. Das muss man sich mal ausmalen. Der hat über tausend PS. Das macht so eine Freude, dass mir der Nanno Janssen das Vertrauen ausgesprochen hat und das ich da so viel Freiheiten genießen darf. […]

Und stellt Euch das mal vor, ich fahr grad von Stuttgart nach Bremerhaven an einem Tag mit einer Zwischenlandung […]. Da muss man sich schon manchmal zwicken, wie weit wir da schon sind und wie nah man das erleben kann. Das ist wirklich so geil das Thema, ich hab da wirklich ne neue Leidenschaft gefunden, dieser Batterieelektrische Logistikmarkt oder diese Welt. Die ist ja sowas von geil. Wirklich cool.

Tobias Wagner, „Der Elektrotrucker“ in einem seiner Videos auf YouTube

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Was ist denn nun?

Am frühen Abend stehe ich in einem kleinen Industriegebiet irgendwo bei Brescia, ordne noch ein paar Papiere, stell nebenbei die Standklima an, dann reist mich die nervige DAF-typische Fehlermeldung <<<Tedem Tedem Tedem >>> aus meiner letzten Restarbeit.
Ich denke mir noch so „Hä? Ist doch alles aus. Was soll das jetzt?

batterie kritisch, warnmeldung im daf

Ein Blick auf die Anzeige und schon war klar, was das jetzt sollte. Nämlich ein kritischer Batteriestand. Komisch war nur, dass die eigentliche Batterieanzeige hundert Prozent anzeigte. Also beide gut geladen.
Nach ner Stunde stellte ich den Motor wieder ab, es kam auch keine Fehlermeldung mehr. Am nächsten Morgen sprang der Lkw sofort an.

Einen Abend später, dieses Mal am Irschenberg, dass gleiche Prozedere. Motor aus, Standklima an, nach zwei, drei Minuten die selbe Meldung wie am Abend vorher.
Nur das jetzt auf der Anzeige null Prozent stand. Batterien also quasi klinisch tot.

warnung im daf. Batteriestand null Prozent

Den Motor also wieder gestartet, ohne Probleme. Sehr mysteriös. Nach einer Stunde plötzlich wieder hundert Prozent.
Also quasi von null auf hundert. Komische Akkumulatoren.

Fix unseren Schlosser angerufen, ihm das Problem erklärt. Der sagte „Lass den Motor laufen.“ Ich entgegnete: „Geht nicht. Steh ja nicht allein hier.
Ja gut. Dann mach aber sämtliche Verbraucher aus. Und wenn der morgen früh nicht anspringt, muss halt der ADAC kommen.

Musste er aber nicht. Denn auch am nächsten früh sprang die Kiste wieder normal an.
Auf dem Weg zum ersten Kunden trotzdem einen kleinen Abstecher in die heimische Werkstatt gemacht, um beide Batterien prüfen zu lassen. Jede hatte etwas über 13kommanochwas Volt. Also nix da mit klinisch tot.
Im Gegenteil. Für ihr Alter sind die noch richtig gut drauf. Kann ich mir ne Scheibe von abschneiden.

Aber das wichtigste. An den Batterien liegt es nicht. Sondern wohl wieder mal eine DAF typische FehlerFehlMeldung. Wäre bei diesem Auto ja nicht das erste mal.

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Windrose plant Lkw-Montage in den USA

Windrose, ein chinesischer Hersteller von Elektro-Lkw plant Berichten zufolge den Bau eines Werks im US-Bundesstaat Georgia zur Montage emissionsfreier Sattelschlepper.

Reuters berichtet, dass Windrose Technology in Georgia ein Montagewerk baut, um die elektrischen Sattelschlepper des Unternehmens an US-Kunden auszuliefern.
Die Lastwagen werden in der Anlage in Georgia aus in China hergestellten Teilen zusammengebaut.

Das Unternehmen gibt an, bereits Bestellungen für 6.400 Fahrzeuge erhalten zu haben, wobei die meisten Bestellungen von US-Kunden stammen.
Als Kunden nannte die Unternehmensleitung unter anderem Nike.

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Die Windrose-Trucks werden dem Bericht zufolge direkt mit dem Tesla Semi konkurrieren und einen ähnlichen Preis von etwa 250.000 US-Dollar haben.
Die Lkw werden mit einem Akkupack von mehr als 700 Kilowattstunden ausgestattet sein und mit einer einzigen Ladung bei voller Beladung mit 49 Tonnen eine Reichweite von mehr als 670 km (418 Meilen) erreichen.

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Eine halbherzige Kontrolle

Nach langer Zeit wurde ich mal wieder kontrolliert. Dieses Mal von der italienischen Polizia Locale auf dem Gelände einer Tankstelle. Auf Deutsch Stadtpolizei.
Das ist die zivile Gemeindepolizei. Fast alle Gemeinden unterhalten solch eine Einheit, die dem jeweiligen Bürgermeister oder Stadtrat untersteht.

Im Gegensatz zur Polizia de Stato mit den blau-weißen Autos, die dem Innenministerium unterstellt ist, also wenig Grund zur Aufregung.
Normal sehe ich die Stadtpolizisten auch nur, wenn die Autos kontrollieren. Schon deshalb ein bissel überraschend, dass die mich raus winkten.

polizei kontrolliert in italien einen lkw

Die waren ein Mann und eine Frau. Er kam an die Tür, öffnete die auch gleich. In Italien ist das aber ok., da halte ich meine Klappe.
Buongiorno. Documenti prego„, sagte er. Ich gab ihm alles runter. Also Fahrzeugschein, Führerschein, Perso, Genehmigungen wie EU-Lizenz und Versicherung, Lieferscheine, Frachtbrief. Er gab das alles seiner Kollegin.

Dann zeigte er nach oben auf den Tacho. Ich fragte „Carta?“ Er „No. Nota.“ Also Ausdruck oder Zettel. Und „Oggi„. Also nur den vom heutigen Tag.
Seine Kollegin geht derweil um den Lkw, schaut sich die Reifen an. Selbst die Ladung will sie sehen.

Der Ausdruck reichte ihm aber nicht. Denn dann kam er mit einem USB-Stick, um die Daten aus dem Tachographen zu ziehen. Das hat gedauert, bestimmt zwanzig Minuten.
Dann, endlich fertig, fällt ihm ein, oh, wir haben ja überhaupt keinen Laptop dabei.

Sie also mit dem Auto zur Polizeistation, um den Rechner zu holen. Zehn Minuten hin, zehn Minuten dort rum gemacht, zehn Minuten zurück. Wieder war eine halbe Stunde vorbei.
Aber na ja. Sie war wieder da

Er steckte den Stick in den Laptop, aber es passierte nichts. Bestimmt eine viertel Stunde probierten beide, irgendeine Software zum starten zu bringen.
Stick rein und wieder raus, verschiedene Stecker ausprobiert, dass Gerät neugestartet. Als das auch nichts brachte, den Kasten geschüttelt und gedreht. Aber alles umsonst. Die Technik weigerte sich.

Schließlich gibt sie mir alle Papiere wieder, dazu den Ausdruck und wünschte mir eine gute Fahrt. Wow. Dafür habe ich über eine Stunde herum gestanden.
Aber nun gut. Immerhin wurde ich mal wieder kontrolliert. Wenn auch nur halbherzig.

Noch was vergessen? Ach ja. Hab mir zwischendurch in der Bar neben der Tankstelle einen Kaffee geholt. Zeit war ja dafür. Zuvor den Polizisten gefragt, ob der auch einen möchte. Der hat aber mit dem Kopf geschüttelt, wollte nichts.
So sind sie, die italienischen Polizisten. Unbestechlich bis ins Mark.

Gut, war einer von der Polizia Locale. Vor denen hab ich keine Furcht. Da bin ich auch nicht aufgeregt.
Bei der Polizia de Stato, also die mit den blau-weißen Autos, hätte ich mich zurück gehalten. Da bin ich vorsichtig. Denn mit denen ist nicht unbedingt zu spaßen. Da habe ich ja schon die ein oder andere schlechte Erfahrung gemacht.

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